Rezension/Kritik - Online seit 12.07.2008. Dieser Artikel wurde 6067 mal aufgerufen.

Tick...Tack Bumm

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Autor: Los Rodrigues
Verlag: Piatnik
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 12
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 1994
Bewertung: 4,9 4,9 H@LL9000
6,0 6,0 Leser
Ranking: Platz 563
Tick...Tack Bumm

Spielziel

Ein Spiel mit einer Bombe! Aber gerade dieses nervig vor sich hintickende Teil ist verantwortlich für den Nervenkitzel und die feuchten Hände – denn so fühlt man sich, wenn man sich auf eine Runde Tick Tack Bumm einlässt!

Ablauf

In der Box findet man eine Bombe (aus Plastik), wie unschwer auf der Verpackung bzw. auch am Spieltitel zu erkennen ist, 55 beidseitig mit Wortsilben bedruckte Karten sowie einen Sonderwürfel mit drei verschiedenen Symbolen.

Wer an der Reihe ist, würfelt. Danach drückt er den Startknopf der Bombe, die sofort zu ticken anfängt, und zieht nun eine Karte vom Stapel. Der Würfel gibt die Einschränkungen für die Wortsuche an: Entweder hat der Spieler freie Wahl, was die Platzierung der Silben im Wort anbelangt, oder die auf der Karte genannten Buchstaben müssen am Wortanfang bzw. -ende stehen.

Wer die Bombe in der Hand hält, muss schnell ein Wort nennen, das die Würfel- und Kartenbedingungen erfüllt. Dabei darf kein Wort in einer Spielrunde doppelt genannt werden. Anschließend gibt er die Bombe an den nächsten Mitspieler weiter. Die Bombe tickt unterschiedlich lang, bevor sie dann in der Hand eines Spielers "explodiert", was sich durch ein etwas seltsames Geräusch bemerkbar macht, das zumindest für mich nicht wie das Explodieren einer Bombe klingt (wobei sich meine Erfahrungen hinsichtlich dieses Geräusches zum Glück nur auf Filme beschränken).

Der Spieler, in dessen Hand die Bombe explodiert ist, muss die Karte vor sich ablegen. Dann zieht er eine neue Karte vom Stapel, und das Spiel wird auf die oben beschriebene Weise fortgesetzt. Sobald ein Spieler 13 Karten vor sich liegen hat, endet das Spiel, und es gewinnt natürlich der Spieler mit den wenigsten Karten.

Fazit

Tick Tack Bumm ist ein Spiel, das superschnell erklärt ist und Megaspaß verspricht – Voraussetzung dafür ist nur eine Spielgruppe, die erstens Wortspiele mag und zweitens hektische Spiele liebt. Denn Hektik kommt bei diesem Spiel garantiert auf. Die Angst, dass die Bombe in der eigenen Hand losgeht (denn die Zeit, in der sie vor sich hintickt, ist immer unterschiedlich lang), artet zu einem wahren Nervenkitzel aus! Schnelles Denken ist gefragt und vor allem Denken, bei dem man „so ganz nebenbei“ auch noch darauf achten muss, was die Mitspieler sagen, denn es darf ja kein Wort doppelt genannt werden.

In kleinen Gruppen funktioniert Tick Tack Bumm zwar auch, aber je größer die Zahl der Mitspieler, umso lauter ist das schadenfrohe Gelächter, wenn die Bombe losgeht und desto höher ist auch der Spaßfaktor.

Die Spieldauer beträgt etwa 30 Minuten – jedoch kann man das Spielziel ganz einfach nach eigenem Geschmack variieren, indem man die für das Spielende erforderliche Anzahl an Karten einfach reduziert. Auf diese Weise kann man in derselben Zeit zwei bis drei kürzere Partien spielen und es gibt eventuell mehrere glückliche Gewinner.

In der Spielregel wird darauf hingewiesen, dass die Bombe vom Vorgänger zügig übernommen werden muss. Darauf sollte man vor allem Neulinge ausdrücklich aufmerksam machen, sonst kann es schnell zu Diskussionen kommen. Außerdem sollte man ganz genau festlegen, wer die Karte bekommt, wenn die Bombe genau bei der Übergabe explodiert – und das wird früher oder später bestimmt der Fall sein. Weiters sollte man sich ebenfalls vor dem Spiel einigen, welche Wörter gültig sind, ob zum Beispiel auch Eigen- und Markennamen, Fremdwörter usw. genannt werden dürfen.

Zu guter Letzt noch das Thema des Spiels: eine Bombe! Dies wird von einigen Leuten als geschmacklos empfunden. Nun ja, möglicherweise haben sie Recht. Man hätte ja auch eine schnurrende Katze wählen können, die faucht, wenn sie aufwacht. Oder einen schnarchenden Hund, der plötzlich wütend bellt. Oder, oder, oder, … Aber vermutlich wäre nichts so eindrucksvoll gewesen wie diese Bombe, entsinnt man sich doch durch sie unentwegt des Sprichwortes „Ich fühle mich, als ob ich auf einer tickenden Zeitbombe sitzen würde“. Denn genau das empfindet man, wenn man die Bombe in der Hand hält und völlig unentspannt und verzweifelt nach einem Wort sucht, das noch keiner genannt hat.

Für die Bombe im Spiel musste der österreichische Verlag schon genug „bluten“, erschien das Spiel doch genau zu dem Zeitpunkt, als in Wien die Briefbomben-Anschläge losgingen. Dieser Umstand war auch ganz bestimmt dafür verantwortlich, dass das Spiel gerade im eigenen Land kaum Beachtung fand, in anderen Staaten dagegen sehr wohl Erfolg hatte.

Bombe hin oder her - wer nach einem anspruchsvollen und spannenden Party-Aktionsspiel sucht, das „bombigen“ Spaß bereitet, ohne jemanden zu verletzen (außer vielleicht den Stolz von zu zart besaiteten Spielern) sollte hier unbedingt zugreifen, denn der Spannung und Faszination dieses Spiels kann sich kaum jemand entziehen!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Tick...Tack Bumm: 4,9 4,9, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.04.08 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.03.08 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.04.08 von Kathrin Nos - Ich weiss gar nicht genau, welches Erscheinungsjahr unsere Ausgabe hat. Da es mehrere Auflagen gab, kann ich das nicht ganz genau sagen. Aber ich glaube, das ist auch nicht wirklich wichtig.... Das Spielprinzip ist jedenfalls sehr spassig!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.08 von Arne Hoffmann - Eines der lustigsten Wortspiele, die ich kenne. Einziges Manko: Die Bombe "eplodiert" teilweise zu leise.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.04.08 von André Beautemps
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.04.08 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.05.08 von Rene Puttin - Ein sehr lustiges und gutes Partyspiel ...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.08 von Michael Kahrmann

Leserbewertungen

Leserwertung Tick...Tack Bumm: 6,0 6.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.07.08 von Jörn Frenzel

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