Leserwertungen

Wir bieten den Besuchern unserer Seite die Möglichkeit, selbst die Spiele zu bewerten. Dies soll Spielefans und potenziellen Spielekäufern die Möglichkeit geben, sich ein umfassenderes Bild zu machen.

* Ebbe & Flut

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.03.21 von Der Fisch - Dieses Spiel wurde mir von einem Spielwarenhändler empfohlen und war eine Überraschung in allen Belangen: Es handelt sich um ein hochtaktisches Spiel, das einem ein wunderbares Gefühl von Komplexität vermittelt. Gleichzeitig muss man aber nicht lange grübelnd spielen, wenn man nicht möchte: man kann aus dem Bauch heraus ziehen oder wie vor einem Schachbrett taktieren. Das Spiel ist zudem sehr handlich, da es in eine Kartenschachtel passt und ist schnell auf- und abgebaut. Lediglich dden Platz, den man dafür benötigt, wird man nicht so schnell in einem Zugabteil finden. Insgesamt 6 mal 6 Karten ist das Spielfeld (mit Umrandung) groß. Sogar das Thema ist passend gewählt - es fühlt sich wirklich stellenweise wie das Ringen zwischen zwei Gezeitenkräften an, was sich da entfaltet. Sucht man einen Wehrmutstropfen, findet man ihn in der Gestaltung. Die ist nicht (mehr) Zeitgemäß und könnte dringen einmal aktualisiert werden. Eine echte Taktikperle!

* Onitama

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.21 von Der Fisch - Onitama ist ebenso klar konzipiert wie reduziert. Im Kern verbirgt sich eine vereinfachte Schach-Version dahinter. Dazu gibt es neben einer hohen Variabilität (in jeder Runde legt eine neue Auswahl an Karten fest, wie man sich bewegen kann) viele taktische Möglichkeiten. Für Strateginnen und Strategen ist das Spiel zudem nicht überfordernd, sondern hält die Waage aus Planung und Interaktion mit dem Gegenüber. Auch das Spielmaterial ist hochwertig und passt genau zum Konzept.

* Root

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.21 von Der Fisch - Root ist ein wahrhaft fantastisches Spiel und für mich ein ähnlicher Meilenstein wie zum Beispiel Catan. Dass es dennoch nicht jeder und jedem zu empfehlen ist, liegt für mich vor allem daran, dass es doch recht komplex ist und für mich auf einem mittleren bis höheren Kennerlevel liegt. Die Gestaltung des Spiels ist thematisch und stimmig. Das Konzept der asynchronen Parteien ist genial und sorgt für immer wieder neue Konstellationen. Am besten ist es, wenn zwar alle gespielten Fraktionen kurz gemeinsam besprochen werden, anschließend aber jede Spielerin und jeder Spieler Expertin oder Experte für die eigene Auswahl ist. Spätestens nach einer Partie wissen auch die anderen in der Runde, worauf bei einer Fraktion geachtet werden muss. Belohnt wird man für diesen "Aufwand" mit einer hohen Vielseitigkeit und einem enormen Wiederspielwert. In unserer Runde war es sogar so, dass nach dem ersten Spielabend erst einmal Taktik-Guides gelesen und die nächsten Partien "vorgeplant" wurden. So viel Motivation hat kaum ein anderes Spiel bisher geschaffen.

* The Duke

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.04.21 von Der Fisch - The Duke ist die Schach-Variante für alle, die mehr Varianz und Einfluss von Beginn einer Partie an haben wollen. Das soll auf keinen Fall bedeuten, das Schach nicht variantenreich und voller Einfluss durch die Spieler ist. The Duke beginnt allerdings mit einer einfachen Grundstellung und gibt den Spielerinnen und Spielern so viele Möglichkeiten an die Hand, dass sich jede Parie völlig anders anfühlen dürfte. Hinzu kommt die Klarheit der Regeln (Onitama lässt grüßen!) und das reduzierte aber schöne Spielmaterial. Klasse!

* Die Quacksalber von Quedlinburg

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.21 von Der Fisch - Worauf kommt es für mich bei einem Spiel an? Das es Spaß macht. Und gleich vorneweg: Quacksalber macht eine Menge Spaß. Ich beginne mit meinen Kritikpunkten: der Glücksfaktor ist zum Teil recht hoch, was ebenso frustrierend sein kann, wie schnell zu viele Knallerbsen zu ziehen. Der Mechanismus des "explodierenden" Kessels ist recht enorm und erfordert ebenfalls eine hohe Frustrationstoleranz, da er später Spielentscheiden sein kann. Die positiven Seiten des Spiels fallen aber definitiv mehr in's Gewicht: die Spielmechanismen sind innovativ und erfrischend. Das Spielmaterial ist toll gestaltet. Der Wiederspielwert ist dank verschiedener Strategiemöglichkeit, variablen Regeln und einer guten Balance zur Spielzeit sehr hoch. Spannend war auch, dass das Spiel in jeder Spielrunde und mit unterschiedlichsten Spielerinnen und Spielern (jung, alt, spielerfahren, spielunerfahren) gut funktionierte. Und ganz am Ende bleibt nach einer Partie das Wichtigste: Der Spaß steht immer im Vordergrund.

* Fantastische Reiche / Fantasy Realms

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.21 von Der Fisch - Fantastische Reiche ist ein kurzweiliges und "knackiges" Spiel. Es ist kurz erklärt, dauert mit der sehr empfehlenswerten App unter'm Strich nicht zu lange und besticht durch einen "das-probiere-ich-beim-nächsten-Mal-anders"-Reiz. Die Gestaltung ist zudem zweckdienlich bis schön und alles in einem sehr kleinen Format untergebracht. Einziger Minuspunkt: Man spielt schon wirklich sehr "solitär". Das ist vor allem dann schade, wenn die eigene Taktik aufgeht oder man eine spannende Kombination gefunden hat. Selbst, wenn man sie sich am Ende gegenseitig zeigt und erklärt, erntet das nicht viel mehr als ein "aha". Das muss aber nicht unbedingt etwas schlechtes sein, denn auch als Absacker oder Rausschmeisser aus einem Spieleabend eignet sich dieses Spiel. Und da will man (im besten Sinne!) auch manchmal einfach nur vor sich hin spielen.

* Houston, We Have a Dolphin!

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.21 von Der Fisch - Houston, We Have a Dolphin ist ein witziges und erfrischendes Spiel, das das alte "Werwölfe"-Problem (Wir sind nicht genug Spielerinnen und Spieler!) löst. Der Kern ist dabei eine App, die zuvor auf Smartphone oder Tablet geladen wird und die verdeckt gespielten Karten scannt. Ich war am Anfang skeptisch, da ich Apps bei klassischen Brettspielen ja eben nicht verwenden möchte. Und auch nach wie vor würde ich sagen: besser wäre, wenn es ohne ginge. Denn auch hier sorgt die App dafür, dass man sich immer wieder voneinander ab- und dem Smartphone zuwendet. Ein bisschen erinnert mich das als Spieleerklärer an die kurzen Unterbrechungen, wenn man im Regelheft eine kurze Regel nachlesen muss. Gleichzeitig führt die App aber auch gut durch das Spiel und ersetzt somit den Spielleiter oder die Spielleiterin. Das ist wiederum gut gelöst und sorgt dafür, dass man schon zu dritt loslegen und das alte "Werwölfe"-Gefühl erleben kann. Gleichzeitig ist es nicht notwendig, eine Spielanleitung zu lesen. Die Materialqualität ist zudem super und es ist sogar vorgesehen, dass bestimmte Spielelemente erst nach und nach freigeschalten werden - auch das ist ein geniales Gefühl, weil man so nicht überfordert wird und es sogar noch etwas zu "erspielen" gibt. In der Runde zu dritt ist uns allerdings aufgefallen, dass das Late-Game für uns noch nicht immer klar und stimmig ist. In bestimmten Karten- und Markerkonstellationen ist ein bestimmter Spielausgang gefühlt nicht mehr abzuwenden. Andererseits könnte man aber auch sagen: dann haben entweder die Delfine oder die Crew alles richtig gemacht. Zusammenfassend ist Houston, We Have a Dolphin also ein witziges, spannendes und überraschendes Spiel, auf das man sich einlassen muss. Dann erwartet auch schon eine kleine Spielerunde eine listig-lustige Zeit an Bord eines von Delfinen infiltrierten Raumschiffs.

* Memoarrr!

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.04.21 von Der Fisch - Memory kennen viele vermutlich im Zusammenhang mit der Kindheit. Je nachdem, auf welcher Seite des Tisches man sitzt oder saß, spielte sich das Spiel natürlich anders: Als Kind wagte man den Versuch, sich wirklich alles zu merken und zu gewinnen. Auf der Seite des Erwachsenen ist auch etwas Taktik gefragt, wenn man den Nachwuchs auch einmal gewinnen lassen möchte. Memoarr schafft es, beide Perspektiven zu vereinen und sorgt für Memory für das, was Kingdomino mit Domino geschafft hat: Ein eigentlich olles Spielprinzip in die Moderne zu holen. Dadurch, dass man als "Belohnung" unterschiedlich wertvolle Diamanten bekommt, bleibt ein gewisser Glücksfaktor, ebenso, wie wenn man "in's Blaue" hineinraten muss. Die Verpackung ist reisefreundlich, die Gestaltung comichaft und stimmig. Eine Empfehlung als Absacker oder als Herausforderung für schon etwas größere Kinder.

* Reigns: The Council

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.03.21 von Der Fisch - Reigns ist die Brettspielumsetzung einer beliebten Spieleapp und zeigt, dass "echtes" Spielen oft noch einmal eine Schippe drauflegen kann. Wir spielen reihum Monarchen, die von eingennützigen Beratern dazu gebracht werden sollen, schlechte Entscheidungen zu treffen. Das aber natürlich geheim und ähnlich wie zum Beispiel bei "Werwölfe" taktisch klug. Das Plus im Vergleich zur App ist der Rollenspiel-Anteil aller Mitspielerinnen und Mitspieler: Durch tolle Piktogramme auf den Beraterkarten wird man animiert, Geschichten auszuschmücken wodurch sich in der richtigen Spielgruppe eine tolle Atmosphäre spinnen lässt. Dabei finde ich sehr gut gelungen, dass man die Rolle regelmäßig wechselt und so die Perspektive auf die gemeinsame Geschichte ändern kann. Ein Wiederspielreiz ist durch die Menge an Karten gegeben. Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, dass auch wechselnde Besetzungen der Spielgruppe dafür sorgen, dass das Spiel frisch bleibt. Die Gestaltung ist minimalistisch und der App nachempfunden. Sie gefällt mir gut und unterstreicht die Funktion der Karten. Das Bewertungssystem ist ebenfalls gelungen. Wir hatten die Idee, die Punktzahl aufzuschreiben und die Krone beim nächsten Mal in dieser Konstellation weiterzureichen. Die Spielzeit von etwa 20-40 Minuten bezieht sich nämlich eher auf eine Runde als auf einen Durchgang, bei dem jeder einmal Monarch oder Monarchin spielen darf. Toll hätte ich noch 1-2 kleinere Module gefunden, die man nach Bedarf mit dazu nimmt, um das Spiel für die Beraterinnen und Berater noch etwas taktischer oder komplexer zu machen. Eine Idee wären zum Beispiel, kleinere Zwischenziele oder eine Zwischenwertung mit anschließendem Zielwechsel zu integrieren.

* Die Crew: Reist gemeinsam zum 9. Planeten

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.21 von Der Fisch - Die Crew ist ein Spiel geworden, dessen Bewertung - nach allen 50 Missionen - mir fast ein bisschen weh tut. Das Spielkonzept ist super. Es ist schön gestaltet und die Spielidee ist sehr innovativ und grandios umgesetzt. Kein Wunder also, dass meine Spielgruppe und ich begeistert gekauft und losgespielt haben. Die ersten 10 - 15 Missionen waren dabei spannend und weckten die Erwartung, was da alles noch so kommen mag. Letzlich wurden die Missionen aber immer zäher, was leider auch durch die sehr notdürftige Geschichte nicht besser wurde. Schlimmer noch: Die "Story" ist irgendwann nur noch zäh, die Missionen mehr von allem aber kaum innovativ. Letztendlich haben wir pflichtbewusst bis Mission 50 gespielt und die eigentlich ganz positiv aussehenden Zusatzmissionen nicht mehr angetreten, die sich auf der Website gefunden haben. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass nicht die ein oder andere "abgefahrene Aufgabe" gestellt wurde á la "es darf kein Stich mit den gewählten Karten gemacht werden" oder "die gewählten Missionen werden im Uhrzeigersinn weitergegeben" etc. In meine Bewertung fließt das komplette Spielerlebnis seit der ersten Mission ein ein.

* Queendomino

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.03.21 von Der Fisch - Kingdomino ist ein Spiel, das Einfachheit mit Spielspaß auf eine fast perfekte Art verbindet. Das Legen von Steinen und das Achten auf wenige Möglichkeiten, Punkte zu machen: super! Queendomino hingegegen fügt einige Komponenten hinzu, die zwar am Spielspaß nicht viel verändern, aber ein höheres Maß an Komplexität hinzufügen. Am Ende führt das für meine Bewertung dazu, dass Kingdomino zwar ein absoluter moderner Klassiker ist, Queendomino aber einfach bessere Alternativen hat, wenn man taktischere Familienspiele spielen möchte.

* Seikatsu

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.04.21 von Der Fisch - Seikatsu lässt mich etwas ratlos zurück. Das Spiel ist wunderschön gemacht und das Material hochwertig. Das Spielprinzip selbst wirkt, als hätte man die Entwicklung nicht ganz zu Ende gedacht: ein letzter Vogel, den man nicht an eine große Gruppe anlegen kann ist oft spielentscheidend. Gleichzeitig sorgen alle anderen Entscheidungsmöglichkeiten letztendlich dafür, dass alle zur gleichen Zeit etwa gleich viele Punkte haben. Pluspunkt: Funktioniert zu zweit und zu dritt gleich gut.

* Wizard (Jubiläums-Edition)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.21 von Der Fisch - Ich beziehe mich hier auf die klassische Wizard-Version. Egal in welcher Runde: Wizard startet stark zu Beginn und die meisten sind motiviert. Die grundsätzliche Spielidee ist sehr gut und sorgt immer wieder für Emotion am Tisch. Doch gegen Mitte bis Ende des Spiels zieht es sich sehr stark und in meinen Spielerunden wurde nicht selten einfach abgebrochen und abgerechnet - selbst in Vollbesetzung. Wenn es eine Möglichkeit für ein "Kurz-Spiel" gäbe, wäre ich sofort wieder an Bord. Ein weiteres Problem für ältere Spielerinnen und Spieler war die sehr ähnliche Farbgebung der grünen und blauen Karten, die hin und wieder für Verwechslungen sorgten. Dass das Spiel nicht klarer vorgibt, ob mild (jeder versucht locker seine Ansagen zu machen) oder kompetitiv (den Stich nehme ich, damit der Plan aller nicht aufgeht) gespielt wird, ist auch nicht ideal und kann frustrierend sein.