Rezension/Kritik - Online seit 14.03.2018. Dieser Artikel wurde 4995 mal aufgerufen.

The Mind

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Autor: Wolfgang Warsch
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: Nürnberger Spielkartenverlag
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 4,7 4,7 H@LL9000
3,8 3,8 Leser
Ranking: Platz 3482
Download: Kurzspielregel [PDF]
The Mind

Spielziel

Als Team versuchen die Spieler ihre Zahlen-Handkarten aufsteigend in der richtigen Reihenfolge abzulegen. Dabei sind den Spielern keinerlei Absprachen erlaubt, auch dürfen sie sich keine geheimen Zeichen geben.

Ablauf

Als Vorbereitung sind die Lebenskarten (genauso viele wie Mitspieler) auszulegen, ein Wurfstern und die Levelkarten. Die Anzahl der letzteren hängt von der Anzahl der Mitspieler ab. In der ersten Runde erhält jeder eine Handkarte, welche die Zahlen von 1 bis 100 zeigen.

Bevor mit dem Ablegen der Handkarten begonnen wird, legt jeder Teilnehmer eine Hand flach auf den Tisch. Dies ist die Konzentrationsphase. Sobald alle ihre Hand vom Tisch genommen haben, dürfen Karten ausgespielt werden.

Dies tut jeder zu dem Zeitpunkt, von dem er denkt, dass er nun an der Reihe ist - denn über den Wert der Karten darf nicht gesprochen werden. Auch ist es nicht erlaubt, sich darüber auf andere Art zu verständigen. Am Ende der Runde soll die Karte mit der niedrigsten Zahl ganz unten, die mit der höchsten Zahl ganz oben liegen.

Wenn die Spieler einen Fehler machen, wird das Spiel kurz unterbrochen. Alle Karten, die niedriger sind als die zuletzt gespielte, werden zur Seite gelegt und die Spieler verlieren eine Lebenskarte.

Sobald sie die letzte Lebenskarte abgeben müssen, haben sie das Spiel verloren.

Wenn eine Stufe geschafft wurde, wird die entsprechende Levelkarte zur Seite gelegt und die Spieler erhalten in manchen Fällen eine Belohnung. Das kann ein weiteres Leben sein oder ein Wurfstern. Wurfsterne können - sofern alle Mitspieler damit einverstanden sind - dazu eingesetzt werden, dass jeder seine niedrigste Handkarte abwerfen darf.

Das Spiel endet mit dem gemeinsamen Sieg der Teilnehmer, wenn alle Levels geschafft wurden. Muss die Gruppe irgendwann die letzte Lebenskarte abgeben, so hat sie verloren.

Fazit

Zwar sind die Spielregeln zu The Mind außergewöhnlich kurz und leicht zu verstehen, trotzdem sorgen sie beim ersten Lesen bzw. Erklären immer wieder für Erstaunen. „Wie soll denn das funktionieren?“, fragt beinahe jeder neue Mitspieler.

Nun ja, tatsächlich funktioniert es oft genug nicht. Die Gruppe muss ein gewisses Gespür füreinander bekommen, damit sie ungefähr weiß, wie geduldig oder ungeduldig die Mitspieler beim Ablegen sind. Oder wie schnell sie zählen.

Einer meiner Mitspieler wollte das Spiel ad absurdum führen, indem er der Gruppe beweisen wollte, dass die Sache kein Problem sei, wenn man gedanklich mitzählt. Da er als Einziger zählte, funktionierte dieser Trick erst einmal überhaupt nicht. Ab und zu stimmte sein gezähltes Ablegen mit dem gefühlten Ablegen der Mitspieler überein, aber sehr oft auch nicht.

Ich wollte es genauer wissen und habe meine nächste Gruppe darum gebeten, leise mitzuzählen. Zweifellos erhöht dies die Chance auf den Sieg, sofern alle zu einer gleichmäßigen Zählgeschwindigkeit finden. Keinesfalls aber ist es eine Garantie dafür, dass alle Karten richtig abgelegt werden.

In jedem Fall aber zerstört es den Spielspaß, da jeder nur mehr damit beschäftigt ist, leise mitzuzählen. All der Spaß, den man erlebt, wenn man das Spiel im Sinne des Erfinders spielt, bleibt auf der Strecke: Wenn sich die Spieler nämlich ängstlich, erwartend, auffordernd, zögernd, gespannt oder flehend anschauen und nicht so recht wissen, ob sie ihre nächste Karte nun spielen sollen oder nicht. Und das triumphierende Gejohle, wenn zwei direkt aufeinander folgende Karten von verschiedenen Spielern in der richtigen Reihenfolge abgelegt wurden. Oder das alberne Gekicher, zu dem sich bei diesem Spiel sogar Männer hinreißen lassen!

All diese Emotionen, die dieses Spiel zu etwas ganz Besonderem machen, lassen sich jene Spieler durch die Lappen gehen, die versuchen, seine Regelschwächen, die es zweifellos hat, auszunutzen.

In der Spielregel steht nämlich geschrieben: "Wer glaubt, die aktuell niedrigste vorhandene Karte zu haben, legt sie ab." Schlaumeier können eine etwas höhere Karte spielen, wenn es tatsächlich ihre niedrigste ist. Alle Mitspieler müssen dann die Karten, die niedriger sind als die eben ausgespielte, abwerfen. Die Gruppe verliert trotzdem nur ein Leben und wurde zum Preis von einem Leben viele Karten los.

Wer das Spiel auf diese Weise zerpflücken möchte, ist selbst schuld daran, wenn der Spaß auf der Strecke bleibt, denn es liegt auf der Hand, dass diese Vorgehensweise nicht im Sinne des Erfinders ist. Alle anderen können mit The Mind jedoch sehr vergnügliche Runden erleben!

Mir hat das Spiel am besten in großer Besetzung gefallen. Zu dritt sind die Chancen, es zu gewinnen, um einiges höher als zu viert, weil sich aufeinanderfolgende Karten öfter in einer Spielerhand befinden. Zu viert hingegen ist die Herausforderung tatsächlich groß, ebenso zu fünft, denn obwohl das Spiel nicht für diese Besetzung vorgesehen ist, funktioniert sie einwandfrei, wenn man zu Beginn ein Leben mehr auslegt und die zu erreichende Levelzahl auf 6 reduziert.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung The Mind: 4,7 4,7, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.02.18 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.02.18 von Michael Kahrmann - In der richtigen Runde tendiere ich sogar zur Spielreiz Note 6. Ein tolles Spiel
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.18 von Jost Schwider - Wow, m. E. ganz schön "mutig", sowas als "Spiel" zu verkaufen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.03.18 von Rene Puttin - Vollkommen ungewöhnlich und banal, aber absolut gut!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.04.18 von Michael Andersch - Als ich von "The Mind" zum ersten Mal gehört habe war ich maximal skeptisch, ob sowas trägt und Spaß macht. Nachdem ich es gespielt habe bin ich absolut begeistert und vergebe die Höchstpunktzahl - weil es mal was total anderes und zumindest für mich eine interessante Erfahrung ist.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.04.18 von Udo Kalker - Telepathie ist hier wohl der Schlüssel zum Erfolg ... oder ist es doch das zögerliche Spiel der Karte zur Tischmitte? Sicherlich eine Mischung daraus ... und wer sich darauf einlässt hat sicherlich Spaß mit "The Mind" ... mit humorlosen Langweilern am Tisch aber sicherlich auch eine dann langweilige Runde. Uns hat's gefallen als kleiner Happen für zwischendurch :-)

Leserbewertungen

Leserwertung The Mind: 3,8 3.8, 22 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.18 von Matty - Stimme Michael zu, dass es die "richtige Runde" braucht. Das ist bei vielen Spielen so, hier aber vielleicht noch etwas mehr. In einer solchen erlebten wir in 3 Partien ein Spielerlebnis, das wir so noch nicht kannten und das faszinierte. Ich schließe nicht aus, dass sich dieses kleine, feine Spielchen noch auf die 6 hochhangelt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.18 von Maja - Ein Erlebnis. Dachte nicht, dass es mir so gut gefällt. Sehr intensiv!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.18 von Dennis L.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.18 von Karsten Janning - Das soll ein Spiel sein? Das soll Spaß machen? Ich fühlte mich anfangs etwas verkaspert (nicht reden, irgendwann ne Karte legen - hä?) und erlebte dann ein Heureka. Die größte Überraschung ever. Sensationell.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.18 von ThomasLee - sicherlich Gruppenabhängig, aber eine geniale einfache Idee, zu dem sehr günstig, absolute Kaufempfehlung
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.18 von Mike Camen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.18 von Martina Kessler - Einmal zu zweit, einmal zu viert gespielt. Zu viert deutlich interessanter, fühlt sich allerdings mehr nach Experiment als nach Spiel an. Ok, aber gibt so viel besseres.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.04.18 von Emil - Haben es auf der Spiel doch! zu zweit gespielt. Wir konnten beide dem Spiel überhaupt nichts abgewinnen und es hat uns gar keinen Spaß gemacht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.18 von Andy - Witziger Mechanismus, aber wir hatten nach fünf oder sechs Partien keinen großen Wiederspielreiz mehr. Bei knappen Karten (62/63) kann es doch sehr frustrierend sein.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.04.18 von Ingo - Als Experiment nicht schlecht, aber als Spiel nicht fesselnd.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.04.18 von Angelika Dietzschold - Ein Spiel? Ich möchte spielen und nicht meine Mitspieler belauern.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.05.18 von Peter Steinert - (spoiler!) THE MIND ist ein koopertives Rätsel. Ein "Exit very light" sozusagen. Allerdings ist Nicht-Kommunikation Gesetz, und es wird nur eine einzige Aufgabe serviert. Das Rätsel ist zumindest durchschaut, sobald sich die Gruppe auf einen "Sekunden-Trick" verständigt. Zwar möchte uns die spirituell aufgebohrte Präsentation ein besonderes Erlebnis verkaufen. Eine Lösung wird jedoch, verkehrt herum gedruckt und sich selbst relativierend, gleich mitgeliefert. Obwohl die Siegstrategie natürlich nicht immer funktioniert, stellt sie die einzige logische Herangehensweise dar. Das alles ist nett, um eine kleine Gruppe für eine Weile zu beschäftigen. Selbst die Kenntnis des Kniffs setzt Können voraus, nur eben leider kein spielerisches mehr. Es wird eine Problemstellung geliefert, ein praktikabler Lösungsansatz gesucht und ein homogenes Zeitgefühl aller Teilnehmer verlangt - vollständig schweigend, versteht sich... Preiswürdig im Sinne eines Gesellschaftsspiels, das Generationen durch lebendige Unterhaltung zusammenbringen und sich zum Klassiker entwickeln will, ist THE MIND meiner Meinung nach nicht. Vielleicht ist es sogar noch weniger, denn einmal begriffen, hört dieses Konstrukt für mich auf, ein Spiel zu sein...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.05.18 von Björn Fink - Ich habe es gespielt...und danach konnte ich immer noch nicht erkennen wo da ein Spiel versteckt sein soll. Ich weiß nicht was ich bei "Spielbarkeit" für eine Punktzahl vergeben soll denn Spielbarkeit setzt voraus, das man ein Spiel vor sich hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.05.18 von Christo - Man kann wirklich darüber streiten, ob The Mind ein Spiel ist oder nicht.... Egal, es macht saumäßig viel Spaß, der Spannungsbogen reißt einen mit, die Gedankenkoppelung und Harmonisierung der Schwingungen wird von mal zu mal besser.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.05.18 von Paul Arnesen - Eher ein „soziales Experiment“ als ein Spiel. Und so ein fragwürdiges Machwerk wird auch noch zum Spiel des Jahres nominiert. Null Wiederspielreiz.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.05.18 von edru - Die erste Partie ist verblüffend. Es funktioniert - irgendwie. Auf Dauer aber rauscht der Spielreiz in den Keller. Als Spiel des Jahres weniger geeignet.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.05.18 von JochenSch - Man hört immer wieder „In manchen Gruppen funktioniert es nicht.“ Für welches Spielt gilt diese Aussage nicht? Dieses Argument ist also Käse. The Mind ist ein tolles Spiel und mir tun die Leute, die daran keinen Spaß finden können, fast schon ein bisschen Leid. Jeder neue Mitspieler dem ich es bisher gezeigt habe, hat es sich gekauft. Das waren bisher 10 Personen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.18 von Christiansen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.05.18 von chrizlutz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.06.18 von Walter Scholz - Banal genial.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.06.18 von Waiko - Banal genial.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.07.18 von abstorz - Sehr witzig. Unklare Regel - soll man keine Sekunden zählen oder gar nicht zählen? Schade, dass die Levelkarten beidseitig bedruckt sind, das führt zu Verwirrung. Tipp: Man kann damit auch The Game spielen...

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