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DIE H@LL9000 - REPORTAGE: Erfahrener
Spiel-Oldie
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Das
vorweihnachtliche Köln war am 28
Baumeisterinnen und Baumeister waren dazu aus ganz Deutschland
angereist. Alle hatten sich zuvor in verschiedenen Regionalturnieren für
diese Endrunde qualifiziert. Das Alter der Teilnehmer reichte dabei von
Endvierzigern bis zu Jugendlichen. Um Punkt 14.00 Uhr gab Willi Weber
vom Veranstalter Family Games den Startschuss für die 3
Endrundenspiele. Das Spielteam hatte für den Troisdorfer Spielverlag
Queen Games Organisation und Abwicklung der gesamten Veranstaltung übernommen
und sorgte auch während der Veranstaltung für das leibliche Wohl der
Teilnehmer. Gespielt
wurde dabei nach den Alhambra-Basisregeln und ohne Erweiterungen an
sieben Tischen mit vier Spielern. Die Auslosung erfolgte dabei jeweils
neu nach dem Zufallsprinzip. Wie in den Vorausscheidungen erhielten die
jeweiligen Sieger einer Partie 5 Punkte, die Zweitplatzierten 3, die
Drittplatzierten 2 und die Viertplatzierten noch 1 Punkt. Bei
Punktegleichstand wurden noch die erreichten Platzierungen sowie die
in den Spielen erzielten Wertungspunkte als „Tiebreaker“
herangezogen. Finalsieger
kommt aus Hamburg
Nach
spannenden Spielen und fast vier Stunden Spielzeit stand Reiner
Sietas als Gewinner fest (13 Punkte).
Der 45-jährige IT- und SAP-Berater aus Horneburg (bei Hamburg) konnte 2
Partien für sich entscheiden und belegte einmal Platz 2. Sietas hatte
zuvor das stark besetzte Turnier in Hamburg-Harburg gewonnen. In der
Spielszene ist der verheiratete Familienvater kein Unbekannter. Er hat
sich in den letzten Jahren in die Gewinnlisten vieler Turniere (Siedler
von Catan etc.) eintragen können. 2001 war er mit drei Mitstreitern und
der Mannschaft „Wi suend all dor“ auch bereits deutscher
Brettspielmeister. Trainiert
wird zuhause in der Familie oder aber „auch einmal bis 1 Uhr nachts in
der Brettspielwelt, der Online-Spiel-Community“, seufzt seine Ehefrau,
die ihren Mann zur Endrunde begleitet hatte. Gewonnen hat er in Köln
mit einer riskanten, aber letztlich erfolgreichen Strategie. So
konzentrierte er sich auf den optimalen Mauerbau sowie die Mehrheiten
bei Gärten und Türmen. In der 3. Runde schaffte er beispielsweise in
der 2. Wertung bereits überragende 17 Mauerpunkte - die halbe Miete zum
Gesamtsieg. Knapp
geschlagen wurde der Kölner Matthias
Stöckle. Der 33-jährige Chemiker am
Max-Planck-Institut konnte 2 Partien für sich entscheiden und einmal
Platz 3 belegen (insgesamt 12 Punkte). Er hatte zuvor eine
Vorausscheidung in Köln gewonnen. Den dritten Rang erreichte mit zwei
Siegen und einem 4. Platz Paul
Mols aus Aachen (insgesamt 11 Punkte).
Der 37-jährige Diplom-Ingenieur hatte sich bei einer Vorausscheidung in
Übach-Palenberg für die Endrunde qualifiziert. Die
drei Finalisten, Sietas, Stöckle und Mols, werden den 1. deutschen
Alhambra-Meister nun, sofern die jeweiligen Arbeitgeber Urlaub gewähren,
am 8. Dezember auf einem Flug von Köln/Bonn nach Barcelona ausspielen.
Der Sieger darf dann noch 5 Tage in der ostspanischen Stadt verbringen
und erhält zusätzlich im Frühjahr 2005 eine Reise ins spanische
Granada. Hier steht mit der maurischen Alhambra der Namensgeber für das
Spiel. Region
erfolgreich vertreten
Mehr
als einen Achtungserfolg erzielte der 14-jährige Final-Youngster Thorsten Janik.
Der Gymnasiast hatte im Oktober das gemeinsam von H@LL9000 und Mannheimer
Spieliothek organisierte Alhambra-Turnier
in Mannheim gewonnen. In Köln belegte er einen hervorragenden
6. Platz. Nach einem guten Start mit einer gewonnenen Partie, reichten
zwei 2. Plätze (gesamt 10,5 Punkte) knapp nicht, um einen Platz im
Flieger nach Barcelona zu ergattern. Der Mannheimer Vertreter hatte
dabei vor allem Lospech. So musste er zweimal gegen den späteren 30
Jahre älteren Gesamtsieger Sietas antreten. In beiden Spielen hatte er
als Zweiter das Nachsehen. „Eine Computer-gestützte Spielansetzung,
wie in anderen Turnieren bereits üblich, hätte dieses doppelte
Aufeinandertreffen wahrscheinlich verhindert“, war Janik am Ende ein
wenig traurig über die schwere Auslosung und knapp verpassten
Treppchenplatz. Alle
Teilnehmer der Finalrunde traten nach schönem Turnier gegen 18.00 Uhr
die Heimreise an. Willi Weber überreichte allen zum Abschluss im
Auftrag von Queen Games ein Spielpaket mit den beiden
Alhambra-Erweiterungen sowie dem neuesten Spiel von Dirk Henn: Die Gärten
der Alhambra. Text & Fotos: Jürgen Janik |
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