Rezension/Kritik - Online seit 18.08.2002. Dieser Artikel wurde 4878 mal aufgerufen.

Dice run

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Autor: Spartaco Albertarelli
Verlag: Kidultgame
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
3,5 3,5 Leser
Ranking: Platz 4675
Dice run

Spielziel

Nicht Autos, Pferde sondern Würfel selbst veranstalten ein Wettrennen. Und dabei wird die Zugweite nicht durch einen Würfel bestimmt. Vielmehr verändern die Würfel in Gruppen ihre Position in der Reihenfolge. Wer für seine Würfel-Favoriten nach vier Etappen-Wertungen die meisten Punkte ergattern konnte gewinnt den Dice run.

Ablauf

Ressourcen

Das wichtigste Element dieses Spiels sind 30 normale sechseitige Würfel in 5 unterschiedlichen Farben. Sie sind das Starterfeld des Rennens und werden zu Beginn einmal geworfen. Spezialkarten werden im Laufe des Spiels dazu benötigt, um Bewegung ins Würfelfeld zu bringen. In diese Karten (jeder Spieler erhält vor Spielbeginn drei dieser Karten) werden 4 "Fliegende Ziel-Karten" in einer bestimmten Weise einsortiert.

Jetzt bekommt jeder Spieler geheim ein Ziel-Kärtchen, welches Farbe und Augenzahl anzeigt, die der Spieler nach vorne bringen sollten.

Spielablauf

Das Prinzip ist sehr einfach:

Wer am Zug ist

  • spielt zunächst eine seiner Karten aus
  • entsprechend der Karte werden Positionen der Würfel verändert
  • und die oberste Karte vom Stapel ziehen (so dass man immer drei Karten zur Verfügung hat)
Sobald vom Stapel eine "Fliegendes Ziel-Karte" gezogen wird, ist quasi die erste Etappe erreicht und es erfolgt eine Wertung. Bei der vierten Karte ist das Spiel zu Ende und es folgt eine abschließende Wertung.

Die Karten und Bewegung der Würfel

Über die Karten ist es möglich, die Positionen der Würfel zu verändern. Dazu werden alle Würfel zunächst als eine Gruppe betrachtet. Mit einer Farb-Karte, die also eine der fünf Würfelfarben zeigt, werden nun aus der großen Gruppe der Würfel alle dieser Farbe herausgezogen und bilden eine neue (quasi eine Ausreißer-) Gruppe. Mit einer Punkt-Karte, die eine Augenzahl von 1 bis 6 zeigt, werden nun alle Würfel mit entsprechender Augenzahl bewegt. Das geschieht gruppenweise und es wird immer bei der ersten Gruppe begonnen. Trifft es für die Spitzen-Gruppe zu, so bilden die entsprechenden Würfel eine neue Gruppe, die nun in Führung liegt. Aus den folgenden Gruppen werden nun ebenfalls die passenden Würfel in die davor liegende Gruppe aufgenommen.

So wandern immer einige Würfel nach vorne, nur an der Spitze können neue Gruppen entstehen.

Unter den Karten gibt es darüber hinaus noch Joker, für frei Farb- oder Zahlwahl, Tausch von Positionen ganzer Gruppen im Verfolgerfeld, zusätzliches Schaffen von Abständen zwischen zwei Gruppen oder dem Spurt der letzten Gruppe bis auf Position zwei.

Wertungen

Wurde eine "Fliegendes Ziel-Karte" gezogen, deckt jeder Spieler sein geheimes Ziel-Kärtchen auf. Die Spieler zählen, gemäß ihres Ziel-Kärtchens, jeden Würfel gleicher Farbe oder Zahl in der führenden Gruppe, dabei zählt ein Würfel in gleicher Farbe und Zahl zweimal. Wer dadurch die meisten Punkte erreicht, hat diese Wertung gewonnen und erhält 3 Siegpunkte, der Zweitbeste bekommt 2 und der Drittbeste kann sich immer hin noch 1 Siegpunkt gutschreiben. Kommt es dabei zu Gleichständen, wird die nächste Würfelgruppe in gleicher Weise betrachtet, um bei den Gleichständen eine Entscheidung herbeizuführen.

Bei der vierten und letzten Wertung bekommt der beste allerdings nicht mehr nur 3 sondern sogar 5 Punkte.

Der Spieler mit den meisten Siegpunkten entscheidet Dice run für sich.

Fazit

Das Spielmaterial:

Für dieses Spiel werden lediglich Würfel und Karten benötigt. Die Würfel sind farblich zwar relativ gut zu unterscheiden, jedoch stimmen die Farben nicht exakt mit denen der Karten überein. So kann es durch die Farbwahl Rot, Violett und Pink (im Zusammenspiel von Würfel, Karten und Zielplättchen) durchaus Irritationen geben. Bei der Verwendung von 5 konventionellen Farben wäre das wahrscheinlich nicht passiert. Zudem müssen die Spieler vorsichtig bei der Bewegung der Würfel vorgehen, da es sehr leicht vorkommen kann, dass die Würfel kippen und so die Augenzahl ungewollt verändert wird.

Ansonsten ist die Bedeutung der Karten anhand der Symbole leicht zu erfassen. Leider muss ich an dieser Stelle wiederum die Verpackungsstrategie auf's Korn nehmen, denn diese Mal ist nicht ein Spielplan schuld, dass die Schachtel diese Ausmaße annehmen muss. Das Material wäre auch mit einer deutlich kleineren Hülle ausgekommen.

Die Regeln:

Mit der Spielanleitung hatte ich kaum Probleme. Der Spielverlauf erschloss sich mir, wie auch das Prinzip der Bewegung der Würfel, recht schnell. Dazu trägt die sich durch die gesamte Regel ziehende Beispielsituation bei, durch die man gleich noch einen Eindruck für das Spielgeschehen gewinnen kann. Anfangs wurde ich lediglich etwas durch die nicht durchgängige Verwendung der Begrifflichkeiten irritiert. So wird im Inhalt von Spezialkarten gesprochen, doch bei der Spielvorbereitung ist nur noch von Karten und speziell von "Fliegendes Ziel"-Karten die Rede. Lange hielt diese Irritation jedoch nicht an, denn nach näherem Betrachten des zur Verfügung stehenden Materials und nochmaligem Blick in die Anleitung konnte ich die richten Schlüsse ziehen.

Das Spiel:

Der wesentliche Antrieb des Spiels sind die Karten zur Positionsveränderung der Würfel. Mit drei Karten auf der Hand habe ich zwar eine Auswahl, doch ich bin vom Glück abhängig, genau die passenden Karten zu bekommen, um die Würfel entsprechend meinem Zielkärtchen nach vorne zu bringen. In dieser Situation befinden sich die Mitspieler auch und folglich versucht jeder das beste daraus zu machen.

Nach der ersten Wertung zieht jeder eine neue Zielvorgabe. Dabei kann ich, bei entsprechender Positionierung der Würfel, ziemlich Glück oder ganz schön Pech haben, wenn beispielsweise die Würfel meiner Farbe sich mehr am Ende befinden. Das hat dann definitiv eine magere Ausbeute an Punkten bei der nächsten Wertung zu Folge, wenn ich mir nicht eine "Vorwärtsspurt"-Karte aufgehoben habe (so ich eine denn bekommen hab). Das könnte die Ausgangslage deutlich verändern.

Auf die Augenzahl der Würfel kann ich mich nicht verlassen, denn die kann sich ständig ändern, wenn die Spieler vom Umsturz Gebrauch machen und eine Gruppe neu würfeln. Da wie gesagt die Karten meist eher ungünstig sind, wird davon rege Gebrauch gemacht.

Trotz der geringen Einflussmöglichkeiten muss das nicht fehlenden Spielspaß bedeuten. Unseren Spielrunden spiegeln daher auch ein breites Spektrum an Spielreiz wieder.

Bei Dice run haben wir ein recht entspanntes Spielchen, das weniger durch seine taktischen Möglichkeiten als mehr durch den interessanten Bewegungsmechanismus und den Einsatz der Würfel als Rennteilnehmer besticht.

Beim Spiel zu zweit lässt sich zwar auf das Geschehen verhältnismäßig mehr einwirken, da man einfach zwischen den Wertungen öfter dran ist, aber es geht dafür der turbulente Charakter verloren, den Dice run bei 3, 4 oder 5 Spielern zeigt. Da kann sich die Würfellandschaft schon ganz schön verändern. Bei zu vielen Spielern (fünf oder sechs) schlägt sich diese Turbulenz wiederum eher negativ auf den Spielspaß um. Nach meinem Empfinden sind die Spieler da einfach zu wenig am Spiel beteiligt.

So fällt es mir an dieser Stelle schwer, das Spiel einer bestimmten Zielgruppe zu empfehlen, denn Gefallen kann jeder an Dice run finden. Um das herauszufinden sollte man das Spiel einfach (am besten vor dem Kauf) mal ausprobiert haben.

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dice run: 3,6 3,6, 12 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Tillwick
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christian Preuß
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Helga Wilde
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Markus Delp
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Manuel Voll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.07 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.03.10 von Horst Sawroch

Leserbewertungen

Leserwertung Dice run: 3,5 3.5, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Zanow - Schade, dass daraus kein Fahrradrennspiel gemacht wurde. Den Charakter hat es jedenfalls.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hannes Ernst - Nach 7 Partien mit verschiedenen  Mitspielerzahlen bin ich ziemlich enttäuscht. Minimaler Spielspass, da man die meiste Zeit nur unbrauchbare Aktionskarten in der Hand hält. Auch Regeländerungen können den Mechanismus nicht richtig verbessern.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Radolph Betten - Das ist für mich ein klassisches Spiel, welches mit Thema wesentlich interessanter gewesen wäre. Leider völlig abstrakt!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christoph Ledinger - Dice Run ist mein absoluter Liebling. Von Spielen mit 5 oder 6 Spielern ist allerdings eher abzuraten. Spieler die gerade vor einer Wertung dran waren haben dann einen großen Vorteil gegenüber jenen, die nach der Wertung dran sind. Beim Einmischen der Ziele die Karten ungefähr trennen, nicht abzählen! Wir haben das in einer Runde gemacht, die Wertung fand dann immer beim gleichen Spieler statt...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sarah Kestering - Tolle Idee, aber leider ist es soooo gluecksabhaenig das es keinen Spass mehr macht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.05.05 von Gerhard Passler - Wenig beeinflussbares Spiel, das höchstens als Aufwärmer oder Absacker eines Spieleabends geeignet ist; fast schon unverschämt ist, für 30 Würfel und die Karten an die 25 € zu verlangen, dafür ist aber wenigstens die Spieleschachtel groß genug ausgefallen;
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.05.05 von Thomas Potthoff
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.04.07 von Martina Kessler - Nettes Absacker-Spiel - aber mit der Schachtel viel zu teuer.

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