Rezension/Kritik - Online seit 10.08.2008. Dieser Artikel wurde 6400 mal aufgerufen.

Aronda

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Autor: Jens-Peter Schliemann
Michail Antonow
Verlag: Clemens Gerhards
Rezension: Ralph Bruhn
Spieler: 2
Jahr: 2008
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 760
Aronda

Kompakt - Kritik

Mal wieder Lust auf ein bisschen Denksport?

In einem unscheinbaren Pappkarton mit aufgeklebtem Foto des Spiels kommt dieses abstrakte Zweipersonenspiel mit dem klangvollem Namen daher. Das Holzmaterial ist dagegen außerordentlich ansprechend geraten, z.B. sind die Linien des Spielfeldes nicht aufgedruckt, sondern sauber gefräst.

Die Spielregeln sind schnell zu erfassen:

Das Spielfeld zeigt 25 Felder, die in vier konzentrischen Kreisen angeordnet sind. Wer zuerst mehr als die Hälfte der Felder erobern, d.h. mit einem Besitzstein markieren kann, gewinnt die Partie.

Abwechselnd setzen die Spieler je zwei der kleineren, leider relativ leicht umfallenden Setzsteine auf die Felder. Ein Stein muss entweder auf dem äußeren Ring eingesetzt werden oder über Felder mit eigenen Steinen mit dem Außenring verbunden sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Feld zu gewinnen und mit einem der größeren Besitzsteine markieren zu dürfen:

Entweder man platziert drei Setzsteine in ein Feld – bzw. zwei oder vier Steine in die Felder, die mit entsprechend vielen Vertiefungen markiert sind.

Oder - und hier zeigt sich der besondere Kniff des Spiels - man gewinnt die Mehrheit der Nachbarfelder des Feldes.

Durch diese Mehrheitsregel kann es, besonders gegen Spielende, zu Kettenreaktionen kommen, wenn man durch die Eroberung eines einzelnen Feldes gleichzeitig die Mehrheit an gewonnen Feldern um ein Nachbarfeld herum erzielt – usw...

Diese Kettenreaktionen vorausplanen zu können, bedarf einiger Partien. Die ersten Spiele werden häufig durch mehr oder weniger unbeabsichtigte Kettenreaktionen entschieden, so dass man zunächst den Eindruck erhalten kann, dem Spielende wehrlos ausgeliefert zu sein. Nach und nach erschließen sich jedoch die Möglichkeiten, wie man diese Kettenreaktionen im Mittelspiel vorbereiten bzw. den Gegner genau bei diesem Vorbereitungen stören kann.

Daher sollten Freunde dieses Genres Aronda unbedingt ausprobieren, angesichts der überschaubaren Spieldauer am besten gleich mehrmals – erst dann erschließt sich der ganze Spielreiz.

Und wer außerdem besonderen Wert auf Materialqualität und Ästhetik eines Spiels legt, den sollte auch der relativ hohe Preis nicht vom Kauf abhalten.

Rezension Ralph Bruhn

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Aronda: 5,0 5,0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.08 von Ralph Bruhn - Die Feinheiten erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Die Spielreiznote liegt zwischen 4 und 5 - wegen des schönen Materials habe ich mich für die 5 entschieden.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.03.10 von Horst Sawroch

Leserbewertungen

Leserwertung Aronda: 5,0 5.0, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.08.08 von Steve - Tolles neues Denkspiel von den Fire & Ice bzw. ConHex Erfindern, wobei mir letztere noch einen Tick besser gefallen.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.09.08 von Peter Steinert - ARONDA glänzt nicht nur durch eine fehlerfreie Umsetzung beim Material. Auch der hochdynamische Verlauf hat es in sich. Revanchepartien sind Pflicht. Tolles Spiel!
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.09.09 von Ingo Althöfer - Aronda ist ein tolles Zweier-Spiel. Es wäre anschaulicher, wenn in der Regel die Setzsteine z.B. "Bauern" hiessen und die Besitzsteine "Könige". Den Abzug beim Material habe ich gegeben, weil die Bauern etwas zu klein sind - und dadurch in Gefahr, mal verloren zu gehen.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.04.11 von Andreas Günter - Vielleicht ist ConHex vom selben Autor (M. Antonow) noch ein wenig besser; dennoch liegt hier ein sehr gelungenes Zwei-Personen-Taktik-Spiel vor, das mit wunderschöner Optik, cleverem Mechanismus und kurzer Spielzeit besticht. Spannend sind vor allem die Kettenzüge, bei denen ein Domino-Effekt eintritt und durch einen Zug mehrere Felder erobert werden können.

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