Rezension/Kritik - Online seit 04.05.2003. Dieser Artikel wurde 7136 mal aufgerufen.

Rinks & Lechts

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Autor: Reinhard Staupe
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: AMIGO
Rezension: Steffen Stroh
Spieler: 2 - 8
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 4985
Rinks & Lechts

Spielziel

Rinks & Lechts ist ein Kartenspiel, in dem Kinder (und Erwachsene?) den sicheren Umgang mit links und rechts ben knnen. Ein Lernspiel also, das seinen Zweck auf gleichsam lockere wie turbulente Art und Weise zu erreichen sucht...

Ablauf

Das Spiel enthlt 7 Polizistenkarten, sowie 43 Aufgabenkarten. Die Karten mit den Polizisten werden kreisfrmig ausgelegt (wobei alle Polizisten mit den Beinen zur Kreismitte hin ausgerichtet sein mssen), der Stapel mit den Aufgabenkarten kommt verdeckt in die Mitte. Im folgenden wird stets eine Aufgabenkarte aufgedeckt. Darauf befindet sich zuerst ein Symbol, das anzeigt, von welchem Polizisten aus gestartet wird, und darunter ein Auftrag, der aus drei Bewegungen besteht, die nacheinander abgearbeitet werden mssen. Die Bewegungen lauten: Links oder Rechts, und zwar jeweils mehrfach. Nun gilt es diese Aufgabe nachzuvollziehen, indem man vom Startpolizisten an entsprechend nach links oder rechts voranschreitet.

Das alles hrt sich wesentlich einfacher an als es ist, denn links und rechts bedeutet stets: Aus Sicht des Polizisten! Gemein dabei, dass die Polizisten auf den Karten mal mit dem Gesicht, mal mit dem Rcken zum Betrachter abgebildet sind - man muss also erst einmal entscheiden, wo denn nun links aus der Sicht des Herren (oder der Dame) in der grnen Jacke ist. Und als ob das nicht schon hinterhltig genug wre, liegen die Karten ja auch noch im Kreis: Der Polizist oben steht korrekt, der untere aus Spielersicht auf dem Kopf. Man muss also schon genau berlegen, in welche Richtung man zu gehen hat.

Wer zuerst alle Bewegungen korrekt nachvollzieht und den Polizisten nennt, bei dem die Aufgabe endet, erhlt die aktuelle Aufgabenkarte. Hat sich ein Spieler vertan, verliert er eine seiner bereits gewonnenen Karten. Der Kartensammler, der zuerst 6 Karten sein Eigen nennt, gewinnt die Partie.

Fazit

Wie es der Zufall so wollte erreichten uns gleich zwei Rezensionen, also haben wir die Fazits gleich beide "abgedruckt".

Fazit 1: Rinks & Lechts ist, wie eingangs erwhnt, beraus turbulent. Alle Spieler berlegen gleichzeitig, und selbst Erwachsene kommen beim Versuch, sich in die Sicht der Polizisten hineinzudenken, schnell ins Trudeln. Fr jngere Kinder empfiehlt der Autor deshalb ein schrittweises Herantasten an das Spiel: Erst einmal nur dir oberste Bewegung auf der Karte ausfhren lassen, dann vielleicht alle drei (aber jeweils nur einfach), und erst dann das komplette Programm. Seinen bungszweck meistert das Spiel dabei mit Bravour, ohne den Spielspa zu vernachlssigen. Selbst eine reine Erwachsenenrunde hatte beim Ausprobieren jede Menge Vergngen - und lag erschreckend oft falsch. Die Kinderrunde verlief da fast verbissener, man blickte in lauter hochkonzentrierte und zielstrebige Gesichter. Das einzige, was Freude und Lerneffekt zu trben vermag sind die typischen Begleiterscheinungen eines rasanten Simultanspiels: Spielen mehrere Kinder gegeneinander, schnappt das sicherste der Kinder den anderen regelmig die Karten weg. Das sorgt nicht nur fr Frust, sondern mindert auch die Mglichkeit zur Kontrolle, ob das unsicherere (und lernbedrftigere) Kind bei der Richtungswahl den korrekten Weg geht. Gleiches gilt fr eine zu groe Runde, die angegeben Maximalspielerzahl von acht sollte man nur als theoretische Option betrachten. Glcklicherweise lsst sich das Spiel aber auch gut mit einem Kind alleine spielen, oder mit Hausregeln an die Gegebenheiten anpassen: Das gebtere Kind soll beispielweise alle drei, das unsichere nur zwei der abgebildeten Bewegungen ausfhren.

Kurzum: Ein prima Lernspiel, amsant, effektiv und anpassungsfhig. Zum Erlernen oder Training der Richtungen absolut geeignet. Und manch Erwachsener wird feststellen, dass es ihm beraus gut tut, selbst am Spiel teilzunehmen... (-Ohne Notenwertung da Lernspiel-)

Rezension Steffen Stroh

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

Fazit

Fazit 2:

Das Spielmaterial und Regeln:

Die Karten sind aus dicker Pappe und sehr strapazierfhig. Die Grafik ist ansprechend, was das Erkennen der verwendeten Symbole leicht macht. Die Aufmachung von Rinks & Lechts ist gut gelungen. Die Spielanleitung ist bersichtlich, mit Beispielen und Bildern versehen, somit erschliet sich das Spiel sofort ohne Probleme. Positiv ist auch der Hinweis, wie man auch Anfngern (also noch kleinen Kindern) mit diesem Spiel an "rechts" und "links" heranfhren kann.

Das Spiel selbst beinhaltet, wie ich finde, eine interessante Idee um das bei Kindern und Erwachsenen gleichermaen existierende Problem der Unterscheidung von links und rechts.

Die Altersgrenze muss sicherlich so gesetzt sein, damit die Kinder auch die Aufgabenkarten lesen knnen. Da sich ja nur die Worte links und rechts neben einer Zahl darauf befinden, sollte das nicht all zu schwer sein. Man sollte versuchen, die Aufgabenkarten so zu positionieren, dass jeder gleich gut die Aufgabenstellung erfassen kann. Liegt der Kartenstapel in der Mitte und die Spieler sitzen um den Tisch, ist es schon eine Nummer schwieriger die Aufgabe auf dem Kopf zu erfassen. Diese Hrde gibt es bei den Polizisten-Karten nicht, denn die liegen ja im Kreis, wodurch jeder die gleiche Ausgangssituation hat. Der weitere Spielablauf gestaltet sich recht einfach.

Den Ansatz, spielerisch zu lernen, kann ich voll untersttzen. Es bleibt fr mich letztlich die Frage, ob der gewnschte Lerneffekt erreicht wird. Das geschieht aus meiner Sicht nur bedingt. Bei der ersten Karte schaut man zwangslufig nach rechts oder links. Aber schon bei der nchsten Karte knnte man einfach prfen, ob die Richtung gendert werden mu, wenn man die beiden Bewegungsrichtungen und die Abbildungen der Polizisten vergleicht, ohne sich explizit ber rechts und links Gedanken zu machen. Ich habe mich jedenfalls dabei ertappt und der Lerneffekt htte mir auch gut getan.

In Spielrunden mit unterschiedlichem recht/links-Unterscheidungsvermgen kommt es leicht zur Dominanz der einen Spieler und zur Frustration der anderen. Also sollte man auf eine ausgeglichene Spielgruppe achten.

Bereits nach wenigen Spielrunden ist bei mir die Lust auf Rinks & Lechts rapide abgesunken. Auch in meinen Spielerunden konnte es sich nicht lange halten. So denke ich, das ein ausdauernder Spielreiz nicht vorhanden ist.

Wer den lerntechnischen Effekt gerne selbst ausprobieren will, kann hier zugreifen und bekommt ein spielerisch einfaches Spiel in schnem Gewand.

Rezension Hans-Peter Stoll

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Rinks & Lechts: 3,6 3,6, 5 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Tommy Braun
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Susanne Schlappner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.02.07 von Michael Andersch

Leserbewertungen

Leserwertung Rinks & Lechts: 4,3 4.3, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.03.04 von Pia Lemberger - Superlieb fr zwischendurch!!! (und gar nicht sooo einfach!!)
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von ele
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.05.07 von Matty - Kam in unserer Testrunde gemischt an, von "juchuuu" bis "hh, nicht meins". Mir liegt`s nicht, und darum...

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