Rezension/Kritik - Online seit 21.03.2012. Dieser Artikel wurde 4012 mal aufgerufen.

Mogel Motte

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Autor: Emely Brand
Lukas Brand
Illustration: Rolf Vogt
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 3 - 5
Dauer: 15 - 25 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2011
Bewertung: 4,1 4,1 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 2412
Mogel Motte

Spielziel

Mogeln – wo gibt’s denn so was? Doch nicht beim Spielen! Dieses Spiel ist aber anders – denn hier darf geschummelt werden, was das Zeug hält – wenn auch unter Einhaltung gewisser Regeln.

Ablauf

Jeder Spieler erhält 8 Karten, eine Karte wird für alle gut erreichbar in der Tischmitte platziert, die restlichen dienen als Nachziehstapel. Ein Spieler wird zur Wächterwanze ernannt – deren Aufgabe ist es, die Mitspieler beim Schummeln zu erwischen. Die anderen Spieler versuchen, ihre Karten als Erster loszuwerden, um so die Runde zu gewinnen. Dabei ist es durchaus im Sinne der Erfinder, diesen Vorgang durch das Verschwindenlassen von Karten zu beschleunigen.

Unter den Karten, die allesamt verschiedene Insekten zeigen, gibt es sogar ein Tier, das man gar nicht ablegen (und auch nicht verschenken) darf, nämlich die Motte. Hat man eine solche in der Hand, ist es gar nicht möglich, die Runde ohne Schummeln zu beenden. Denn lediglich der Wächterwanze ist es erlaubt, Motten "legal" auszuspielen.

Grundsätzlich spielt man, wenn man an der Reihe ist, eine Karte aus, die um eine Zahl höher oder niedriger ist als die auf dem Tisch liegende. Dabei darf man auf eine 5 (= höchste Karte) neben einer 4 auch eine 1 legen und auf eine 1 auch eine 5. Nur bei den um die Lampe schwirrenden Insekten handelt es sich um normale Karten, die anderen Flatter- und Krabbeltierchen haben neben dem aufgedruckten Zahlenwert auch eine Sonderfunktion. So darf man beim Ausspielen der Spinne einem Mitspieler eine seiner Handkarten schenken oder die Mitspieler zum Kartennachziehen zwingen, wenn man eine Ameise spielt. Und nach Mücken wird natürlich geschlagen, so wie im wahren Leben. Aber wer zu langsam auf die Karte schlägt, wird mit einer weiteren Handkarte bestraft.

Wird man von der Wächterwanze beim Mogeln erwischt, darf diese erstens eine Handkarte an den Ertappten abgeben und zweitens übergibt sie auch das ehrenvolle Aufsichtsamt an diesen Mitspieler. Andernfalls muss der Wächter eine Strafkarte ziehen und die Mitspieler weiterhin selbst im Auge behalten.

Sobald ein Mitspieler seine letzte Karte ausspielt, wird abgerechnet. Zahlenkarten schlagen mit lediglich 1 Minuspunkt zu Buche, Aktionskarten dagegen mit 5 und für Mogelmotten gibt's sogar 10 Minuspunkte. Je Mitspieler wird eine Runde gespielt, wer danach die wenigsten Punkte hat, gewinnt dieses Schummelspiel.

Fazit

Wer den Spielablauf aufmerksam gelesen hat, kann sich vermutlich lebhaft vorstellen, dass sich bei diesem Spiel die Geister scheiden. Alle Menschen, die ernsthafte Spiele bevorzugen, sollten am besten die Finger von dieser Herausforderung lassen. Und um eine Herausforderung handelt es sich gewiss, denn hier ist nicht nur höchste Aufmerksamkeit von der Person gefordert, die gerade die Rolle der Wächterwanze innehat, sondern eine Menge Kreativität, was das möglichst abwechslungsreiche Schummeln anbelangt. Wer sich nämlich immer auf die gleiche Art und Weise seiner unerwünschten Karten entledigt, macht es der Wächterwanze auf Dauer relativ leicht, wer aber verschiedene Ideen umsetzt, hat bessere Chancen, nicht erwischt zu werden.

Erlaubt ist fast alles, lediglich wenn man erwischt wird, muss man das ehrlich zugeben. Außerdem darf man keine Karten verschwinden lassen, während die Wächterwanze gerade mit einem ertappten Missetäter verhandelt. Und ganz wichtig: Man darf sich nie mehrerer Karten gleichzeitig entledigen.

Manch einem mögen die verschiedenen Aktionskarten auf den ersten Blick zu viel erscheinen, aber sie lenken die Wächterwanze in gewisser Weise zusätzlich von ihrer Observierungsaufgabe ab, denn hier ist zusätzliche Aufmerksamkeit gefragt.

Dass dieses Schummelspiel am lustigsten in Vollbesetzung ist, kann man sich gut vorstellen – wobei diese Aussage nicht auf die Wächterwanze zutrifft, denn diese hat es natürlich umso schwerer, je mehr Mitspieler sie im Auge behalten muss. Und dass dieses Spiel allen Kindern Spaß gemacht hat, mit denen ich getestet habe, ist sicher auch nachvollziehbar. Alle waren begeistert von der Idee, endlich mal in einem Spiel mogeln zu dürfen.

Hinter dem pfiffigen Einfall stecken übrigens zwei kleine Nachwuchsautoren, die augenscheinlich das Talent ihrer Eltern geerbt haben. Mit diesem Spiel haben sie jedenfalls im wahrsten Sinne "ein Spiel von Kindern für Kinder" gemacht – und Erwachsene, die versuchen, den Ernst des Lebens mal außen vor zu lassen, können bei diesem Spiel auch eine Menge Spaß haben – selbst wenn keine Kinder mit dabei sind!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Mogel Motte: 4,1 4,1, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.02.12 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.02.12 von Udo Kalker - Eigentlich eine banale Mau-Mau Variante aber ... in der richtigen Stimmung mit den richtigen Leuten macht es super Laune für alle die immer mal so richtig mogeln wollen. Mit den Kartenillustrationen erst recht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.02.12 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.02.12 von Randolph Betten - Lustige Mogelei. Mist, man muss sogar mogeln....Also kommen die Drückeberger auch nicht durch. Sehr lustig, auch (oder gerade) für Familien mit Kindern.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.03.12 von Steffen Wallraff
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.03.12 von Bernd Eisenstein - Zugegeben, Mogel Motte ist äußerst originell, allerdings erlaubt mir das Spiel Dinge zu tun, die ich beim Spielen absolut hasse: Schummeln und andere beim Schummeln erwischen müssen. Deshalb muss das auf keinen Fall mehr sein...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.03.12 von Helga Wilde
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.01.14 von Frank Lehmann

Leserbewertungen

Leserwertung Mogel Motte: 4,3 4.3, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.02.12 von Andreas Günter - Tolles Familienspiel (erstaunlicherweise mogeln schon jüngere Kinder sehr gut...). Die Aufmachung ist großartig und die Spielidee soweit ich sehe einmalig und originell. Hoffentlich taucht es beim SdJ ganz weit oben auf.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.03.12 von Oliver S. - Fantastisch! - mal was ganz anderes. Wer nicht mogelt verliert. Ein echter Eisbrecher und Aufwärmer für den Spiele-Abend.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.03.12 von Udo Möller - Das Spiel hat bei uns eingschlagen wie eine Bombe, nachdem es anfangs sehr viel Skepsis gab. Gerade auch in Runden mit Kindern immer wieder sehr spaßig, aber auch in reinen Erwachsenenrunden ein echter Eisbrecher!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.09.12 von Jochen - Schönes Partyspiel. Schwankt zwischen 4 und 5.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.10.12 von Heinz Tenk
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.10.12 von Martin Schipper - Habe das Spiel auf der Messe mit meinem Sohn spielen können. Wir waren nicht begeistert.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.12.15 von Matze
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.11.16 von Dario - Manchmal sind die simpelsten Spielideen die genialsten. Auch wenn die meisten Karten dann doch auf den Boden fallen, überlegt man sich immer wieder neue Strategien, wie man am besten hier ne Karte verschwinden lassen kann. Und dabei immer schön unschuldig gucken... :-D

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