Rezension/Kritik - Online seit 13.02.2025. Dieser Artikel wurde 11859 mal aufgerufen.
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Deduktion, Kooperation, Explosion! So präsentiert sich Bomb Busters!
In diesem kooperativen Deduktionsspiel geht es darum, gemeinsam Bomben zu entschärfen. In 66 verschiedenen Missionen gilt es, schrittweise zwei identische Kabel zeitgleich zu durchtrennen. Ein paar kleinere Fehler werden hierbei verziehen. Wer jedoch zu viele Fehler macht bzw. das rote Kabel erwischt, bringt die Bombe zur Explosion und muss die Mission nochmal von vorne starten.
Es gibt in Summe 66 verschiedene Missionen: Die ersten 8 Missionen sind Schulungs-Missionen, um das Grundspiel kennenzulernen. Dabei verändert sich die Komplexität der Aufgaben von Mission zu Mission.
Das Grundprinzip des Spiels sieht wie folgt aus:
In Abhängigkeit von der Mission wird eine bestimmte Anzahl der insgesamt 70 Kabelplättchen gemischt und verdeckt an alle Mitspieler verteilt. Die blauen Kabel haben Werte von 1 - 12 und in jeder Mission sind grundsätzlich immer 4 blaue Kabel des gleichen Werts vorhanden. Die verteilten Kabelplättchen steckt jeder Spieler in aufsteigender Reihenfolge auf seinen Kabelhalter, so dass die anderen Team-Mitglieder die Kabel nicht sehen können. Um den Start zu erleichtern, darf jeder Spieler den Wert eines einzigen Kabels offen legen.
Nun wird reihum versucht, Kabelpaare zu finden, d.h. man sucht bei den anderen Spielern Kabelplättchen, die den gleichen Zahlenwert haben, wie eines der eigenen Plättchen. Hierzu zeigt man auf die Kabelkarte eines Mitspielers und sagt laut, welchen Wert diese Karte haben soll.
Sollte man selbst ein identisches Pärchen auf der Hand haben, darf man dieses erst entschärfen, wenn das andere Pärchen des selben Werts bereits gefunden und aufgedeckt wurde.
Schrittweise kommen in der Trainingsphase weitere Elemente hinzu, so z.B. gelbe Kabel, die ebenfalls auch nur gemeinsam durchgeschnitten werden dürfen oder rote Kabel, die niemals durchschnitten werden dürfen. Auch diese Kabelkarten haben Zahlenwerte (mit einer Nachkommastelle) und werden zwischen die blauen Karten sortiert.
Das Partie endet:
Wieviele blaue, gelbe und rote Kabel ins Spiel kommen, geben die jeweiligen Missionen vor.
Ebenfalls kommen dadurch schrittweise Ausrüstungskarten ins Spiel. Diese geben dem Entschärfungsteam zusätzliche Hilfestellungen. Sie ermöglichen z.B. zusätzliche Schnitt-Versuche oder erlauben es, einmalig auf 2 Kabel parallel zu zeigen, wovon nur eines der beiden Kabel richtig sein muss. Die in Summe 5 Überraschungsboxen beinhalten weitere Elemente und Regeln, auf welche ich hier nicht weiter eingehe, um nicht zu sehr zu spoilern.
Bomb Busters ist in seinen Grundregeln relativ einfach, und wenn man sich die Regeln zu Beginn durchliest, wirken diese schon nahezu trivial bis beliebig. Man sieht unzählige Drähte und soll nun wissen, welcher der richtige Draht ist? Ist das nicht ein reines Glücksspiel?
Mitnichten! Einmal gestartet, erkennt man schnell, dass das Prinzip ganz und gar nicht beliebig ist:
Durch die aufsteigende Sortierung der Kabelnummern, sowie der Möglichkeit, dass jeder Spieler zu Partiebeginn bereits einen Kabelwert offenbart, das wiederum in Kombination mit den Informationen aus der eigenen Auslage, gibt schon ausreichend Grundinformationen, um zu starten ohne gleich zu Beginn zu scheitern. Das Deduktions-Puzzle wird durch die Fragen der anderen Spieler sowie durch die bereits zerschnittenen, offen ausliegenden Kabel zunehmend ergänzt.
Sofern das Team gut zusammenarbeitet, sind diese Informationen in vielen Missionen ausreichend, um eine Partie zu gewinnen. Natürlich bleibt stets ein Restrisiko und es wird auch mal schief gehen. Dafür dauert eine Partie nur knapp ca. 15 Minuten und lädt somit ein, sofort einen weiteren Versuch nachzuschieben.
Mit der Grundausbildung (Mission 1-8) erlernen alle Spieler die Basis-Elemente und sind danach bereit für die richtigen Missionen. Ein typischer Anfängerfehler ist dabei, versehentlich nach Zahlenwerten zu fragen, die man selbst nicht auf der Hand hat. Sobald man das Spiel mit "Neulingen" startet, sollte man zumindest 2-3 Missionen der Grundmissionen spendieren, damit diese die Grundprinzipien verstehen, was natürlich immer etwas Zeit in Anspruch nimmt. Von daher empfiehlt es sich, eine feste Spielegruppe zu etablieren, wenn man wirklich alle Szenarien durchspielen möchte. Und das lohnt sich, denn hat man die Grundprinzipien verstanden, wird es richtig interessant und der eigentliche Reiz von Bomb Busters entfaltet sich.
Man wird zunehmend neugierig, welche Ideen in den 5 Missions-Boxen stecken. Die insgesamt 66 Missionen bieten zwar keine erkennbare Storyline, welche man durchspielt, sie bieten aber viel Varianz, sowie neue Elemente und Überraschungen. Dadurch kann zusätzlicher Zeitdruck entstehen, es wird aber auch mit Online-Soundfiles multimedial gearbei. Mehr möchte ich jedoch nicht spoilern… da lasst euch mal schön überraschen! 😊
Ich kann nur sagen: Das macht richtig Spaß!
Positiv ist zudem, dass Bomb Busters in allen Spielerkombinationen (2-5 Spieler) einwandfrei funktioniert. Lediglich die Partie zu dritt finde ich persönlich suboptimal, denn 1 Person muss mit zwei Kabelhaltern spielen. Dadurch entsteht eine gewisse Asymmetrie, die mir persönlich nicht ganz so gut gefällt.
Jeder Spieler muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Niemand kann die Führung der anderen übernehmen, wodurch ein Alphatier-Syndrom ausgeschlossen ist.
Downtime gibt es keine, da man stets seine Strategie anpassen muss. Dies erfolgt in Abhängigkeit davon, nach welchen Zahlen gefragt und welche Zahlen aufgedeckt werden.
Ein gutes Zusammenspiel ist ebenfalls wichtig. Man darf sich zwar nicht miteinander abstimmen, aber man findet andere Wege sich gegenseitig zu unterstützen, indem man Informationen freigibt, die andere Spieler wiederum nutzen können.
Eigentlich spricht alles für ein Familienspiel. Lediglich das Thema "Bomben entschärfen" ist aus meiner Sicht nicht so wirklich familien-tauglich. Mit der Verniedlichung durch Comic-Style versuchte man hier wohl schon das Thema redaktionell zu "entschärfen".
Vernachlässigt man das thematische Argument, halte ich Bomb Busters wirklich für ein Bomben-Spiel 😊 und es hat alles, was ich mir von einem guten Spiel wünsche: Es erfordert deduktives Denken, ist kooperativ, kurzweilig, spannend, weiß zu überraschen und in allen meinen gespielten Partien wusste es auch zu begeistern. Man sollte deduktiven und kooperativen Spielen jedoch nicht abgeneigt sein
Will man alle 66 Levels durchspielen, hat man viele Stunden Spielspaß. Ob die Varianz der Szenarien über 66 Level ausreichend begeistert, muss dann jeder für sich selbst beurteilen. Es handelt sich zumindest um kein Legacy-Spiel, d.h. selbst nach den 66 Leveln kann man Bomb Busters jederzeit wieder auf den Tisch legen.
Für mich ist Bomb Busters eines der Highlights aus dem Jahrgang 2024 und ich lasse mich überraschen, welche Spielepreise dieses Spiel in 2025 einheimsen wird. Ich bin da sehr zuversichtlich.
Rezension Frank Gartner
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung Bomb Busters:
5,0, 7 Bewertung(en)
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06.02.25 von Frank Gartner - Für mich ein Highlight aus 2024. |
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20.11.24 von Michael Fuchs - Bomb Busters ist nicht für Jedermann ein gutes Spiel. Wer es aber mag, kombinatorisch Lösungen zu finden und Spiele mag, wo alle Spieler gemeinsam die Lösungen finden müssen, wird das Spiel lieben. Wer alle Kabel durchtrennt und dabei nicht die roten Kabel erwischt, wird die Bombe entschärfen und die Runde gewinnen. 66 verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Aufgaben erwarten die Spieler. Da ist Spielspaß über Wochen garantiert. Ein tolles Spiel für 2 bis 5 Spieler. |
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24.11.24 von Udo Kalker - Anfangs wundert man sich, wie man denn aus den spärlichen Infos irgend etwas herausbekommen soll. Mit jedem durchschnittenem Draht lüftet sich aber die Anordnung bei den Mitspielern und auch ein Fehlversuch bringt ja wichtige Infos. Mit dem richtigen Maß an Deduktion und dem Einsatz der Ausrüstung schafft man dann doch viele Level spielend. Spiel mit Suchtfaktor! |
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29.01.25 von Michael Andersch - Interessantes Spielprinzip und zwar im Grunde ähnlich, aber viel fluffiger als z.B. DaVinci-Code. Leider ist die Varianz von Level zu Level nicht sooo hoch - um signifikante Abweschslung zu erreichen sollte man irgendwann mehrere Level überspringen. Erinnert mich irgendwie an X-Code von Amigo (Kooperativ, Levelsystem, Spielerzahl), auch wenn das grundsätzliche Spielprinzip ein ganz anderes ist. Dort war ich zunächst ziemlich angefixt, aber auf die Dauer ließ der Spielreiz ziemlich nach. Gleiches befürchte ich auch hier, aber aktuell gebe ich dennoch 5 Punkte. |
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27.04.25 von Mahmut Dural - 4,5 Punkte, welche ich abrunde. Sehr gutes Spiel, jedoch nach mehreren Partien lässt die Spannung und der Wiederspielreiz bei mir persönlich nach. |
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24.05.25 von Michael Kahrmann |
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13.07.25 von Roland Winner - Habe Zweifel, ob das Spiel als SdJ geeignet ist. |
Leserwertung Bomb Busters:
4.4, 10 Bewertung(en)
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13.02.25 von docholz - Ganz tolles Spiel. Lediglich die Kartenhalter könnten optimiert werden durch höhere Stabilität und bessere Ablagemöglichkeit, |
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16.02.25 von Jörn - Interessantes Spiel, trägt bei uns aber nicht dauerhaft. Am Anfang kam es sehr oft auf den Tisch, aber das Interesse lässt nach vielen Partien stark nach. |
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31.08.25 von KK - Wären da nicht die bislang mit jeder Auflage - nicht kommunizierten - Regeländerungen, die beim Spiel mit Besitzern anderer Auflagen regelmässig zu Diskussionen führen, und der nach meiner Erfahrung miese (bzw. nicht vorhandene) Service von Pegasus hinsichtlich der nicht barrierefreien, aber bei einigen Missionen unabdingbaren FAQ, gäbe es bei Spielreiz die volle Punktzahl. |
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23.09.25 von Waiko - Ein intellektuell hochwertiges Stück Arbeit - also nichts, was ich in meiner Freizeit tun möchte. |
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23.10.25 von Eassouira - Kaum zu glauben in unserer woken Welt, dass wir hier BOMBEN entschärfen müssen!!! Soll ich meinen 10 jährigen Kindern Bilder von Leuten zeigen, die die Bombe NICHT entschärfen konnten, weil sie den falschen Draht durchgeschnitten haben? Das Spielprinzip mag was taugen, aber wenn schon eine Indianerverkleidung im Kindergarten kulturelle Aneignung ist, was ist dann hier los? |
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23.10.25 von manu - Wow! Wir spielen es überwiegend zu zweit oder viert und wurden bisher nie enttäuscht. Mit welcher Kreativität all diese individuellen Missionen ausgedacht wurden, chapeau! Manches Mal flutscht das Entschärfen easy, andere Missionen erscheinen unerreichbar, manche brauchen zig Anläufe.. Sehr gelungenes Koop-Spiel! Frische Optik und mit Witz umgesetzt. Lediglich an den Kartenhaltern wurde etwas gespart. Absolute Kaufempfehlung! |
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11.01.26 von Bianca Meyer - Ich find es mega! Spielen mit der Familie seit Weihnachten (seit 3 Wochen) und haben alle Spaß. Manchmal geht der Spielspaß länger als vorher angedacht, weil man einfach nicht mehr aufhören kann. Daumen hoch für dieses tolle Spiel. Wohlverdient Spiel des Jahres 2025 für Familien |
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01.03.26 von sutrebuh - Crew in schlicht! Wir sortieren unsere Kabel aufsteigend, doch das reicht noch nicht um loszulegen. Deshalb weisen wir jeweils ein Kabel für die anderen sichtbar aus, sodass die ersten Rateversuche nicht Glückssache sind. Sodann klappern wir also erst einmal diese offenen Tipps ab und sodann ergeben sich erste Schlussfolgerungen. Damit schalten wir dann erste Hilfekarten frei, mit denen sich noch ein paar Unsicherheiten verhindern lassen. Irgendwann können wir dann vielleicht kein sicheren Tipp mehr deduzieren und müssen ein wenig raten. Wenn das gut geht, ist die Runde geschafft, und wir können mit der nächsten starten, die genau so abläuft. Mit den einzelnen Missionen kommen jeweils besondere Schwierigkeiten hinzu, die stark an Die Crew erinnern. Das überhaupt als Vorbild gedient zu haben scheint. Als Kartenspiel verläuft Crew allerdings weniger statisch und weniger wiederholend, außerdem bringt es als Stichspiel noch eine weitere interessante Dynamik mit herein. Bomb Busters kommt dagegen etwas schlicht daher. |
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01.04.26 von Raketchen - Ich habe Bomb Busters in verschiedenen Gruppen einige Male „angespielt“ und mir dann eine feste Spielegruppe aus 5 Leuten zusammengesucht. Mit vollem Erfolg: Wir haben uns in den letzten Monaten oft zu fünft aber auch zu viert rund 25 Mal getroffen, nahezu wöchentlich, um genau dieses Spiel – jeweils etliche Runden – zu spielen. Wir haben so einige Missionen (inkl. der aus BGG) mehrfach gespielt, weil jemand eine verpasst hatte, oder wir einfach Lust drauf hatten, und sie spielen sich teilweise je nach Mitspielerzahl unterschiedlich leicht oder schwierig. Und der Spielverlauf hängt auch von der Kabelverteilung ab, so dass sich die gleiche Mission überraschend unterschiedlich anfühlen kann. Auch zu zweit wurden einige Missionen ausprobiert, was sich wieder etwas anderst spielt, aber ebenfalls viel Spaß macht. Das Spiel ist kooperativ, fluffig zu spielen, sehr abwechslungsreich, knackige Spielzeit, und zum Glück nichts wo man im Plenum stundenlang über seine Spielzüge diskutieren müsste oder einer den Alphaplayer gibt. Am besten sind die Momente, wenn man bei einer neuen Mission denkt: Ups, wie soll das mit diesen Regeln denn gehen? Und stellt dann fest: es geht! Es gibt einfach so viele Möglichkeiten der Deduktion, das ist einfach faszinierend. Mein eingespieltes Team wartet jetzt dringend auf weitere Missionen... |
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05.04.26 von renus - Eine Bombe entschärfen als Spiel? Darauf muss man erst einmal kommen! Ist das eine neue Idee? Wohl nicht so ganz, wenn man an Spiele wie \\\'Schiffe versenken\\\', \\\'Welteroberung\\\'/\\\'Risiko\\\', Stratego, Xerxes, Frundsberg, asiatische Schachvarianten mit Kanonen, … und viele andere denkt. Ideologisch geprägte Kritiker müssten all diese Spiele zensieren, verdrängen, verbieten, weil nicht sein darf, was ihren Fantasiewelten nicht passt. Diese haben allerdings eines nicht verstanden: es handelt sich bei diesen Spielen um intellektuelle Übungen und dem Spaass an anspruchsvolleren logischen Aufgaben, die lediglich einen verbildlichenden Titel bekommen haben, der unserem Gehirn helfen soll, die Aufgabe, das Ziel des Spieles, leichter zu verstehen. Ansonsten müsste man auch Grimm\\\'s Märchen verbieten, die von Psychoanalytikern zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern empfohlen werden, da sie Kindern helfen ihre Gefühle zu verarbeiten. Verdrängt man diese Thematiken aus dem Kinderleben, entstehen defizitäre Persönlichkeiten. Schade wäre es um unsere Kultur, wenn uns solche Spiele wegzensiert würden, ein geistiges Armutszeugnis. Solche Spiele sind ein Kennzeichen unserer Freiheit des Geistes, eine Verdrängung wäre ein Zeugnis geistiger Verarmung. Komme ich nun zum Spielmechanismus: kooperative Spiele sind derzeit eine gelenkte Mode und ich gehe eher zurückhaltend damit um. Einige Spiele dieser Art habe ich als überaus langweilig und denkarm erlebt und negativ bewertet. Nur wenige waren auch in meinen Spielgruppen erfolgreich, so auch Bomb Busters. Damit gibt es hierfür vier Punkte, mehr nicht, da der schematische Ablauf sich recht rasch und deutlich abnutzt. Ein paarmal gespielt, ist die Luft raus; selbst 66 Varianten sind nicht als Erste-Hilfe-Maassnahme geeignet das Spielinteresse langfristig am Leben zu halten. |