Rezension/Kritik - Online seit 08.03.2011. Dieser Artikel wurde 4086 mal aufgerufen.

Ra - The Dice Game

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Autor: Reiner Knizia
Illustration: Franz Vohwinkel
Verlag: Abacus Spiele
Rezension: Michael Dombrowski
Spieler: 2 - 4
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2009
Bewertung: 3,7 3,7 H@LL9000
2,7 2,7 Leser
Ranking: Platz 4838
Ra - The Dice Game

Spielziel

Ägypten - jahrtausendealte Kultur am Nil. Dynastien von Pharaonen herrschten hier als Gottkönige und es erblühten zivilisatorische Errungenschaften der Menschheit. Gewaltige Monumente für die Ewigkeit wurden hier zu Ehren der Götter und der Pharaonen errichtet.

Ra - das Würfelspiel will uns als Spieler in dieses Ägypten der alten Pharaonen eintauchen lassen. Die Spieler versuchen bestimmte Symbolkombinationen zu erwürfeln, die am Ende jeder Runde Siegpunkte einbringen können. Dabei gilt es möglichst in allen Kategorien zu punkten, um Minuspunkte zu vermeiden.

Ablauf

Ra - das Würfelspiel kann seine wahre Herkunft nicht verbergen, basiert es doch auf dem Klassiker Ra desselben Autors. Werden im "Original" Plättchen aus einem Beutel gezogen, so werden beim Würfelspiel vom Spieler 5 verschiedenfarbige Symbolwürfel geworfen. Jeder Würfel zeigt die gleichen 6 Symbole. Jene Symbole, die man gerade sammeln will, legt man zur Seite, die restlichen Würfel dürfen noch bis zu zweimal zum Einsatz kommen. Am Ende seines Zuges hat man ein Würfelergebnis und trägt dieses mit Hilfe von kleinen Holzwürfeln seiner Spielerfarbe auf dem Spielbrett ab. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Dies geht so lange, bis die hölzerne Ra-Figur das Ende ihrer Laufleiste erreicht hat. Dann ist eine Runde vorbei und es kommt zur Wertung. Nach der dritten Wertung ist das Spiel zu Ende.

Gepunktet werden kann in vier Kategorien:

  • Pharaonen
  • Nil
  • Zivilisation
  • Monumente

Pharaonen: Für jedes erwürfelte Pharaonensymbol rückt man auf der entsprechenden Leiste ein Feld vor. Bei einer Wertung punktet nur der Spieler, der am weitesten vorne steht. Wer ganz hinten steht, verliert jedoch Punkte.

Nil: Für jedes erwürfelte Nilsymbol zieht man auf der Nilleiste ein Feld vorwärts. Punkten kann man bei einer Wertung aber nur, wenn man wenigstens einmal pro Runde 3 Nilsymbole erwürfelt hat und sich dafür einen so genannten Hochwasserstein genommen hat.

Zivilisation: Dies ist wohl jene Kategorie, in der das Punkten am schwierigsten ist, weil man immer mindestens 3 Zivilisationssymbole erwürfeln muss, um dort wenigstens 1 Wertungsstein platzieren zu können. 3 Wertungssteine sind wiederum mindestens notwendig, um überhaupt Siegpunkte zu bekommen. Wer allerdings gar keinen Wertungsstein legen konnte, verliert auch hier Punkte. Zudem ist der Platz in dieser Kategorie beschränkt. Haben die Mitspieler die Plätze bereits belegt, geht der Letzte leer aus.

Monumente: Für genau ein erwürfeltes Monumentsymbol darf man einen Wertungstein in dieser Kategorie platzieren. Hat man noch zwei zusätzliche erwürfelt, sogar ein weiteres Monument. Die Kategorie Monumente wird allerdings erst am Ende des Spieles gewertet.

Wer mitgerechnet hat, hat sicher bemerkt, dass noch 2 Symbole fehlen, weil ein Würfel normalerweise 6 Seiten hat. Bei den fehlenden Symbolen handelt es sich um die Sonne und Ankh (die Hieroglyphe für das Leben). Immer wenn man eine Sonne gewürfelt hat, wandert der Würfel auf die Laufleiste der Ra-Figur und veranlasst diese am Zugende, sich um die entsprechende Anzahl an Feldern Richtung Rundenende zu bewegen. Das Ankh-Symbol fungiert als Joker und kann jedes andere Symbol ersetzen.

Das sind bereits die wesentlichen Regeln, wobei ich ein paar Feinheiten weggelassen habe.

Fazit

Das Spielmaterial ist ordentlich; sonderlich üppig ist die Spieleschachtel allerdings auch nicht gefüllt. Außer den 5 farbigen Kunststoffwürfeln und der kleinen Ra-Figur aus Holz finden sich hier noch etliche Holzwürfelchen mittlerer Größe sowie ein kleines Spielbrett und für jeden der bis zu 4 Spieler eine stabile Spielübersicht.

Mit dem großen Bruder Ra hat das Spiel außer dem Namen und dem Sammelprinzip nicht viel gemeinsam - muss es aber auch nicht. Ra - das Brettspiel ist ein Versteigerungsspiel, während man beim Würfelspiel eben würfelt.

Nichtsdestotrotz ist es Reiner Knizia hier gelungen, ein schnell erklärtes und flott zu spielendes Spiel zu kreieren. Trotz der Glückskomponente durch das Würfeln bietet der Mechanismus noch gut Entscheidungspielraum für den Spieler, um das Ergebnis zu beeinflussen. Man sollte versuchen, möglichst in allen Wertungskategorien mit dabei zu sein, da man entweder als Letzter Minuspunkte erhält oder auch, wenn man in einer Kategorie gar nicht vertreten ist. Dabei muss man auch immer seine Mitspieler im Auge behalten, ob diese in einer Kategorie "davon ziehen" wollen oder nicht. In Monumente zu investieren kann zu einem sehr einträglichen Punktekonto am Ende des Spieles führen.

Doch auch bei allen Einflussmöglichkeiten handelt es sich hier letztendlich doch um ein Würfelspiel, und wer kein glückliches Händchen beim Würfeln besitzt, hat in einer Runde das Nachsehen. Da das Spiel aber sehr flott von der Hand geht, werden meist mehrere Spiele hintereinander gespielt - da dürfte sich das Pech gleichmäßig verteilen.

Das Spiel ist in allen Besetzungen gleich gut spielbar, da die Spieldauer (das Voranschreiten der Ra-Figur auf der Leiste) der Teilnehmerzahl angepaßt wird. Lange Wartezeiten gibt es eigentlich nicht, da die Entscheidungsmöglichkeiten überschaubar sind. Eine Partie kann auch schon mal in 20 Minuten durchgespielt sein.

Das Spiel ist für Familien bestens geeignet und auch Vielspieler werden es gerne als Aufwärmer oder Absacker auf den Tisch bringen. Der Spieleinstieg gelingt relativ leicht, zum einen wegen der sehr guten Spielanleitung, aber auch wegen der geringen Komplexität. Für diejenigen, die das "Originalspiel" Ra kennen, gelingt der Einstieg ohne Schwierigkeiten. Für alle anderen besteht in der Regel nur Erklärungsbedarf in den Kategorien Zivilisationen und Monumente.

Rezension Michael Dombrowski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Ra - The Dice Game: 3,7 3,7, 11 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.12.10 von Michael Dombrowski
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.10.09 von Silke Hüsges
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.12.09 von Rainer Harke
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.01.10 von Michael Andersch - Kniffel in schön. Allerdings auch nicht viel besser - man würfelt halt und verwendet die Würfel für eine der unzähligen Möglichkeiten zu punkten, die sich gerade anbietet. Punktet man hier nicht, dann punktet man halt dort. Keine Möglichkeit, richtig was aufzubauen (wie z.B. bei Giganten der Lüfte, Through the Ages Würfelspiel oder Alea iacta est).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.05.10 von Udo Kalker - Strategie und Glück halten sich etwa die Waage. Würdige Würfelumsetzung des Klassikers Ra! Wenn man Ra allerdings schon hat, braucht man das Würfelspiel wohl nicht mehr, zumal auch der Versteigerungsmechanismus im Orginal-Ra aus meiner Sicht die Würze ausmacht. Wer mehr auf Würfelspiele steht: bitte. Im direkten Vergleich zum Im Wandel der Zeiten Würfelspiel würde meine Wahl dann doch eher auf letzteres fallen. Für Ra-Neulinge könnte das Ra-Würfelspiel eher etwas zu konstruiert wirken - alte Hasen finden sich direkt wieder.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.11.10 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.01.11 von Andreas Molter
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.01.11 von Sandra Lemberger - Das Spiel wirkt in den ersten Partien etwas regelüberladen. Immer wieder muss man nachfragen, wie man in den einzelnen Bereichen vorgehen muss. Erst nach einigen Runden hat man alles verinnerlicht und dann macht das Spiel auch Spaß (sofern man Würfelspiele mag).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.01.11 von Claudia Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.01.11 von Frank Gartner - Lockere Würfelspielumsetzung des Alea-Erstlingswerks.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.11 von Horst Sawroch

Leserbewertungen

Leserwertung Ra - The Dice Game: 2,7 2.7, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.11 von Matty - Als Würfelspiel irgendwo zwischen Ra und Kniffel ganz OK, allerdings lange nicht so schön in der Spielatmosphäre wie IM WANDEL DER ZEITEN - BRONZEZEIT, bei dem ich gerade in der herunterladbaren erweiterten Version das Gefühl habe, etwas aufzubauen. Habe lange zwischen 3 und 4 geschwankt, mich aufgrund des aus meiner Sicht heftigen Preises dann für die 3 entschieden.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.11 von Julius Tasler - Eines der langweiligsten und trockensten Spiele überhaupt. Es gefiel keinem von uns.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.11 von W. Heidenheim
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.03.11 von Ernst-Jürgen Ridder - Muss man wirklich "jedes" Brettspiel auch noch zum Würfelspiel auspressen? Viel langweiliger geht's kaum.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.11 von Ralf Schult
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.03.11 von Stephan Bach - Einfach nur trocken und öde.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.03.11 von Braz - Hat uns wirklich gut gefallen. Optimales Urlaubsspiel!

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