Rezension/Kritik - Online seit 26.06.2003. Dieser Artikel wurde 7172 mal aufgerufen.

Arabana-Opodopo

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Autor: Gnter Cornett
Verlag: Bambus-Spieleverlag
Rezension: Kathrin Nos
Spieler: 3 - 4
Dauer: 50 - 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 4,3 4,3 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 3972
Arabana-Opodopo

Spielziel

Im aus 16 Inseln bestehenden Arabana-Archipel versuchen die Spieler den grten Einfluss auszuben.

Arabana-Opodopo ist die Weiterentwicklung der Zwei-Personen-Spiele Arabana-Ikibiti (Bambus) bzw. Kahuna (Kosmos) und kann mit drei oder vier Personen gespielt werden.

Ablauf

Auf dem Spielplan sind 16 Inseln abgebildet, von denen drei, fnf oder sieben Verbindungen ausgehen knnen.

Whrend des Spiels werden diese Verbindungen durch Ausspielen einer passenden Inselkarte mit Inselstbchen der Spieler in Besitz genommen. Von diesen Inselkarten hat jeder Spieler maximal fnf auf der Hand, von jeder Insel gibt es insgesamt drei Karten. In jeder Runde darf man beliebig viele seiner Karten spielen, jedoch nur eine nachziehen.

Sobald ein Spieler an einer Insel die absolute Mehrheit an Verbindungen eingesetzt hat, darf er auf ihr einen Inselstein einsetzen: Sie wird nun von ihm beherrscht. Seine erste Amtshandlung als neuer Herrscher ist eine kleine Aufrumaktion, denn er darf alle fremden Inselstbchen von dieser Insel entfernen. Dadurch kann es vorkommen, dass ein Mitspieler die absolute Mehrheit auf einer benachbarten Insel, und damit auch seinen Inselstein dort verliert.

Hat ein Spieler beim Legen der letzten Verbindung an einer Insel eine relative Mehrheit (gleich viele oder mehr Verbindungen als die Mitspieler), darf er ein Inselstbchen eines Mitspielers mit weniger Einfluss (= Inselstbchen) entfernen.

Ferner kann man jederzeit ein fremdes Inselstbchen gegen ein eigenes austauschen, indem man zwei Inselkarten der beiden angrenzenden Inseln ausspielt.

Das Spiel erstreckt sich ber zwei Runden. Sobald die 48 Inselkarten zum ersten Mal aufgebraucht wurden, kommt es zur Zwischenwertung. Jeder Inselstein bringt seinem Besitzer fr jede Verbindung Punkte, die er nicht selbst besitzt. Beispiel: Zur Insel Nuridan gibt es fnf Verbindungen. Der Besitzer der Insel hat mit drei Verbindungen genau die absolute Mehrheit erreicht. Ihm stehen also zwei Siegpunkte zu.

Nachdem die Inselkarten ein zweites Mal durchgespielt wurden, kommt es zur Endwertung. Jede Insel bringt wieder Punkte fr jede nicht-besetzte Verbindung, zustzlich zhlt jeder Inselstein einen Siegpunkt.

Variante:

Zu Beginn des Spiels kann man auf jede Insel einen Gtterstein legen. Diesen erhlt der erste Besitzer einer Insel, sobald er seinen Inselstein einsetzt.

Ein Gtterstein kann entweder eine auerordentliche Wertung der betreffenden Insel auslsen, oder er erlaubt Sonder-Aktionen. Dies kann ein Joker sein, der eine beliebige Inselkarte ersetzt, oder das Nachziehen einer zustzlichen Karte whrend des eigenen Zuges ermglicht. Mit weiteren Gttern darf man einem Mitspieler eine Inselkarte stehlen, oder von jedem Mitspieler eine Karte ziehen und ihnen beliebige Karten zurckgeben.

Einige Details der Spielregel wurde brigens nachtrglich aktualisiert, siehe: http://www.bambusspiele.de/spiele/opodopo/opodopo_regel.htm

Fazit

Spielmaterial:

Die Inselkarten und Gttersteine sind, wie auch die Inselstbchen und -steine, komplett aus Bambus gefertigt. Das ist ein sehr schnes Material, was die Ausstattung zu etwas Besonderem macht, auch wenn man sich erstmal eine geeignete Methode suchen muss, wie man seine Inselkarten verwaltet (Karten hintereinander aufstellen, oder bereinander auf der Handflche halten, oder an einer Seite aufgefchert wie normale Spielkarten halten etc.).

Auf dem Spielplan muss man sich erst mal zurechtfinden. Dies soll durch Symbole erleichtert werden: Jeweils einige Inseln gehren zu einem auf dem Plan abgebildeten Symbol, das sich auch auf den entsprechenden Inselkarten findet. Dennoch schweift der Blick in den ersten Partien immer wieder suchend ber den Plan.

Schn ist die Spielplan-Rckseite, auf der eine Ausgabe von The Bambus Times abgedruckt ist. Hier erfhrt man mehr ber das Verlagsprogramm, sowie ber die Entwicklung des Spiels.

Das Spiel:

Das Fazit kann an dieser Stelle ganz kurz ausfallen: Wem Kahuna/Arabana-Ikibiti gefallen hat, der sollte sich Arabana-Opodopo ansehen!

Wer ausfhrlichere Informationen mchte: Die Umsetzung des Spielprinzips von Kahuna/ Arabana-Ikibiti in ein Mehr-Personen-Spiel ist gut gelungen. Besonders gefllt die Siegpunktbestimmung - wer sich absichert und mehr Verbindungen einsetzt als ntig, beraubt sich selbst der Siegpunkte. Dies fhrt zu einer offensiveren Spielweise.

Die bei Kahuna/Arabana-Ikibiti erworbenen Strategien kann man zum Teil bertragen. Damit ist viel vom Spielgefhl des Zwei-Personen-Spiels vorhanden. Es ist aber auch gengend Neues zum Entdecken und Ausprobieren da, so dass Arabana-Opodopo seinen eigenen Spielreiz entwickelt.

Durch die Mglichkeit, in einem Zug auf mehreren Inseln die Inselsteine zu entfernen, ist viel Bewegung im Spiel. Dies muss man mgen, und auch mit etwas Frust umgehen knnen. Es ist durchaus mglich, dass ein Spieler whrend der Partie zeitweise nur noch mit einzelnen oder gar keinen Verbindungen auf dem Plan vertreten ist.

Der Glcksanteil durch das Ziehen der Inselkarten ist nicht klein. Dies wird zumindest zu Beginn ein wenig dadurch abgemildert, dass man sich aus vier Inselkarten drei aussuchen darf. Die vierte wird dann in die offene Auslage gelegt, und bildet mit den abgelegten Karten der Mitspieler den ersten Nachzugs-Vorrat.

Im Vergleich zu Kahuna/Arabana-Ikibiti ist die Spieldauer deutlich lnger ausgefallen, auch wenn diese mit steigender Spielerfahrung sinken kann. Eine Revanche direkt im Anschluss an eine Partie ist damit leider eher selten.

Eine ganz klare Bereicherung sind die Gttersteine. Auch sie bringen (wie die Wertung) mehr Dynamik ins Spiel, da die Inseln schneller in Besitz genommen werden. Die Aktionen der Gtter mgen unterschiedlich wertvoll sein, da manche geschickt eingesetzt werden mssen, um wirklich einen Vorteil zu bringen. Wer jedoch einmal mit den Gttersteinen gespielt hat, wird wohl bei dieser Variante bleiben.

Rezension Kathrin Nos

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Arabana-Opodopo: 4,3 4,3, 7 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Kathrin Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Roland Winner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Susanne Schlappner

Leserbewertungen

Leserwertung Arabana-Opodopo: 3,0 3.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.12.04 von Jan - Schne Ausstattung; aber: Die hohe Spieldauer schreckt ab. An Kahuna, die Zwei-Spieler-Variante, kommt AO aus meiner Sicht lngst nicht heran.

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