Rezension/Kritik - Online seit 11.09.2026. Dieser Artikel wurde 494 mal aufgerufen.
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Auf der Suche nach einem kleinen, aber feinen Kartenspiel? Da könnte dir Ninety Nine aus dem Hause Kendi gefallen. Ob zu zweit, zu dritt oder viert, es ist immer schnell gespielt. Karten sammeln, Karten in deiner Reihe auslegen, Punkte sammeln. Gelingt es dir, als Erste 99 Punkte zu erreichen, gewinnst du die Partie.
Ziel des Spiels ist es, als erste Person mindestens 99 Punkte zu erreichen.
Alle erhalten sechs Handkarten sowie einen persönlichen Nachziehstapel mit 15 Karten. In der Tischmitte liegen zwei Ablagestapel aus, an die während der Partie Karten angelegt werden.
Jeder Zug besteht aus drei Schritten. Zunächst legst du eine Karte in deine persönliche Auslage. Die Zahlen müssen dabei aufsteigend angeordnet werden, Lücken sind erlaubt. Jede Farbe darf jedoch nur einmal in deiner Reihe vorkommen. Kann oder möchtest du deine Reihe nicht weiterführen, wertest du sie. Die Anzahl der ausliegenden Karten wird mit sich selbst multipliziert und als Punkte notiert. Anschließend beginnst du eine neue Reihe.
Danach kannst du beliebig viele Handkarten auf die beiden Ablagestapel spielen. Eine Karte darf angelegt werden, wenn sie die gleiche Farbe wie die oberste Karte besitzt, ihren Zahlenwert um genau eins erhöht oder zusammen mit der obersten Karte die Summe zehn ergibt. Nach jeder abgelegten Karte werden die Bedingungen anhand der neuen obersten Karte erneut überprüft, sodass auch längere Kartenkombinationen möglich sind.
Zum Abschluss ziehst du Karten von deinem persönlichen Nachziehstapel nach, bis du wieder sechs Handkarten besitzt. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, erhältst du 15 Bonuspunkte und einen neuen Stapel mit 15 Karten.
Neben der Grundversion enthält das Spiel eine Profivariante. Gelingt es dir dabei, alle Handkarten abzulegen, erhältst du einen vollständigen
zusätzlichen Spielzug. Das Spiel endet sofort, sobald eine Person mindestens 99 Punkte erreicht.
Ninety Nine verbindet zwei unterschiedliche Wege zum Punktesammeln, die immer wieder gegeneinander abgewogen werden müssen. Einerseits möchtest du möglichst lange Kartenreihen aufbauen, andererseits lohnt es sich, viele Handkarten abzulegen, um den eigenen Nachziehstapel schneller zu leeren und Bonuspunkte zu erhalten. Gerade dieses Spannungsfeld sorgt dafür, dass nahezu jede Entscheidung mehrere Folgen hat.
Die Regeln sind schnell erklärt und der Spieleinstieg gelingt ohne große Hürden. Gleichzeitig entwickelt das Spiel mit zunehmender Erfahrung eine beachtliche taktische Tiefe. Wer Kartenkombinationen erkennt und mehrere Züge vorausplant, kann seine Möglichkeiten deutlich besser ausschöpfen. Die Profivariante verstärkt diesen Aspekt zusätzlich und belohnt gut vorbereitete Kettenzüge.
Das Material ist funktional gestaltet. Die Karten sind gut lesbar und die beiliegenden Übersichtskarten erleichtern den Einstieg, da die Ablegeregeln jederzeit griffbereit sind. Am besten entfaltet Ninety Nine seine Stärken mit zwei oder drei Personen. In voller Besetzung können die Wartezeiten etwas länger werden, das kam nicht in jeder Spielrunde gut an. Der Glücksfaktor ist trotz der möglichen taktischen Überlegungen ziemlich groß, denn alles steht und fällt mit den Karten, die einem zur Verfügung stehen.
Ninety Nine eignet sich insbesondere für Gelegenheitsspieler*innen, die ein Kartenspiel mit überschaubaren Regeln suchen. Für erfahrene Spieler*innen war in unseren Runden der Glücksfaktor zu groß.
Rezension Renate Gerling-Halbach
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung Ninety Nine:
3,0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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06.01.26 von Renate Gerling-Halbach |
Leserwertung Ninety Nine:
3.0, 2 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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10.01.26 von Tim |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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10.01.26 von sutrebuh - Mehrphasiges Kartenablegen! Da wird eine Karte aufsteigend bei sich angelegt und dann mehrere nach drei Regeln auf zwei Ablegestapel abgelegt. Umso mehr, desto besser. Der Erfolg hängt im Wesentlichen davon ab, was wir auf die Hand bekommen. Und so arbeiten wie jeweils unsere Phasen ab und hoffen dann darauf, möglichst gute Karten nachzuziehen. Das sorgt für lange Wartezeiten bei denen es völlig egal ist, was die anderen treiben und großer Glücksabhängigkeit ohne jeden Spannungsbogen. Zu allem Überfluss zieht sich das Spiel und sind die zehn Farben nicht codiert, was man im Erscheinungsjahr 2025 wohl als so gewollt und somit völlig ignorant ansehen muss. |