Rezension/Kritik - Online seit 11.12.2018. Dieser Artikel wurde 1392 mal aufgerufen.

Spring Meadow

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Autor: Uwe Rosenberg
Illustration: Andrea Boekhoff
Verlag: Pegasus Spiele
Edition Spielwiese
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 1 - 4
Dauer: 15 - 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1440
Spring Meadow

Spielziel

Eine Frühlingswiese im Hochgebirge ist der Traum eines jeden Wanderers. Um eine solche schneefreie Wiese zu gestalten, müssen die Spieler die ihnen zur Verfügung stehenden Plättchen so platzieren, dass sie bei den Wertungen die größte Grünfläche haben.

Ablauf

Auf die Wanderkarte wird auf jedes Feld ein Wiesenplättchen gelegt und der Wegweiser neben das erste Feld gestellt. Wer an der Reihe ist, sucht sich aus der Spalte bzw. Reihe, neben welcher der Wegweiser steht, ein Plättchen aus und legt es auf seinen Gebirgsplan. Plättchen müssen dabei nicht aneinander angrenzend platziert werden, sie dürfen lediglich nicht übereinander oder über den Spielplan hinausragend gelegt werden.

Die meisten der Wiesenplättchen haben Löcher. Schafft man es, diese Löcher neben andere Löcher auf bereits eingesetzten Plättchen zu legen und sie somit zu einer Gruppe verbinden, erhält man zusätzliche Plättchen, deren Größe von der Menge der gruppierten Löcher abhängig ist, und die man sofort einsetzen muss.

Diese Löcher haben jedoch noch eine andere Funktion. Auf den Gebirgsplänen sind nämlich Höhlen abgebildet. Erstens zählen diese bei der Wertung als belegte Felder und zweitens können sie Sonderpunkte bringen, wenn sie „freigelegt“ werden, das heißt, ein Wiesenplättchen genau mit einem Loch darübergelegt wird. Komplett überbaut dürfen solche Höhlen ebenfalls werden, allerdings nur, wenn man zuvor mindestens eine Höhle freigelegt hat. Auf diese wird nun ein Murmeltier gelegt, so dass die Höhle bei der Wertung keinen Sonderpunkt mehr bringt.

Immer zu Beginn seines Zuges muss ein Spieler überprüfen ob in der Reihe/Spalte, aus der er ein Wiesenplättchen nehmen muss, noch mehr als eines zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, kommt es zur Wertung. Der aktive Spieler erhält als Entschädigung, dass er nicht mehr an die Reihe kam, zwei Extrapunkte. Anschließend zählen alle ihre kompletten Reihen, die jeweils 10 Punkte wert sind, sofern sie von unten beginnend zusammenhängen. Die erste unvollständige Reihe darüber bringt einen weiteren Punkt je belegtem Feld und alle freigelegten Höhlen ebenso.

Der Spieler mit der höchsten Punktzahl erhält als Belohnung eine Wandernadel. Anschließend wird die Wanderkarte wieder komplett mit Wiesenplättchen bestückt und der Spieler, bei dem unterbrochen wurde, setzt seinen Spielzug fort. Es gewinnt, wer zuerst zwei Wertungen für sich entscheiden konnte.

Fazit

Nach Cottage Garden und Indian Summer bringt der Verlag Edition Spielwiese nun das dritte Spiel der Reihe heraus. Wie bereits bei den beiden Vorgängern, so geht es auch hier wieder darum, durch günstiges Aneinanderlegen von unterschiedlich geformten Teilen möglichst rasch eine lückenlos zusammenhängende Fläche zu bilden. Dieses Puzzleprinzip sollte man also grundsätzlich mögen, um Gefallen an Spring Meadow finden zu können. Das Spielprinzip ähnelt also dem seiner beiden Vorgänger, allerdings finde ich, dass es das schnörkelloseste Spiel der Reihe ist. Was mir sehr gefällt und es für Partien mit Gelegenheitsspielern sehr attraktiv macht.

Das Spielmaterial ist stabil, die Gestaltung übersichtlich und ansprechend. Wer sich über unterschiedliche Illustrationen auf der gleichen Plättchenart freut, wird feststellen, dass hier die Murmeltiere und Felsenplättchen sehr liebevoll gestaltet wurden. Mit der farbig kraftvollen Gestaltung seiner beiden Vorgänger kann dieses Spiel aber optisch nicht mithalten – auf der Alm gibt's eben nur grüne Wiesen, graue Steine und weiße Schneeflächen.

Der Spielablauf ist sehr eingängig, nur die Regeln zu den Höhlen erforderen meistens zwei bis drei Erklärungswiederholungen. Was die Punkte am Rand der Wanderkarte zu bedeuten haben, erfassen viele auch erst im Laufe des Spiels – sie zeigen nämlich an, aus welcher Reihe/Spalte ein Spieler beim nächsten, übernächsten Mal usw. ein Wiesenplättchen wählen darf, wodurch man schon ein wenig planen kann. Vorausgesetzt natürlich, kein Mitspieler schnappt einem das gewünschte Plättchen vor der Nase weg. Was im Übrigen schon einen Großteil der Interaktion ausmacht, ansonsten puzzelt jeder vor sich hin, wobei es natürlich nicht schadet, die Wanderkarte sowie die Gebirgskarten der Mitspieler im Auge zu behalten, um einschätzen zu können, wann es wieder eine Wertung geben könnte, so dass dann evtl. noch schnell eine Reihe des eigenen Gebirgsplans vollendet werden kann.

Diese Wertungen kommen oft sehr schnell, womit wir bei einem Punkt wären, der mir nicht so gut gefällt: Das Spiel ist oft zu schnell vorbei. Man hat gerade so schön in die Puzzelei hineingefunden, und schon schreit der erste Spieler „Wertung!“. Nicht selten kommt es vor, dass der Gewinner der Runde bei der nächsten Wertung gleich wieder die Nase vorne hat, womit das Spiel auch schon zu Ende ist.

Das Spiel funktioniert in der Besetzung mit zwei oder vier Spielern wunderbar, für drei Spieler wird allerdings die Rückseite der Wandkarte benutzt, bei der auch Plättchen aus den Diagonalen genommen werden müssen. Bei diesen Diagonalen landet immer der dritte Spieler in der Runde, was leider dazu führt, dass es für ihn einige Plättchen gibt, die er nie erreichen kann, wohingegen seine Mitspieler diesen Nachteil nicht haben.

Was 2er- und 4er-Partien anbelangt, bin ich aber jederzeit wieder gerne dabei, wenn eine kurzweilige Frühlingswanderung ins Gebirge unternommen wird.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Spring Meadow: 4,5 4,5, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.11.18 von Sandra Lemberger - Spielreiznote gilt für Partien zu zweit oder viert.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.08.18 von Michael Kahrmann - Ganz nett reiht sich das Spiel in die Legespiele von Uwe Rosenberg ein. Ich spiels gerne mit aber vom Hocker haut es mich nicht wirklich (genau wie seine beiden Brüder)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.12.18 von Rene Puttin - Sehr schönes Spiel der Puzzlereihe, dessen Spieltiefe sich erst nach einigen Partien ergibt. Dennoch ist ein gewisser Glücksanteil durch die zur Verfügung stehenden Teile nicht zu verleugnen.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.12.18 von Andreas Odendahl - Gutes Puzzlespiel mit starkem Reizpunkt auf die Plättchennahme als Taktikspiel. Hier gilt es die Züge der anderen Spieler sehr gut miteinzuplanen. Ruck-Zuck hat man gepennt und die nächste Wertung ist weg. Da das Spielziel sehr stark auf diese Wertungen ausgerichtet ist, kommt es - besonders zu zweit - zu einer denkintensiven Auswahl. Eine falsche Wahl kann die Niederlage bedeuten. Die Spielreihe hält ihr Niveau!

Leserbewertungen

Leserwertung Spring Meadow: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.08.18 von Hans Huehnchen - Spring Meadow kombiniert den Auswahl-Mechanismus aus Cottage Garden mit dem Loch-Mechanismus aus Indian Summer, verzichtet aber auf diverse Schnörkel seiner beiden Vorgänger. gefällt mir sehr gut, vielleicht sogar einen Tack besser als Cottage Garden.

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