Leserwertungen

Wir bieten den Besuchern unserer Seite die Möglichkeit, selbst die Spiele zu bewerten. Dies soll Spielefans und potenziellen Spielekäufern die Möglichkeit geben, sich ein umfassenderes Bild zu machen.

* Die Legenden von Andor: Neue Helden

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.03.25 von Meeplestilzchen - Die Erweiterung bietet die Möglichkeit die Legenden von Andor zu fünft oder sechst zu bestreiten - ob man das möchte? Hmm... meine Grenze liegt eher bei 3 Personen, noch lieber spiele ich es zu zweit. Aber ich habe diese Erweiterung ja auch hauptsächlich wegen der neuen Helden gekauft, definitiv eine "Kann-Erweiterung" die man nicht unbedingt haben muss. Der Bruderschild ist eine schöne Mini-Erweiterung, der trunkene Troll ist leider nicht so lustig wie es sich anhört.

* Dog

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.25 von Meeplestilzchen - DOG ist eine richtig gute Alternative zu \"Mensch ärgere dich nicht\" wenn man diesem Klassiker überdrüssig geworden ist - nein, es ist ein Update. Seit dem wir das spielen, empfinde ich das Spielprinzip nicht mehr als Quälerei. Durch den Wechsel von Würfel auf Karten mit verschiedenen Effekten hat man nun deutlich mehr Entscheidungsfreiheiten, kann besser taktieren und man würfelt nicht ewig hin und her bis nach 2 Stunden endlich mal das passende Ergebnis fällt... kann man nicht, passt man, was dem Spielfluss erheblich zu Gute kommt und man bekommt neue Karten - von der man auch eine kooperativ mit Partner tauscht oder kompetitiv im Uhrzeigersinn mit den Mitspielern. Natürlich spielt auch der Zufall hier eine große Rolle, das Ganze ist kein Planungsspiel, aber dennoch etwas was man immer wieder zwischendurch sehr gerne hervorholt. Aber Black DOG oder DOG Royal (vor allem Letzteres) bieten mit einem einfachen Kniff noch mehr Spiel, wodurch mir das nochmal einen Zacken besser gefällt als der, wie man mittlerweile auch sagen muss, Klassiker (deswegen \"nur\" 4 Punkte im Spielreiz statt 5). Generell überzeugt Schmidt Spiele mit einer guten Auswahl an modernen Interpretationen von Klassikern wie DOG (Mensch ärgere dich nicht), Passt nicht! (Mau-Mau), Qwirkle (Rommikub) oder die Klein & Fein-Reihe (Kniffel). All das ziehe ich jederzeit den Klassikern vor.

* Framework

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.24 von Meeplestilzchen - Framework ist gewiss eine eher abgespeckte Variante von Nova Luna. Auswahlmechanismus und Gestaltung sind sehr unspektakulär, es hat etwas freundlichere Regeln und ist zugänglicher. Macht es das also schlechter? Nein, nicht wirklich, auch wenn ich hier im Vergleich zu Nova Luna eine Note runter gehe. Komplexität ist für mich erstmal kein Kriterium um Qualität zu bewerten, ich sehe aber dennoch ein paar kleine, persönliche Pluspunkte bei Nova Luna. Dennoch hatten wir bisher mit über 20 Partien jede menge Spielspaß, sei es direkt gegeneinander oder mit kleinen Solochallenges. Ähnlich wie bei der Jahreszeitentrilogie hätte ich mich hier lieber eine Weiterentwicklung gewünscht, an Stelle einer zugänglicheren Variante, denn das kann er (ich kann Uwe\\\'s Argumentation hierzu aber voll und ganz verstehen!). Wenn man so viele seiner Spiele spielt wie wir, dann erkennt man einzelne Entwicklungsprozesse, auch Komplexitätsübergreifend.

* King of Tokyo

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.07.24 von Meeplestilzchen - Wir haben King of Tokyo tatsächlich erst relativ spät über die Monster-Box entdeckt, seit dem haben wir diese coole \"Kniffel-Klopperei\" schon total oft gespielt. Laut Boardgame Stats ist es sogar unser meistgespieltes Spiel, welches wir, traditionell muss man schon sagen, sehr gerne verschenken da es allen Mitspielenden bisher immer großen Spaß bereitet hat. Die Bewertung schaut mauer aus, als es das Spiel tatsächlich ist, aber mein Maßstab ist was wir sonst spielen (richtig gute, einfache Spiele, Kennerspiele und vorwiegend Expertenspiele) und da ist King of Tokyo vergleichsweise natürlich kein Überflieger - da es meine Bewertung ist, sollte das in Ordnung gehen! Die Karteneffekte runden das Spiel schön ab und lassen das Zufallselement ein wenig beeinflussbar machen - leider fallen die Würfel (was Würfel nunmal an sich haben) nicht immer so wie sie sollten, daher kann es durchaus mal zu zähen Partien kommen, wenn man keine Möglichkeit der Einflussnahme hat, zum Beispiel die nötige Energie um eine Karte mit Soforteffekt zu kaufen die Lebenspunkte abzieht. Es ist aber halt auch nur ein Funspiel, dafür aber ein richtig gutes! Es zeigt, dass Kniffel deutlich mehr sein kann, als eine langweilige Beschäftigungstherapie.

* Kuhfstein

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.25 von Meeplestilzchen - So wie im Fazit der Rezension ging es mir zunächst auch, weshalb ich Kuhfstein erstmal überhaupt nicht beachtet habe. Aber es blieb dennoch im Hinterkopf haften und irgendwann habe ich es uns dann doch mal gekauft. Nun, wer meine Beiträge verfolgt weiß, dass ich Spiele sehr sorgfältig auswähle und entsprechend von unseren Spielen begeistert bin (ich beschäftige mich im Vorfeld intensiv mit den Spielen um Fehlgriffe zu vermeiden). Kuhfstein versetzte mich/uns zwar nicht in totale Begeisterung, aber es ist dennoch ein gutes Spiel von Rita Modl, Kuhfstein hat dafür gesorgt, dass ich mir Spiele dieser Autorin künftig genauer anschaue. Was die Spielbarkeit betrifft: 1x die Regeln gelesen und alles war klar, der Spielverlauf ist flüssig, es blieben bei uns keine Fragen offen. Da ist Lumicora vergleichsweise anspruchsvoller. Kommen wir zur Endnote im Spielreiz: da ich von Legespielen wie Cascadia (KOSMOS), Applejack (The Game Builders), Auf den Wegen von Darwin (Sorry we are French) und Intarsia (Deep Print Games) regelrecht begeistert bin (jeweils Note 6) und Lumicora (Deep Print Games) höchstwahrscheinlich in Zukunft mit Note 5 bewerten von mir bewertet wird, lege ich mich bei Kuhfstein auf eine 4 fest, da mich Lumicora spielerisch doch etwas mehr reizt. Man merkt, bei der Masse an Legespielen muss man mittlerweile wirklich das Besondere herausfiltern.

* L.A.M.A.

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.04.25 von Meeplestilzchen - L.A.M.A. hat uns in der Familie bisher viel Freude bereitet. Locker, simpel aber dennoch etwas taktisch zum Ende einer Runde hin. Zockt man zu viel steht man am Ende mit einer ordentlichen Portion Chips (Minuspunkte) da.

* Mindbug

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.07.24 von Meeplestilzchen - Mindbug ist ein nettes, kleines Kartenspiel für 2 Personen, die sich gerne auf lockere und lustige Weise ein bisschen ärgern möchten, mit 4 Personen habe ich es noch nicht gespielt. Ich bezeichne es sehr gerne als Duellvariante vom fantastischen Würfelspiel King of Tokyo (Monsterthema, lustiges Gekloppe, selber Autor - bietet sich an.). Einfache regeln, recht unkompliziert. Da wächst man sehr schnell rein und hat jede menge Spaß. Aber für das strategische Kartenspiel empfehle ich eher andere Sachen, dies ist für mich wie bereits angedeutet eher ein gutes Funspiel.

* Noch mal!

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.25 von Meeplestilzchen - \"Noch Mal!\" ist es eine gut gelungene Kniffel-Interpretation innerhalb der Klein & Fein-Reihe aus dem Hause Schmidt Spiele, ich sehe hier nur eine große Schwäche: gegen Ende hin ist man auf bestimmte Kombinationen angewiesen. Wenn diese nicht auftauchen und auch die Joker abgestrichen sind - Pech gehabt, dann kommt leider dieser (wie ich ihn nenne) \"Phase 10-Effekt\": man wartet ewig darauf, dass endlich das kommt was einer benötigt um die Partie auszumachen. Ich bin recht deutlich der Meinung, dass dieses Autorenpaar dies hier wesentlich eleganter hätte lösen können. So ist es leider nur ein gutes Würfelspiel und kein sehr gutes - dennoch spiele ich es immer wieder gerne.

* Nunatak

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.24 von Meeplestilzchen - Nunatak wirkt in sich recht stimmig, die Karten sind gut mit dem Spielbrett und den Aktionen verzahnt, da kann man nichts gegen sagen. Grafisch ist es auch ein schönes Spiel, aber kein Blender wie ich festgestellt habe. Spielerisch ist es Interkation pur: 1) Welche Karten sammel ich, worauf gehen die Mitspielenden? 2) Wo kann ich eine optimale Punkteausbeute erzielen? 3) Wo kann ich eine Punkteexplosion meiner Mitspielenden eindämmen? Man muss sich halt darauf einstellen, dass ein lockeres, unkompliziertes aber sehr taktisches Familienspiel ist, welches echt Spaß macht. Es ist nicht das Beste seiner Kategorie im Jahrgang, aber solide gut. Warum dann nur eine 4 beim Spielreiz? Weil es am besten zu dritt funktioniert, ohne mit Extraregeln auszukommen. Die für das 4-Personen-Spiel gehen noch, aber Solo und 2 Personen? Hmm.. nein, da hat das Spiel schon seine Macken und Einschränkungen, auch wenn die jeweiligen Regeln sehr logisch und nachvollziehbar sind.

* Savannah Park

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.25 von Meeplestilzchen - Savannah Park ist schwierig zu bewerten... wirkliche Interaktion hat es nicht, außer dass immer eine Person bestimmt welches Plättchen versetzt werden soll. Der Einfluss darauf ist somit auch gering, manchmal muss man sich selbst ein dickes Ei ins Nest legen, da es nicht anders geht. Auf der anderen Seite ist es ein Stück weit möglich eine Strategie zu planen, man bekommt sie aber selten optimal umgesetzt und muss sich darauf einstellen Kompromisse einzugehen. Manchmal ist es taktisch klug ein Plättchen zu bestimmen, was jemand anders gerade nicht gebrauchen kann. Das Spiel gefällt mir durchaus gut, aber ja, ich habe auch schon besseres gespielt. Es ist jetzt aber auch nicht so \"schlecht\", dass ich noch eine Note tiefer gehen muss. Ich würde es als gut-solides Familienspiel bezeichnen, welches man gerne in der Sammlung haben kann.

* Challengers!

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.07.24 von Meeplestilzchen - Challengers ist für mich schwer zu beurteilen, es ist ein Spiel welches in der passenden Situation für die passenden Spielenden echt zünden kann. Die Aufmachung würde ich als gut bewerten wollen, da ich denke dass es für die Masse an Karten echte Fleißarbeit gewesen sein muss. Als Vielspieler habe ich tatsächlich schon wesentlich besseres gespielt, aber ich bin auch nicht die Zielgruppe. Warum habe ich es trotzdem in der Sammlung? Weil ich es für Feierlichkeiten mit Freunden und Familie für ein passendes Spiel halte und da hat es bisher dann auch gezündet. Ist es ein würdiges Kennerspiel des Jahres? Wir haben es mit großem Erfolg auf dem letzten Kindergeburtstag unseres Sohnes auf den Tisch gebracht, alle im Alter zwischen 9 und 10. Das möchte ich jetzt einfach mal wertungsfrei für künftige Leserinnen und Leser im Raum stehen lassen...

* Die Legenden von Andor: Die Bonus-Box

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.03.25 von Meeplestilzchen - Die Box stammt aus 2017, heute würde man sich vermutlich empfindlicher über die Leere darin aufregen als es vielleicht vor 8 Jahren noch der Fall gewesen ist. Gut, die Box bietet tolle Inhalte wie zusätzliche Legenden als Lückenfüller im Grundspiel, die Fluggors welche eine knifflige Mechanik in das Spiel bringen, der Wolfskrieger Orfen bzw. die Wolfskriegerin Marfa und die einfachen Ereigniskarten. Aber eben leider auch eine menge Luft. Ich hätte es viel sympathischer gefunden, wenn darin die Bonus-Legenden auf der Homepage noch enthalten gewesen wären als eine, große Promo-Box (inhaltlich). So ist die Box leider nur "nett cool" und nicht "voll cool". Die Bonus-Box lohnt sich meiner Meinung nach nur für richtige Fans, so fair muss man trotz Fanbrille schon sein, wobei es so aussieht als wenn sie gar nicht mehr gedruckt wird, da sich die Inhalte mittlerweile (vollständig?) in der Big-Box befinden.

* Endless Winter: Höhlenmalerei / Cave Paintings

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.09.24 von Meeplestilzchen - Höhlenmalerei ist in meinen Augen die schlechteste Erweiterung die Endless Winter zu bieten hat. An und für sich ist die Idee mit den Zeichnungen ganz nett und fühlt sich auch irgendwo thematisch an, aber in meinen Partien habe ich sie als sehr mächtig empfunden. Vielleicht sogar zu mächtig? Wenn jemand stark darauf spielt, so sollte man dieses Element meiner Meinung nach nicht außer Acht lassen. Ich bin sehr, sehr vorsichtig mit solchen Äußerungen, aber hier wage ich sie: ich denke diese Erweiterung ist unausbalanciert.

* Gloomhaven

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.24 von Meeplestilzchen - Ich drücke das üblicherweise gar nicht so aus, aber bei Gloomhaven hangle ich mich mal an den Bewertungskriterien entlang. Die Aufmachung gefällt mir insgesamt ganz gut, allerdings finde ich die Spielplanteile der Dungeons etwas eintönig (persönliches Empfinden). Die restliche Gestaltung gefällt mir dagegen ziemlich gut! Die Spielbarkeit ansich halte ich zwar für recht flüssig, allerdings sind die Regeln in vielerlei Hinsicht kleinteilig und beantworten, ohne nachzuschlagen, nicht immer jede Frage sofort. Es gibt sehr, sehr viel zu beachten. Bei der Interaktion lässt sich sagen, dass ich nie einen großen Unterschied gespürt habe ob ich es zuzweit spiele oder allein. Im Solospiel kann ich mir zumindest soviel Zeit lassen, wie ich es möchte ohne dass es sich auf Andere störend auswirkt. Detailreichen kommunizieren dürfen wir eh nicht! Den Einfluss würde ich grundsätzlich weiter höher bewerten wollen, wäre da nicht der Modifikationsstapel. Den können wir zwar mit steigendem Fortschritt beeinflussen, aber wenn man halt die Niete zieht ist es um den besten Spielzug den man machen könnte geschehen - Grund genug für mich um gleich zwei Noten runter zugehen. Der Spielreiz ist sehr schwer zu bewerten. Eigentlich ist dieser bei mir sehr hoch angesetzt, da es grundsätzlich ein richtig gutes Spiel ist, aber es ist doch sehr, sehr langatmig mit viel Verwaltungsaufwand, einer ziemlichen Materialschlacht und auf Dauer zu wenig Abwechslung. Wer speziell auf Dungeon Crawler steht, für die ist Gloomhaven ein echtes Muss, das kann man einfach so sagen. Aber für jemanden wie mich, der vorwiegend Eurogames spielt, geht die Kampagne einfach zulange und enthält mir persönlich zuwenig Story - diese reduziert sich im Grunde auf: du dringst irgendwo ein, siehst Blut und Leichen, plötzlich tauchen Monster auf und jetzt geh und hau drauf und sammle ein paar Truhen ein. Rein von der Story her gibt es mit, zum Beispiel, Tainted Grail, ISS Vanguard oder Schlafende Götter mittlerweile bessere Spiele die zeitlich zu bewältigen sind. Die habe ich teilweise auch in unserer eignen Ludothek. Ich möchte das Spiel sehr gerne abfeiern, zumal ich auch \"Die Pranken des Löwen\" sehr gerne habe, aber für das was es bietet möchte ich zugunsten von Gloomhaven keine anderen Spiele lange Zeit unbeachtet lassen. Ich hoffe durch meine Erläuterungen wird klar, dass ich Gloomhaven prinzipiell gut finde, ich aber in der Praxis keine Höchstnoten vergeben kann und möchte.

* Merkator

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.07.24 von Meeplestilzchen - \"Der Fan-Boy findet doch alles von Uwe Rosenberg gut\". Nein, überhaupt nicht. Merkator ist eine kaufmännische Simulation (trockenes optimieren), wir beschaffen und verkaufen und das, analog zu Oranienburger Kanal (welches mir als abstraktes Spiel ohne Gestaltung deutlich mehr Spaß macht), auf eine eher abstrakte Art und Weise. Aus heutiger Sicht halte ich Anno 1800 von Martin Wallace für ein vergleichbares Spiel. Mechanisch und spielerisch funktioniert das Spiel zweifellos (gebe aber trotzdem nicht die volle Punktzahl, darauf gehe ich gleich noch ein), aber grafisch spricht es mich überhaupt nicht an. Normalerweise sage ich, dass die Grafik eher zweitrangig ist, aber im Gegensatz zu Oranienburger Kanal stört sie mich heftig und das fängt schon bei der Schachtel an, die optisch mit Caverna (was aber eher thematische Gründe hat) in der Reihe mit allen Anderen aus dem Raster fällt. Ich muss zugeben, dass sich Meraktor eher in meiner Sammlung befindet, um die Rosenberg-Reihe zu komplettieren und nicht, weil ich es so toll finde. Es ist ebenfalls ein Spiel, welches in jeder Konstellation gut spielbar ist (und hier kommen wir zum Punkt der Spielbarkeit zurück), aber analog zur Glasstraße und Nusfjord ist Merkator für mich auch wieder etwas, welche ab 3 Personen sein volles Potenzial entfaltet, nämlich durch den Mitreisemechanismus auf dem großen Spielplan. Daher pendelt es sich auch entsprechend bei der Interaktion wie bewertet ein.

* Monkey Palace

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.12.24 von Meeplestilzchen - Nach längerer Zeit (?) mal wieder ein Legospiel, welches ich bewusst wahrgenommen habe - und auch spiele. Zugegeben, ohne unseren Sohn wäre das wahrscheinlich niemals in den Einkaufskorb gerutscht, aber so kam man dann jetzt mal in den Genuss. Beim Spielreiz schwanke ich zwischen 3 und 4, tendiere aber eher zur 3, da man doch sehr drauf achten muss regelkonform zu bauen, das bremst den Spielfluss gerne aus. Für ein Familienspiel welches verhältnismäßig in seiner Kategorie kaum Komplexität hat, ist es in der Hinsicht nach unserem Geschmack ein Stück weit zu kompliziert. Aber an und für sich ist eine recht gut gelungen Lego mit Brettspiele zu verbinden, wenn auch der Abbau etwas nervig sein kann. Aber das Spiel besteht nun mal aus Legosteinen, weshalb ich das nicht negativ in die Bewertung mit einfließen lassen möchte. Wer also Spaß an einer lockeren Fusion aus Lego und Brettspielen hat, macht nicht wirklich was falsch. Man darf es, meiner Meinung nach, mechanisch nur nicht zu ernst nehmen.

* Paleo

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.10.24 von Meeplestilzchen - Ich weiß nicht so recht was ich von Paleo halten soll. Einerseits machte es immer Spaß, auf der anderen Seite ist es selbst für ein kooperatives Abenteuerspiel viel zu willkürlich und unplanbar. Und dann passt es wiederum auch irgendwo: wir ziehen die obersten drei Karten ohne die Reihenfolge zu verändern und überlegen uns in welches Terrain jede einzelne Person sich begibt, wissen aber nicht so recht was uns erwartet. Das Spiel ist nicht planbar (das möchte ich aber nicht so wirklich kritisieren, weil darin ja auch oft der Spielreiz liegt), aber dennoch zu schaffen. Regeltechnisch ist es eines der am schlechtesten beschriebenen Spiele in unserer Sammlung. An und für sich ist es eine gelungene Simulation aus der Steinzeit, wenn man da Wunden zu sich zog überlebte man nicht lang, aber dennoch... spielmechanisch fühlt es sich unvollkommen an. Ich kann nachvollziehen, warum es zum Kennerspiel des Jahres gekürt wurde, es ist grundsätzlich kein schlechtes Spiel, allerdings spricht man heute mehr über \"Die verlorenen Ruinen von Arnak\" als von Paleo.

* Risiko Classic

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.02.25 von Meeplestilzchen - In letzter Zeit haben wir auf Wunsch des Kindes (11) vermehrt wieder Klassiker gespielt und heute habe ich den Vergleich zwischen Klassik und Moderne. Wir als Vielspieler, wozu ich mich auch zähle (allen voran Expertenspiele) neigen sehr gerne dazu alte Spiele zu belächeln, weil sie mechanisch nicht mehr zeitgemäß sind. Das habe ich durchaus auch phasenweise getan - heute merke ich aber, dass diese Spiele uns auf Augenhöhe zu Anderen wieder herunter holen. Denn seien wir mal ehrlich... Spielerinnen und Spieler mit deutlich weniger Erfahrung gehen unter, wenn sie gegen jemanden von uns Twilight Imperium spielen sollen. Das Zufallselement von Risiko schafft jedoch eine schöne Balance und egalisiert ein Stück weit die Erfahrung und sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis der Kräfte, was diesen Klassiker in meinen Augen unglaublich wertvoll macht um eine schöne, gemeinsame Zeit zu verbingen. Das gilt aber nicht nur für Risiko, sondern auch für andere Klassiker wie Monopoly, Spiel des Lebens, Das verrückte Labyrinth usw. Aus meinen persönlichen Erfahrungen im Bereich der Brettspiele habe ich mittlerweile folgende Erkenntnis: wir sollten von unserem hohen Ross runterkommen und es akzeptieren, dass nicht jede Person Lust auf eine mechanische Meisterleistung hat, sondern auch oftmals die einfachen Dinge schätzt, bei denen man schnell aufbaut, maximal eine doppelseitige Spielregel hat und los geht\\\'s. Ich denke aus diesem Blickwinkel betrachtet ist Risiko auch heute kein schlechtes Spiel.

* Spring Meadow

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.24 von Meeplestilzchen - Für manche ist Spring Meadow das beste Spiel der Jahreszeitentrilogie, für mich ist es das am wenigstens interessante. Cottage Garden ist, wenn man es so sehen möchte, eine Weiterentwicklung von Patchwork. Indian Summer hebt sich wiederum von Cottage Garden als Weiterentwicklung des Puzzlemechanismus ab. Von Spring Meadow habe ich etwas mehr erwartet, auf mich wirkt es fast wie eine Mischung aus beidem. Es ist in dem Sinne auch kein schlechtes Spiel, mir fehlt einfach ein Stück weit die von Uwe Rosenberg typische Weiterentwicklung, was er (nach meiner persönlichen Meinung) mit New York Zoo nachgeholt hatte. Optisch gefällt es mir dagegen gut: der Winter macht allmählich Platz für die Frühlingswiese.

* Tulpenfieber

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.07.24 von Meeplestilzchen - Trotz ernüchternder Benotung meinerseits halte ich es für ein Spielchen, welches zu unrecht verpönt wird, daher ist es mir wichtig einmal hiermit zu betonen, dass Tulpenfieber grundsätzlich kein schlechtes Spiel ist - auch wenn es mit der Ganz schön clever-Reihe von Wolfgang Warsch bessere Kniffel-Varianten gibt. Zielgruppe sind ganz eindeutig nicht die Vielspieler, aber in Runden mit unerfahrenen Spielerinnen und Spielern oder auch mit Kindern habe ich bisher nie auch nur ein schlechtes Wort über dieses Spiel gehört. Selbst meine Frau und ich spielen es gelegentlich mal als lockeren, kleinen Absacker hinterher. Warum auch nicht? Uns gefällt das Spielchen (auch wenn wir es nicht ausprobiert hätten, wäre der Autor nicht Uwe Rosenberg). Jedenfalls finde ich Uwe Rosenberg\\'s Tulpenfieber deutlich besser als Armonia oder sogar das Würfel-Bohnanza, bei dem man durchaus unter dem "Phase 10-Effekt" leiden kann (ich komme einfach nicht weiter, weil ich nicht das passende ziehe - in diesem Fall würfle). Für das was es ist und sein möchte, macht es seine Sache gut! Der Glücksfaktor wird gemildert, sobald man ein 2x3 oder 3x2-Raster gelegt hat und dieses mit einem Sonderplättchen zur Manipulation des Würfels belegen darf. Dazu kommt die Möglichkeit sich weitere Würfel freizuschalten, was das Spiel nicht unbedingt bräuchte, aber wiederum etwas belohnendes hat und es doch irgendwie abrundet. Beides macht es zu einem deutlich besseren Kniffel, als die Urversion. Die einzige echte Kritik richtet sich an den Amigo-Verlag bezüglich der Ausstattung: Warum nicht ein Würfelset pro Farbe/Person?! Ein Würfelset für alle hat bei unseren unerfahrenen Mitspielenden zu Verwirrungen geführt (wieviele Würfel hatte ich nochmal? Wieviele du nochmal?), daher habe ich es selbst mit einem Set pro Farbe ergänzt. So bleiben die 3 Würfel immer auf dem Tableau liegen, bis sie freigespielt wurden und alle wissen stets, wieviele Würfel sie zur Verfügung haben.