Leserwertungen

Wir bieten den Besuchern unserer Seite die Möglichkeit, selbst die Spiele zu bewerten. Dies soll Spielefans und potenziellen Spielekäufern die Möglichkeit geben, sich ein umfassenderes Bild zu machen.

* Die Glasstraße

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.07.24 von Meeplestilzchen - Mit Schwarzwald oder Black Forest steht ein Expertenspiel als Nachfolger in den Startlöchern, daher möchte ich als Fan von Uwe Rosenberg gerne noch meine Einschätzung zur Glasstraße abgeben. Zum einen ist das Produktionsrad hervorzuheben. Im Gegensatz zu Ora et Labora haben wir es hier nicht nur mit einer Übersicht zum Lagerbestand zu tun, sondern mit einem Produktionssystem. Sobald ich etwas produziere, verbrauche ich nach einem logischen System sämtliche Rohstoffe um das Endprodukt für weitere Aktionen zu erhalten. Ja, auch die Nahrung ist logisch, denn die Glaser müssen schließlich auch was essen um bei Kräften zu bleiben. Allein schon das fordert viel strategisches Denken und simuliert gut, dass es Bestände gibt, die bei aktiver Arbeit verbraucht werden - vom Material bis hin zum Pausenbrei. Der zugehörige Aktionsauswahlmechanismus ist kein gewohntes Workerplacement, nein, wir spielen Karten aus und hoffen, dass unsere Mitspielenden nicht in die gleiche Kerbe hauen um den vollen Nutzen dieser Karte zu haben. Im 2-Personen-Spiel kommen wir uns dabei eher weniger in\\\'s Gehege, wirklich zünden tut der Mechanismus erst ab 3 Personen und prompt hat man das typische \"rosenbergsche Verknappungsprinzip\". Aber, zugegeben, das muss man mögen und liegt nicht jedem. Schließlich muss man erstmal lernen mit den Produktionsrädern umzugehen und damit klar kommen, dass man zur Produktion gezwungen wird und zum Anderen ist es auch nicht garantiert, dass man die Aktionen immer so durchführen kann, wie man es optimal braucht (das ersetzt sozusagen die blockierten Felder auf dem Aktionsspielplan). Unter dem Strich ist es in jeder Konstellation super spielbar, wer Spiele aber in vollen Zügen genießen möchte, sollte es mindestens zu dritt spielen.

* Die Legenden von Andor: Magische Helden

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.03.25 von Meeplestilzchen - Bei den magischen Helden pendle ich ein bisschen zwischen "Wow, wie cool" und "Vielleicht etwas zu viel des Guten". Alle haben richtig coole Fähigkeiten die komplex, aber auch nützlich sind. Iril/Ilar ist aufgrund ihrer Mechanik schwer planbar, aber dennoch effektiv. Barz/Yasa wirkt in dem Quartett etwas befremdlich, da er/sie "nur" mit magischen Pulvern für diverse Effekte arbeitet. Ach/Achan sowie Ijsdur/Ijsdura sind dagegen die absoluten Highlights in diesem Paket (meiner Meinung nach), beide auf einmal sind aber nicht einfach zu kombinieren, da ihre Fähigkeiten bzw. Effektivität mit den Willenspunkten und somit Brunnen einhergehen und miteinander konkurrieren. Wenn, dann sollte eine Person Iril/Ilar nutzen um Brunnen wieder aufzufrischen - aber wie gesagt, das ist schwer planbar. Noch besser eignet sich hierfür Barz/Yasa, da man einen Pulvereffekt selbst bestimmen darf. Setzt man auf große Kraft nutzt man Ach/Achan und den Phoenix, setzt man eher auf Unterstützung zwecks kurze Wege Ijsdur/Ijsdura. Das ist ja schon ein halber Strategieguide... tut mir leid, ich bin halt ein riesen Andor-Fan und aktuell sehr gehyped vom neuen Teil!

* Die verlorenen Ruinen von Arnak

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.09.24 von Meeplestilzchen - Nur zu gerne vergebe ich hohe Noten, das ist dem geschuldet, dass ich extrem filtere und trotz einer gewissen Masse an Spiele sehr verhalten bin was den Kauf betrifft. Somit ist im Grunde jedes unserer Spiele ein Volltreffer. Die verlorenen Ruinen von Arnak war wieder so ein Spiel, welches mir bei den Rezensionen durchweg gefallen hat. Es ist zwar ein thematisches Spiel ohne Thema bei dem zumindest versucht wurde ein Hauch von Thema zu integrieren, aber dennoch fühlt es sich stimmig an. Allein die grafische Gestaltung und das Material sind eine Wucht (auch wenn uns Papptokens genügen) und spielerisch gefällt mir der Ansatz durch die Multiusecards. Ähnlich wie bei "Dune: Imperium" (nur deutlich flexibler) nutzen wir die Symbole auf den Karte um passende Aktionsfelder betreten zu können oder wir nutzen sie für anderweitige Effekte. Erstaunlich wie aus den gleichen Kernmechanismen zwei so unterschiedliche Spiele entstehen konnten. Ich muss aber auch ehrlich sagen, ohne die Erweiterung würde das Spiel für mich zwischen den Punkten 4 und 5 pendeln, mit der Erweiterung ist das für mich ein Grund die 6 Punkte zu vergeben, aber da die individuellen Fähigkeiten erst mit der Erweiterung kamen (die dem Spiel die nötige Würze gaben) und ein gutes Kennerspiel (!) dann in Summe ~ 90,00 € gekostet hat (zu viel für ein Kennerspiel), vergebe ich nur 5 Punkte!

* Dune: Imperium – Immortality

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.07.24 von Meeplestilzchen - Die Erweiterung Immortality ist wie Rise of Ix ebenfalls eine gute Erweiterung für Dune: Imperium. Sie bietet durch einen Fortschrittsbaum neue Möglichkeiten das Spiel zu beeinflussen und eine weitere Wettbewerbsoption, aber was ich noch am besten finde sind die Möglichkeit Karten miteinander zu koppeln und (ganz wichtig) das Atomplättchen um die Auslage zu erneuern, was die größte Schwachstelle vom Spiel behebt - der geringe Kartenfluss. Das ist in meinen Augen der größte Mehrwert dieser Erweiterung. Ich muss aber zugeben, dass mich Immortality nicht ganz so begeistert wie Rise of Ix, auch wenn ich sie grundsätzlich für eine gute Erweiterung halte - aber eher dafür geeignet, wenn man das Spiel noch einen Tick komplexer haben möchte. Die Möglichkeiten hier sind im Gegensatz zu den Komponenten von Rise of Ix nicht immer eine Option. Für mich ist sie nicht besonders genug für die volle Punktzahl, aber eigentlich auch zu gut für vier Punkte. Beide Erweiterungen lassen sich einwandfrei miteinander kombinieren, ohne dass sich einzelne Elemente gegenseitig auf die Füße treten - nur wie gesagt, es wird komplexer!

* E-Mission

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.07.24 von Meeplestilzchen - Edit: Ursprünglicher Beitrag vom 17.07.2024 - e-Mission zu bewerten ist schwierig und undankbar. Zum Einen haben wir ein Spiel welches umweltschonend produziert wurde (Komponenten und Produktionsstandort) und im UVP recht hochpreisig ist, zum Anderen ist die Materialqualität nicht die Beste (aber es ist noch ok bis gut). Die grafische Gestaltung an sich finde ich eigentlich ganz schick. Das Paradoxum an dem Spiel ist die Tatsache, dass wir zwar kooperativ spielen aber jeder für sich, was sogar sehr Realitätsnahe ist: alle Mitspielenden repräsentieren eine Nation welche versucht für sich die CO²-Emissionen zu senken und dies dann zu einem gemeinsamen globalen Ergebnis am Rundenende zusammenzutragen. Das Thema ist somit klar der Klimawandel und wie schaffen wir den Wendepunkt. Ein Thema von zentraler Bedeutung, aber ich schätze es sehr, dass das Spiel nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommt, sondern einfach die Probleme und Folgen simuliert welche wir bewerkstelligen müssen - und das auch gut machbar, es ist somit auch kein Robinson Crusoe. Mechanisch wirkt das gesamte Spiel in sich sehr stimmig, der große Kartenstapel bringt uns natürlich eher zufällig Karten auf die Hand, aber ich hatte bisher keine Partie erlebt in der man wirklich nichts damit anfangen konnte - Extrembeispiele schließe ich natürlich nicht aus! Mit dem kooperativen Vorantreiben von globalen Projekten holen wir uns Vorteile, dafür ist der Stapel der Krisen unerbittlich. Auch hier bekommen wir rein zufällig was um die Ohren gehauen auf das wir reagieren sollten, aber auch das finde ich sehr realitätsnahe simuliert, *schließlich wissen wir nicht wann und wo genau uns eine Flutkatastrophe überrollt, starke Hitzewellen auf uns zukommen usw. Auf dem Spielplan in der Mitte sammelt sich das produzierte CO² welches von der Natur aufgefangen wird - bewältigt sie es nicht mehr erhöht sich die globale Temperatur. Gelingt es uns weniger CO² zu produzieren, als es die Umwelt aufnehmen kann, haben wir den Wendepunkt geschafft und beenden das Spiel nach einer letzten Rundenendphase - andernfalls werfen wir den Globale-Folgen-Würfel entsprechend oft der Anzahl des Bestandes der Temperaturplättchen und müssen mit den folgenden Umweltproblemen zurecht kommen - auch dies finde ich gut gelöst, Begründung siehe weiter oben*. Alles in allem passen die Mechanismen zum Spiel und bieten eine äußerst gut gelungene Simulation unserer realistischen Probleme, durch die wir einen Eindruck darüber bekommen was aktuell los ist und passieren kann/wird. Unter dem Strich ist es mit meinen Augen betrachtet ein gutes Spiel, lehrend aber nicht BElehrend, fordernd, aber nicht übermäßig hart und sehr belohnend wenn man es am Ende geschafft hat. Für mich wäre es ein äußerst würdiges Kennerspiel des Jahres 2024. Update vom 24.07.2024: Es wurde tatsächlich Kennerspiel des Jahres 2024, aber leider mit einem sehr dunklen Schatten. Ich bin sprach - und fassungslos darüber, wie man so die Bühne betreten kann. Schade für Spiel und Team, dass es für solch einen Skandal benutzt werden musste...

* Endless Winter: Ahnen / Ancestors

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.09.24 von Meeplestilzchen - Braucht man die Ahnen-Erweiterung? Jein... wenn man sehr viel Endless Winter spielt bringt sie mit weiteren Kartensets mehr Abwechslung rein, spielt man aber eher abwechslungsreich wodurch das Spiel vielleicht nur 5 - 10 Mal im Jahr (oder weniger) auf den Tisch kommt, dann braucht man sie nicht unbedingt. Wenn man mich fragt, ist es eine Kann-Erweiterung.

* Endless Winter: Flüsse & Flöße / Rivers & Rafts

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.09.24 von Meeplestilzchen - Flüsse & Flöße ist eine stimmige und thematische Erweiterung die sich gut in das Spiel einfügt, ich finde aber, dass diese Erweiterung etwas kompliziert zu verstehen ist, da Aufbau (also Integration) und Ablauf diesen Spielbereich komplett verändern. Aber eben auch bereichern. Das große Spielfeld, bestehend aus Hexfeldern (optisch vergleichbar mit Catan) wird gewissermaßen aufgebrochen und mit einem Fluss ergänzt, an dessen Kanten entlang sich unsere Flöße bewegen und Siedlungen platzieren. Daneben bietet sie auch schöne Monumente, Fische und etwas mehr an Karten. Ich denke wenn es sowas wie eine \"Pflicht\"-Erweiterung für Endless Winter gibt: dann diese!

* Endless Winter: Überlebe Die Letzte Eiszeit / Paleoamericans

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.09.24 von Meeplestilzchen - Endless Winter ist an sich ein recht gutes Spiel. Es beinhaltet viele gute und (für Vielspieler) bekannte Mechanismen, die alle gut ineinandergreifen und miteinander harmonieren. Ich vergleiche das Spiel gerne mit einer reich gedeckten Festtafel an der man sich bedient, schließlich sind die Möglichkeiten an Punkte zu kommen ziemlich vielseitig. Grafik und Ausstattung halte ich für 1a, ich mag es wenn ein Spiel gemischtes Spielmaterial anbietet: Holzfiguren, Miniaturen, Plastik/Acrylkomponenten (wie die Siedlungen). Alles wirkt in sich recht stimmig, ich kann aber auch die kritischen Stimmen verstehen, die das Spiel als eher solitär und/oder überladen empfinden. Ich selbst möchte das Spiel nicht hypen, aber dennoch halte ich es für ein gutes Spiel welches eine Eurogame-Sammlung schön abrundet. Dennoch würde ich es aber nur Leuten empfehlen, die mit den einzelnen Mechanismen vertraut sind, da hier wirklich eine ordentliche Masse zusammenkommt. Es steht zwar \"Kenner\" auf der Schachtel, aber ich denke wenn Kennerspiel des Jahres-Kunden sich an dieses Spiel wagen und erstmal die einzelnen Mechanismen an sich verstehen lernen müssen um das Ganze dann überhaupt verstehen zu können, wären sie damit schnell überfordert.

* Everdell: Bellfaire

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.01.24 von Meeplestilzchen - Die Erweiterung Bellfaire ist in Noten (Würfel) recht schwierig zu bewerten, da sie eher ein Modulpaket ist. Im Zweifel bewerte ich gerne eine Note höher, da einzelne Elemente das Spiel doch bereichern. Allen voran natürlich die Fähigkeiten-Karten. Für mich eigentlich DER Grund, warum ich uns Bellfaire gekauft habe. Um auch wirklich die Abwechslung zu bekommen, ziehen wir wie vorgegeben 2 Karten und wählen darunter aus - allerdings verzichten wir nicht auf den Arbeiter im Frühling, denn wie ich es mir sagen lassen habe, ist die Regel ursprünglich dafür vorgesehen, dass Spielende ohne Fähigkeit einen Arbeiter mehr haben sollen. Das Planteil als Baumersatz brauchen wir zBsp. nicht, wir lieben den Baum und wollen ihn nicht abgeholzt sehen... gut für Spielende die es stört, hier wurde zugehört und eine Alternative geboten, für uns aber definitiv keine Option! Die Rahmenteile für die Auslage sind super stimmig, es macht uns großen Spaß zu unseren gezogenen Tieren passende Rahmen auszusuchen und diese zu belegen, allerdings unpraktisch bei einer Partie mit mehr als 2 Personen (besonders wenn all-in gespielt wird). Die Ort - und Waldkarten sind auch super. Mit Bellfaire für sich nutzen wir (nebst Markt, dazu später mehr) die Orte 2-2, all-in 1x Grundspiel, 1x Bellfair, 2x Pearlbrook. In der Waldauslage dann (zuzweit) 1-1-1. Ob ich jetzt Everdell mit 5 oder 6 Personen spielen möchte? Keine Ahnung, meine Frau und ich sind keine \"Downtime-Heulsusen\" (bitte nicht zu ernst nehmen!), aber ob es platztechnisch praktisch ist... ich weiß es nicht. Wie eingangs erwähnt, die Benotung fällt mir hier echt schwer und machen wir uns nichts vor, der eigentliche Nutzen beruht auf den Fähigkeiten-Karten. Da hat man schon einen ziemlichen Schaden eigens dafür rund 40 € auszugeben, aber gut... dieses (jedes) Hobby neigt zu unvernünftigen Entscheidungen und Handlungen. Für mich/uns sind die Fähigkeiten unerlässlich und wenn wir es mit unerfahrenen Leuten spielen, nutzen wir künftig My Lil\\\' Everdell. Auch in Kombination mit den Erweiterungen Pearlbrook und Spirecrest macht es unheimlich viel Spaß, da die Erweiterungen sich untereinander nicht im Wege stehen und Regeln oder Abhandlungen nicht miteinander kollidieren. Da gibt es auch nichts, was man wirklich ignorieren kann oder möchte, man handelt (wenn möglich) alles ab, ohne dass es sich überladen anfühlt. Spielende mit Erfahrung sollten sich somit nicht von den Hinweisen in der Anleitung oder durch Content Creator abschrecken lassen, aber ich finde es dennoch gut, dass man Unerfahrene nicht überfordern möchte in dem man schreibt \"Packt alles rein!\". Lediglich der Markt aus Bellfaire, so habe ich es mir sagen lassen, negiert die Wettereffekte von Spirecrest. Die Effekte der Fähigkeiten-Karten lassen wir allerdings gelten, sodass sich die negativen Wetteffekte lediglich auf die Aktionsfelder auswirken.

* Fantastische Reiche / Fantasy Realms

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.07.24 von Meeplestilzchen - Fantastische Reiche zählt für mich zu den besseren Kartenspielen die ich immer wieder sehr gerne Spiele. Es macht Spaß sich gute Kombinationen aufzubauen die sich gegenseitig bedingen, aber auch darauf zu achten keine Karten zu nehmen (oder schnell wieder loszuwerden) die andere, wichtige Effekte annullieren. Ich finde, es hat ein bisschen was von Love Letter. Keineswegs von der Spielweise her, aber es gestaltet mit wenig Karten ein gutes Spiel (auch wenn ich rund 20,00 € UVP als etwas teuer dafür halte). Ja, gut, die Wertung mag etwas umfangreich sein, stört mich aber eher geringfügig. Ich bin lediglich kein Freund der 2-Personen-Variante.

* Faraway

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.04.25 von Meeplestilzchen - Von meinem Gefühl her ist Faraway eigentlich kein Kandidat für die volle Punktzahl, aber es ist doch sehr glückslastig. Ich kann gute Kombinationen auf die Hand bekommen oder aus jedem Dorf einen Hund - oder die guten Karten kommen erst so spät auf die Hand, dass man schon darum beten muss die passenden Karten von den Heiligtümern zu ziehen. Im Grunde lässt sich aber eigentlich immer was machen, mal ist richtig gut und mal weniger gut. Was mir aber sehr gut gefällt ist die Art und Weise wie ich die Karten ausspielen muss um den optimalen Nutzen daraus zu ziehen, da muss man sich genau überlegen in welcher Reihenfolge die Karten ausgespielt werden. Das las sich bestimmt sehr negativ, es ist aber nur die trockene Bewertung der Spielmechanik, denn unter dem Strich gefällt mir das Spiel ziemlich gut. Es kann keine Dominanz entstehen, da sich das Spiel nicht von A - Z durchplanen lässt, es kommt viel mehr darauf an, aus den Karten die man hat und bekommt das Beste herauszuholen. Es ist somit ein taktisches Spiel welches sich sehr innovativ anfühlt. Im übrigen rate ich dazu kein Geld auf dem Sekundärmarkt für die Promo-Figuren auszugeben, nach meiner Erfahrung ist es wirklich übersichtlicher für die Wertung wenn man die Karten wirklich umdreht und rechts nach links Eine nach der Anderen aufdeckt und wertet - zumindest bis man sicher ist und alle Karten links davon ausblenden kann.

* Gloomhaven: Die Pranken des Löwen / Jaws of the Lion

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.24 von Meeplestilzchen - Vereinzelt kann ich bei dieser Version von Gloomhaven mindestens um eine Note höher gehen, für die Höchstnote beim Spielreiz reicht es dann aber doch nicht, weil mir andere vergleichbare Spiele etwas besser gefallen. Lediglich Interaktion und Einfluss bleiben unverändert, die Begründung dazu siehe im Hauptspiel (das wäre ja auch Blödsinn, wenn sich die Meinung dazu hier plötzlich verändert)! Unter dem Strich gefällt mir "Die Pranken des Löwen" deutlich besser, als sein "großer Bruder" (oder Vater?). Die Kampagne ist deutlich reduzierter, die Regeln sind zwar auch detailreich, aber man findet sich hier besser zurecht, das Material ist bedeutend überschaubarer, es gibt deutlich weniger Verwaltungsaufwand, aber der Charme des Spiels bleibt erhalten: Wir entscheiden ob nach rechts oder nach links, wir entwickeln unsere Charaktere und die Stadt, wir führen unsere Begegnungen auf der Straße durch und leben mit den Konsequenzen, bekleben unsere Karte und öffnen versiegeltes Material. Das Kampagnenbuch ist grafisch besser gestaltet und bietet auch eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung wie man es beispielsweise aus den Legenden von Andor kennt - wirklich richtig gut gemacht! Liest man beide meiner Bewertungen wird einem auch klar und bewusst, wie gut mir (und meiner Frau) Gloomhaven grundsätzlich gefällt und warum es in unserer Sammlung ist - und auch bleiben darf/soll. Ja, auch das Original, wenn auch als Sammler - und Ausstellungsstück - eben weil ich es grundsätzlich mag. Als ich mit dem Gedanken spielte, das Große abzugeben sagte meine Frau sofort "Aber das Kleine bleibt!". Wenn wir Gloomhaven nochmal spielen wollen, dann setze ich diese Version zurück, denn zum Glück waren wir schlau genug lösliche Aufkleber zu verwenden.

* Hallertau

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.08.24 von Meeplestilzchen - Hallertau ist was den Prozess des Bier brauens betrifft ein recht abstraktes Spiel. Gesteuert wird das Spiel wie so oft durch Workerplacement, welches in seiner Form an \"Ein Fest für Odin\" erinnert - aber mit dem Unterschied, dass wir die Aktion nicht mit der Anzahl der Arbeiter stärker machen, sondern in 3 Stufen entsprechend teuer durch Arbeitereinsatz bezahlen müssen. Liegt auf dem Aktionsfeld bereits 1 Arbeiter, müssen wir 2 einsetzen um die Aktion ausführen zudürfen. Anschließend kostet die Aktion 3 Arbeiter. Interessant dabei sind die Mechanismen wie wir an neue Arbeiter kommen, denn durch den Fortschrift des Gebäudes welcher an den Fortschritt der einzelnen Anlagen gebunden ist und wie die Aktionsfelder wieder freigegeben werden - durch Rundenkarten. Ja, auch dieses Spiel lebt wieder von einer sehr schönen Verzahnung. Weitere Aspekte die mir außerordentlich gut gefallen, sind das Tiersterben auf den Rundenkarten (wir können sie aber in den Stall retten), der Aspekt des Enginebuildings über entsprechende Karten deren Erträge uns Runde für Runde ausgeschüttet werden (sollte man nicht unterschätzen!) und ganz besonders der Mechanismus wie die Äcker funktionieren - eine mechanisch simple, aber hervorragende Mechanik! Viele monieren den Grad der Komplexität, aber wie so oft sage ich, dass Qualität sich nicht über die Komplexität definiert! Man muss sich auf Spiele einlassen können und sie für sich bewerten (sagt der Fanboy). Wer etwas Spielerfahrung hat und die Spielewelt von Uwe Rosenberg gerne entdecken möchte, für die ist Hallertau aufgrund der einfachen Mechanismen und des nicht vorhandenen Ernährungsdrucks ein schönes Einstiegsspiel, welches auch langfristig seinen Wiederspielreiz hat.

* Indian Summer

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.24 von Meeplestilzchen - Indian Summer ist mit Abstand mein Lieblingsspiel aus der Jahreszeitentrilogie. Es lockt mich, es mit der Höchstpunktzahl zu bewerten, aber nein... New York Zoo gefällt mir von der spielerischen Anforderung doch etwas besser, daher muss ein Unterschied gegeben sein. Am besten finde ich an diesem Spiel, wie man die Puzzleteile legt. Optimal wird jede Fundsache von einem Loch überdeckt und dabei sollten dann möglichst viele Löcher passend für Tierplättchen aneinander liegen, nichts was man tut ist wirklich irrelevant. Ich finde das hat durchaus etwas innovatives, was man durchaus mal gespielt haben sollte, wenn man auf diese Art von Legespiele steht.

* Juicy Fruits

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.25 von Meeplestilzchen - Zunächst bleibt einmal festzuhalten: Juicy Fruits ist ein Familienspiel ohne Glücksfaktor, denn zu Spielbeginn steht fest was wir erfüllen und erreichen können. Die grafische Gestaltung ist sehr hübsch, das Material ebenso und es hat eine klare Symbolik. Dahingehend ist Mycelia von Ravensburger vergleichsweise komplizierter. Die Früchte hätten es aber auch eine Nummer kleiner getan, für meinen Geschmack sind sie größer als es notwendig ist (daher einen Punkt Abzug). Rein spielerisch, bewertet in seiner Kategorie, fällt mir die Bewertung schwer... das Grundspiel war bei mir schnell ausgelutscht, die andere Wertungsseite ist dahingehend schon interessanter. Ich habe den Mittelwert meiner Noten entscheiden lassen, da ab 5 aufgerundet wird (4,5) und die eher mangelnde Interaktion mich überhaupt nicht stört, vergebe ich dann doch gerne eine wohlwollende 5.

* Kannste Knicken

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.25 von Meeplestilzchen - Der erste Eindruck kann täuschen. \"Kannste knicken\" wirkt sehr unscheinbar, ist aber unter dem Strich ein, wie ich finde, recht innovatives Würfelspiel bei dem gewissermaßen auch Timing eine Rolle spielt um zu gewinnen - denn versuche ich zu sehr drauf zu gehen alle vier Boni freizuschalten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass jemand anders das Spiel aus macht. Auch wenn es ein Würfelspiel und somit sehr glückslastig ist, sprich Pläne nicht immer aufgehen, bin ich doch schon sehr davon abhängig wie geschickt ich die Kreuze verteile. Ich muss Symbole erreichen um die Ecken knicken zu dürfen, dann tauchen neue Symbole auf die ich erreichen und dann noch verbinden muss um zu gewinnen - darüber hinaus kommt das Spiel mit insgesamt 4 verschiedenen Gewinnblättern, mir gefällt es. Es zieht sich nicht und ich bin gegen Ende nicht zwingend auf eine bestimmte Kombination angewiesen, die große Schwäche die vergleichsweise \"Noch Mal!\" hat.

* Knarr

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.07.24 von Meeplestilzchen - Was ein starker Jahrgang im Bereich der Kartenspiele. Drachenhüter, Mischwald, Faraway, 5 Towers, Schnitzeljagd, Knarr u.v.m. Das Spiel ist an sich recht solitär, abgesehen davon, dass man sich innerhalb einer Punkteleiste jagdt und sich Karten wegschnappen kann (hier rung ich mit mir ob 2 oder 3, ich bin ja mit diesen Einstufungen sehr streng), aber was man hier - analog zu Drachenhüter - mit dem bisschen Material an Entscheidungsvielfalt hat und das obwohl die eigene Strategie sehr davon abhängt was ausliegt (hier muss man halt Gelegenheiten erkennen können, gehört bei guten Spielern dazu!) - Hut ab! Spiele ich einen Matrosen aus, wenn ja welchen? Welche Bonis löse ich dabei aus, welche Karte bekomme ich dadurch als Nächstes? Spiele ich lieber eine andere Karte aus um eine absolute Wunschkarte dafür auf die Hand zu bekommen? Oder gebe ich Teile meiner Auslage aus, um eine attraktive Handelskarte dafür zu bekommen, welche ich dann oben an mein Schiff anlege, damit ich als Extrazug (!) weitere coole Boni auslösen kann? Klasse! Optisch ist es mit meinen Augen gesehen gewiss keine Schönheit (aber nicht so scheußlich wie Schnitzeljagd), aber spielerisch strotzt es nur so vor Qualität und das in jeder Konstellation. Wenn ich meine Top-3-Kartenspiele 2023 ranken soll, befinden sich hier auf jeden Fall Drachenhüter, Mischwald und Knarr. Ich denke man kann jeweils meine Begeisterung hierfür gut herauslesen... ich hoffe, dass Drachenhüter und/oder Knarr beim Spiel des Jahres gewürdigt werden, beides sind Spiele die es auf jeden Fall verdient haben präsentiert zu werden. Mischwald sehe ich eher beim Kennerspiel des Jahres. Update: Sehr schade, dass es das Spiel nicht mal auf die Empfehlungsliste geschafft hat! Geringfügige Anpassung der Bewertung.

* L.A.M.A. Kadabra

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.04.25 von Meeplestilzchen - L.A.M.A. Plus, wenn man so will. Es bietet mehr Einfluss als seine Urversion: Karten sind doppelseitig bedruckt, man kann das Spielende etwas hinauszögern in dem die Person zu seiner Linken eine Karte nachziehen lassen kann und man hat einen zusätzlichen Chip der einen eine Runde aussetzen lässt - aber es kostet natürlich in Summe alles mehr Minuspunkte, denn jener Chip ist 10 Minuspunkte wert und wenn man bei der entstehenden Zaubershow kein Lama nachlegen kann, kassiert man viele Minuspunkte zusätzlich und die doppelt bedruckten Karten geben dummerweise auch beide Werte an Minuspunkte. L.A.M.A. Kadabra hat bei mir leicht die Nase vorn, wenn ich mich entscheiden müsste.

* Lacrimosa

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.04.24 von Meeplestilzchen - Der Beitrag von Dietrich (nicht konfrontativ gemeint) kann einen falschen Eindruck hinterlassen, denn gesteuert wird das Spiel durch einen Kartenmechanismus bei dem wir jedes Mal wenn wir dran sind aus unserer Hand 2 Karten auswählen, bei denen wir uns entscheiden müssen: von welcher nutze ich den oberen Effekt als Aktion(en) und von welcher nutze ich den unteren Effekt um in der Verwaltungsphase an zusätzliche Scheiben (3 Arten von Währung im Spiel) und gegebenenfalls andere Effekte wie zBsp Siegpunkte zu bekommen. Erfahrene Expertenspieler und Expertenspielerinnen werden jetzt aufhorchen, denn dieser Kartenmechanismus ist von Gloomhaven bekannt, auch hier wählen wir 2 Karten aus von denen wir bei einer den oberen und von der Anderen den unteren Effekt nutzen wollen. Die Mozartfigur welche wir über den Spielplan bewegen wird durch die Aktion \"Reisen\" aktiviert, wodurch wir sie über zusammenhängende Straßen über den Spielplan bewegen und die Reisekosten der Wege in Summe bezahlen, wenn sie am gewünschten Zielort angekommen ist, sprich ein Workermovement, mit der bekannteste Vertreter dürfte Great Western Trail sein. An sich ist Lacrimosa ein interessantes Kennerspiel, vielleicht in etwa auf dem selben Level wie \"Die verlorenen Ruinen von Arnak\" mit interessantem Deckbauaspekt, bei dem wir unsere Kartenauswahl stetig verbessern ohne dabei das Deck zu verkleinern oder zu vergrößern. Hauptpunktequellen sind die Opera (Erwerb und Verkauf) und das Requiem. Die Anleitung empfinde ich als unstrukturiert, die Interaktion... ja, ich denke an eine 4,5 statt 4 oder 5 Punkte. Aufgrund dessen, dass es davon abhängt welche Plättchen ausliegen, wann die Karten innerhalb ihrer Epoche in\\\'s Spiel kommen und wann man am Zug ist um die gewünschte Karte dann auch zu bekommen, sowie dass die Möglichkeiten eher begrenzt sind Punkte zu machen, ist es für mich eher ein taktisches als ein strategisches Spiel. Da man in Kombination von Handkarten und Stadtplättchen coole Aktionsketten hinbekommen kann, gebe ich dem Spiel gerne eine sehr gute 5! Ich bereue den Kauf keineswegs und kann es allen empfehlen, denen Expertenspiele eine Nummer zu groß sind.

* Mycelia

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.07.24 von Meeplestilzchen - Mycelia ist ein Paradebeispiel, wie ein modernes Brettspiel für Einsteigerinnen und Einsteiger gestaltet sein sollte: Zugängliche Regeln ohne langes Regelstudium, herausragende Mechanismen, die einen sanft an die Hand genommen in unsere fantastische Welt entführen, eine funktionierende Einstiegsvariante mit zusätzlichen Modulen als Option auf mehr - eigentlich sind solche Spiele prädestiniert für das Spiel des Jahres, so sollte nach meiner Definition die Mission lauten. Nun, die Jury versteht ihre Mission scheinbar etwas anders und verlagert die Gewichtung mehr Richtung Einfachheit (auch wenn Qualität natürlich nicht vollends auf der Strecke bleibt). Jedenfalls haben wir es hier mit sanften Deckbuilding zu tun, die Karteneffekte sind in der Grundversion recht einfach und unspektakulär, überfordern dafür aber nicht (langweilen aber schnell Vielspielerinnen und Vielspieler). Das einzige Manko ist, dass die Symbolsprache nicht immer ganz eindeutig ist und auch nicht alles erklärt wird, das sehe ich als kleine Delle. Die beiliegenden Übersichtskarten sind... nun, ich habe diesbezüglich schon besseres gesehen. Wir haben dieses Spiel auch schon oft mit entsprechenden Zielpersonen gespielt und was soll ich sagen - alles wurde schnell und gut verstanden, auch spielerisch war schnell klar was verlangt wird und wie man dorthin kommt (Tautropfen vom Tableau entfernen) und auch der eine oder andere Sieg kam dabei rum. Dass es sich danach auch selbst gekauft wurde spricht für sich. Von meiner Seite aus ist es eine klare Empfehlung für all jene, welche die ersten Schritte in die moderne Spielewelt wagen möchten oder für Leute die etwas benötigen um Andere an die Hand zunehmen. Aber wir spielen es auch gerne zwischendurch! Die grafische Gestaltung ist natürlich allerliebst.