KURZBERICHT:
H@llisches
Pfingstzocken
vom 1. - 2. Juni 2001
3. Juni 2001:
Bei der H@LL9000 stand Pfingsten
2001 im Zeichen des Spiels. Freitag und Samstag wurde intensiv genutzt um
gemeinsam zu spielen.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen einen Kurzbericht hierzu abzugeben:
(Anmerkung: Auf ein Fotoshooting haben wir bewusst verzichtet. Es gibt
sicher interessantere Fotos, als Menschen, die am Spieltisch sitzen.)
Da die Anzahl an Spielern beide Tage übersichtlich blieb (zwischen 6 und 8 Spieler) herrschte eine sehr heimige und entspannte Atmosphäre.
Mit "Volldampf" (im doppeldeutigen Sinn) starteten den Spieleabend am Freitag. Ein schönes Eisenbahnspiel, welches jedoch etwas Zeit in Anspruch nimmt.
Folgen sollte eigentlich das
große Pizzaspiel, jedoch
dauerten die Vorbereitungen des italienischen Spieleverlags um die Ecke etwas
länger als geplant, so wurde eine Runde "Zirkus
Flohcati" (kurzweilig
ohne großen Anspruch) eingelegt.
Als dann endlich unsere Pizza-Rezensionsexemplare eintrafen, machten wir uns
sofort an die Arbeit. Etwas überrascht waren jedoch Roman Pelek, Claudia Hely
und Frank Gartner, als sie die Spielausstattung von Spielvariante "Pizza
Nr. 40" begutachteten. Anstelle von Kartoffeln und Spinat (diese
Zusammenstellung klang interessant) befanden sich Karpern und Sardellen auf dem
teigartigen Spielbrett. Wie konnte so etwas passieren? Ein Fehler unsererseits?
Hatten wir die falsche Nummer genannt? Ein Blick auf das Flugblatt brachte
Auflösung: Die Nr. 40 befand sich 2 x auf dem Bestellflyer!!! Der Hunger war
größer als die Empörung, also opferten wir uns.
Als nächstes Spiel kam "Big
Deal" auf den Tisch,
welches sich in dieser Runde etwas zäher gestaltete als gewohnt. Vielleicht war
es die falsche Uhrzeit?
Etwas mehr Dynamik kam mit "Family-Bussiness"
zurück an den Spieltisch, gefolgt von einer schnellen Runde des Kinderspiels "Rüsselbande"
. Der Abend wurde im kleineren Kreis mit "Tichu"
(Das Kartenspiel für 4 Personen!!) abgerundet und endete ca. 7:00 Uhr.
Der nächste Spieltag startete natürlich etwas später als am Vortag geplant. Ab 12:00 Uhr wurde erst einmal gemütlich und ausgiebig gebruncht, so dass wir uns ab ca. 13:30 Uhr alle am Spieltisch wiederfanden. Die Spielrunde am Samstag war etwas größer, so dass wir uns auf zwei Spieltische aufteilten konnten. Während am einen Tisch Das Amulett gespielt wurde, verging man sich am anderen Tisch an Sakkara, dem Prototyp von Roman Peleks Bauspiel. Ein schönes Spiel. Zum Nachbau sollte man jedoch etwas Zeit und handwerkliches Talent mitbringen.
Die Pfeffersäcke ist mit Sicherheit ein schönes Spiel und vor allem sehr lehrreich: Wer beim Erklären der Regeln eine nahezu unbedeutende Kleinigkeit vergisst (beim Einzug von Geld sollte man den Faktor 3 nicht vergessen, sonst ist Geld immer eine Mangelware) darf sich nicht wundern, wenn dies durchaus Einfluss auf den Spielverlauf hat. So wunderte sich die erklärende Person mehrfach, wieso sich das Spiel völlig anders gestaltete, als er es bislang kannte. Der zweite Durchgang in etwas anderer Spielerzusammensetzung ließ im Vergleich hierzu die Spieler nahezu mit Geld um sich werfen.
Parallel zu den Pfeffersäcken kamen wir in den Genuss des Prototypen eines Spiels von Bernd Eisenstein mit dem Titel Ravenna zu spielen und zu testen. Ein Spiel mit einem vielversprechenden Mechanismus. Wir möchten keine Einzelheiten verraten, hoffen aber, dass das Spiel bei einem Verlag die entsprechende Würdigung finden wird.
Nun wurde es aber Zeit für eine Runde Grillfleisch. Auch wenn sich das Wetter mal wieder an Pfingsten angepasst hatte, ließen wir uns davon nicht abschrecken. Auf einer überdachten Terrasse findet sich immer ein trockenes Plätzchen.
Den Rest des Abends widmeten wir uns Spielen aus Kleinverlagen. Außerdem kam das große Amicelli-Finale!
Zu den Kleinverlagen: Beim Rennspiel Tacara ließen wir die Motoren jaulen. Mehr Informationen zu diesem Spiel und dem Verlag wird es im Juli in Form einer Reportage geben.
Den Absch(l)uss unserer Spieleveranstaltung und ganz sicher ein Highlight bildete die Testrunde des Spiels "Age of Aventinus". Roman war so nett für uns eine Gastrezension zu schreiben.
So gegen 3:00 Uhr in der Frühe hatten wir unseren Spieltrieb vorerst befriedigt und das Pfingstzocken fand damit seinen Abschluss.
Fazit: An Pfingsten haben viele
Leute etwas vor, aber auch (oder gerade?) in übersichtlicher Runde kann man
viel Spaß haben. Ich zumindest habe es sehr genossen wieder einmal lange und
ohne zeitliche Begrenzung spielen zu können.
Das war mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art. Ich freue mich
auf das nächste Mal.
Frank Gartner