Rezension/Kritik - Online seit 04.12.2017. Dieser Artikel wurde 540 mal aufgerufen.

Facecards

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Autor: Leo Colovini
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 3 - 7
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1932
Facecards

Spielziel

Bei Facecards geht es darum, Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, Tieren und Gegenständen zu finden. Je auffälliger diese Übereinstimmungen sind, desto leichter macht man es den Mitspielern, die zusammengehörigen Paare zu finden und dadurch zu punkten.

Ablauf

Abhängig von der Teilnehmerzahl erhält jeder Spieler 6 bis 7 Karten auf die Hand. Von diesen wählt er zwei aus, bei denen er Übereinstimmungen zu erkennen glaubt. Er legt die beiden Karten verdeckt ab - eine in die Tischmitte, die andere vor sich. Zu den Karten in der Mitte kommen – nachdem alle Spieler eine ihrer Karten dort platziert haben – noch weitere Karten vom Stapel. Nachdem sie gemischt wurden, werden sie aufgedeckt – genauso wie jene Karten, die vor den Mitspielern liegen.

Der Startspieler versucht nun, ein passendes Paar zu erraten. Schafft er das, erhält er eine der beiden Karten als Siegpunkt und legt sie unter sein Fotoalbum. Die andere Karte erhält derjenige, der sie ausgespielt hatte. War der Rateversuch falsch, geht man leer aus. In jedem Fall folgt der nächste Spieler und darf raten.

War jeder einmal an der Reihe, endet die Runde und es beginnt eine neue. Das Spiel ist zu Ende, wenn jeder einmal Startspieler war. Gewonnen hat am Ende, wer die meisten Karten sammeln konnte.

Fazit

Übereinstimmungen zwischen Gegenständen und Menschen bzw. Tieren? Kann es das geben? Ja, da findet sich tatsächlich sehr oft etwas Passendes. Ob die Mitspieler diese Gemeinsamkeiten dann auch erkennen, hängt aber nicht nur davon ab, ob sie genauso denken wie die Person, die die Karten ausgespielt hat. Gar nicht so selten kann es sein, dass ein Mitspieler eine Karte gelegt hat, die viel besser zur eigenen passen würde, als die Handkarte, die man selbst ausgewählt hat. Dann liegt es natürlich auf der Hand, dass ein Mitspieler zuerst auf diese Kombination tippt. Da ärgert sich dann nicht nur der falsch ratende Kontrahent!

Ganz dumm läuft es für jemanden, wenn alle seine Mitspieler untereinander erfolgreich geraten, seine Auslage aber ignoriert haben und nur mehr seine eigene Karte ausliegt – die darf er dann natürlich nicht raten, so dass er in dieser Runde leer ausgeht, ohne einen einzigen Rateversuch gemacht zu haben. Diese Situation kommt in kleinen Runden eher vor als in großen, weshalb mir das Spiel in großer Besetzung auch besser gefällt.

140 Motive klingt erst einmal nach einer ganzen Menge. Aber in großen Runden spielt man den Stapel locker durch, so dass man bei der zweiten Partie schon alle Karten kennt. In wechselnden Runden ist das nicht schlimm, in gleichbleibenden führt es aber dazu, dass es zu festen Kartenkombinationen kommen kann. Das ist vor allem dann schlimm, wenn es sich um Übereinstimmungen zwischen unterschiedlichen Gattungen handelt, z. B. Mensch und Tier. Dann erhalten die Beteiligten nämlich jeweils eine zusätzliche Punktekarte als Bonus. Werden solche Kartenkombinationen wiederholt gewählt, ist es für die anderen schon ärgerlich, wenn es Zusatzpunkte gibt, ohne dass sich die beiden Nutznießer groß dafür anstrengen mussten.

Am meisten Spaß macht das Spiel in Runden, die beim Auflösen der Kartenkombinationen Kommentare abgeben und erklären, warum sie die gewählten Karten als Paar sehen. Und außerdem gefielen mir jene Runden am besten, in denen die Spieler hinsichtlich der Kombinationskriterien für Abwechslung sorgten. Mal suchten sie die Gemeinsamkeiten in den verschiedensten optischen Aspekten, mal in gleichen Anfangsbuchstaben, mal im Lebensraum der Tiere, mal in Berufen usw.

Wer Krazy Wordz kennt, fühlt sich sicher an dieses Konzept erinnert – nur dass es diesmal nicht um das Bilden von Wörtern, sondern um das Kombinieren von Bildern geht. Das verlangt den Spielern sicherlich weniger Kreativität ab, macht deshalb aber vor allem Wörtermuffeln mehr Spaß.

Insgesamt liefert Facecards den Spielern ein kurzweiliges Ratevergnügen, in das man aufgrund überschaubarer Spielregeln rasch einsteigen kann. Und für die kreativen Spielebesitzer besteht sogar die Möglichkeit, die beigefügten Blankokarten mit eigenen Motiven zu versehen.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Facecards: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.11.17 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

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