Rezension/Kritik - Online seit 10.02.2005. Dieser Artikel wurde 7873 mal aufgerufen.

Colossal Arena

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Autor: Reiner Knizia
Illustration: Cyrille Daujean
Kurt Miller
Thierry Doizon
Dan Harding
Steve Holmes
Jan Patrik Krásný
Tyson Milbert
Keith Parkinson
Verlag: Fantasy Flight Games
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 5
Dauer: 40 - 60 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 4,1 4,1 H@LL9000
5,2 5,2 Leser
Ranking: Platz 810
Colossal Arena

Spielziel

Als Fans wetten die Spieler darauf, welche der acht wilden Kreaturen nach drei Kampfrunden in der Colossal Arena übrig bleiben. Je früher die Wetten platziert werden, desto mehr Gewinn bringen sie ein und jeder strebt danach, mit dem meisten Geld die Arena zu verlassen.

Ablauf

Jeder Spieler erhält fünf Wettchips in einer Farbe. Von den 12 Kreaturen-Karten werden 8 offen in einer Reihe ausgelegt werden. Im Spielverlauf werden in jeder Runde Karten in einer Reihe darunter abgelegt. Die Spielkarten bestehen aus Kampfkarten, welche die verschiedenen Kreaturen in den Werten von 0 bis 10, sowie Zuschauer- und Schiedsrichterkarten enthalten. Die Karten werden gemischt und jeder Spieler erhält 8 Karten, der restliche Stapel bildet den Nachziehstapel.

Der Spielverlauf gliedert sich in 5 Spielrunden. Eine Spielrunde endet, sobald eine Kreatur besiegt wird. Wer an der Reihe ist, spielt vier Phase durch:

Wetten

Zuerst kann eine Wette platziert werden. Eine normale Wette wird oberhalb der aktuellen Reihe abgelegt. Pro Reihe und Kreatur darf nur eine Wette eingesetzt werden. Statt einer normalen Wette dürfen die Spieler eine Geheim-Wette platzieren. Dies darf jeder Spieler nur einmal und nur innerhalb der ersten Spielrunde tun. Nach einer Geheim-Wette darf der Spieler keine Karte mehr spielen.

Im weiteren Spielverlauf kann es Sinn machen, seine Geheim-Wette bekannt zu machen. Dies kann statt dem Setzen eines Wettsteins erfolgen. Dazu legt man eine Kampfkarte der Kreatur verdeckt vor sich ab und legt einen Wettstein darauf. Jedem Spieler stehen allerdings nur 5 Wettsteine zur Verfügung, mit denen er für das gesamte Spiel auskommen muss.

Karte spielen

Eine Kampfkarte wird in die aktuelle Reihe unterhalb der entsprechenden Kreaturen-Karte gelegt. Bereits ausliegende Karten werden einfach überdeckt. Die Zahl auf der Kampfkarte symbolisiert den aktuellen Kampfwert der Kreatur. Statt einer Kampfkarte kann man auch eine Zuschauerkarte spielen. Diese Karten können zu jeder Kreatur gelegt werden und verhindern deren Spezialfähigkeit.

Letztlich kann aber auch eine Schiedsrichterkarte gespielt werden. Dies kann ein Magister sein, mit dem man eine Kreatur bestimmen darf, und alle Spieler müssen ihre Geheim-Wetten aufdecken, wenn sie auf diese Kreatur gesetzt haben. Mit dem Präfekten darf eine sichtbar ausliegende Kampfkarte auf die Hand zurück genommen werden. Nur wer keine Kampfkarte mehr legen kann, darf passen, nachdem er allen Spieler seine Handkarten gezeigt hat. Karten von Kreaturen, die nicht im Spiel sind, bzw. bereits eliminiert sind, dürfen nicht gespielt werden.

Karten abwerfen und nachziehen

Bis zu drei nicht mehr spielbare Karten dürfen abgeworfen werden. Dabei muss jeder Spieler sehen können, welche Karten abgeworfen werden. Anschließend werden die Handkarten auf 8 aufgefüllt.

Eliminierung

Am Ende eines Spielzug muss geprüft werden, ob die Spielrunde beendet ist. Dies geschieht, sobald unter jeder noch aktiven Kreatur mindestens eine Karte liegt und eine Kreatur den niedrigsten Wert hat. Diese Kreatur scheidet aus dem Kampf aus, und die Kreaturen-Karte wird umgedreht. Nun beginnt eine neue Spielrunde und es wird eine neue Kartenreihe begonnen.

Sponsor

Für jede Kreatur kann es einen Sponsor geben. Der Sponsor darf die Spezialfähigkeit der Kreatur nutzen. Wer der Sponsor ist, wird über die eingesetzten Wettsteine ermittelt. Eingesetzte Wettsteine in der ersten Runde haben einen Wert von 4, für jede spätere Runde sinkt der Wert um 1. Bekanntgegebene, offene Geheimwetten werden mit einem Wert von 5 angerechnet. Haben zwei Spieler den gleichen Wert bei einer Kreatur, gibt es keinen Sponsor.

Verhandlungen

Den Spielern steht es frei, miteinander zu verhandeln und Absprachen zu treffen, die jedoch nicht bindend sind.

Das Spiel endet, sobald in Runde 5 eine Kreatur eliminiert oder die letzte Karte vom Stapel gezogen wird. Nun werden nur die Wettsteine der überlebenden Kreaturen gewertet. Wer mit diesen den größten Wettgewinn einstreichen konnte, ist Sieger.

Fazit

Bei Colossal Arena von Reiner Knizia handelt es sich um eine Wiederauflage des Spieles Titan: The Arena von Avalon Hill.

Das Spielmaterial besteht neben den farbigen Plastik-Chips im Wesentlichen aus den Spielkarten. Sie sind besonders dick, was sie zwar widerstandfähig macht, aber auch schlecht mischen lässt. Das Design der Karten erntete in meinen Spielrunden geteiltes Echo. Ich finde, die Grafik passt recht stimmungsvoll zur thematischen Umsetzung.

Beim ersten Lesen der Spielregel fielen mir Regelwiederholungen auf. Diese betreffen allerdings wichtige Details, wie sich schnell herausstellte. Inhaltlich ist die Spielbeschreibung gelungen und zudem mit ausreichenden Beispielen versehen.

Colossal Arena ist im Grunde ein Wettspiel, bei dem es darum geht, im richtigen Moment die gewünschte Kreatur ausscheiden zu lassen. Nur so kann es gelingen, die möglichst früh eingesetzten eigenen Wetten am Spielende in die Wertung zu bringen.

Das kommt natürlich ganz auf die Karten an, die ich auf die Hand bekomme. In jedem Spielzug kann ich unbrauchbare Karten abwerfen und auf bessere Karten hoffen. Schwierig wird dadurch eine langfristige Spielplanung, welche Kreatur ich favorisieren möchte, um meine Wettsteine einzusetzen. Das bleibt sehr spekulativ. So können die Wettsteine zu Beginn des Spiel auch dafür verwendet werden, um Sponsor zu werden und so die Spezialfähigkeiten der Kreatur nutzen zu können. Die Attraktivität der Kreaturen im Spiel spielt also eine wichtige Rolle.

Die Mischung der zum Einsatz kommenden Kreaturen kann für völlig unterschiedliche Spielverläufe sorgen, denn es gibt interessante und weniger interessante Spezialfähigkeiten. In einer Runde führte das dazu, das diese fast gar nicht eingesetzt wurden, beim nächsten Spiel mit anderen Kreaturen in der Arena wurde das ganze viel lebhafter. Daher macht es meiner Meinung nach durchaus Sinn, sich zu Spielbeginn auf die Zusammensetzung der Kämpfer zu einigen, um eine für die Spieler reizvolle Ausgangssituation zu schaffen. Gerade die Kreaturen, die das Verändern der Wettsteine oder das Nutzen von Sonderfähigkeiten bereits eliminiertern Kreaturen ermöglichen, können sehr interessant sein.

Colossal Arena spielt sich nicht mit jeder Mitspielerzahl gleich. Gerade bei 4 oder 5 Spielern kann sich die Spielsituation sehr schnell verändern, bis man selbst wieder an der Reihe ist. Dadurch sinken die Einflussmöglichkeiten sehr stark, und schnell sind meine Favoriten aus dem Rennen. So entscheidet sich der Gewinner für mein Empfinden zu zufällig. Dies sieht bei bis zu 3 Spielern anders aus. Es kommt zum Taktieren - mal abwarten, mal agieren. Jeder Spieler ist immer wieder schnell am Spielgeschehen beteiligt.

Zu Verhandlungen ist es bei meinen Spielrunden nicht gekommen, so kann ich letzlich nicht beurteilen, ob diese Element das Spiel wesentlich beeinflußt, außer es unnötig zu verlängern. Eine Spieldauer von 45 bis höchstens 60 Minuten sollte ausreichen, um das Spiel zu beenden. Dafür bietet Colossal Arena genug Anreiz, um es auch gerne mal wieder zu spielen.

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Colossal Arena: 4,1 4,1, 12 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.12.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.12.04 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.01.05 von Jens Hillen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.01.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.01.05 von Frank Gartner - Das Thema für dieses Spiel ist zwar beliebig wählbar, dennoch verläuft das Spiel recht spannend. Je mehr Spieler mitspielen, desto unkontrollierbar wird es allerdings.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.01.05 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.01.05 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.02.05 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.03.05 von Steffen Stroh - Mir gefällt das düstere Fantasy-Design der Karten ausgezeichnet. Idealbesetzung sind m.E. 3 Spieler.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.06 von Christine Hauer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.06 von Martin Berganski
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.05.07 von Kathrin Nos

Leserbewertungen

Leserwertung Colossal Arena: 5,2 5.2, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.05 von Andreas*
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.02.05 von Frank
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.05 von Stefan Hirsch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.11.05 von Christof Lehr
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.06 von Sascha - Dieses Spiel ist einfach genial. Sicherlich ist man auch von den nachgezogenen Karten abhängig, aber die Sonderfunktionen gleichen das wieder aus. Es gibt immer so viel zu tun und jeder Zug stellt einen vor schwere Entscheidungen. Speziell in der vierten und fünften Runde wahnsinnig spannend. Klassiker!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.06 von Sascha - Dieses Spiel ist einfach genial. Sicherlich ist man auch von den nachgezogenen Karten abhängig, aber die Sonderfunktionen gleichen das wieder aus. Es gibt immer so viel zu tun und jeder Zug stellt einen vor schwere Entscheidungen. Speziell in der vierten und fünften Runde wahnsinnig spannend. Klassiker!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.11.06 von Markus Beer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.06.09 von Ulrich Roth - Achtung: In der deutschen Regelübersetzung ist die wichtige Information unter den Tisch gefallen, dass die Karten nicht teilnehmender Kreaturen vor Spielbeginn aussortiert werden!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.11 von RS

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