Rezension/Kritik - Online seit 07.09.2008. Dieser Artikel wurde 6135 mal aufgerufen.

Wind und Wetter

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Autor: Harald Lieske
Verlag: Winning Moves Germany
Rezension: Günter Berberich
Spieler: 2 - 4
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 2,8 2,8 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 4913
Wind und Wetter

Spielziel

Bei Wind & Wetter verfolgt jeder Spieler nur noch einen Gedanken: möglichst schnell nach Hause zu kommen. Wenn nur nicht das Wetter immer wieder ganze Landstriche unpassierbar machen würde - vor lauter Regen, Sturm und Nebel kann man den Weg kaum erkennen! Plötzlich ein Wetterumschwung: die Sonne brennt herab, der Wald steht in Flammen. Da kann man nur auf Gewitter hoffen. Doch zum Glück hat jeder einen guten Draht zu den Wetterhexen und kann selbst hin und wieder bestimmen, woher der Wind weht.

Ablauf

Ziel des Spiels ist es, seine Spielfiguren von der gegenüberliegenden Seite des Spielfeldes bis zu seinem Heimatdorf zu bringen. Dabei bewegt man die Figuren über verschiedene Landschaftsfelder (Wald, Ebene, Gebirge oder See).

Der aktive Spieler kann folgende Aktionen durchführen:

1. Wettermarker setzen

2. Spielfiguren ziehen

3. Wettermarker nachziehen

4. Windspieler macht Wind

Es dürfen bis zu zwei spezielle Wetterplättchen pro Zug eingesetzt werden, die die Witterungsbedingungen auf den entsprechenden Feldern beeinflussen. Wird ein Feld dabei unpassierbar, wird die betroffene Figur vom legenden Spieler auf ein Nachbarfeld versetzt. Sind alle angrenzenden Felder unpassierbar, muss die Figur an die Startposition zurückversetzt werden. Welches Plättchen man auf welches Gebiet legen darf, ist auf dem Spielplan symbolisch dargestellt.

Insgesamt stehen 6 Schritte zur Verfügung, die auf die eigenen Figuren und die Wetterhexe verteilt werden können. Die Wetterhexe darf aus einer der Reihen, in die sie Einblick hat, einen Wettermarker entfernen. So können z. B. Gewittermarker entfernt werden, die in unseren Runden sonst meist lange liegen blieben und somit ein länger andauerndes Hindernis für alle darstellten.

Steht der Windmarker auf einem grauen Feld, werden mit der gewürfelten Augenzahl des Windspielers die Wettermarker in die vorgegebene Windrichtung verschoben. Aus dem Spielfeld heraus geschobene Marker werden auf der anderen Spielfeldseite wieder hinein geschoben. Die Plättchen, die nun auf unpassenden Geländetypen liegen, müssen entfernt werden. Nach einem solchen "Sturm" ergibt sich häufig eine völlig neue Spielsituation, die dem einen Spieler den Weg völlig verbaut oder dem anderen Spieler einen neuen Weg eröffnen kann.

Sobald sich einer der Spieler mit seinen Spielfiguren in der eigenen Hälfte befindet, wird die aktuelle Runde abgeschlossen und das Spiel endet sofort. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. Figuren, die es bis ins eigene Dorf geschafft haben, bringen dem Spieler 3 Punkte, Figuren, die in der eigenen Hälfte stehen, bringen jeweils 1 Punkt.

Fazit

Die Idee mit den Wettermarkern und dem Wind, die von Zeit zu Zeit das Spielbrett durcheinander wirbeln, fanden alle Testspieler ganz amüsant. Trotzdem konnte uns Wind & Wetter nicht über die gesamte Spieldauer fesseln, ein wirklicher Spielspaß kam nicht auf. Dies änderte sich auch nach einigen Testrunden mit unterschiedlichen Personengruppen nicht. Der Grund dafür ist wohl darin zu suchen, dass jeder mehr oder weniger für sich spielt. Man kreuzt zwar im Spiel die Wege der Mitspieler, jedoch bringt dies nicht unbedingt mehr Interaktion ins Spiel.

Da jeder Spieler in jedem Zug eine feste Anzahl von Feldern vorrücken darf, scheint der Ablauf einigermaßen vorprogrammiert. Das Nachziehen der Plättchen erfolgt zufällig und nicht jedes Plättchen kann immer gespielt werden. Wie man es auch dreht oder wendet, Wind & Wetter lebt stark vom Zufall. Taktische Winkelzüge können kaum stattfinden.

Wind & Wetter bietet einen interessanten Spielmechanismus, der jedoch oftmals zu einer destruktiven Spielweise einiger Mitspieler führt. Die Möglichkeit, einzelne Felder zu versperren, indem zwei Spielsteine darauf platziert werden, bietet aureichend Nährboden für die Böswilligkeit der Mitspieler.

Die angegebene Spieldauer von 45 Minuten wird bei 4 Spielern etwas überschritten. Bei weniger Spielern bewegt sich die Zeitspanne knapp darunter. Insgesamt eine alles in allem angenehme Spieldauer, die trotzdem nicht als zu zäh empfunden wird. In voller Besetzung wird es auf dem Spielbrett zusätzlich etwas unübersichtlich, was den Spielspaß etwas hemmt. Bei 2 bis 3 Spielern spielt sich das Spiel jedoch weitgehend flüssig.

Das Spielmaterial und der Spielplan sind schön anzusehen, besonders die Spielfiguren aus Holz haben uns gefallen. Die Wettermarker sind zweckmäßig aus Karton und die Spielanleitung ist angenehm kurz, so dass man gleich Lust verspürt, das Spiel auszuprobieren. Diese lässt aber während des Spielverlaufs zumindest für Vielspieler erheblich nach. Wind & Wetter spricht wohl als Zielgruppe am ehesten Familien an, aber auch im Meer der Familienspiele stellt es kein besonders auffallendes Spiel dar.

Rezension Günter Berberich

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Wind und Wetter: 2,8 2,8, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.07.08 von Günter Berberich
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.09.07 von Carsten Pinnow - 3,5 Punkte: Als Familienspiel 4, sonst eher 3
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.11.07 von Rolf Braun - Da fand' ich Dracheninsel ja noch besser und das fand ich schon mäßig. Mir zu beliebig und langweilig.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.11.07 von Michael Andersch - Nettes Prinzip. aber bereits zu dritt so unübersichtlich und fummelig, dass jeder Spielspaß verloren geht.

Leserbewertungen

Leserwertung Wind und Wetter: 3,0 3.0, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.09.08 von Beate Bindrim - Ich fand Thema und Aufmachung schon ganz gut - aber irgendwie kam keinerlei Spielspaß auf.... Herbe Enttäuschung.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.09.08 von Steffen Hilger - Die Wertung gilt für das Spiel zu zweit! Ich kann mir gut vorstellen, dass das Spiel zu dritt oder zu viert sehr unübersichtlich und glückslastig wird. Uns hat es aber zu zweit wirklich Spaß gemacht!

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