Rezension/Kritik - Online seit 17.07.2007. Dieser Artikel wurde 5355 mal aufgerufen.

Manimals

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Autor: Bernhard Naegele
Illustration: Peter Braun
Verlag: Adlung Spiele
Rezension: André Beautemps
Spieler: 2 - 6
Dauer: 10 - 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2006
Bewertung: 4,3 4,3 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1950
Manimals
Auszeichnungen:2007, Deutscher Lernspielpreis "ab 6 Jahren" Nominierung2007, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste2010, Spiel der Spiele Hit für Familien Empfehlungsliste

Spielziel

Haben Fledermäuse Krallen? Halten Schnecken Winterschlaf? Findet man Strauße in Afrika? Diese und andere Fragen rund ums Thema Tiere korrekt beantworten zu können, hilft ungemein bei diesem Spiel. Falls man es nicht genau weiß, kann man einfach sein Glück versuchen und aufs Geratewohl ein paar Tieren diese Eigenschaft zuordnen. Vielleicht stimmt es ja. Wenn nicht, kann man immer noch die Kinder fragen. Die wissen das nach einigen Spielrunden ziemlich genau.

Ablauf

Das Spiel besteht aus 60 Tierkarten und einigen Übersichtskarten. Die Tierkarten zeigen auf einer Seite die Abbildung eines Tieres. Auf der anderen Seite stehen die Bezeichnung sowie die Eigenschaften (dargestellt durch kleine Symbole) dieses Tieres. Zusätzlich befindet sich ein solches Symbol in größerem Format ebenfalls auf dieser Seite der Karte, welches jedoch nichts mit dem abgebildeten Tier zu tun hat.

Die Tierkarten werden gemischt und 40 davon auf dem Tisch für alle Spieler gut erreichbar verteilt. Die Tierabbildungen zeigen nach oben. Die restlichen Tierkarten bilden den Nachziehstapel. Der Startspieler dreht eine zufällig ausgewählte Tierkarte um. Das große Symbol auf dieser Karte gibt das Suchkriterium für diese Runde vor. Zeigt es z. B. die Umrisse von Afrika, ist die gesuchte Eigenschaft „lebt in Afrika“.

Auf Kommando des Startspielers greifen alle Spieler gleichzeitig mit einer Hand nach Tierkarten, die ihrer Meinung nach der gesuchten Eigenschaft entsprechen. Dabei darf man immer nur eine Karte nehmen und vor sich selbst ablegen. Anschließend kann die nächste Karte genommen werden. Einmal vor sich abgelegte Karten dürfen nicht mehr zurückgelegt werden. Wer keine passende Karte mehr findet, beendet für sich die Runde.

Haben alle Spieler die Runde beendet, wird ausgewertet: Die gesammelten Tierkarten werden umgedreht. Es wird geprüft, ob das große Suchsymbol sich unter den kleinen Symbolen der jeweils gesammelten Tiere befindet. Ist dies nicht der Fall, muss der Spieler diese und eine korrekte Karte (sozusagen als Strafabzug) zurück in die Mitte legen (Tierseite nach oben). Wer keine korrekten Karten hat, legt nur alle falschen zurück.

Der Spieler mit den meisten Tierkarten hat die Runde gewonnen und darf maximal 2 seiner Karten als Siegpunkte behalten. Der oder die Zweitplatzierten dürfen eine Karte behalten.

Alle übrigen Karten werden wieder in die Tischmitte gelegt und vom Nachziehstapel werden drei weitere Karten dazugelegt. Dann darf der nächste Spieler eine Karte zufällig umdrehen und die nächste Runde beginnt.

Gespielt wird über sieben Runden, gewonnen hat am Ende der Spieler mit den meisten Punkten.

Fazit

Ein schnelles und kurzweiliges Kartenspiel für Kinder-, Familien- und Erwachsenengruppen ist dem Autor mit Manimals gelungen. Die Karten sind in gewohnt guter Adlungqualität, die Angemessenheit der Schachtelgröße ist gegeben.

Ein Schwachpunkt sind die Spielregeln: zu klein gedruckt und mit den Übersichts- und den Tierkarten wird ein 3-2-4-System gebildet. Die Regeln gibt es in drei Sprachen. Leider korrespondiert dies nicht mit den in zwei Sprachen verfügbaren Übersichtskarten, auf denen die Eigenschaftssymbole erklärt sind. Dafür sind die Namen der Tiere auf den Tierkarten gleich in vier Sprachen abgebildet. Hat man den Vorteil, einer der beiden in allen Bereichen vorhandenen Sprache (deutsch/englisch) mächtig zu sein, ist der Spielfluss schnell hergestellt.

Grafisch sind die Tiere gut dargestellt und identifizierbar. Bei diesen handelt es sich immer um eine bestimmte Art und nicht um einen Vertreter der Gattung. Es gibt eine Karte mit einem afrikanischen Elefanten, dieser jedoch kann abweichende Eigenschaften zum indischen Elefanten haben. Die große Anaconda lebt nicht in Afrika wie andere Schlangenarten, so dass es nicht ratsam ist, es dem Rezensenten gleich zu tun und bei der entsprechenden Eigenschaft bedenkenlos zuzugreifen.

Der Aha-Effekt, der sich während manch einer Auswertung einstellt und nicht selten zu Diskussionen führt, hält sich über eine geraume Zeit. Nur dass man eben die gerade nicht erwarteten Eigenschaften von Tieren gut behält und bei späteren Spielen dieses Wissen abrufen kann. Dies kann dann für ein unausgeglichenes Chancenverhältnis am Spieltisch sorgen. Für diese Fälle bietet das Regelheft eine Variante, die ein Handicap für den führenden Spieler vorsieht.

Überhaupt ist das Angebot an Varianten ein Pluspunkt des Spiels, um auf die Spielegruppenkonstellation angemessen reagieren zu können. Es gibt eine Spielregel für Kinder, eine für Familien, eine Variante mit Anfangsbuchstaben statt Eigenschaften als Suchkriterium und die eben erwähnte Version bei unterschiedlich starken Gruppen.

Mit und für Kinder ist dieses Spiel ein großer Spaß. Einmal erklärt, spielen Kindergruppen im Grundschulalter sofort selbständig das Spiel und können sich oft stundenlang dafür begeistern. Der Lerneffekt stellt sich altersabhängig mittel- bis langfristig ein, so dass viele Runden in der Grundvariante von Kinderrunden gespielt werden können, ohne dass die Kinder zu schnell auf ein unterschiedliches Niveau gelangen.

In Erwachsenenrunden sind Wiederholungen nicht so häufig, aber zwischendurch ist es immer eine amüsante Herausforderung und ein absolut kurzweiliger Zeitvertreib.

Rezension André Beautemps

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Manimals: 4,3 4,3, 6 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.06.07 von André Beautemps
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.06 von Kathrin Nos - Ich finde die Idee sehr schön.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.02.07 von Uta Weinkauf
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.06.07 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.07.07 von Jost Schwider - Ein wirklich einfaches Spiel (warum ist bloss niemand vorher auf diese Idee gekommen?) mit großem Spielspaß! Ich freue mich (wirklich!) schon auf viele weitere Editionen zu den unterschiedlichsten Themen! ;o)
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.07.07 von Nicole Biedinger

Leserbewertungen

Leserwertung Manimals: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.08.08 von Dr. Andreas Günter - Der Adlung-Verlag schafft es immer wieder, Spiele für ca. 7 Euro auf den Markt zu bringen, die einen originellen Spielemechanismus haben, für unterschiedliche Altersgruppen geeignet sind und lang andauernden Spielspaß garantieren. Das gilt auch für Manimals, bei dem Erwachsene gerne mal mit den Kindern mitspielen (und sogar noch was lernen können! Es geht um besondere, überraschende Eigenschaften von Tieren). Das Preis-Leistungsverhältnis bei Adlung-Spielen (Verräter, Im Märchenwald, Manimals...) ist sowieso unglaublich gut. Wer braucht schon riesige Schachteln für wenige Karten und eine Anleitung, wenn es auch so einfach (und preiswert) geht wie bei Adlung.

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