Rezension/Kritik - Online seit 07.05.2017. Dieser Artikel wurde 7240 mal aufgerufen.

T.I.M.E Stories: Die Endurance-Expedition

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Autor: Croc
Illustration: Bernard Bittler
Verlag: Space Cowboys
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 2 - 4
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
3,6 3,6 Leser
Ranking: Platz 5509
T.I.M.E Stories: Die Endurance-Expedition
Erweiterungen/Hauptspiel:T.I.M.E Stories

Spielziel

Wie bei jedem Fall der Zeitagentenserie ist auch hier etwas überhaupt und ganz und gar nicht in Ordnung im Zeitstrom. Dieses Mal liegt die "Endurance Expedition" in einer Zeitfalle. Wir müssen also in die Kälte und dafür sorgen, dass alles geschichtlich korrekt abläuft. Heißt: Die Expedition muss versagen. Sonst gibt es Zeitparadoxe ... und das will ja keiner.

Was man auch nicht will, aber natürlich erst merkt, wenn es zu spät ist: Man will gar nicht wissen, was da genau passiert ist. Denn je mehr man erfährt, desto größer die Gefahr für die eigene, geistige Verfassung ...

Kompakt - Kritik

Da ist er, der fünfte Fall im Universum der T.I.M.E Stories. Ins kalte, ewige Eis, dieses Mal ein bisschen historisch mit der tatsächlich gestrandeten Endurance-Expedition.

Die Auswahl der Wirte ist wieder mal ein kleines Highlight zu Beginn, aber nur aufgrund eines Charakters: dem Schlittenhund-Alphamännchen. Ein Tier als Wirtskörper zu spielen, ist eine sehr nette Variante. Man muss es aber auch konsequent machen. Hunde können nicht lesen. Wenn also etwas nicht entziffert werden kann, weil alle eine kleine Sehschwäche haben, darf der Hundespieler nicht eingreifen. Sonst machts ja keinen Sinn.

Natürlich darf man wieder nicht zu viel verraten. Aber ein bisschen schon. Hier wird es reichlich brutal und auch irre. Der Wahnsinn schleicht ständig um die Gruppe und schafft eine Atmosphäre, die direkt bei Lovecraft entstanden sein könnte. An dessen Geschichten und die Spielumsetzungen muss man hier auch ständig denken. Denn es besteht die Gefahr, wahnsinnig zu werden. Und Spieler, denen das passiert, sind plötzlich gezwungen, sich entsprechend ihres Wahnsinns zu verhalten. Eine reizvolle Neuerung.

Auch der Anfang der neuen Expedition hält einige Überraschungen parat. Man bekommt Informationen, die man plötzlich ganz anders verwerten muss oder die man im Kopf schon längst in den Papierkorb geworfen hat, aber jetzt doch wieder raussuchen muss. Wusste man ja nicht, was man sich alles merken sollte. Besser also, man ist stets aufmerksam.

Bis zu einem gewissen Punkt ist der neue Fall also wirklich ungewöhnlich, spannend, blutig und irre.

Aber es gibt eine Sache, die an T.I.M.E Stories - Die Endurance Expedition keinem gefallen hat:

Ab einem gewissen Punkt ist alles hopplahopp vorbei. Und eventuell bekommen manche - oder alle Spieler - gewisse Punkte im Finale nicht mehr mit. Wie jemand weiter unten bereits angegeben hat.

Es ist ein bis jetzt allgemeiner Mechanismus bei T.I.M.E Stories, nicht alle Aspekte eines Falles abzudecken. Die Spieler müssen nur das wissen, was sie brauchen, um die Katastrophe abzuwenden. Aber wenn einer Gruppe - wie in diesem Fall - permanent weitere Bruchstücke einer Geschichte zugeschustert werden, also ein großer Bogen aufgebaut wird, der aber zum Schluss nicht wirklich zu Ende gebracht wird, ist das unbefriedigend.

Das "warum" und "wieso" von dem, was wir tun, sollte zumindest ein bisschen herausgearbeitet werden. Wenn einem das schon angefüttert wird.

Zumal einer DER zentralen Punkte während der Einsatzbesprechung mit Bob im Spiel selber keine Relevanz erfährt. Welcher? Sag ich nicht.

Deshalb war unsere Gruppe - die T.I.M.E Stories SEHR liebt - leider nur mittelglücklich mit diesem Fall.

Der Anfang und die Mitte: großartig!!!!
Das Ende: .... meh ....

Für uns ist das tatsächlich auch der schwächste Fall. Obwohl er unglaublich reizvolle Varianten und Neuerungen hatte. Besonders, weil hier gewisse Dinge mit Spielern passieren können, die bei ALLEN weiteren Abenteuern bedacht werden müssen. Das ist eine super Idee.
Leider auch hier: Wenn diese Dinge - aus Gründen - nicht passieren, weiß man ja gar nicht, was einem vielleicht entgangen ist.

T.I.M.E Stories - Die Endurance Expedition verheddert sich deshalb leider in den großartigen Ideen und Absichten.

Natürlich sollte man ihn spielen. Aber man sollte von Anfang an seine Erwartungshaltung runterschrauben.

Rezension Christoph Schlewinski

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung T.I.M.E Stories: Die Endurance-Expedition: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.04.17 von Christoph Schlewinski - Schwache vier fr einen Fall, der grandios anfngt, aber zum Ende hin abrupt abfllt.

Leserbewertungen

Leserwertung T.I.M.E Stories: Die Endurance-Expedition: 3,6 3.6, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.03.17 von Andreas Freye - Von allen Fllen her der bisher schwchste und langweiligste Fall fr uns. Optik und Idee sind gelungen. Leider betraf uns eines der zentralen Elemente dieses Abenteuers berhaupt nicht, da wir diesbezglich "zu gut" gewrfelt haben. Damit ging natrlich eine ganze Menge Atmosphre fr uns flten. Schade.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.04.17 von schwenkbraten - Ich bin ja froh ber jeden neuen Fall, aber hier war die Enttuschung besonders gro. Im Grunde genommen ist der Umfang hier nmlich nur halb so gro wie bei den vorherigen Fllen. Fr 3h Spieldauer verlangt Asmodee zu viel Geld.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.05.17 von Christiansen - Tolles Thema mit sehr gutem Anfang. Man kann die Ereignisse richtig "miterleben". Leider zum Ende immer schwcher und viel zu leicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.05.17 von ravn - Waren die anderen TIME Stories Abenteuer schon Kurzgeschichten zum Miterleben, so stehen hier spielerische Kniffe und neue Mechanismen im Vordergrund. Da bleibt frs eigentliche Abenteuer kaum Raum und so gert der Ausflug ins Eis arg kurz und gradlinig. Als Zwischenepisode gut, sofern die kommenden Abenteuermodule darauf aufbauen werden. Fr sich alleine gesehen aber zu wenig frs Geld.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.05.17 von Daniel - Super viel Luft nach oben. Neue Mechaniken hin oder her, die Erweiterung war viel zu kurz in Relation zu den anderen, es gab viel zu wenig Geschichte und es hat uns echt enttuscht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.11.18 von SpielerB - Hmm... verstehe alle Kritiken die bisher abgegeben wurden. Trotzdem, fand ich die Atmosphre vorallem whrend der 1. Hlfte absolut Top. Auch den frhen erzhlerischen Kniff Klasse! Lnge und das Ende... na gut, Verbesserungswrdig! Wer bisher T.I.M.E Stories gespielt hat, der wei auf was er sich grundstzlich einlsst und doch fand ich bisher jedes Abenteuer auf seine eigene Art sehr origniell auch besonders bei diesem Abenteuer. Mir hat es gefallen ;)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.09.19 von Ano - Ich kann den meisten Kommentaren zustimmen. Die Neuerungen sind interessant, mssen aber erst einmal ins Spiel kommen. Der Twist am Anfang ist genial. Dummerweise sind die Standardelemente so schlecht wie noch nie. Die Orte sind sehr klein. Zudem passiert auf vielen Karten nichts. Und dann sind noch viele der Orte vollkommen unntig! Solche Orte gab es in vorigen Time Stories auch schon und da ist auch gut, aber in diesem Ma ist das einfach zu viel. Nicht einmal eine interessante Geschichte entfaltet sich. Was fast komplett fehlt ist das Sammeln und Kombineren von Informationen oder Lsen von Rtseln. Das alles fhrte dazu, dass auch wir das Spiel mit voller Punktzahl in zwei Durchlufen durchgespielt haben. Zum Glck ist wenigstens einer wahnsinnig geworden und hat das auch gut gespielt, so dass wir trotz allem unseren Spa hatten. Aber bei dem Preis und den deutlich besseren Abenteuern zuvor bleibt ein fader Nachgeschmack.

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