Rezension/Kritik - Online seit 23.03.2021. Dieser Artikel wurde 934 mal aufgerufen.

Krazy Pix

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Autor: Thomas Odenhoven
Dirk Baumann
Matthias Schmitt
Sophia Wagner
Verlag: Ravensburger
Rezension: Franky Bayer
Spieler: 3 - 8
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2020
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 2891
Krazy Pix
Tags:Partyspiel

Spielziel

"Punkti, Punkti, Strichi, Strichi - fertig ist das Mondgesichti!"
So brachte man mir als Kleinkind das Zeichnen von "Smileys" (damals hießen sie aber noch nicht so) bei. Und genau dieser Spruch kommt mir wieder in den Sinn, wenn ich Krazy Pix, das neueste Partyspiel von "Ravensburger" spiele. Denn auch hier verwendet man rudimentäre Striche, simple Formen, Symbole und Muster, um Begriffe darzustellen, die dann hoffentlich von den Mitspielern erraten werden.

Ablauf

Striche, Formen, Symbole und Muster kommen allesamt auf Symbolplättchen vor, von denen es insgesamt 100 Stück gibt. Rund zwei Drittel haben eine hellere Rückseite als Kennzeichnung für einfachere Muster, der Rest mit spezielleren Symbolen trägt eine dunkle Rückseite. Die Plättchen werden getrennt gemischt. Für jede Runde nimmt sich jeder Spieler 6 helle und 3 dunkle Plättchen, dazu noch eine verdeckte Aufgabenkarte vom Stapel. Den darauf notierten Begriff gilt es dann, mit den neun zur Verfügung stehenden Plättchen darzustellen.

Dies machen alle Spieler gleichzeitig auf ihren Spielertableaus. Sind alle fertig, werden die Aufgabenkarten eingesammelt, je nach Spielerzahl noch ein paar Karten vom Stapel hinzugefügt, alle sorgfältig gemischt und offen beliebig den ausliegenden Zahlenkarten zugeteilt. Nun werden die Gebilde der Mitspieler begutachtet, um herauszufinden, welche Darstellung wohl zu welchem Begriff gehört. Seine Tipps gibt man dann ab, indem man die entsprechenden Tipp-Karten verdeckt den Mitspielern zuordnet.

Schließlich kommt die Offenbarung, in der alle Spieler reihum ihre Kunstwerke verraten. Für jeden richtigen Tipp erhalten sowohl der Bild-Erschaffer als auch Spieler, die das Gebilde richtig erraten haben, je 1 Punkt in Form eines Punktechips. Am Ende der Runde werden alle Symbolplättchen wieder in die Tischmitte zurückgegeben und auch die ausliegenden Aufgabekarten abgelegt.

Für die nächste Runde zieht jeder Spieler 9 neue Plättchen sowie eine neue Aufgabenkarte vom Stapel. Nach sechs Runden endet das Spiel. Wer nun die meisten Punkte besitzt, ist der Gewinner.

Fazit

Krazy Pix - das bedeutet nicht etwa "verrückte Schweine" auf Englisch, sondern bezieht sich auf "pictures". Die Ähnlichkeit des Titels zum ebenfalls bei Ravensburger erschienenen Krazy Wordz ist dabei durchaus beabsichtigt. Dieses wurde kürzlich sogar neu aufgelegt und im selben Schachtelformat und ähnlich gestaltetem Cover herausgebracht.

Obwohl derselbe Spielablauf und auch dieselbe Punktevergabe vorkommt, ist die Aufgabe hier dann doch etwas anders. Zwar braucht es ebenfalls Kreativität, aber nicht für Buchstaben und Wortschöpfungen, sondern für bildnerische Darstellung. Dabei dürfen beliebig viele der zur Verfügung stehenden Symbolplättchen verwendet werden, von einem einzigen Plättchen bis hin zu allen neunen. Diese dürfen auch beliebig angeordnet werden, verstreut, durcheinander, nebeneinander, übereinander, überlappend, etc. Es ist aber nicht gestattet, sie umzudrehen, auch dürfen damit weder Buchstaben noch Zahlen gebildet werden.

Manchmal scheint es schier unmöglich, etwas wie "Rom" oder "Alice im Wunderland" mit den vorhandenen Mitteln hinzukriegen. Viel hängt davon ab, passende Symbolplättchen zu bekommen, mit denen sich das Verlangte auch irgendwie abbilden lässt. Mal ist es leichter, ein andermal wiederum will einem beim besten Willen nichts gelingen. Es sind auf jeden Fall kreative Einfälle und originelle Ideen gefragt.

Den Mitspielern bieten sich häufig seltsame Gebilde, die einem auf den ersten Blick überhaupt nichts sagen. Man muss aber bedenken, dass für das Erraten eines Gebildes ja ein paar Begriffe zur Auswahl stehen, und da lassen sich mit ein wenig Fantasie dann doch die meisten Kunstwerke den einzelnen Künstlern zuordnen.

Sicher, der Glücksfaktor spielt auch eine kleine Rolle, nicht nur beim Ziehen der Symbolplättchen. Wenn zufällig ein Mitspieler (oder ein Dummy) einen ähnlichen Begriff erhält (wir hatten beispielsweise einmal in einer Runde "Joint" und "LSD"), wird es schwer, zu punkten. Bei einem Partyspiel ist dies aber nicht so schlimm, denn Gewinnen ist hier eigentlich Nebensache, es kommt ja vor allem auf den Spielspaß an.

Das Spielmaterial wird von einigen wegen mangelnder Qualität kritisiert. Ich sehe dies aber nicht so. Natürlich sind die Plättchen ein wenig dünn geraten, aber mit dickeren Plättchen wäre es noch schwieriger, sie zu überlappen oder flach übereinander zu legen. Die Karten sind von adäquater Größe und Stärke, und auch in ausreichender Menge vorhanden. Allerdings hätte ich mir für die nicht jugendfreien Begriffe (z. B. "Penisneid", "Venushügel" oder "Gebärmutter") zwei getrennte Kartensätze mit leicht zu unterscheidender Rückseite gewünscht, um sich das lästige Aussortieren vor und Reinmischen nach Partien mit minderjährigen Kindern zu ersparen. Bei Krazy Wordz gab's damals in der Ersterscheinung ja sogar eine eigene Ausgabe nur für Erwachsene.

Trotzdem: Krazy Pix ist insgesamt gesehen ein wirklich tolles, unterhaltsames, lustiges Partyspiel, das uns bereits viele vergnügliche Stunden bereitet und sogar noch mehr Spaß gemacht hat als Krazy Wordz.

Rezension Franky Bayer

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Krazy Pix: 3,5 3,5, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.21 von Franky Bayer - Hat uns bis jetzt in jeder Spielgruppe viel Spaß bereitet. Bin sogar fast geneigt, eine 6 zu vergeben...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.10.20 von Michael Andersch - Ich bin ein großer Fan von „Krazy Wordz“ und diese Begeisterung teilen auch viele meiner Mitspieler. Umso größer war die Freude, als ich erfahren habe, dass es mit „Krazy Pix“ ein Spin-Off mit Bildern geben soll, und die erste Leserbewertung hier vom 14.09. von „Espressina“ hat dann zusätzlich dafür gesorgt, dass das Spiel ein Pflicht- und Blindkauf wurde. Die Enttäuschung begann, als das Spiel bei mir ankam: Dünner, labberiger Karton und blasses, lieblos und billig wirkendes Material. Aber egal, der Spielspaß wird es schon richten. Dachte ich – und wurde ein weiteres Mal enttäuscht, denn das Spiel kommt bei weitem nicht an Krazy Wordz ran. Es fehlt der Wortwitz und mit den Plättchen kann man nur eingeschränkt was halbwegs vernünftiges darstellen. Und dann ist es nur „vernünftig“ – auch nur in Ansätzen witzig ist leider gar nichts. Wo Krazy Wordz wirklich "krazy" ist und aufgrund der teilweise abstrusen Wortkreationen für Lacher sorgt, ist Krazy Pix irgendwie nur limitiert und dröge… Die Bewertung von Espressina teilen nicht nur ich, sondern auch meine unterschiedlichen Mitspieler überhaupt nicht. In keiner Runde kam Spielspaß auf, und wir konnten definitiv ganz problemlos aufhören. 2 Punkte, weil es prinzipiell funktioniert, aber mehr auch nicht. Habe es zwischenzeitlich glücklicherweise wieder verkaufen können.

Leserbewertungen

Leserwertung Krazy Pix: 5,0 5.0, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.09.20 von Espressina - eine geniale, aber selbstständige "Variante" von Krazy Wördz", in der man mit minimalistischen "Strich-Punkt-Plättchen" die zugelosten Begriffe darstellt und dann auch die "Kunstwerke" der Mitspieler zuordnet. Nach ein paar Runden zum Warmwerden kann man definitiv nicht mehr aufhören. Macht unendlich viel Spaß!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.03.21 von Jörn - Erreicht nicht ganz die Klasse von Krazy Words, aber für die jüngeren ansprechender. Wenn auch die P18 Begriffe getrennt gehören sollten.

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