Rezension/Kritik - Online seit 03.10.2011. Dieser Artikel wurde 6425 mal aufgerufen.

Jäger der Nacht

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Autor: Yasutaka Ikeda
Verlag: KOSMOS
Rezension: Marcus Janka
Spieler: 4 - 8
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2010
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
4,7 4,7 Leser
Ranking: Platz 1261
Jäger der Nacht

Spielerei-Rezension

Spielerei Sommer 2011:

Trau, schau, wem? - Werwölfe und Vampire treiben gerne in der Spielelandschaft ihr Unwesen. Bei Jäger der Nacht von Yasutaka Ikeda mischen sich ein paar Menschen unter die illustre Ungeheuerschar. Während Vampire und Werwölfe gemeinsam dem Erfolg nachjagen, sind die Menschen ganz auf sich allein gestellt.

Das Spielbrett der Jäger der Nacht besteht aus zwei Hauptteilen. Auf der einen Seite werden sechs Orte vor jedem Spiel neu arrangiert. Zwei von ihnen sind jeweils zu einem Gebiet zusammen gefasst. Auf der anderen Seite ist eine Skala zum Abtragen der Schadenspunkte aufgeführt. Alle Spieler starten mit unversehrten Figuren auf der Null. Wie viel Schäden der einzelne Charakter aushalten kann, bestimmt die Charakterkarte, die jeder Spieler verdeckt zieht. Es ist klar, wie viele Werwölfe, Vampire und Menschen mitspielen. Wer wer ist, ist unbekannt.
Der Spieler am Zug beginnt mit dem Wurf zweier Würfel. Jedem der sechs Orte sind Würfelzahlen zugeordnet. Allerdings ist ein Ortswechsel ein Muss. Würfelt der Spieler eine Zahl, die seinem aktuellen Aufenthaltsort zugeordnet ist, wird solange gewürfelt, bis er sich zu einem anderen Ort bewegt. Als zweite Aktion kann der Spieler die Ausführungen des Ortes ausführen. Die meisten Orte erlauben das Ziehen von den drei Kartenstapeln. Die blauen und roten Karten bieten Ereignisse bzw. Ausrüstungen, die der Spieler im weiteren Verlauf einsetzen kann. Die grünen Karten aus Oxanas Hütte helfen dem Spieler bei der Identifizierung der Mitspieler. Der aktive Spieler liest sich die Karte stumm durch und gibt sie verdeckt einem Mitspieler, der die darauf aufgeführte Aktion wahrheitsgemäß ausführen muss. Lautet die Karte z. B. „Wenn Du ein Vampir bist, nimm' einen Schadenspunkt.“, bekommt der aktive Spieler Informationen über den Charakter des Mitspielers. Nimmt er einen Schaden, ist er ein Vampir, falls nicht Werwolf oder Mensch. Da das ganze schweigend geschieht und nur die beiden beteiligten Spieler die Karte kennen, tappt der Rest der Runde weiterhin im Dunkeln. An anderen Orten kann der Spieler Mitspielern direkt Schaden zufügen, diese heilen oder ihnen Ausrüstungsgegenstände stehlen. Die dritte und letzte mögliche Aktion ist ein Angriff auf den Charakter eines Mitspielers. Dazu muss man sich mit diesem im gleichen Gebiet aufhalten. Der aktive Spieler wirft beide Würfel. Die Differenz der beiden Würfe wird dem ausgewählten Geschöpf an Schadenpunkten zugefügt. Hat ein Charakter zu viele Schadenspunkte gesammelt, deckt der Spieler seine Charakterkarte auf und verfolgt das Spiel ab jetzt als Zuschauer. Der Spieler, der das Ableben des Charakters verursacht hat, darf sich noch eine Ausrüstungskarte seines Opfers aussuchen und ab jetzt selbst nutzen. Jäger der Nacht lebt von den Geheimnissen um die Identität der Mitspieler. Sicherlich ist es von Vorteil, die eigene Identität möglichst lange geheim zu halten. Allerdings besitzt jeder Charakter eine spezielle Fähigkeit. Diese bringt wichtige Vorteile und den entscheidenden Nachteil, die eigene Identität preisgeben zu müssen.

Die Menschen haben individuelle Spielziele. Werwölfe und Vampire gewinnen die Partie gemeinsam, sobald alle Mitglieder der jeweils anderen Gruppe das Zeitliche gesegnet haben. Meist folgt direkt eine zweite, besonders beim Spiel mit fünf oder sechs Spielern. Zu viert spielt man ohne Menschen, die Rollenverteilung ist oft schnell klar und die Kämpfe dominieren zu stark das geheimnisvolle Ermitteln der Identitäten. Erst wenn mit fünf Spielern ein Mensch dazu kommt, wird das Spiel abwechslungsreicher. Zu siebt oder zu acht macht Jäger der Nacht immer noch viel Spaß, jedoch steigt die Wartezeit zwischen den Zügen und der eigene Einfluss auf das Spiel sinkt, so dass das Glück stärker zum Zug kommt. Es kann Partien geben, die total an einem Vorbeilaufen, wenn man nicht in Oxanas Hütte landet oder früh ausscheidet. Die kurze Spieldauer bietet Zeit für eine weitere Partie.

Jäger der Nacht ermöglicht es Spielern, die Die Werwölfe von Düsterwald und ähnliche Spiele mögen, ein vergleichbares Spielgefühl mit weniger Mitspielern zu erleben. Der Schwerpunkt liegt bei Jäger der Nacht etwas mehr auf den deduktiven als kommunikativen Elementen. Durch Oxanas Hütte bekommen die Spieler eindeutige Hinweise auf den Charakter der Mitspieler.
Das Material von Jäger der Nacht ist von guter Qualität, allerdings enthält die Spielschachtel im von Kosmos bekannten Quadratformat so viel Luft, wie wahrscheinlich alle beteiligten pro Partie zum Atmen benötigen. Die Regeln sind gut gegliedert aufbereitet und überschaubar komplex. Dennoch ermöglichen sie eine Reihe von Optionen innerhalb der kurzen Züge. Geschickt gilt es, die eigene Identität vor Mitspielern der anderen Arten geheim zu halten und sie so auf eine falsche Fährte zu lenken.

Jäger der Nacht ist die deutsche Auflage des Spiels Shadow Hunters aus dem Jahre 2005, das in einer überarbeitenden Version den Weg nach Deutschland gefunden hat. Die neue grafische, stimmungsvolle Gestaltung und redaktionelle Überarbeitung der Regelstruktur haben der deutschen Version zusätzlich gut getan. Auf zur Jagd im Dunkel der Nacht.

Rezension Marcus Janka

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Jäger der Nacht: 4,0 4,0, 13 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.08.11 von Marcus Janka
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.10.10 von Michael Andersch - Mit der Einführungsregel und zu viert todlangweilig, zu mehreren etwas besser, aber leider nicht meine Art von Spiel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.11.10 von Michael Reitz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.11.10 von Frank Gartner - Über etwas Deduktion versucht man heraus zu bekommen, wer zu der eigenen Fraktion gehört. Ansonsten heißt es: Hau drauf! Hat eine gewisse Verwandtschaft mit Düsterwald, wenn auch nur entfernt. In der richtigen Runde sehr unterhaltsam.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.11.10 von Jost Schwider - Die Deduktionsphase ist ja noch interessant, (wenn die richtigen Karten ins Spiel kommen) aber der Rest ist leider ein ziemliches Glückspiel: Wo lande ich? Welche Karte bekomme ich? Wieviel Schaden verteile ich? Dafür dauert das Spiel dann doch zu lang... ;o)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.11.10 von Michael Schlepphorst - Schönes Spiel zum Thema Werwölfe, Vampire etc. Ein Spieler der schnell ausscheidet kann frustriert sein, aufgrund der kurzen Spieldauer aber verkraftbar. Schön in großer Besetzung.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.10.11 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.10.11 von Claudia Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.10.11 von Silke Hüsges
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.11 von Michael Kahrmann - Klasse.. meist bleibt es nicht bei einer Runde, sondern zieht weitere Revanche Partien nach sich! In der richtigen Runde ein echtes Toppspiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.11 von Marc Jünger - Ein nettes Spiel. Kommt jedoch in keiner Weise an "Werwölfe vom Düsterwald" heran, da es dort v.a. um das kommunikative Element geht. Dieses fehlt schlicht bei "Jäger der Nacht"... Das Spiel ist zudem sehr glücksabhängig, insbesondere durch die zu ziehenden Karten. Gerade die Karten, die einem Hinweise bzgl. anderer Spieler geben, sind unterschiedlich stark: Manche bringen mir überhaupt nix, andere sagen mir alles über den Mitspieler - was in diesem Spiel natürlich Gold wert ist. Aufgrund der kurzen Spielzeit aber auf jeden Fall ein gutes "Absacker-Spiel".
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.02.14 von Mahmut Dural - Zwischen 4-5 Punkten. Ich runde ab, weil es erst ab 6 Personen interessant wird.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.04.14 von Hardy Jackson - Das Spiel lebt von der Grundspannung, die durch die Aufteilung in Vampyre und Werwölfe lebt, die sich gegenseitig ausschalten sollen. Es geht hablwegs fix un ist nicht allzu kompliziert. Was das Spiel aus der vielversprechenden Ausgangssituation macht, ist aber ziemlich einfallsllos. Man würfelt, welche Karte mit einem Zufallsereignis man zieht, darf dann einem der Spieler, neben dem man zufällig gelandet ist, per Würfelwurf Schaden zufügen. Am Anfang haut man blind auf alle, später dann, die Indentität der anderen aufgedeckt ist, nur auf seine Gegner. Taktische Möglichkeiten sind quasi nicht verhanden, nicht einmal bluffen o.Ä.... Schade, Potential verschenkt!

Leserbewertungen

Leserwertung Jäger der Nacht: 4,7 4.7, 15 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.11.10 von Christof Lehr - Dann doch (viel!!) lieber "Werwölfe von Düsterwald". Fiel bei uns durch....
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.11.10 von Marco Stutzke - ....nicht mein Spiel ;-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.11.10 von rocketboy - Ich weiss nicht, warum viele hier ein zweites "Werwölfe von Düsterwald" erwartet haben. Das Spiel hat einen ganz anderen Anspruch. Ich finde, die Deduktionsphase ist hier nicht das Entscheidende, sondern das lockere "Sich gegenseitig bekämpfen". Klar sollte man herausfinden, wer zu welchem Team gehört. Und wenn man meint, das zu wissen, gibt es halt auf die Mütze :-) Sogar in unserer Viererrunde mit zwei Frauen ist es super angekommen, wobei wir alle nicht auf Ami-Trash stehen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.07.11 von Maja - Super unterhaltsam ab 6 Spieler!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.07.11 von Dennis L. - Sehr lustig und unterhaltsam in großer Runde!! Kann die negativen Meinungen hier nicht nachvollziehen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.11 von Bernd Gebauer - Es ist immer wieder spannend sich zwischen einer offensiven Spielweise oder einer passiven zu entscheiden - denn manchmal bewährt sich die eine , manchmal die andere, je nach Charakter. Da es Menschen gibt, die zuerst sterben wollen ,ist die Haudrauf-Taktik sehr riskant, denn plötzlich ist das Spiel zu Ende. In unseren Runden ist Jäger der Nacht sehr gut angekommen, meist gibt es 3 oder 4 Revanchepartien.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.11 von Oliver S.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.11 von Beate Bindrim - Mir gefällt es deshalb so gut, weil man es super mit Teenagern spielen kann. Das Spiel ist schnell erklärt und einfach strukturiert und bisher hatte ich mit meinen Kindern und deren Freunden eine Menge Spaß damit.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.11 von xaverius
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.10.11 von Stefan Vogler
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.10.11 von Peter R. - Ein schöner Bang!-Werwolf-Mix der in unseren Runden sehr gut ankommt! Gefällt mir!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.11.11 von Olsy - Einfach nur klasse, perfekt für große Gruppen (besonders solche, die für "Werwölfe"-Runden zu klein sind;-))
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.11.11 von docholz - Kam bei uns auch wegen der recht einfachen Regeln gut an. Schrappt in jedem Wertungsbereich knapp an der nächst höheren Note vorbei. Empfehlenswert ab 5 Spieler.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.09.13 von Gülsüm Dural - Alles ausser Strategiespiele ist leider nichts für mich, daher war die Überraschung auch sehr groß. Jäger der nacht macht einen Riesenspaß. Empfehlung: In Vollbesetzung spielen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.02.14 von Hans Christiansen - Man muß die Mitspieler beobachten und daraus die richtigen Schlüsse ziehen, sonst geht das Spiel an einem vorbei. Aber erst bis 6 - 8 gutgelaunten Spielern kommt richtig Freude auf. Für mich besser als Werwölfe, weil weniger chaotisch.

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