Rezension/Kritik - Online seit 19.03.2009. Dieser Artikel wurde 4224 mal aufgerufen.

Was´n das?

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Autor: Philippe des Pallières
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Carsten Pinnow
Spieler: 3 - 6
Dauer: 45 - 60 Minuten
Alter: ab 14 Jahren
Jahr: 2006
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
3,9 3,9 Leser
Ranking: Platz 3736
Download: Kurzspielregel [PDF]
Was´n das?

Spielziel

Hä? Was soll'n das sein? Robinson Crusoe auf seiner Insel? Apollo 13 kurz vor dem Start? Oder gar ein Gorilla auf Brautschau? Das weiß nur einer, der "Macher"! Einen von über 1000 Begriffen muss er seinen Mitspielern erklären. Dazu stehen ihm allerdings nur ganz gewöhnliche Gegenstände wie Spielfiguren, Klammern, Ringe oder Münzen zur Verfügung. Gelingt es ihm, mit viel Kreativität und Phantasie den Begriff so darzustellen, dass die anderen ihn auch erraten? Und welcher Mitspieler enträtselt das "Meisterwerk" am schnellsten?

Ablauf

In der Mitte einer kreisförmigen Zählleiste liegen zehn Gegenstände, zehn weitere liegen um den Kreis herum. Reihum versuchen die Spieler, mit maximal drei Gegenständen aus der Mitte einen Begriff zu "erklären", der durch eine Karte vorgegeben wird. Zur "Erklärung" dürfen die Gegenstände auf dem Tisch lediglich angeordnet werden, verbale oder pantomimische Ergänzungen sind nicht erlaubt.

Neben dem gesuchten Begriff befinden sich auf der gezogenen Karte noch fünf weitere Begriff, die meist sehr eng miteinander verwandt sind. Die Mitspieler müssen nun erraten, welcher der abgebildeten Begriffe gesucht wird. Hierfür steht jedem Spieler ein eigener Kartensatz mit den Zahlen 1 bis 6 zur Verfügung, von denen eine Karte verdeckt abgelegt wird. Die Ablage aller Spieler erfolgt auf einem gemeinsamen Stapel, denn je schneller man den Begriff errät, desto mehr Punkte gibt es dafür: Der letzte (= langsamste) Spieler erhält - natürlich nur, falls er mit seinem Tipp richtig liegt - 1 Punkt, der vorletzte 2 Punkte, und so weiter. Auch für gutes Anordnen wird man belohnt: Der aktive Spieler erhält so viele Punkte, wie richtige Tipps von seinen Mitspielern abgegeben werden. Anschließend werden die benutzten Gegenstände im Kreis durch die gleiche Anzahl von außerhalb ersetzt, sodass mittels dieser Rotation im Laufe des Spiels alle 20 Objekte benutzt werden können.

Nach einer mitspielerabhängigen Rundenanzahl hat am Ende natürlich jener Spieler gewonnen, der die meisten Punkten einheimsen konnte.

Fazit

Was'n das? ist ein äußerst zutreffender Titel für dieses Spiel, denn meist stellt man sich genau diese Frage, da mit den mitgelieferten Gegenständen meist nur schwer irgendetwas sinnvoll darstellbar ist. Oft kommt es dabei vor, dass genau diejenigen Objekte gerade nicht zur Verfügung stehen, die zum Erklären des aktuellen Begriffs ideal gewesen wären. Und so muss improvisiert werden. Die Liste der aus diversen Ravensburger-Spielen zusammengeklaubten Gegenstände liest sich zudem abenteuerlich, als da unter anderem wären: eine Wäscheklammer, eine Brücke, eine Banane, ein Mikadostäbchen, ein Ring, ein Bahnticket, ein Flugzeug, eine Blüte, ein Stück Fell, ein Puzzleteilchen, ein Stein, eine Münze usw.

Doch genau darin liegt der Reiz, denn das Hineindenken in den Mitspieler macht hier den Spaß aus. Da dies meist nicht gelingt, ist die Punkteverteilung weitestgehend zufällig. Kein Spiel also für Partymuffel und Strategen. Wer jedoch Kreativität mitbringt, gerne um die Ecke denkt und Partyspiele mag, kann mit Was'n das? viel Freude haben, denn innovativ ist es allemal. Verschiedene Testrunden haben zudem gezeigt, dass der Spaßfaktor direkt von der Spielerzahl abhängt. Je mehr Spieler teilnehmen, desto öfter und schneller wird richtig geraten und desto mehr lustige Verwechselungen tauchen auf. Zu dritt sollte Was'n das? am besten gleich ganz gemieden werden, hier kommt der Spaß eindeutig zu kurz. Zudem liegt die "gefühlte Spieldauer" bei wenigen Spielern auch deutlich höher. Je nachdem, wie die Spieler mit den Begriffen klarkommen, liegt die reale Zeit zwischen ca. 30 und 60 Minuten, kann im schlimmsten Fall aber als doppelt so lang empfunden werden.

Ein letzter Kritikpunkt betrifft die Ausstattung. Diese ist zwar originell, wirkt aber trotzdem eher wie ein Abfallprodukt. Wurden möglicherweise einfach nur Material-Restbestände zusammen gekehrt, für die keine Schachteln mehr übrig waren? An der Qualität des Materials ist zwar nichts auszusetzen, aber trotzdem ... Auf jeden Fall ist im Was'n das?-Karton noch viel Luft. Den kann natürlich jeder selbst mit lustigen Gegenständen aus dem Haushalt füllen - ob mit dem mitgelieferten Inhalt der hohe Preis gerechtfertigt ist, darf allerdings bezweifelt werden.

Rezension Carsten Pinnow

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Was´n das?: 4,0 4,0, 17 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.05.06 von Carsten Pinnow - Konnte mich auch als Partyspiel irgendwie nicht überzeugen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.06 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.06 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.04.06 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.04.06 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.05.06 von Rolf Braun - Grad noch ne 5. Eine schöne Idee alla 'Sag's mit Symbolen' funktioniert aber etwas besser.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.07 von Claudia Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.05.07 von Barbara Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.06.07 von Udo Kalker - Obwohl es oft unmöglich erscheint aus dem ganzen Krempel auch nur irgendwie das darzustellen, was auf der Karte angegeben ist, überrascht die eigene Kreativität und die der Mitspieler dann doch, wie weit die Phantasie reichen kann. Bei diesem Spiel darüber zu spekulieren, wie ernsthaft man um den Sieg spielen soll, verliert sich dann doch im Spielspaß selbst - der Weg ist das Ziel. Ein super Partyspiel für lockere Spieleabende und gute Ausgleichskost zwischen oder nach den ein oder anderen Strategiehammern. In unseren Runden lagen oft die Frauen vorne ...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.08 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.08 von Silke Hüsges
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.08 von Jost Schwider - Nettes "assoziatives" Erkennungsspiel. ;o)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.03.08 von Kathrin Nos - Lustig und mit guten Ideen. Als Party- bzw. Kommunikationsspiel ist aber aus dem gleichen Jahrgang Time's Up für uns ungeschlagen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.08.08 von Michael Kahrmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.02.09 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.09 von Roland Winner - Kreativität ist hier gefragt. Auch in großer Runde mit 8 Spielern gefiel dieses Spiel allen gut.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.14 von Michael Andersch - Nette Idee: ein kommunikatives Spiel (wobei: eigentlich ist es gar nicht kommunikativ im landläufigen Sinne. Die Kommunikation finder eher durch das Übertragen von Assoziationen statt.), bei dem man nicht "rumkaspern" muss. Das ist das Gute. Nach mittlerweile sehr sehr vielen Partien hat sich das innovative Spielprinzip für mich leider sehr abgenutzt - übrig bleiben viele Situationen, in denen Begriffe mit dem vorliegenden Material einfach nicht erklärt werden können (bzw. scharf genug von den anderen Begriffen auf der Karte abgegrenzt werden können). Das führt zu Frust und dazu, dass ich es mittlerweile nur noch sehr ungerne spiele. Die ursprüngliche 4er-Bewertung reduziere ich daher auf eine 2.

Leserbewertungen

Leserwertung Was´n das?: 3,9 3.9, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.03.09 von rolf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.04.09 von Christian und Angelika - Als Gruppenspiel weitaus lustiger als Privacy oder Trivial Pursuit.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.12.10 von Dencer - Für Gruppenbespaßung ein Knaller. Es ist nicht nur Kreativität, sondern auch sehr abstraktes Denken notwendig. Auch nach vielen gespielten Runden verliert es seinen Reiz nicht, da durch das Ziehen der Karten nicht klar ist, was dargestellt wird, es also keinen Vorteil gibt, wenn man die Begriffskarte schon kennt. Dadurch kann das Spiel nie langweilig werden und das hebt es von anderen Partyspielen ab, die, wenn man sie oft gespielt hat, langweilig werden (Cranium, Activity, Identik etc.).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.12.12 von Leif - Als Barbarossa- und Nilpferd-Kenner ist "Was´n das?" in Sachen Bastelspiele mein absoluter Favorit! Leider verkannt, kann ich es jedem halbwegs kreativen Geist jedoch nur wärmstens empfehlen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.06.17 von Karl Rolf - Was´n das? ist ein Partyspiel, und zwar eindeutig eines der besseren. Mit bis zu zehn Gegenständen stellt ein Spieler etwas dar, was die anderen erraten müssen, und zwar möglichst schnell. Ein einfacher, aber gelungener Mechanismus zur Vergabe der Siegpunkte verleiht dem Spiel dabei einen angenehmen Wettkampf-Charakter. Das Spiel kann bei uns gerne immer mal wieder auf den Tisch kommen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.10.17 von okonski - Was´n das? Nicht nur der Titel des Spiels, sondern auch die Frage, die ich mir nach mehreren Runden gestellt habe. In allen bisherigen Spielerunden kam das Spiel einfach nicht an, da die Gegenstände und die darzustellenden Begriffe einfach zu abstrakt sind. Für mich ein absoluter Flop.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.19 von Andreas Arnold - Das war mir alles zu abstrakt. Zum Schluss haben manche Spieler bereits Karten ausgespielt, bevor der Begriff gelegt wurde ...

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