Rezension/Kritik - Online seit 05.10.2006. Dieser Artikel wurde 13868 mal aufgerufen.

Das Ende des Triumvirats

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Autor: Johannes Ackva
Max Gabrian
Illustration: Andrea Boekhoff
Verlag: Lookout Games
Rezension: Christine Hauer
Spieler: 2 - 3
Dauer: 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 3,8 3,8 H@LL9000
5,3 5,3 Leser
Ranking: Platz 3431
Download: Kurzspielregel [PDF]
Das Ende des Triumvirats

Spielziel

Zwei oder drei Spieler versuchen als Csar, Pompeius oder Crassus das Spiel fr sich zu entscheiden, indem sie entweder berzeugende Politik ausben, eine militrische Vormachtstellung aufbauen oder ihre herausragende Kompetenz in Politik und Militr beweisen.

Ablauf

Der Spielplan zeigt die rmische Republik rund um das Mittelmeer zur Zeit 56 v. Chr., eingeteilt in verschiedene Provinzen. Jeder Spieler bekommt fnf Provinzen als Startaufstellung zugewiesen. Der Besitz einer Provinz wird durch einen sogenannten Statthalter in der jeweiligen Spielerfarbe markiert.

Der Spielzug jedes Spielers besteht aus drei Phasen: der Nachschubphase, der Bewegungsphase und der Aktionsphase.

Nachschubphase:

In der Nachschubphase erhlt der Spieler fr jede seiner Provinzen je nach Typ Legionen und/oder Gold. Nachschub gibt es aber nur dann, wenn das Nachschubfeld einer Provinz nicht durch den Statthalter besetzt ist. Die Statthalter bewegen sich immer am Anfang eines Spielerzuges in ihrer Provinz. Je nach Ausgangsposition zieht der Statthalter auf das Nachschubfeld oder von dem Nachschubfeld herunter.

Es gibt eine Ausnahme: Steht zustzlich ein Beamter in einer Provinz, wird der Statthalter nicht bewegt. Das Nachschubfeld bleibt in diesem Fall immer frei. Folglich erhlt man jede Runde Nachschub aus dieser Provinz und nicht wie normalerweise nur jede zweite Runde.

Zustzlich zu den Einknften aus den Provinzen erhlt der Spieler Legionen und/oder Gold aus Rom. Diese werden direkt zu dem eigenen Vorrat gelegt bzw. in beliebige Regionen platziert.

Das erhaltene Gold und die Legionen verbleiben in den Provinzen und knnen nur mit Hilfe des Charaktersteins in der Bewegungsphase aufgenommen bzw. bewegt werden.

Bewegungsphase:

Nach der Nachschubphase kann der Spieler seinen Charakterstein bewegen. Ihm stehen hierfr maximal 4 Bewegungspunkte zur Verfgung. Mit dem Charakterstein knnen Legionen und Beamte bewegt werden.

In dieser Phase knnen auch eine oder mehrere Provinzen eines Mitspielers angegriffen werden. Dafr muss auf dem Charakterstein des Angreifers mindestens eine Legion mitgefhrt werden.

Der Angriff wird mit Hilfe des Schlachtenbeutels ausgefochten. Es werden so viele Waffen (Holzwrfel) aus dem Beutel gezogen wie der schwchere Teilnehmer Legionen besitzt, aber maximal nur 3 Waffen. Wenn bei den Waffen die Wrfel der Farbe des Angreifers dabei sind, werden dementsprechend Legionen des Verteidigers entfernt. Genau das Gleiche passiert fr Waffen bzw. Holzwrfel in der Farbe des Verteidigers. Waffen eines unbeteiligten Spielers gelten als neutral und wandern nach dem Kampf in den Schlachtenbeutel zurck. Wenn der Verteidiger seinen Charakterstein ebenfalls in der angegriffenen Provinz sitzen hat, verliert der Angreifer zwei Legionen. Am Schluss des Kampfes werden noch auf beiden Seiten gleich viele Legionen vernichtet, so dass nur noch der Angreifer, der Verteidiger oder keiner von beiden brig bleibt.

Wenn der Verteidiger verliert, bekommt er noch eine kleine Entschdigung als Ausgleich. Entweder darf er eine eigene Waffe in den Schlachtenbeutel werfen oder eine Kompetenz verbessern.

Aktionsphase:

Je nachdem, in welcher Provinz der Charakterstein nach der Bewegungsphase steht, hat der Spieler unterschiedliche Aktionsmglichkeiten. Man darf bis zu drei Aktionen durchfhren, wobei die erste Aktion 1 Gold, die zweite Aktion 2 Gold und die dritte Aktion 3 Gold kostet.

In einer politischen Provinz (= 2 Gold) kann der Spieler entweder seine politische Kompetenz ausbauen oder Brger im Forum beeinflussen. Die Brger zu beeinflussen kostet den Spieler 2 Gold, wenn er nicht fhrend in der politischen Kompetenz ist.

In einer militrischen Provinz (= 2 Legionen) kann der Spieler entweder seine militrische Kompetenz ausbauen oder seine Kampfstrke ausbauen, indem er zwei eigene Waffen in den Beutel wirft. Die Kampfstrke ausbauen kostet den Spieler 2 Gold, wenn er nicht fhrend in der militrischen Kompetenz ist.

In einer Kompetenzprovinz (=1 Gold + 1 Legion) kann der Spieler seine politische oder militrische Kompetenz ausbauen.

Nach der Aktionsphase ist der Spielzug beendet, der Kalenderstein wird um ein Feld weiter gezogen und der nchste Spieler ist an der Reihe.

Wenn der Kalenderstein das Feld Elegio erreicht, wird die Wahl zum Konsul durchgefhrt. Dies bedeutet, dass der Spieler mit den meisten Brgern in seinem Bereich der neue Konsul wird und hierfr die Konsulkarte bekommt.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine der drei mglichen Siegesbedingungen erreicht hat:

  1. Politischer Sieg: Ein Spieler wird zum zweiten Mal zum Konsul gewhlt.
  2. Militrischer Sieg: Ein Spieler besitzt 9 Provinzen.
  3. Kompetenzsieg: Ein Spieler hat beide Kompetenzen komplett ausgebaut.

Fazit

Das Spielmaterial von "Das Ende des Triumvirats" ist recht einfach gehalten. Die Spielfiguren sind "nur" einfache Holzkltze, die aber ihren Funktionen voll und ganz gerecht werden und der Spielatmosphre keinen Abbruch leisten. Auerdem sind die bersichtskarten fr die Spieler sowie z. B. die Entschdigungskarte aus stabilem Karton gearbeitet. Die Grafik des Spiels passt schn zum Spielthema und wirkt nicht berladen.

Die Spielregel ist zwar nicht sonderlich komplex, jedoch muss man beim ersten Spiel hufig Regeln nachschlagen und Details klren. Die Formulierungen sind nicht immer gut gewhlt, so dass bei unserem ersten Spiel mehrere Regeldiskussionen aufkamen, die aber schnell geklrt werden konnten.

"Das Ende des Triumvirats" fllt vor allem dadurch auf, dass es fr ein ungewhnliche Spieleranzahl konzipiert wurde, nmlich fr 2 oder 3 Spieler. Zu zweit ist das Spiel ein Duell zwischen den Spielern. Zu dritt wird der Spielverlauf schon deutlich komplexer. Man muss hier seine Kontrahenten genau im Auge behalten, damit es nicht vorkommt, dass es am Ende eines zu ausgedehnten Zweier-Konflikts einen lachenden Dritten gibt.

Durch die drei unterschiedlichen Siegbedingungen steht es den Spielern offen, zwischen verschiedenen Srategien zu whlen und dadurch kommt Abwechslung in die Partien.

Dank des ungewhnlichen Kampfprinzips mit Hilfe des Schlachtenbeutels und den Entschdigungen beim Kampf kann man auch mit weniger Provinzen als der/die Gegner gut spielen. Allerdings sollte man nicht zu viele Provinzen kampflos aufgeben, weil man sonst Probleme mit dem Nachschub bekommt. Flexibilitt ist gefragt, wenn es darum geht, den/die Gegner durch geschicktes Spiel am Sieg zu hindern und gleichzeitig die eigene Vormachtstellung auszubauen.

"Das Ende des Triumvirats" ist ein einfaches Taktikspiel, welches mit 1 1/2 bis 2 Stunden nicht zu langatmig ist. Oftmals ist das Spiel bis zum Ende relativ ausgewogen, erst am Schluss hat ein Spieler die Nase vorn, so dass der Spannungsbogen lange erhalten bleibt.

Rezension Christine Berganski

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Das Ende des Triumvirats: 3,8 3,8, 12 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.06.06 von Christine Hauer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.11.05 von Michael Andersch - Ich wrde es so gerne noch lieber mgen, aber einen Haken hat das Ganze: Und zwar, dass man niemandem so richtig weh tun kann. Hau ich Dich hier, dann wirst Du dort entschdigt. Und tu ich Dir gleich nochmal was, dann hab ich dazu eigentlich doch eher keine Lust, weil Du dann noch mehr entschdigt wirst. Das Spiel hat leider einen gewissen Hang zur Gleichmacherei - der mag ntig sein, um auch in einem Dreierspiel zu verhindern, dass sich zwei auf einen einschiessen (und das funktioniert auch), aber einen etwas seltsamen Nachgeschmack hinterlsst das Ganze schon.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.12.05 von Tommy Braun - Den Knigsmacher zu Spielprinzip zu erheben ist schon eine schicke Idee. Es gilt mglichst unauffllig die beiden anderen gegeneinander aufzuhetzen (aktiv oder passiv) ... ausgewogen, gut gearbeitet und thematisch schn umgesetzt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.12.05 von Kathrin Nos - Nach dem Erklren gab es trotz bersichtskarte viele Nachfragen: Intuitiv spielt es sich nicht! Irgendwie scheint mir das Spiel berladen zu sein. Jede Aktion kann Auswirkungen auf die Mitspieler haben, vor allem die Angriffe. Dass schon recht frh im Spiel ein Spieler zu gewinnen droht, ist zunchst kein Mangel - dies sollte doch eigentlich ein Spannungs-Garant sein! Bei uns schlug jedoch mehr als einmal das Knigsmacher-Problem zu: Durch die Aktion eines Spielers erhielt pltzlich ein anderer die Mglichkeit zu gewinnen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.12.05 von Uta Weinkauf - Nichts wirklich Neues...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.06 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.05.06 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.07.06 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.03.07 von Michael Reitz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.07.07 von Jrn Griesbach - Mal ein echtes Spiel zu 3.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.04.08 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.06.08 von Silke Hsges

Leserbewertungen

Leserwertung Das Ende des Triumvirats: 5,3 5.3, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.10.06 von Tim - Das Spiel kam bei uns in allen Runden immer gut an, allerdings ist der Aufbau etwas nervig. Die Anleitung finde ich auch nicht optimal. Insgesamt aber ein wirklich schnes Spiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.10.06 von Lindsay
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.03.07 von Stefan - Hatte das Glueck, die Regeln vom Erfinder erklaert zu bekommen und finde sie wirklich gelungen. Besonders die drei Siegmoeglichkeiten bieten viel Raum seine eigene Strategie zu finden. Die Aufmachung ist auch sehr gelungen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.05.09 von Frey Andreas

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