Rezension/Kritik - Online seit 05.12.2002. Dieser Artikel wurde 11724 mal aufgerufen.

Die Peking Akte

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Autor: Mary Damby
Verlag: Hasbro
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,3 3,3 H@LL9000
3,6 3,6 Leser
Ranking: Platz 4787
Die Peking Akte

Spielziel

Die Spieler lösen als Detektive Kriminalfälle im alten Peking. Dazu müssen Zeugen befragt werden, doch nicht immer sagen alle die Wahrheit. Ein Wettlauf beginnt, um den Täter und seinen Aufenthaltsort zu ermitteln.

Ablauf

Die Spieler versammeln ihre Figuren in der Mitte des Spielplans, der das alte Peking zeigt. 8 Orte werden über unterschiedliche Wege verbunden. Die Glückskekskarten werden gemischt bereit gelegt und die Drachen-Plättchen auf vorgegebene Felder positioniert. In Griffweite werden die Utensilien zum Entschlüsseln der Texte auf den Bürgerkarten gehalten.

Ein Spieler wählt aus einen Fall aus dem beiliegenden Buch. Bei jedem Fall ist angegeben, auf welche Orte welche Bürgerkarten (die dazu nummeriert sind) platziert wird.

Nun kann es losgehen und der Fall wird allen laut vorgelesen.

Spielablauf

Nacheinander bewegt nun jeder Spieler seine Figur.

Dazu wirft er einen Würfel und läuft entsprechend viele Felder.

Die wichtigste Einschränkung der Bewegung sind die Drachen, sie blockieren den Weg - an ihnen kommt keiner vorbei.

Endet die Bewegung auf einem normalen Raute-Feld, so muss eine Glückskekskarte gezogen werden. Die Beschreibung der Karte wird sofort ausgeführt. Das kann die Bewegung von Drachen, die Anweisung direkt einen Bürger aufzusuchen oder gar das Preisgeben von bereits gesammelten Information bedeuten.

Bleibt die Figur jedoch auf einem Rikscha nach ihrem Zug stehen, so darf sie sich zu einem beliebigen Feld auf dem Spielplan weiterziehen lassen.

Kommt eine Figur zu einem Gebäude, darf dort die Bewegung beendet werden, auch wenn noch nicht alle gewürfelten Augen genutzt wurden.

In den Gebäuden werden die anwesenden Personen vernommen.

Für die meisten Zeugen wird die rote Brille benötigt. Durch sie wird die Schrift auf den Karten erst sichtbar. Die Aussagen grenzen die Verdächtigen ein ("Der Täter trägt einen Hut", "Der Täter trug keinen Schnurrbart" oder "Ich habe den Täter nicht gesehen").

Um die Karte des Weisen Mannes zu lesen, gibt es einen Handspiegel aus Pappe mit spiegelnder Folie beklebt. Den Spiegel benutzt man nun, um die spiegelverkehrte Schrift zu entziffern. Die Information des Weisen Mannes ist sehr wichtig, denn nur er sagt, ob alle Zeugen die Wahrheit sagen oder aber einer lügt.

Mit diesen Aussagen lassen sich die zwölf Täter eindeutig eingrenzen, so dass nur noch einer übrig bleibt.

Unter welchem Drachen er sich versteckt, weiß nur der Spion auf dem Marktplatz. Um seine Karte lesen zu können, muss man mit dem Finger über den Text fahren, so dass nur noch einige Buchstaben schwarz bleiben. Fügt man die Buchstaben zusammen, kommen Aussagen wie "Er steckt unter dem roten Drachen" heraus.

Nun heißt es nur noch, das Feld mit dem roten Drachen zu erreichen, die Beschuldigung auszusprechen und mit Hilfe einer Schablone im Lösungsfeld der Spielanleitung zu prüfen.

Somit ist der Fall aufgeklärt und ein weiterer Fall der Peking Akte gelöst.

Fazit

Bei diesem Spiel könnte so manchem etwas nostalgisch zu mute sein. Zumindest weckt es Erinnerung an frühe Spiele-Erfahrungen. So ist Die Peking Akte eine Wiederauflage des bereits vor einigen Jahren erschienenen Spiels. So taucht immer wieder der Gedanke auf: "Wie war das in der alten Auflage?"

Das Spielmaterial:

Der Spielplan ist vergleichbar mit dem der alten Peking Akte. Das Design ist einladend und das Material recht solide. Abstriche müssen jedoch beim Entschlüsseln der Bürgerkarten gemacht werden. Das Verwenden der roten Brille gelingt problemlos. Die Brille wirkt natürlich spannender als damals eine einfache rote Folie. Schwieriger wird es schon bei dem Spiegel. Nicht nur, dass die Spiegelschrift so verschnörkelt ist, dass man es nicht ohne Spiegel lesen kann, selbst mit Spiegel muss man schon sehr genau hinschauen. Der Spiegel macht zudem das Lesen nicht einfacher, denn die Spiegelfolie ist nicht richtig glatte. An dieser Stelle tat der echte kleine Spiegel in der alten Ausgabe deutlich besserer Dienste. So modern und interessant das Entziffern des Spions auch wirkt - richtig praktisch ist es wirklich nicht, denn die Schrift gestaltet sich durchaus als widerspenstig. Also wendet man mehr Druck an, was die Karten sicherlich nicht lang unbeschadet mitmachen. Wehmütig erinnere ich mich wieder an die alte Version, in der man einfach eine Folie über die Spion-Karte (die mit lauter Buchstaben gefüllt war), wodurch nur noch einige Buchstaben übrig blieben, die dann ebenfalls aneinander gereiht, den Aufenthaltsort des Täters preisgaben.

Die Spielfiguren sind schön und mit kreativen Namen versehen, leider sind die Farbunterschiede und Farbzuordnung nur schwer zu erkennen.

Die Regeln:

Die Spielanleitung liest sich flüssig und sollte auch keine Fragen offen lassen. Die 50 Kriminalfälle sind auch recht kinderverträglich und reichen von teilweise eher als Streiche einzuordnenden Vergehen bis hin zu Diebstahl. Also alles in allem sollte damit ausreichend Interesse der Zielgruppe geweckt werden.

Das Spiel:

Vom Spielsystem wurde nichts offensichtliches verändert.

Der Würfel spielt eine große Rolle, die Drachen können - mit Hilfe der richtigen Glückskekskarte - bewegt und zum Blockieren der Mitspieler verwendet werden, was weitgehend den taktischen und interaktiven Aspekt ausmacht.

Konzentration bei der Auswertung der Aussagen ist in jedem Fall notwendig. Hilfreich, welcher Zeuge beispielsweise keine Hinweise beisteuern kann, kann auch der Text des Falles sein, der am Anfang vorgelesen wird. Also auch hier heißt es hinhören und mitdenken.

Die Peking Akte spricht eindeutig die Zielgruppe ab 8 Jahren an. Die Kinder müssen in jedem Fall die Karten recht sicher lesen können. Darauf ist vor allem bei Grundschulkindern zu achten. Das Thema, die Optik, die Entschlüsselungsmethoden und die Fälle sorgen für anhaltenden Spielreiz, der auch bei der Dauer von durchaus mal einer Stunde nicht überstrapaziert wird.

Bleibt für mich zu sagen: Für Kinder ist und bleibt Die Peking Akte ein attraktives Spiel. Wegen der funktionalen Unterschiede würde ich persönlich jedoch die alte Aussage bevorzugen. Wer an eine solche jedoch nicht heran kommt, ist sicherlich auch mit der aktuellen Version gut bedient. Klar ist natürlich auch, das man aus diesem Spiel herauswächst.

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Die Peking Akte: 3,3 3,3, 10 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Susanne Schlappner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Florian Jäger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Conny Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.07 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.08.07 von Monika Harke

Leserbewertungen

Leserwertung Die Peking Akte: 3,6 3.6, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sarah Kestering - Fuer Kinder und Familien ganz nett.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.01.07 von Ingo Martensen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.02.08 von Wuppermauli - Nett für den Familien- Spieleabend.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.05.08 von Michael S.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.07.09 von CFE
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.02.16 von Ludothekar - Ich kannte das Spiel nicht und wurde erst durch diese Neuauflage von 2015 darauf aufmerksam. Cover, Pappfiguren und Spielbrett sind sehr hübsch und stimmig. Die Spielanleitung hingegen ist etwas puritanisch gehalten. Die Drachenmarker aus Papier sind zu dünn und werden wahrscheinlich schlecht altern - hier hätte ich mir dicke Pappe gewünscht! Sehr raffiniert sind die Spion-Karten, welche auf Temperatur ihr Geheimnis preisgeben - funktioniert echt super!! Aber auch der Spiegeltrick und der rote Decoder sind klasse. Natürlich ist es sehr glücksabhängig, wer als erster durch Deduktion den Täter entlarvt und fängt - zur rechten Zeit an richtigen Ort! Dennoch sind gerade Kinder begeistert von den Kriminalfällen und der Detektivarbeit. Lesen muss man aber können - ab 8 Jahren ist ok. Schönes, athmosphärisches Familienspiel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.02.16 von Pasvik - Bewertung für das Original: Nette Ideen, zwar auf Dauer etwas eintönig, weil doch immer wieder gleich (da helfen auch die "Scenarien" nicht weiter, weil der Ablauf gleich bleibt. Letztlich aber ein Top-Kinderspiel!

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