Rezension/Kritik - Online seit 18.08.2018. Dieser Artikel wurde 803 mal aufgerufen.

Würfelkönig

Direktlinks zu den Rezensionsblöcken
Autor: Nils Nilsson
Illustration: Gus Batts
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 2249
Würfelkönig

Spielziel

Mit sechs Würfeln versuchen die Spieler, die unterschiedlichsten (geforderten) Ergebnisse zu erzielen, um damit eine der ausliegenden Bürgerkarten zu gewinnen. Wer am Schluss die besten Bürger angeworben hat, gewinnt dieses Zockerspiel.

Ablauf

Die sortierten Ortskarten werden in fünf offenen Stapeln bereit gelegt, darunter wird jeweils eine der Bürgerkarten offen ausgelegt. auch beim Strafkartenstapel ist der Wert der obersten Karte zu sehen.

Wer an der Reihe ist, würfelt mit allen Würfeln bis zu drei Mal, nach jedem Mal dürfen beliebig viele Würfel rausgelegt oder wieder mit dazu genommen werden. Nach dem dritten Wurf wird ausgewertet. Wurden die Bedingungen einer ausliegenden Bürgerkarte erfüllt, erhält man diese. Die Bedingungen der Karten bestehen darin, bestimmte Farb- oder Zahlenkombinationen zu erfüllen.

Liegt diese an einem farbig passenden Ort, so erhält man auch die Ortskarte dazu. Schafft man keine der geforderten Bedingungen, bekommt man die oberste Strafkarte, und die vorderste Bürgerkarte wird aus dem Spiel genommen. Dadurch kommt in jedem Fall eine neue Bürgerkarte ins Spiel, nachdem die Lücke durch Nachrücken der Karten geschlossen wurde.

Das Spiel endet, sobald von einem Stapel (Bürger-, Orts- oder Strafkarten) die letzte Karte genommen wird. Danach addieren alle ihre Punkte bzw. ziehen die Werte der Strafkarten ab.

Fazit

Würfelkönig ist ein kleines Würfelspiel mit einfachen Spielregeln und ansprechendem Material. Zu beanstanden gibt es trotzdem zwei Dinge: Erstens lassen sich die Farben der Ortskarten "Bergwerk" (braun) und "Zauberwald" (violett) bei künstlichem Licht nicht unterscheiden. Mit einiger Spielerfahrung (oder wenn Kinder mit dabei sind – die erkennen so etwas nämlich schneller) weiß man aber, dass sich im Bergwerk nur Zwerge tummeln, während der Zauberwald logischerweise von Fabelwesen bevölkert ist.

Der zweite Kritikpunkt hat eigentlich nichts mit dem Material zu tun, aber mit dessen Bezeichnung, denn die Strafkarten werden als "Dorftrottel" bezeichnet. Da wäre ein bisschen mehr Sensibilität wünschenswert gewesen.

Spieltechnisch erinnert Würfelkönig ein bisschen an Kniffel, weshalb auch Nichtspieler die Regeln schnell verstehen. Allerdings stehen jedem Spieler immer genau fünf Bürgerkarten zur Verfügung, die es zu erfüllen gilt. Dass dies nicht immer gerecht zugehen kann, liegt auf der Hand. Denn mal sind es lauter schwer zu erfüllende Karten, ein andermal leichte. Und da jede Runde genau eine Karte weggenommen wird, verändern sich die Anforderungen für jeden Spieler aufs Neue. Oft hat man das Glück eines "doppelten Bodens". Man hat eine einfache Karte schon erfüllt, kann aber mit den übrigen Würfeln noch gefahrlos versuchen, eine schwierigere zu erhalten, die zum Teil das gleiche Ergebnis verlangen.

Die Karten sind sehr abwechslungsreich. Schwierige Karten bringen natürlich viele Punkte, während einfache nur wenige bringen. Der Magier bringt einem noch die rechts von ihm liegende Karte dazu, bei manchen Karten darf man ein viertes Mal würfeln oder bekommt noch einmal einen kompletten Zug. Neben den üblichen Poker-/Kniffelbedingungen wie Straße, Full House usw. sind manchmal nur gerade oder ungerade Zahlen verlangt oder das Erreichen oder Unterschreiten einer bestimmten Augensumme.

Witzig sind auch die Drachen, von denen es drei im Spiel gibt. Erwirbt man einen solchen, "schenkt" man ihn einem Mitspieler, der damit am Spielende Minuspunkte bekommt.

Man sollte auch immer die Farbübereinstimmungen zwischen Orts- und Einwohnerkarten im Auge behalten. Damit lassen sich oft gute Zusatzpunkte holen. Bei einer aufmerksamen Runde lösen die Ortskarten auch sehr oft das Spielende aus, denn von jedem Ort gibt es nur drei Karten. Sobald einer dieser Stapel leer ist, ist das Spiel nämlich auch zu Ende.

Unter Umständen kann eine Partie Würfelkönig also schnell vorbei sein, im Normalfall würfelt man allerdings 20 bis 30 kurzweilige Minuten. Zu empfehlen ist das Spiel allen, die einen einfachen Absacker suchen oder Spiele mögen, die wenig Regelstudium erfordern und bereits bekannte Elemente enthalten.

Rezension Sandra Lemberger

'Würfelkönig' online bestellen

Kaufen bei Spiele-Offensive Kaufen bei PlayMe 

H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Würfelkönig: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.18 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.12.17 von Michael Kahrmann - Einfaches Würfeln mit süßen Grafiken. Ganz ok für zwischendurch aber auf Dauer dann doch etwas zu eintönig

Leserbewertungen

Leserwertung Würfelkönig: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.06.18 von Bandit

Weitere Informationen zu 'Würfelkönig' auf unseren Partnerseiten