Rezension/Kritik - Online seit 19.08.2014. Dieser Artikel wurde 4412 mal aufgerufen.

Burgenland

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Autor: Inka Brand
Markus Brand
Illustration: Julien Delval
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Frank Lehmann
Spieler: 2 - 4
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2014
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 3613
Burgenland

Spielziel

In Burgenland sollen neue Befestigungen und Burgen entstehen. Die Spieler sind Baumeister und errichten gemeinsam auf den Bauplätzen Mauern, Brunnen, Häuser und Paläste aus ihrem Vorrat. Dazu sammeln die Spieler passende Karten, die sie zum Bauen benötigen. Wer verbaut am schnellsten seinen Gebäudevorrat?

Ablauf

Zu Spielbeginn werden die verschiedenfarbigen Grenzwappen zwischen den Burgen verteilt.

Reihum können die Spieler eines ihrer Gebäude bauen oder Farbkarten vom Stapel nachziehen.
Für jeden Bau müssen vier Karten in den Farben benachbarter Grenzwappen bezahlt werden. Dabei können beliebig viele Joker eingesetzt werden.
Es gelten folgende Bauregeln:

  • Ein Brunnen kann nur auf dem Bauplatz gebaut werden, den die aktuelle Brunnenkarte zeigt. Als Belohnung darf man Farbkarten nachziehen. Die Anzahl der zu ziehenden Karten nimmt mit der Zeit ab.
  • Alle anderen Gebäude werden auf einem beliebigen quadratischen Bauplatz der Burgen errichtet.
  • Für jedes Haus einer Burg muss bereits eine Mauer stehen.
  • Platziert man eine Mauer, erhält man Joker-Karten als Belohnung (die höher ausfällt, je mehr Mauern in dieser Burg bereits stehen).
  • In jeder Burg kann maximal ein Palas stehen. Außerdem müssen zusätzlich Münzwerte entsprechend der obersten Baumeister-Karte bezahlt werden. Dabei wird nicht die Farbe der Karte, sondern deren Münzwert beachtet.


Anschließend erhält der Spieler die auf dem Baufeld aufgedruckte Belohnung wie z.B. eine Joker-Karte, Karten nachziehen oder ein verdecktes Bonusplättchen. Je nach Art ermöglichen sie das Vertauschen von Farbwappen, das Missachten bestimmter Bauregeln oder einen zusätzlichen Bauplatz.

Neben den vielen kleinen Burgen gibt es eine zentrale große Burg, in der beliebig viele Gebäude gebaut werden können. Das kostet je nach Gebäudeart eine bestimmte Anzahl gleich- oder verschiedenfarbiger Handkarten.

Das Spiel endet sofort, sobald ein Spieler sein letztes Bauteil auf Spielplan platziert hat.

Fazit

Die Regeln von Burgenland sind relativ einfach: Farbkarten sammeln und anschließend ausspielen, um Gebäude zu errichten. Beim Ziehen der verdeckten Bonusplättchen sowie der (möglichst passenden) Karten spielt das Glück eine ziemlich wesentliche Rolle. Gerade weil man mehrere farbgleiche Karten benötigt.

Durch die Boni der verschiedenen Baufelder kommen ein paar strategische Optionen ins Spiel. Generell sollte man versuchen, möglichst viele Boni miteinander zu kombinieren.

Außerdem sollte man möglichst frühzeitig seine Brunnen bauen, weil man dann mehr Karten nachziehen darf. Paläste sollte man möglichst bauen, wenn eine niedrige Baumeisterkarte offen ausliegt, um weniger bezahlen zu müssen.

Interessant wirkt sich die Regel aus, dass man durch den Bau von Mauern Jokerkarten erhält - insbesondere in einer Burg, in der bereits Mauern stehen. Dadurch kommt es öfters vor, dass viele Mauern zusammen in derselben Burg platziert werden. Dann aber gibt es nicht genügend Mauern für den Häuserbau (wir erinnern uns: Für jedes Haus in einer Burg muss es eine Mauer geben). Ist das der Fall, gewinnen die Bonusplättchen "zusätzlicher Bauplatz" (den man einfach an eine Burg mit Mauern anlegen kann) und "Aussetzen der Bauregeln" (damit kann man ein Haus auch ohne Mauern bauen) enorm an Wert.

Gerade zum Ende des Spiels, wenn es immer enger auf dem Spielplan wird, sind die Bonusplättchen sehr wichtig. Denn dann wird es immer schwieriger, passende Farbkarten zu bekommen.

Unter diesen Umständen lohnt es sich auch, in der großen Burg zu bauen. Dies ist nämlich ziemlich teuer und wird deshalb eher am Ende des Spiels genutzt, wenn nur noch wenige Bauplätze übrig sind.

Der Spielplan und die Karten sind ganz schön gestaltet. Auch sehr schön sind die zahlreichen Holzgebäude. An die Übersicht im Spiel (welche Farbwappen gelten für welche Burg) muss man sich aber erst einmal gewöhnen.

Insgesamt ein nettes Familienspiel.

Rezension Frank Lehmann

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In Kooperation mit der Spielegruppe Panke-Spieler Berlin.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Burgenland: 3,5 3,5, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.06.14 von Frank Lehmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.03.14 von Udo Kalker - Burgenland funktioniert, läuft rund und lässt sich gut spielen. Für die Familie vielleicht schon einen Ticken zu kompliziert, für den Vielspieler leider in der Schublade "ganz nett". Man sammelt und legt halt Karten ... Von daher eher schwache 4 Punkte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.03.14 von Bernd Eisenstein - Ein äußerst belangloses und emotionsloses Spiel, das null Innovation bietet. Handwerklich selbstverständlich tadellos. Einzig das Spielziel weicht vom dauernden Siegpunktsammeln ab.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.07.14 von Michael Andersch - Ein in jeder Hinsicht durchschnittliches Spiel: Simple Regeln - dennoch der ein oder andere Punkt, der nicht sofort so ganz eingängig ist und gerne mal übersehen wird (trotz Kurzregel im Sichtschirm). Nettes Material - nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Funktioniert ordentlich - reisst aber nicht vom Hocker, es fehlt ein gewisser Pfiff. Durchaus vorhandener Glücksfaktor - trotzdem geht immer irgendwas. Kommentar der Kinder (10 und 12): Langgezogenes "naaajaaa" gefolgt von einem "geht so". Nochmal spielen? "Nö, nicht unbedingt." Und das spiegelt auch genau meine Meinung wieder.

Leserbewertungen

Leserwertung Burgenland: 4,3 4.3, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.03.14 von Christoph Post - Ein in sich sehr stimmiges Spiel für die Familie. Handwerklich gut und läßt sich schlüssig spielen. Der reine Vielspieler wird es wahrscheinlich eher nicht mögen (ist aber auch nicht die Zielgruppe).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.14 von Trollolololo - Burgenland ist als Familienspiel sehr gut. Ich selber zähle mich eher zu den Vielspielern (Kohle, Caylus, Helios, Funkenschlag...) aber ich hatte richtig Spass mit Burgenland. Leicht und schnell erklärt. Etwas taktisch und eine gute Portion Glück beim Kartenziehen und den Fragezeichenplättchen. Aber genauso Spassig wie Zug um Zug (wo man auch die passenden Karten sammeln muss). Ich würde es sogar nochmal spielen als Absacker.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.11.14 von Steffen - Das fanden selbst meine Kinder langweilig. Irgendwann hat irgendwer gewonnen. Nach 2 Partien hatten wir davon genug.

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