Rezension/Kritik - Online seit 26.11.2021. Dieser Artikel wurde 1423 mal aufgerufen.

Silent Planet

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Autor: Klaus Altenburger
Verlag: AMIGO
Rezension: Stefan Ducksch
Spieler: 2 - 6
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2021
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 4663
Download: Kurzspielregel [PDF]
Silent Planet

Spielerei-Rezension

Sprachlose Aliensuche

Reden wir Spieler eigentlich zu viel? Oder warum verbietet man uns in der jüngsten Zeit immer wieder den Mund? Bei Die Crew durften wir nur einmal pro Partie „piep“ sagen, bei Contact lediglich auf den Tisch klopfen und bei The Mind – na, das wissen Sie ja. Amigo treibt das Spiel jetzt weiter, wir sind auf dem Silent Planet gelandet, weshalb sich verschiedene Aliens vor uns verstecken. Weil sie schlau sind! Denn wem traut man schon, wenn er mit einer solchen Spielgeschichte aufkreuzt?

Wir sollen aus den sich Versteckenden Alienteams bilden, ohne miteinander zu sprechen. Denn auf diesem Planeten wird nicht geredet. Vielleicht ja wegen der Logik von Spielgeschichten. Also schnappen wir uns schweigend unsere neun Handkarten und sortieren sie. Wie sortieren? Keine Vorgaben! Möglichst schlau halt. Denn die anderen in der Runde sollen nachher darauf kommen, wo sich in unserer Kartenhand welcher Wert versteckt. Auch darauf muss man erst mal kommen.

Dazu legen wir unsere Handkarten verdeckt in einer Reihe aus und decken dann beliebig viele Karten davon auf. Nicht zu viele, denn im Spiel dürfen die Mitspieler später nur verdeckte Karten nutzen. Die wenigen aufgedeckten sollen als Orientierung dienen, was wo in unserem Blatt stecken könnte. Ziemlich schnell werden alle – auch ohne Absprache – ihre Karten aufsteigend von links nach rechts sortieren. Aber es bleiben genügend Unwägbarkeiten.

Während der Partie darf nicht gesprochen werden, es wird also nur stumm auf eine Karte bei dem Spieler gedeutet, der nun eine zugeben muss. Sind sich alle nach langem Gefuchtel, Kopfnicken oder Kopfschütteln einig, kommt die Karte offen in die Mitte. Sie zeigt eine Zahl mit dem Wert von eins bis fünf oder den „Translationsfusionator“, wie man einen Joker auch umständlich nennen kann. Ziel ist es, mit den Karten ein Set zu bilden. Das besteht aus fünf verschiedenen Karten oder fünf gleichen.

So bilden wir mit den sich versteckenden Aliens Teams. Wofür? Keine Ahnung, doch egal, lassen wir das. Geht es schief, weil mit der aktuellen Kombination kein gültiges Team mehr gebildet werden kann, wird dies sofort abgeräumt und es geht weiter. Allzu verschwenderisch sollten wir mit den Karten nicht umgehen, denn bald schon sind die verdeckten Karten aufgebraucht. Gewonnen haben wir aber nur, wenn wir drei gültige Sets vorweisen können. Eine Partie dauert so kaum mal zehn Minuten.

Das ist anfangs ungewohnt und birgt etwas an Spannung, das System zu knacken. Ist es allerdings ein-, zwei Mal gelungen und der Effekt des Neuen ist weg, so ist zumindest für den verwöhnten Vielspieler hier die Luft raus. Spannung erfahren eher Jüngere und weniger geübte Spieler. Mit Erfahrung vermisst man zusätzliche Optionen im Spiel. Und noch viel mehr: Kommunikation! Das musste mal gesagt werden.

Rezension Stefan Ducksch

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Silent Planet: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.10.21 von Stefan Ducksch
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.06.21 von Roland Winner - Herausfordernd und auch lustig.

Leserbewertungen

Leserwertung Silent Planet: 3,0 3.0, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.05.21 von Kichererbse - Schnell gelernter, spannender, kurzweiliger Absacker, den wir immer zig mal hintereinander spielen. Macht Bock, am besten zu dritt! Ziel: In Ruhe und Stille 5 gleiche oder unterschiedliche Alien-Karten aus verdeckten Kartenablagen finden. Klare Kaufempfehlung!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.11.21 von Tim Mertens - Ja, genau so ist es: Spätestens nach der ersten Partie ordnet jeder die Karten aufsteigend von links nach rechts. Das ist damit verpufft. Und die kommunikationslose Kommunikation ist völlig sinnlos, weil NIEMAND irgendwelche Informationen hat, die weiterhelfen. Kurzum: Ein Gag für eine Partie. Das wars. Lichtjahre von den bekannten Spielen dieses Genres entfernt.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.12.21 von docholz - Kann der Beurteilung von Tim nur voll und ganz zustimmen. Trägt für 1-2 Partien, dann ist die Luft raus.

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