Spielziel
Die Spieler sind Goldgräber und versuchen, Claims mit möglichst vielen eigenen Chips zu belegen, um dann am Ende viele Claims ihr eigen nennen zu können und damit den/die dort eventuell liegenden Goldminen-Marker in den Werten 4 bis 8. Allerdings können immer wieder neue Grenzen die Claims bis auf 4 Felder verkleinern.
Ablauf
Alle Goldminen-Marker werden gemäß Vorschlag (Anfänger-Version) oder auch nach eigenem Gutdünken eingesetzt.
Es wird im Uhrzeigersinn reihum gespielt. Wer am Zug ist, muss eine der folgenden Aktionen ausführen:
- ENTWEDER 2 Absperrungen bauen
- ODER 1 Chip auf ein unbesetztes Feld setzen.
2 Absperrungen bauen:
Der Spieler legt jeweils eine Absperrung auf eine beliebige unbesetzte Linie zwischen 2 Feldern des Spielplanes. Die Absperrungen müssen nicht zusammenhängend gelegt werden, und es können auch mehrere Goldminen-Marker in einem Gebiet liegen. Es darf keine Absperrung so gelegt werden, dass Gebiete mit weniger als 4 Feldern entstehen. Ein Gebiet ist eine von Absperrungen und/oder Spielplanrändern umschlossene Fläche.
1 Chip einsetzen:
Der Spieler legt auf ein beliebiges absolut freies Feld (frei=kein Chip, kein Marker) verdeckt einen seiner Chips ab. Die Chips haben Werte von 1 bis 5, am meisten gibt es die 1. Je nach Spielerzahl erhält man unterschiedlich viele der Chips zum Einsatz. Die Spielrunde klärt vorab, ob man nachträgliches Anschauen der eigenen gelegten Chips erlaubt oder nicht.
Sonderfall: 4 Personen-Spiel:
Im 4-Personen-Spiel wird in Teams gespielt, wobei die Partner offen miteinander Informationen austauschen dürfen. Die Mitspieler müssen dabei aber mithören können.
Spielende:
Es darf solange gesetzt werden, wie eigene Chips oder Absperrungen vorhanden sind. Wer nicht mehr setzen kann oder will, passt und steigt damit endgültig aus. Sobald der letzte Spieler gepasst hat, endet das Spiel.
Wertung:
Alle Chips werden umgedreht. Jeder Spieler addiert seine Punkte. Im Teamspiel werden die Punkte der Partner addiert. Wer die meisten Punkte in einem Gebiet hat, erhält alle Goldminen-Marker (Wert darauf = Anzahl Fundstellen) darin. Bei Punkte-Gleichstand teilen sich die Spieler die Zahl der Fundstellen. Wer schließlich die meisten Fundstellen erworben hat, gewinnt.
Fazit
Nuggets ist ein kleines Spiel, das aufgrund seiner kurzen Spieldauer und des kompakten Regelwerks den spielerischen Nachwuchs ebenso ansprechen sollte wie auch die erwachsenen Spieler. Es läßt sich immer mal zwischendurch auf den Tisch bringen, und im Reisegepäck findet sich bei der Größe auch noch ein Platz. Trotz des einfachen Spielprinzips ist Nuggets durchaus nicht simpel, vielmehr kommt es auf Merkfähigkeit (wo hat man denn die hochwertigen Chips liegen und wo sind die Mitspieler besonders interessiert am Werk?) und Geschick beim Platzieren der Absperrungen an. So ist es durchweg spannend, Gebiete abzuschließen und dabei möglichst hochwertige Goldminen-Marker für sich selbst zu sichern. Es ist nicht einfach zu planen, wie am Ende die Grenzen gesetzt sind, doch lässt sich immer mal wieder ein “Schnäppchen” machen, d.h., ein kleineres Gebiet abgrenzen, wo man dann selbst die Übermacht hat. Der optimale Grenzeinsatz ist sehr wesentlich und macht oft wett, dass man vielleicht keine hochwertigen Chips in einem Gebiet liegen hat. Natürlich machen die Mitspieler häufig einen Strich durch alle Planungen, so dass auch das Glück im Spielgeschehen gut vertreten ist.
Nuggets ist ein Spiel, das ich immer gern mal wieder spiele, besonders zu zweit.
Rezension Roland Winner
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.