Rezension/Kritik - Online seit 30.09.2018. Dieser Artikel wurde 810 mal aufgerufen.

Unlock! Mystery Adventures

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Autor: Cyril Demaegd
Sébastien Pauchon
Arnaud Ladagnous
Billy Stevenson
Fabrice Mazza
Verlag: Space Cowboys
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 45 - 75 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 2353
Unlock! Mystery Adventures

Spielziel

In Live-Escape-Rooms werden die Besucher eingeschlossen und müssen durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben versuchen, die Türen des Raumes innerhalb von einer Stunde zu öffnen, um entkommen zu können. Unlock! bringt diese Art von Abenteuer mithilfe einer App an die heimischen Spieltische.

Ablauf

Wer das Spielprinzip der Escape-Reihe Unlock! nicht kennt, kann es hier nachlesen: Unlock!

Die neue Box enthält wieder drei voneinander unabhängige Szenarien in drei Schwierigkeitsstufen, die zusammen mit der App spielbar sind. Diese App wird nicht nur zum Zeitmessen benötigt, sondern auch um sich Tipps zu holen, Codes einzugeben und Maschinen zum Laufen zu bringen. Außerdem wird damit am Ende der Partie der Erfolg angezeigt.

Im Spiel sind folgende Szenarien enthalten:

Das Haus auf dem Hügel (leicht): Jugendliche sind in ein altes Haus eingestiegen und haben einen Text aus dem Buch der Toten vorgelesen. Dies führte zu geisterhaften Erscheinungen, fliegenden Gegenständen und besessenen Kindern. Die Gruppe muss das Buch finden und den Spuk beenden.

Das Wrack der Nautilus (mittelschwer): Beim Tauchen wird die Gruppe von einem Seeungeheuer angegriffen. Es gelingt die Flucht in eine Höhle. Von dort müssen die Spieler einen Weg zur Wasseroberfläche finden, ehe der Sauerstoff-Vorrat zur Neige geht.

Der Schatz auf Tonipal Island (schwierig): Auf Tonipal Island ist der legendäre Schatz des Piraten Captain Smith versteckt. Die Gruppe liefert sich mit dem Schatzjäger Johnson ein Wettrennen, um den Schatz vor ihm zu bergen.

Fazit

Zur Freude aller Fans dieses Genres setzen viele Verlage, die in das Geschäft der Escape-Brettspiele eingestiegen sind, ihre Reihen auch fort. So auch die Space Cowboys. In der zweiten Box der Reihe hat sich nichts am Spielprinzip geändert, selbst die Spielregel ist nahezu identisch, dazu gekommen ist lediglich ein Hinweis darauf, dass die falsche Bedienung von Maschinen Zeitverlust bedeutet und Strafen nach sich ziehen kann.

Die Kartengrafiken sind gelungen und die Geschichten der Space Cowboys originell. Man merkt, dass die Erzählungen und Bilder aus den Federn unterschiedlicher Leute stammen, das bringt Vielfalt ins Spiel. Die Bedienung der App bereitet keine Schwierigkeiten und funktioniert einwandfrei.

Die Schwierigkeit der Abenteuer entspricht tatsächlich den Angaben. Während wir das erste Abenteuer ohne Tipps in der vorgegebenen Zeitspanne lösen konnten, wäre das bei der zweiten Geschichte ohne Hilfe nicht mehr möglich gewesen. Und das dritte Abenteuer? Nun ja, ich möchte nicht gerne verraten, um wie viele Minuten wir die 60 trotz Hilfe überschritten haben!

Wer die Abenteuer der ersten Reihe gespielt hat, wird kleine Verbesserungen feststellen. Trotzdem bleiben einige Kritikpunkte: Das Prinzip der Kartenaddition wurde beibehalten. Auch bei den neuen Abenteuern habe ich Spieler erlebt, die – wenn sie nicht weiterwussten – einfach mal aufs Geratewohl eine blaue und eine rote Zahl addierten und nachschauten, ob es das entsprechende Ergebnis auf einer der Karten gab, die noch nicht im Spiel waren. Auch wenn es dabei Strafpunkte gibt, wenn man falsch liegt, ab und zu klappt es trotzdem und somit ist dies ein Element, das mir nach wie vor nicht gefällt.

Für Spieler, die nicht weiterkommen, hält die App Hinweise bereit. Pro Karte sind es meistens zwei, manchmal drei Tipps, wobei der letzte dann immer die Lösung enthält. Unbefriedigend ist jedoch, dass die Lösung meistens keine Erklärung liefert, wie man zu diesem Ergebnis kommt. Auch gefällt mir nicht, dass man für das Abrufen von Hinweisen prinzipiell Strafpunkte kassiert, denn oft stellt sich heraus, dass der jeweilige Tipp gar nichts gebracht hat, weil man dessen Inhalt schon vorher kannte.

Für das Nautilus-Abenteuer musste man Musiknoten kennen. Eine meiner Testgruppen hatte niemanden in ihrer Mitte, der Noten lesen konnte, sie merkten nach dem Spiel an, dass zu spezielle Kenntnisse gefordert wurden. Vermutlich ist es aber schwierig, sich immer wieder neue Rätsel auszudenken, ohne dabei nicht ab und zu ein bisschen mehr als oberflächliches Allgemeinwissen einzufordern.

Das Spielprinzip ist also nach wie vor verbesserungswürdig, trotzdem haben mir alle drei Geschichten gut gefallen. Mein bisheriger persönlicher Favorit bleibt jedoch In der Mausefalle aus der ersten Box. Und etwas Spektakuläres wie im Abenteuer Die Insel des Doktor Goorse war bei den Mystery Adventures nicht dabei.

Die Serie wurde bereits fortgesetzt. Ich freue mich auf weitere Gruppenabenteuer und bin gespannt, ob der Verlag die Geschichtenvielfalt fortsetzen und den einen oder anderen Kritikpunkt vielleicht noch aus der Welt schaffen kann.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Unlock! Mystery Adventures: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.08.18 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.10.18 von Andreas Odendahl - Setzt den ersten Teil der Reihe nahtlos fort. Meine liebste Serie der Rätselspiele, die gerade den Markt überschwemmen.

Leserbewertungen

Leserwertung Unlock! Mystery Adventures: 4,0 4.0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.02.18 von ThomasLee - Hat mich doch eher enttäuscht. Hatte auf der Messe die Demos gespielt und war sofort begeistert. Nun eher nach allen 3 Partien Ernüchterung. Finde die Exit-Reihe und auch Deckscape besser und logischer. Die Hilfen sind eine Katastrophe. Oftmals zu viele Karten auf dem Tisch, welche man aber noch nicht ablegen darf obwohl man diese nicht mehr braucht.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.18 von Ano - Gefiel mir tatsächlich einen Tick besser als das erste Unlock. Vor allem das zweite und dritte Abenteuer, da diese schön herausfordernd waren. Das erste war zu einfach. Man sollte aber nicht zu viel auf die Zeitgrenzen geben; die sind für jede Spieleranzahl gleich und wenn man z.B. zu zweit spielt kann man schonmal das doppelte der vorgegebenen Zeit brauchen. Davon sollte man sich den Spaß nicht trüben lassen. Besonders zu erwähnen ist die gelungene Atmosphäre der Abenteuer. Wenn man z.B. Monkey Island gespielt hat, fühlt man sich auf Tonipal Island gleich heimisch und findet sogar eine Referenz auf den dreiköpfigen Affen :-) Ansonsten gilt generell: Wem das erste Unlock gefallen hat, wird auch diesen Teil mögen.

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