Vote-Zone - Bewerte mich Vorschlag am 06.08.2022. Dieser Artikel wurde 555 mal aufgerufen.

FYFE

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Verlag: Pegasus Spiele
Edition Spielwiese
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2022
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
3,7 3,7 Leser
Ranking: Platz 3113
Download: Kurzspielregel [PDF]
FYFE

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung FYFE: 5,0 5,0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.07.22 von Mahmut Dural - Nicht selten passiert einem, dass man ne Schachtel öffnet und sich fragt: ´Boah, so viel Geld für dieses Material?´ Bei Fyfe passiert einem das Gegenteil, denn bei Fyfe ist so qualitatives Material enthalten, dass man sich sagt: ´Das ist jeden Cent wert´. Double Layered Boards und die Chips sind nicht aus Pappe, sondern aus Holz. Man braucht also nicht viel Geld ausgeben, um sich irgendwelche ´Geek Up Bits´ zu holen oder irgendwelche Münzkapseln. Das Spiel kommt vonvornherein mit tollem aufgepimptem Material. Alles ist auch noch schön groß. Spielerisch ist es schön puzzelig und kurzweilig. Je öfter man es spielt, desto mehr macht es Spaß. Ein tolles Spiel für jedermann. Partien dauern zwischen 20 bis 45 Minuten. Je nachdem zu wievielt man spielt. Es ist sehr leicht zu verstehen, aber schwer zu meistern. Kaum ist ne Partie um, sagt man sich: ´Komm das kann ich besser und hängt noch ne Partie dran. Bei uns wurde Fyfe am ersten Tag gleich fünfmal hintereinander gespielt. Sehr empfehlenswert!
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.08.22 von Roland Winner - Schönes Puzzle mit Dilemmaeffekt: Lege ich früh eine bestimmte Wertungstafel an oder später und wo genau? Es ist daher m.E. nicht unbedingt ein Familienspiel, da das Optimieren seiner Auslage doch eher etwas für ambitionierte Spieler und Tüftler ist. Da bietet sich Fyfe sicher auch als Solospiel an. Natürlich ist viel Ziehglück zugegen, was mir aber nicht den Spaß nimmt, es beim nächsten Mal besser zu machen. Weniger gefällig ist die Möglichkeit, daß die Glücksbringersteine zufällig schon in Runde 1 von 25 vorkommen können und dann wenig Sinn machen. Meine Hausregel: Ich füge erst ab Runde 11 die Glücksbringersteine dem Beutel zu.

Leserbewertungen

Leserwertung FYFE: 3,7 3.7, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.07.22 von Gülsüm Dural - Ein sehr gutes, abstraktes Legespiel. Wer gerne tüftelt, sollte es sich mal anschauen. Sehr leichte Regeln verpaart mit forderndem Spielablauf. Kann es jedem empfehlen.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.22 von Peter Steinert - Die Neuheit FYFE wurde auf der Berlin Con sehr werbewirksam präsentiert, richtet sich an Liebhaber von „Multiplayer-Solitärs“ wie Sagrada, Cascadia oder Calico und war für mich deshalb ein Blind- und Pflichtkauf. Leider bin ich bitter enttäuscht! Praktisch alles an diesem Konstrukt fühlt sich sperrig, glückslastig, unfertig und falsch an, und weil ich das so deutlich sage, wird mein Beitrag hier auch entsprechend ausführlich. Während die oben genannten Artverwandten mit 2 Eigenschaften je "Legeteil" auskommen und deshalb relativ gut planbar sind, jonglieren wir bei FYFE mit üppigen 3 Eigenschaften auf insgesamt 125 individuellen (!) Scheiben herum, was gleich mehrere Nachteile hat: Erstens wird das Hoffen auf ein bestimmtes Plättchen zur Lotterie, zweitens ist es bei geringer Spielerzahl noch nicht einmal möglich, die Anzahl der Plättchen zu skalieren (wie bei Calico in der offiziellen 2er-Variante oder auch bei Sagrada), drittens reicht bei einer derart hohen Varianz im Nachziehbeutel ein eigener Vorrat aus lediglich 2 Plättchen für planvolles Vorgehen kaum aus. Die Idee, jeder Reihe, Spalte und Diagonale eine Wertungstafel zuweisen zu können, ist eigentlich reizvoll und funktioniert auch gut, so lange die Legepflicht greift. Aber die Spielregel erlaubt auch, freiwillig pro Zug beliebig viele Wertungstafeln irgendwohin zu legen, was in den allermeisten Fällen keine Vorteile, dafür jedoch reichlich Nachteile hätte. Also lässt man es lieber bleiben, es sei denn, die Reihen sind bereits vollendet. Langweilig! Ich bin kein Freund von Hausregeln, aber hier schreit das Spiel förmlich danach: Würde man die Anzahl der Wertungstafeln je Zug auf MAXIMAL 1 begrenzen (inklusive Legepflicht-Regel), ergäbe sich sofort ein besseres Spielgefühl, da man während seiner 25 Spielzüge auch mal ein Wagnis an unfertigen Reihen eingehen müsste. Aber weiter: Die „Erster!“-Bonusplättchen sind in diesem Spiel unsinniger Ballast, denn dafür müsste mich ja interessieren, welche Spieler bei welchen Wertungsplättchen aufs Ziel zusteuern. Dieses „Pseudo-Wettlauf-Element“ beeinflusst aber meine eigene Spielweise nicht, weil ich ohnehin froh sein kann, wenn gelingt, was ich mir bereits lange vorgenommen habe. Ob eine Wertung 3 Bonuspunkte generiert oder nicht, ist willkürlich und egal. Anders gesagt: Der Versuch, dem Spiel interaktive Elemente zu spendieren, ist gescheitert. Ein gutes Gegenbeispiel sind die Landschaftsboni bei Cascadia, welche schlüssig dafür sorgen, die Auslagen der Mitspieler im Auge zu behalten! Kommen wir zu den Bonuspunkten für gleichzeitiges Werten mehrer Reihen: Für eine solche Draufgänger-Strategie sind die Punkte zu niedrig gestaffelt. Ich schlage stattdessen 5/15/30 vor, wobei auch hier wohl niemals jemand mit einem belegten Zentralfeld (gewollt) 4 Reihen gleichzeitig wertet. Bei der Wahl von diversen Sonderaktionen (=“Glücksbringern“) zur Manipulation der eigenen Auslage scheitert das Spiel dann vollständig: Sowohl Zeitpunkt als auch Anzahl dieser Aktionsmöglichkeiten werden tatsächlich zu 100% vom Zufall bestimmt. Wow! Während Sagrada ähnliche Aktionen auf 3 verschiedene beschränkt und es den Spielern selbst überlässt, wann sie diese nutzen oder wie viel sie dafür investieren, habe ich bei FYFE Zugiff auf maximal 5 Aktionen aus satten 7 Optionen – wenn der Nachziehbeutel es denn so will! Garantiert ist dies deshalb nur in Vollbesetzung (weil der Beutel hier komplett geleert wird), während sich die Anzahl der gezogenen Muschelplättchen bei sinkender Spielerzahl statistisch immer weiter verringert. In unseren Zweierpartien kam es nicht selten vor, dass keine oder nur eine einzige Muschel gezogen wurde - und diese manchmal schon in Runde 2 oder 3 (von 25), was für mich einem redaktionellen Totalausfall gleichkommt. Mehr als 3 Muschelplättchen waren es nie! Achtung, Vorschlag: Die 5 Muscheln erst nach der 5. Runde in den Beutel werfen. Passt sogar zum Titel! ;-) Bleiben wir noch kurz bei den Glückbringern: NICHT eingesetzt, erhöhen diese mit bis zu 26 Siegpunkten (!) das Endergebnis ganz erheblich! Die Summe macht locker ein Viertel der zu erwartenden Punkte aus, wenn es richtig schlecht läuft, sogar ein Drittel! Dadurch ist der Anreiz, auf die wertvollsten Sonderaktionen zu verzichten, leider hoch. Auch hier hilft eine simple Änderung zumindest teilweise: Zu Spielbeginn bestimmt ein Spieler zufällig 5 Glücksbringer, mit denen dann alle die Partie bestreiten, indem sie den gleichen 5er-Satz bereitlegen. Auf diese weise liegt deren Summe am Ende bei maximal 23, meistens jedoch darunter, und die Auswahl variiert von Partie zu Partie. Das Problem, dass der Einsatz von Glücksbringern den Score am Ende leider kaum beeinflusst, bleibt. Apropos Spielende: Die Schlussphase des Spiels fühlt sich extrem schal an, weil man während der letzten 2, 3 Züge oft keinen Meter mehr macht. Verschärft wird dieser Umstand noch dadurch, dass es vor der letzten Runde gemäß Regel NICHT mehr gestattet ist, den eigenen Vorrat auf 2 zu ergänzen. Ja, das ist bei 5 Spielern nötig, weil zu diesem Zeitpunkt der Beutel bereits leer ist. In jeder anderen Besetzung ist dieser Passus jedoch Nonsens! Und er führt unmittelbar zur Frage, ob die 5 quasi „fehlenden“ Muschelplättchen während der Entwicklung des Spiels irgendwann mal Teil der Spielerauslagen waren... Warum nicht einfach jedem Spieler einen eigenen Muschelchip spendieren, der während der Partie als einmaliger Joker eingesetzt werden kann? Macht summa summarum 130 Scheiben in Vollbesetzung... FYFE ist ein tragisches Desaster: Es sieht großartig aus, ist wertig Produziert, wird zu einem fairen Preis vermarktet und wäre mit überarbeiteten Regeln (die in der vorliegenden Fassung noch nichtmal gut geschrieben sind und sogar Fragen offenlassen) ein passables Spiel für Familien und Kenner. In dieser Form aber enttäuscht es leider auf ganzer Linie und fühlt sich mit zu viel unnützem Klein-Klein und stereotyper Reihen-/Spaltenwertung an wie ein aufgeblähtes Würfel-Bingo.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.22 von Christoph Kainrath - Ich würde es gerne mehr mögen. Das Spielmaterial mit den Double-Layer-Boards und den Holzsteinen ist super gestaltet und auch optisch gelungen. Aber: Das große Problem bei Fyfe sind die Glücksbringer. Wie von Peter Steinert schon angemerkt kommen diese zu einem zufälligen Zeitpunkt ins Spiel oder bei einem 2-Personen-Spiel vielleicht gar nicht. Wenn sie nicht eingesetzt wurden, bringen sie 26 Punkte, was doch recht viel ist. Hier wäre die Hausregel angebracht, dass man die Glücksbringer zu einem beliebigen Zeitpunkt einsetzen darf, max. 1 Glücksbringer pro Runde. Sehr störend sind auch die letzten 2 Runden, da man die letzten beiden Spielsteine verbauen muss und sich damit mit hoher Wahrscheinlich eine Wertungsreihe/-spalte/-diagonale zerstört, weil de facto keine Auswahlmöglichkeit mehr besteht. Mit der oben genannten Hausregel könnte man das eben entschärfen, da man dann ja in der letzten Runde einen Glücksbringer einsetzen darf und somit vielleicht einen Joker einsetzen oder die Plättchen noch einmal tauschen kann (bei weniger als 5 Spieler).