Rezension/Kritik - Online seit 17.10.2026. Dieser Artikel wurde 890 mal aufgerufen.
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Bevölkere deinen Teich in 8 Zügen mit Tieren, die in Bezug zu ihrer Lage im Teich möglichst viele Punkte einbringen. Jederzeit kann sich dabei aber etwas sicher Geglaubtes ändern.
Ihr habt euch als Neulinge entschieden, das Standard-Spiel zu auszuprobieren.
Wie in jeder Regel-Version von Symbiose erhält jeder
Spieler 8 Karten verdeckt und ordnet diese unbesehen in ein vorgegebenes Raster - das ist dann sein TEICH - von 4 Spalten und 2 Zeilen vor sich an.
Gleichzeitig decken alle Spieler 1 beliebige Karte ihres TEICHS auf. In die Tischmitte kommen noch 4 offene Karten, womit der FLUSS gebildet ist.
Eventuell übrige Karten werden nicht mehr gebraucht.
Bestimmt einen Startspieler, der die im Uhrzeigersinn zu spielende Partie beginnt. (Hinweis: Die bunten Holzscheiben auf den Fotos gehören nicht zur Spielausstattung.) Die Sitzreihenfolge ist in den Beispielen Rot - Gelb - Grün.
Ablauf eines Spielzuges:
1) Nimm 1 beliebige Karte aus dem FLUSS und wähle danach erst 1 beliebige Karte deines TEICHS. Ist diese Karte noch verdeckt, kannst du nach ihrer Aufnahme keinen Rückzieher mehr machen. Du musst sie also verwenden. Jede Karte zeigt drei Informationen:
a) ein Tier: Libelle, Fisch, Schnecke, Frosch
b) eine Hintergrundfarbe: Rot, Grün, Orange, Blau
c) einen festen Punktewert (6 oder 8) oder eine variable Bedingung (z. B. 2 Punkte für jede Karte mit rotem Hintergrund oder 4 Punkte für jede Schnecke)
Diese 4 Arten von Tieren kommen vor und sie erscheinen in unterschiedlicher Anzahl, wie auch die variablen Hintergrund-Farben zu den Tier-Abbildungen. Die Tiere haben also unterschiedliche Hintergrund-Farben.
Die Bedingungen zur späteren Wertung sind vor allem von der Kartenposition im eigenen TEICH und den korrespondierenden Nachbarteichen abhängig.
2) Tausche die Position deiner ausgewählten TEICH-Karte mit der Position der FLUSS-Karte. Beide Karten müssen nun offen liegen.
3) Noch 1 Karte aufdecken? Hast du gerade eine zuvor schon offene TEICH-Karte genutzt, musst du noch 1 beliebige deiner verdeckten Karten aufdecken. Nach jedem deiner Züge zeigt dein TEICH 1 offene Karte mehr.
Der nächste Spieler ist dran.
Spielende:
Sobald alle Spieler komplett offene TEICHE haben, endet das Spiel. Jeder Spieler wertet seine 8 Karten entsprechend ihrer Position im TEICH. Jede Karte bringt entweder fixe oder variable Punkte, die auf Kartenhintergrund, Tier und Spaltenposition basieren.
Wertung deines TEICHS:
Karten mit festem Wert sind direkt ohne Einschränkung gewertet. Jede der 8 TEICH-Positionen hat auf dem Wertungsblock ein separates Feld.
Die beiden Karten in der Spalte links beziehen ihre variablen Wertungsbedingungen auf den kompletten TEICH des Mitspielers zur Linken, also auf 8 Karten dort.
Die 4 Karten in der Mitte beziehen sich nur auf den kompletten eigenen TEICH, d. h., die Bedingung einer einzelnen Karte dort kann sich durchaus auf alle 7 übrigen Karten des eigenen TEICHS beziehen.
Die beiden Karten in der Spalte rechts beziehen ihre variablen Wertungsbedingungen auf den kompletten TEICH des Mitspielers zur Rechten. Spielt man zu zweit, ist der Spieler zur Linken der selbe wie der Spieler zur Rechten.
Es gewinnt, wer in Summe die meisten Punkte erzielte, bei Patt ist der Sieg geteilt.
Neben der beschriebenen Standard-Version gibt es noch den Duell-Modus: Nun beginnt der FLUSS mit 4 offenen und 4 verdeckten Karten und reiht sich zwischen den Spielern ein. Bei der Wertung wird der FLUSS komplett aufgedeckt und er ist je nach Spielaufbau mal links oder rechts von deinem TEICH und dient dann statt eines SpielerTEICHS als BezugsTEICH.
Und für 4 Spieler wäre alternativ der Team-Modus: Statt die TEICHE links oder rechts zur Wertung zu nutzen, ist immer der TEICH des gegenüber sitzenden Spielers relevant. Zum Spielende addiert jedes Team jeweils seine Punkte.
Ausstattung: 36 hübsch gestaltete Karten (sehr groß: 12 x 8 cm, dank glatter Oberfläche gut mischbar) und 1 Wertungsblock, Stift fehlt.
Spielregel: Die Pegasus-Regel ist sehr gelungen in Text und Bild und ohne Schwachstellen, ganz anders als im Original. Dank guter redaktioneller Bearbeitung ist das Regelwerk natürlich etwas länger geworden, klärt aber alle eventuell aufkommenden Unsicherheiten.
Spielspaß:
Symbiose ist schnell verstanden, aber nicht ohne Dilemmata gespielt. Denn jede Karte muss hinsichtlich ihrer Lage im eigenen TEICH wohl bedacht sein. Natürlich kann man selbst und auch jeder Mitspieler später eine schon platzierte Karte erneut tauschen, was aber nicht immer sinnvoll ist, da man dann zum Aufdecken einer verdeckten Karte gezwungen ist. Daher ist permanente Analyse der Mitspieler-TEICHE erforderlich, um deren Absichten zu erkennen bzw. deren Chancen zu verschlechtern.
Bei der eigenen Wertung sind nur die 2 mittleren Spalten mit ihren Bedingungen auf den ganzen eigenen TEICH bezogen, was eine gewisse Planbarkeit sichert. Gern füllt man diese beiden Spalten zuerst mit festen Punkten, um danach mehr Informationen durch bisher schon aufgedeckte Karten bei den Mitspielern zu erhalten, was die Befüllung der linken und rechten Spalte erleichtert. Nicht zu vergessen ist die unterschiedliche Häufigkeit der Tiere und Farben im Spiel, was zu Wahrscheinlichkeits-Berechnungen und Nachzählen der sichtbaren Karten animiert.
Und so sieht man bald, dass das zunächst einfach wirkende Spiel durchaus hinsichtlich Planung/Timing/Chancen fordernd ist und dabei aber trotzdem unangestrengt reizvoll bleibt. Die möglichen Kalkulationen sind schnell durchgeführt. Stets eifert man dem nächsten Zug entgegen, da meist schon eine lukrative Karte im FLUSS wartet, die die Mitspieler hoffentlich meiden. Wer nachdenkt, weiß dann, ob lukrativere Karten noch unaufgedeckt sein können. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn ein punktestarker Coup gelingt.
Symbiose bietet neben der in jeder Spielerzahl angenehmen Standard-Version auch für 2 Personen eine interessantere Variante (Duell-Modus) an, die mit dem dann größeren FLUSS mehr Möglichkeiten bietet. Ob man die Team-Version spielt, hängt von persönlichen Vorlieben ab.
Erklärhilfe zum o. a. Wertungs-Blatt am Beispiel von Spieler ROT. Linker Nachbar ist GELB, rechter Nachbar GRÜN.
Dazu muss man sich die TEICHE der Spieler betrachten. Schaut euch für die erste Punktzahl "4" im Wertungsblatt von ROT zunächst den TEICH von GELB an, der in der Sitzreihenfolge LINKS von ROT ist. Der Teich von GELB zeigt 2 Karten mit rotem Hintergrund (Libelle + Schnecke). Daher wertet die Bedingung von Spieler ROT (Fisch, roter Hintergrund), dessen Karten in seiner linken TEICH-Spalte sich auf den gesamten TEICH von GELB beziehen. Achtung: Der Fisch spielt jetzt keine Rolle, sondern die Bedingung im unteren Teil der Karte.
Wertungs-Feld, Bedingung, Punkte:
Symbiose glänzt als ein unerwartet unterhaltsames und kurzweiliges Spiel für Schnell- und Querdenker, ist aber nicht für jeden Spieler-Typ geeignet, da die TEICH-übergreifende Wertung räumliches und rechnerisches Kombinationsvermögen erfordert, auch wegen der TEICHE auf dem Kopf liegend gesehen. Ich bin da bei der Einstufung als Familien-Spiel seitens Pegasus skeptisch. Insgesamt: Meine Kaufempfehlung für 2 bis 4 Spieler.
Rezension Roland Winner
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung Symbiose:
4,7, 3 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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22.07.26 von Roland Winner - Toll, kurzes, spannendes, tricky Spiel. - Du hast einen Teich, symbolisiert durch 7 zunächst verdeckte Karten und 1 offene in 2 Reihen zu 4 Spalten. Dann ist da noch der Fluss mit 4 offenen Karten. In deinem Zug tauschst du 1 Karte deines Teiches (offen/verdeckt) gegen den Fluss. Jede ggf. dabei genutzte verdeckte Karte ist nun offen zu halten. Nach jedem Zug zeigt dein Teich 1 offene Karte mehr, ggf. deckst du 1 auf (wenn gerade nur eine offene Karte deines Teiches getauscht wurde). Wertung erfolgt erst, wenn dein Teich komplett ist: 4 Spalten sind zu betrachten. Viele Karten haben einen fixen Wert, andere zeigen Bedingungen (Bestimmte Lebewesen des Teiches, verlangte Hintergrund-Farben von Lebewesen). Karten deiner Spalte LINKS beziehen ihre Bedingungen auf den gesamten Teich des Spielers zur Linken. Karten deiner Spalte RECHTS beziehen sich auf den Teich des Spielers rechts von dir. Deine beiden MITTLEREN Spalten beziehen ihre Bedingungen auf deinen ganzen eigenen Teich. So könnte es z.B. bei einer Karte in der Mitte heißen: Jeder Frosch = 5. Von deinen 8 Karten sind in der Partie 4 mit Froschbild, macht 5 x 4 = 20 Punkte. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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14.07.26 von Alexander Broglin - Wieder einmal faszienierend, was für ein tolles, interessantes Spiel aus weningen Karten entwickelt weden kann. Nachdem \"7 Wonders-Prinzip\" spielt man nicht direkt gegen seinen linken und rechten Nachbarn, sonden man versucht Karten so zu platzieren, dass man möglichst viele Punkte aus der Auslage seiner Nachbarn zieht. Spannend! |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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30.08.26 von Michael Kahrmann |
Leserwertung Symbiose:
4.0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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23.07.26 von Hans Huehnchen - Skyjo trift einfachen Tableau-Builder. Nett. |