Rezension/Kritik - Online seit 18.06.2018. Dieser Artikel wurde 903 mal aufgerufen.

T.I.M.E Stories: Lumen Fidei

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Autor: Ulric Maes
Verlag: Asmodee
Space Cowboys
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 2 - 4
Dauer: 90 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
4,8 4,8 Leser
Ranking: Platz 1404
T.I.M.E Stories: Lumen Fidei
Erweiterungen/Hauptspiel:T.I.M.E Stories

Kompakt - Kritik

Wie immer kann man die Regeln zu T.I.M.E Stories hier nachlesen. Bei diesem Fall ändert sich im Vergleich zu anderen Fällen nur wenig im Ablauf, dafür können wir hier eine Sache: Gegenstände aus der Vergangenheit für den nächsten Durchlauf mitnehmen ... wenn auch nicht alle, die wir gerne haben wollen. Und da wir uns im Mittelalter befinden, spielt der Glaube eine Rolle. Hier können wir entweder fromme Gottesdiener oder Ketzer werden - oder öfter die Seiten wechseln.

Dieser Fall hat drei Sitzungen und ca. 4,5 Stunden gedauert, und die Reaktionen meiner Gruppe waren sehr gemischt - meine auch. Was allen gut gefallen hat, war die Ausgangslage. Ein Geheimtreffen infiltrieren, eine Burg erkunden, man wähnte sich schon ein bisschen beim "Namen der Rose". War es dann aber nicht.

Und das gefiel meiner Gruppe an T.I.M.E Stories - Lumen Fidei überhaupt nicht:

Die Geschichte: Die ist in drei Teile unterteilt, und jeder Teil hat sehr interessante Aspekte. Aber leider ist jeder Teil auch sehr kurz. Kaum hat man sich an die Umgebung gewöhnt, ist man auch schon raus (und hat manche Orte vielleicht nicht gesehen). Da fiel es schwer, sich auf die Geschichte einzulassen, denn alle mühsam gemerkten Namen und Details spielten plötzlich wenig bis keine Rolle mehr. Dazu kommt ein Haupträtsel, für das wir tatsächlich online Hilfe suchen mussten, weil es einfach sehr ungünstig lief und die Zeitspanne zwischen zwei Informationen zu lang war und durch viele unnütze Namen und Begegnungen verwässert wurde. Was aus dem Haupträtsel wiederum resultierte, war überraschend, interessant und auch kniffelig. Das schafften wir - endlich mal - ohne Hilfe.

Vielleicht hätte es der Geschichte besser getan, sie dichter zu halten und auf einen Teil zu verzichten. Auf diese Weise hätte man eine Verbindung zu den anwesenden Personen herstellen können. So waren sie aber oft nur Füllwerk und Gehirnballast. Was auch schade ist, da die Geschichte sehr gradlinig verläuft. Es gibt hier - im Gegensatz zu anderen Fällen - nicht verschiedene Wege, etwas zu lösen. Umso mehr hätte eine ebenso gradlinige Geschichte allem etwas mehr Fleisch gegeben. Auch das Konzept des Glaubens klang erst mal interessant, hat unser Spiel aber nur wenig beeinflusst. Ein Mal war unser Glaubensmarker auf der falschen Seite. Aber verpasst haben wir dadurch nichts. Dagegen sind die unterschiedlichen Wirte wieder sehr interessant und haben sehr nützliche Sonderfähigkeiten. Natürlich wird der große Geschichtenbogen, den die T.I.M.E Stories-Fälle erzählen, auch hier weitergeführt - man sollte allerdings dafür ein QR-Code fähiges Handy haben, ist praktischer.

Wohin der Hauptbogen der Geschichte gehen wird, interessiert uns sehr. Allerdings merken wir schon, dass ein großer Abstand zwischen zwei Abenteuern sehr hinderlich ist, um sich die Details dieser Hauptgeschichte zu merken. Besonders hätten wir aus dem letzten Abenteuer eigentlich Karten mitnehmen müssen, die uns in diesem Abenteuer sehr beeinflusst hätten. Das haben wir aber sehr spät gemerkt. Deshalb als Tipp: immer checken, ob man aus den anderen Teilen davor alles dabei hat.

Für uns rangiert T.I.M.E Stories - Lumen Fidei eher im Mittelfeld der gespielten Abenteuer, weil die interessante Ausgangslage nicht genutzt und auch ein wenig verzerrt wird. Es spielt auf unserer Welt im Mittelalter, aber es passieren Dinge, die gehören eindeutig nicht in unsere Welt. Das hat keiner so richtig verstanden. Der erste Fall (Irrenanstalt) hatte zwar auch ähnliche Elemente, aber da konnte man sich herleiten, wieso. Das konnten wir hier nicht. Für T.I.M.E Stories-Begeisterte ist dieser Fall aber dennoch Pflicht, finden wir. Wir sind gespannt auf den nächsten.

Rezension Christoph Schlewinski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung T.I.M.E Stories: Lumen Fidei: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.04.18 von Christoph Schlewinski - Interessanter Fall, aber leider mit etwas zerfaserter Geschichte. Eher eine schwache vier.

Leserbewertungen

Leserwertung T.I.M.E Stories: Lumen Fidei: 4,8 4.8, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.09.17 von Andreas Freye - Die Geschichte hatte uns recht gut gefallen, auch die verschiedenen Wegmöglichkeiten waren gut durchdacht. Mal sehen, wo uns das ganze nun hinführt... Einen dicken fetten Minuspunkt gibt es aber für die gewählte Schriftart der Aufbaukarten A. Diese war enorm schlecht zu lesen, ebenso manches auf den Spielerkarten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.09.17 von JonTheDon - Versöhnt mit den schwächeren vorangehenden Folgen. Eine der besten T.I.M.E Stories - vielleicht die beste bisher!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.06.18 von Gnislew - Bei der Dreiteilung hat unserer Gruppe der Mittelteil am Besten gefallen. Ansonsten können wir Eure Kritikpunkte gut nachvollziehen. Das Abenteuer ist okay, aber für uns eines der schwächeren Zeitreisen.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.06.18 von Christiansen

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