Rezension/Kritik - Online seit 18.01.2001. Dieser Artikel wurde 6056 mal aufgerufen.
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Die Spieler treten in ein Rudel von Haien ein, welche sich in Strandnähe aufhalten, um nach schmackhafter Beute Ausschau zu halten. Da man auch in den oberen Hai-Kreisen nicht mehr wahllos drauflos frisst, sondern die Etikette es verlangt besonders exquisite Häppchen zu bevorzugen, versuchen nun die Haie sich spezielle Menüs zusammen zu stellen. Wer hierbei die leckersten Häppchen einverleibt, wird als Sieger hervorgehen.
Ich möchte zu Beginn meine Bewunderung für die Courage von Kleinverlagen wie Krimsus Krimskramskiste zum Ausdruck bringen. Es gehört schon einiges an Risikobereitschaft dazu, denn die Kosten für die Produktion zahlen die Gründer der Kleinverlage in aller Regel erst einmal aus der eigenen Tasche.
Mit dem Spiel HAPS bringt KKK nun bereits ihr 6. Spiel auf den Markt, haben bereits eine eigene Homepage (www.krimsu.de) und treten jedes Jahr freundlich und selbstsicher auf der Spielemesse auf. Hier merkt man speziell bei Mark Sienholz, dass er dies aus Spaß an der Sache macht und freuen uns immer über ein gemeinsames Gespräch.
Doch kommen wir wieder zum Spiel:
Wie es der Zufall so will, fanden sich zum Testen dieses Spiel zwei Taucher, also Menschen, die für diese Thematik durchaus zu begeistern sind. Wir verzeihen mal dem Autor die Unkenntnis, was die Gefährlichkeit von Haien betrifft, denn man lernt bereits in der Taucher-Grundausbildung, dass Haie für einen Taucher nicht annähernd so gefährlich sind, wie man es Filme wie "Der weisse Hai" gerne darstellen.
HAPS ist ein Kartenspiel. Es gibt Über- und Unterwasser-Karten, welche das Futter darstellen (Fische, Tintenfische, Delfine, Taucher, Rochen...) und die Hai-Karten.
Zu Beginn legen die Spieler mittels der Über- und Unterwasserkarten den Ozean aus. Die Karten werden verdeckt abgelegt. Hat man ein gutes Gedächtnis, kann man sich 50% aller gelegten Karten merken.
Nach dem Zulosen der Hai- und Futter-Karten und dem "Füllen" des Ozeans, geht es ans Leeren des Ozeans. Dies erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip:
Danach wechseln die beiden Spieler die Rollen und es geht weiter.
Die verschiedenen Futterkarten haben einen unterschiedlichen Nährwert. Entsprechend dieses Nährwerts versuchen die Haie sich ihr Menü zusammen zu stellen, denn nur ein gutes Menü bringt Siegespunkte. Folgende Reihenfolge ist zu beachten:
Für ein solches Menü gibt es jeweils 4 Siegpunkte.
Zusätzliche Punkte gibt es für den Verzehr des Orcas (5 Punkte) sowie für Karten mit einer weißen Perle, Punktabzug hingegen für Futterkarten mit einer schwarzen Perle.
Wieviele Felder sich die Hai- oder Futterkarten bewegen dürfen steht auf den Karten selbst.
Der Hunger eines Hais, welcher ebenfalls den Hai-Karten zu entnehmen ist, reduziert sich im Laufe des Spiels, sobald er etwas zwischen die Zähne bekommt. Verständlich, denn hat ein Hai etwas gegessen, hat er weniger Hunger, dafür aber einen volleren Magen. In Abhängigkeit des gefüllten Magens reduziert sich die Bewegungsfreiheit des Hais.
Fast alle Karten haben noch eine Sonderfunktion, welche auf den Karten explizit aufgedruckt ist. Mit zusätzlichen Spezialchips können die Spieler sich gegenseitig harpunieren, Geschwindigkeit zulegen...
Wer nach Vertilgung aller Futterkarten die meisten Punkte hat, ist Sieger.
Die Grafik der Karten zeigt, wie auch schon bei den Vorgängerspielen, dass KKK mit Liebe für´s Detail an die Sache heran gegangen ist. Die unterschiedlichen Haie und die vielen anderen Unterwassertierchen sehen schon sehr goldig aus und tragen maßgeblich zur Spielatmosphäre bei. Der Grafiker Lutz Winter könnte damit einen Fuß in das Spielegewerbe bekommen (sollte er ihn nicht schon drin haben).
Weniger gute Noten müssen wir leider für das Spiel selbst vergeben. Die Regeln sind zwar relativ leicht verständlich, uns sind auch keine groben Patzer im Regelwerk aufgefallen, dennoch kommt keine richtige Spannung auf. Das Spiel plätschert mehr oder minder vor sich hin. Man deckt eine Karte auf, die Karten werden auf dem Spieltisch verschoben...
Eine Futterkarten mit dem richtigen Wert vor die Nase zu bekommen ist nicht sonderlich schwer, wodurch keine große Euphorie aufkommt. Taktisches Vorausplanen ist kaum möglich, dazu ist die Spielfläche mit zu vielen Karten belegt und der Handlungsspielraum zu sehr eingeschränkt.
Erst gegen Ende, wenn nur noch wenige Karten übrig sind, besteht die Möglichkeit zu taktieren und die Züge des Gegners erahnen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Kindern von 10-15 Jahren, bedingt durch die lustige Grafik, Spaß an Haps finden könnten, im Erwachsenenbereich wird es jedoch etwas schwieriger werden, eine Fangemeinde aufzubauen. Dazu wirkte das Spiel nicht ausgereift genug.
Trotzdem hoffe ich, dass KKK weiter macht und weiterhin Spiele entwickelt!
Ich kann mir gut vorstellen, dass sie einen Clou landen können, wenn sie weiterhin mir diesem Biss und Herz für´s Spielen dabei bleiben!
Rezension Frank Gartner
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung Haps:
2,0, 3 Bewertung(en)
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Frank Gartner |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Thomas Dörrsam |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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15.02.07 von Michael Andersch |
Leserwertung Haps:
1.7, 3 Bewertung(en)
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Markus Barnick |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Randolph Betten - Schade! Super Grafik, Mieses Spiel! Ab in die Tonne! |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Sarah Kestering - Schrecklich! Zuviele verschiedene Elemente, extrem zaeher Spielverlauf, Spannung uns Spass gleich Null. |