Rezension/Kritik - Online seit 05.10.2006. Dieser Artikel wurde 9363 mal aufgerufen.

Das Ende des Triumvirats

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Autor: Johannes Ackva
Max Gabrian
Illustration: Andrea Boekhoff
Verlag: Lookout Games
Rezension: Christine Hauer
Spieler: 2 - 3
Dauer: 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 3,8 3,8 H@LL9000
5,3 5,3 Leser
Ranking: Platz 2231
Download: Kurzspielregel [PDF]
Das Ende des Triumvirats

Spielziel

Zwei oder drei Spieler versuchen als Cäsar, Pompeius oder Crassus das Spiel für sich zu entscheiden, indem sie entweder überzeugende Politik ausüben, eine militärische Vormachtstellung aufbauen oder ihre herausragende Kompetenz in Politik und Militär beweisen.

Ablauf

Der Spielplan zeigt die römische Republik rund um das Mittelmeer zur Zeit 56 v. Chr., eingeteilt in verschiedene Provinzen. Jeder Spieler bekommt fünf Provinzen als Startaufstellung zugewiesen. Der Besitz einer Provinz wird durch einen sogenannten Statthalter in der jeweiligen Spielerfarbe markiert.

Der Spielzug jedes Spielers besteht aus drei Phasen: der Nachschubphase, der Bewegungsphase und der Aktionsphase.

Nachschubphase:

In der Nachschubphase erhält der Spieler für jede seiner Provinzen je nach Typ Legionen und/oder Gold. Nachschub gibt es aber nur dann, wenn das Nachschubfeld einer Provinz nicht durch den Statthalter besetzt ist. Die Statthalter bewegen sich immer am Anfang eines Spielerzuges in ihrer Provinz. Je nach Ausgangsposition zieht der Statthalter auf das Nachschubfeld oder von dem Nachschubfeld herunter.

Es gibt eine Ausnahme: Steht zusätzlich ein Beamter in einer Provinz, wird der Statthalter nicht bewegt. Das Nachschubfeld bleibt in diesem Fall immer frei. Folglich erhält man jede Runde Nachschub aus dieser Provinz und nicht wie normalerweise nur jede zweite Runde.

Zusätzlich zu den Einkünften aus den Provinzen erhält der Spieler Legionen und/oder Gold aus Rom. Diese werden direkt zu dem eigenen Vorrat gelegt bzw. in beliebige Regionen platziert.

Das erhaltene Gold und die Legionen verbleiben in den Provinzen und können nur mit Hilfe des Charaktersteins in der Bewegungsphase aufgenommen bzw. bewegt werden.

Bewegungsphase:

Nach der Nachschubphase kann der Spieler seinen Charakterstein bewegen. Ihm stehen hierfür maximal 4 Bewegungspunkte zur Verfügung. Mit dem Charakterstein können Legionen und Beamte bewegt werden.

In dieser Phase können auch eine oder mehrere Provinzen eines Mitspielers angegriffen werden. Dafür muss auf dem Charakterstein des Angreifers mindestens eine Legion mitgeführt werden.

Der Angriff wird mit Hilfe des Schlachtenbeutels ‚ausgefochten’. Es werden so viele Waffen (Holzwürfel) aus dem Beutel gezogen wie der schwächere Teilnehmer Legionen besitzt, aber maximal nur 3 Waffen. Wenn bei den Waffen die Würfel der Farbe des Angreifers dabei sind, werden dementsprechend Legionen des Verteidigers entfernt. Genau das Gleiche passiert für Waffen bzw. Holzwürfel in der Farbe des Verteidigers. Waffen eines unbeteiligten Spielers gelten als neutral und wandern nach dem Kampf in den Schlachtenbeutel zurück. Wenn der Verteidiger seinen Charakterstein ebenfalls in der angegriffenen Provinz sitzen hat, verliert der Angreifer zwei Legionen. Am Schluss des Kampfes werden noch auf beiden Seiten gleich viele Legionen vernichtet, so dass nur noch der Angreifer, der Verteidiger oder keiner von beiden übrig bleibt.

Wenn der Verteidiger verliert, bekommt er noch eine kleine Entschädigung als Ausgleich. Entweder darf er eine eigene Waffe in den Schlachtenbeutel werfen oder eine Kompetenz verbessern.

Aktionsphase:

Je nachdem, in welcher Provinz der Charakterstein nach der Bewegungsphase steht, hat der Spieler unterschiedliche Aktionsmöglichkeiten. Man darf bis zu drei Aktionen durchführen, wobei die erste Aktion 1 Gold, die zweite Aktion 2 Gold und die dritte Aktion 3 Gold kostet.

In einer politischen Provinz (= 2 Gold) kann der Spieler entweder seine politische Kompetenz ausbauen oder Bürger im Forum beeinflussen. Die Bürger zu beeinflussen kostet den Spieler 2 Gold, wenn er nicht führend in der politischen Kompetenz ist.

In einer militärischen Provinz (= 2 Legionen) kann der Spieler entweder seine militärische Kompetenz ausbauen oder seine Kampfstärke ausbauen, indem er zwei eigene Waffen in den Beutel wirft. Die Kampfstärke ausbauen kostet den Spieler 2 Gold, wenn er nicht führend in der militärischen Kompetenz ist.

In einer Kompetenzprovinz (=1 Gold + 1 Legion) kann der Spieler seine politische oder militärische Kompetenz ausbauen.

Nach der Aktionsphase ist der Spielzug beendet, der Kalenderstein wird um ein Feld weiter gezogen und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Wenn der Kalenderstein das Feld „Elegio“ erreicht, wird die Wahl zum Konsul durchgeführt. Dies bedeutet, dass der Spieler mit den meisten Bürgern in seinem Bereich der neue Konsul wird und hierfür die Konsulkarte bekommt.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine der drei möglichen Siegesbedingungen erreicht hat:

  1. Politischer Sieg: Ein Spieler wird zum zweiten Mal zum Konsul gewählt.
  2. Militärischer Sieg: Ein Spieler besitzt 9 Provinzen.
  3. Kompetenzsieg: Ein Spieler hat beide Kompetenzen komplett ausgebaut.

Fazit

Das Spielmaterial von "Das Ende des Triumvirats" ist recht einfach gehalten. Die Spielfiguren sind "nur" einfache Holzklötze, die aber ihren Funktionen voll und ganz gerecht werden und der Spielatmosphäre keinen Abbruch leisten. Außerdem sind die Übersichtskarten für die Spieler sowie z. B. die Entschädigungskarte aus stabilem Karton gearbeitet. Die Grafik des Spiels passt schön zum Spielthema und wirkt nicht überladen.

Die Spielregel ist zwar nicht sonderlich komplex, jedoch muss man beim ersten Spiel häufig Regeln nachschlagen und Details klären. Die Formulierungen sind nicht immer gut gewählt, so dass bei unserem ersten Spiel mehrere Regeldiskussionen aufkamen, die aber schnell geklärt werden konnten.

"Das Ende des Triumvirats" fällt vor allem dadurch auf, dass es für ein ungewöhnliche Spieleranzahl konzipiert wurde, nämlich für 2 oder 3 Spieler. Zu zweit ist das Spiel ein Duell zwischen den Spielern. Zu dritt wird der Spielverlauf schon deutlich komplexer. Man muss hier seine Kontrahenten genau im Auge behalten, damit es nicht vorkommt, dass es am Ende eines zu ausgedehnten Zweier-Konflikts einen lachenden Dritten gibt.

Durch die drei unterschiedlichen Siegbedingungen steht es den Spielern offen, zwischen verschiedenen Srategien zu wählen und dadurch kommt Abwechslung in die Partien.

Dank des ungewöhnlichen Kampfprinzips mit Hilfe des Schlachtenbeutels und den Entschädigungen beim Kampf kann man auch mit weniger Provinzen als der/die Gegner gut spielen. Allerdings sollte man nicht zu viele Provinzen kampflos aufgeben, weil man sonst Probleme mit dem Nachschub bekommt. Flexibilität ist gefragt, wenn es darum geht, den/die Gegner durch geschicktes Spiel am Sieg zu hindern und gleichzeitig die eigene Vormachtstellung auszubauen.

"Das Ende des Triumvirats" ist ein einfaches Taktikspiel, welches mit 1 1/2 bis 2 Stunden nicht zu langatmig ist. Oftmals ist das Spiel bis zum Ende relativ ausgewogen, erst am Schluss hat ein Spieler die Nase vorn, so dass der Spannungsbogen lange erhalten bleibt.

Rezension Christine Berganski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Das Ende des Triumvirats: 3,8 3,8, 12 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.06.06 von Christine Hauer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.11.05 von Michael Andersch - Ich würde es so gerne noch lieber mögen, aber einen Haken hat das Ganze: Und zwar, dass man niemandem so richtig weh tun kann. Hau ich Dich hier, dann wirst Du dort entschädigt. Und tu ich Dir gleich nochmal was, dann hab ich dazu eigentlich doch eher keine Lust, weil Du dann noch mehr entschädigt wirst. Das Spiel hat leider einen gewissen Hang zur Gleichmacherei - der mag nötig sein, um auch in einem Dreierspiel zu verhindern, dass sich zwei auf einen einschiessen (und das funktioniert auch), aber einen etwas seltsamen Nachgeschmack hinterlässt das Ganze schon.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.12.05 von Rolf Braun - Den Königsmacher zu Spielprinzip zu erheben ist schon eine schicke Idee. Es gilt möglichst unauffällig die beiden anderen gegeneinander aufzuhetzen (aktiv oder passiv) ... ausgewogen, gut gearbeitet und thematisch schön umgesetzt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.12.05 von Kathrin Nos - Nach dem Erklären gab es trotz Übersichtskarte viele Nachfragen: Intuitiv spielt es sich nicht! Irgendwie scheint mir das Spiel überladen zu sein. Jede Aktion kann Auswirkungen auf die Mitspieler haben, vor allem die Angriffe. Dass schon recht früh im Spiel ein Spieler zu gewinnen droht, ist zunächst kein Mangel - dies sollte doch eigentlich ein Spannungs-Garant sein! Bei uns schlug jedoch mehr als einmal das Königsmacher-Problem zu: Durch die Aktion eines Spielers erhielt plötzlich ein anderer die Möglichkeit zu gewinnen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.12.05 von Uta Weinkauf - Nichts wirklich Neues...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.06 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.05.06 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.07.06 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.03.07 von Michael Reitz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.07.07 von Jörn Griesbach - Mal ein echtes Spiel zu 3.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.04.08 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.06.08 von Silke Hüsges

Leserbewertungen

Leserwertung Das Ende des Triumvirats: 5,3 5.3, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.10.06 von Tim - Das Spiel kam bei uns in allen Runden immer gut an, allerdings ist der Aufbau etwas nervig. Die Anleitung finde ich auch nicht optimal. Insgesamt aber ein wirklich schönes Spiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.10.06 von Lindsay
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.03.07 von Stefan - Hatte das Glueck, die Regeln vom Erfinder erklaert zu bekommen und finde sie wirklich gelungen. Besonders die drei Siegmoeglichkeiten bieten viel Raum seine eigene Strategie zu finden. Die Aufmachung ist auch sehr gelungen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.05.09 von Frey Andreas

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