DIE H@LL9000 - REPORTAGE: 

Good Ideas trat auf der Spielemesse in Essen zum ersten Mal mit dem Spiel KREUZWEISE so richtig in den Vordergrund. Sie stammen aus dem Raum Darmstadt und haben nicht nur im Bereich Spiele einiges geplant! Wir haben uns ein wenig mit ihnen unterhalten und einige interessante Dinge dabei erfahren:


Technische Daten

Name: Uwe Himmelreich
Jahrgang: 05.10.1960
Ausbildung: Diplom-Betriebswirt
Ausgeübter Beruf: Selbständiger Unternehmensberater im Bereich Aufbau
und Pflege von Controllingsystemen, überwiegend in jungen Unternehmen,
Geschäftsführender Gesellschafter der Good ideas OHG - Entwicklung und
Vermarktung guter Ideen -
Wohnhaft in: 64342 Seeheim-Jugenheim, Bergstraße
Familienstand: geschieden, Tochter (19) lebt bei mir im Haushalt,
studiert Biologie in Darmstadt
Hobbys: Lesen, Musik (aktiv und passiv), Basketball, gute Gespräche

Technische Daten

Name: Manfred Schachner
Jahrgang: 28.09.1963
Ausbildung: staatl. gepr. Betriebswirt, Diplom-Informationswirt
Ausgeübter Beruf: Selbständiger Unternehmensberater und Trainer im
Bereich IT / Knowledge-Management-Systemen; Geschäftsführender
Gesellschafter der Good ideas OHG - Entwicklung und Vermarktung guter
Ideen -
Wohnhaft in: 64287 Darmstadt (ich bin ein überzeugter Heiner!)
Familienstand: geschieden, Sohn (5)
Hobbys: Lesen (aktuell: Mark Twain: Die Abenteuer des Huckleberry Finn),
Musik (aktuell: Nokia Night of the Proms 2001), Skifahren,
Inline-Skaten, Fotographieren
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Uwe und Manfred die Spieler

Seid ihr beide begeisterte Spieler? Ich denke Uwe wird als Autor der begeisterte Spieler sein.

Uwe: Ich spiele sehr gerne Doppelkopf und ganz gerne Siedler von Catan. Ich bin immer neugierig auf andere Spiele, vor allem wenn es sich um neue oder bekannte, aber interessant zusammengesetzte Mechanismen handelt. Ich freue mich immer über Kreativität. Eigentlich aber nicht "begeistert" im engeren Sinn. 
Ich denke vor allem, dass Spielen einen enormen Kommunikationswert hat und sehr zum Lernen beiträgt. Hier geht es um den sozialen Aspekt der Integration in eine Gruppe, wann ist Teamarbeit angesagt und wann muss ich meine Ellenbogen einsetzen? Wie gehe ich mit "Gewinnen" und "Verlieren" um, wie meine Mitspielerinnen und Mitspieler? Was heißt Taktik, was Strategie? Wie flexibel kann ich mich neuen Situationen anpassen? Was sagt mein Adrenalinspiegel dazu? Es bereitet die Menschen für "das harte Leben da draußen" vor, vor allem, wenn man sich dabei noch "in die Augen schauen" kann. Und es entspannt, lenkt ab und gibt einem ein starkes Gefühl von Selbstwert und Zugehörigkeit.

Manfred: Ich habe früher wahnsinnig gerne Monopoly, Canasta und "Nobody is perfect" gespielt. "Nobody is perfect" dient wunderbar dazu, seine Phantasie spielen zu lassen und andere von seinen Vorstellungen überzeugen zu können. Heute sind es eher Spiele, die für Kleinkinder gedacht sind (der 5-jährige Sohn), aber auch das macht Spaß. Es ist einfach wahnsinnig schön, wenn das Kind sich freut, weil es mal wieder den Papa ausgestochen hat. Oder mit der Partnerin zusammen einige Runden Backgammon, weil es so schön entspannend ist.

Welche Art von Spielen mögt ihr am meisten?


Noch eine Idee, aber vielleicht schon eines der nächsten 
Spiele?

Uwe: Spiele mit möglichst wenig Glückskomponenten.
Manfred:
Wie man an der genannten Spieleauswahl erkennen kann, sind es die unterschiedlichsten Spiele. UNO in einer Runde kann genauso witzig sein wie ein Brettspiel. Ein "am meisten mögen" kommt auf die Stimmung an, ob jetzt gerade ein Karten-, Würfel-, oder ein Brettspiel ausgewählt wird.

Welche Spiele gehören zu Euren Lieblingsspielen?

Uwe: Doppelkopf, Siedler, Master Mind
Manfred:
Backgammon

Gibt es einen Favoriten aus dem Jahrgang 01/02?

Uwe: nein, hatte bisher keine Zeit, andere Spiel zu spielen
Manfred: Ich habe gar kein aktuelles Spiel - im Gegenteil, ich habe mir gerade "Hase und Igel", das Spiel des Jahres 1979 (Kritikerpreis) besorgt.

Welches Spiel ist Eure letzte Anschaffung?

Uwe: In Essen habe ich mir das Spiel "Öl-Magnat" gekauft, das es schon lange nicht mehr gibt und das ich früher gerne gespielt habe. Ansonsten natürlich "Carcassonne" und Anlegespiele wie "Take it easy" bzw. "Triomino" und "eckolo", um Infos für "kreuzweise" zu bekommen.
Manfred: siehe Favoriten aus dem Jahrgang 01/02

Vom Spieler zum Erfinder

Uwe ist der Spieleentwickler bei "Good Ideas". Wann kam Dir zum ersten Mal die Idee ein eigenes Spiel zu entwickeln?

Uwe: Während meines Studiums, ungefähr vor 15 Jahren. Mein Bruder und ich wollten ein Brettfußballspiel machen. Dazu haben wir ein rechteckiges Brett genommen und mit der Bohrmaschine jede Menge Löcher reingebohrt, in die wir dann Holzdübel setzen wollten. Da wir das per Hand gemacht hatten, standen die Dübel natürlich reichlich schief. Nachher haben wir uns über die Regeln kräftig gestritten. Als uns das bewusst wurde haben wir gelacht wie sonst noch nicht zuvor und auch nicht mehr danach.

Die Entstehungsgeschichte von Kreuzweise

Wie entstand Kreuzweise. Was war die Grundidee?

Uwe: Ich wollte (und will) ein Spiel über Wissensnetze machen, dazu kann ich aber jetzt nicht mehr erzählen. Jedenfalls war ich nicht damit zufrieden, dass man bisher nur mit Dreiecken, Vierecken und Sechsecken durch Anlegen volle Flächen erzielen kann. Nach langen Nachdenken (oder fließen lassen) auf der Kreuzwiese in Jugenheim bin ich auf das Kreuz gestoßen. Nun noch Farben an die Kanten (das ist eine Extrageschichte, die ich erzähle, wenn es gewünscht wird) und ein neuartiges Puzzle war geboren (normale Puzzles haben jeweils unterschiedliche Konturen und dazu relativ unterschiedliche Aufdrucke, Ravensburger hat in der Think-Reihe nur noch unterschiedliche Konturen, finde ich übrigens toll, und ich hatte nun immer die gleiche
Kontur aber unterschiedliche Bedruckung).

Wie entwickelte sich Kreuzweise weiter, von der Idee zum fertigen Spiel?

Uwe: Ich hatte von der Spielbranche keine Ahnung. Dachte, die klauen bestimmt deine Idee oder sagen, das wäre ein alter Hut. Also habe ich mich erst mal mit der Möglichkeit der Patentierung, hier: Geschmacksmuster, beschäftigt. Sehr überrascht war ich, dass tatsächlich 3-, 4-, 5- und 6-Ecke geschützt waren, und das in allen möglichen Varianten, aber keine Kreuze. Jetzt habe ich ein Geschmacksmuster. Dann habe ich noch viele andere Ideen, nicht nur Spiele, im Kopf, und die rutschen mir jeden Tag rein. Also dachte ich, man müsse eine eigene Firma gründen, zumal ich auch eine völlig andere Firmenkultur anstrebe, aber auch das ist eine andere Geschichte. Glücklicherweise konnte ich Manfred letztes Jahr davon überzeugen, dass Good ideas eine gute Idee ist, und so werden wir also jetzt seit August 2001 die Firma langsam aber stetig vorantreiben. Die Firma ist nicht zur Vermarktung meiner Ideen gedacht, zumal sie nicht nur den Spielbereich beackern soll. Ein erstes Spiel von einem anderen Autor wird "edro" sein (in Nürnberg hieß das noch "Zwei zum Quadrat"). Wir hoffen, es in Essen fertig produziert vorstellen bzw. verkaufen zu können. Aber wenn man neu ist und dazu noch unkonventionelle Artikel hat, ist es gar nicht einfach, die geeigneten und bezahlbaren Produktionsquellen aufzuspüren.

Die Entstehung Idee von der guten Idee: Good Ideas

Uwe hatte also den Grundstein für Good Ideas gelegt. Auf welchem Weg stieß Manfred dazu?

Manfred: Im Grunde bin ich dazu gestoßen, weil es für mich eine interessante Alternative zu einer (neuen) Festanstellung war. Ich hatte gerade einige Monate keinen Job, weil das Unternehmen, in dem ich beschäftigt war, Personal abgebaut hat. Nun, da war ich dabei und überlegte mir, was ich denn neues machen wollte, ohne in die gleiche Misere wieder zu kommen. Da lief mir Uwe mit seiner Idee von kreuzweise und dem eigenen Unternehmen über den Weg...

Wie verkauft sich Kreuzeweise auf dem Spielemarkt und wie steht Ihr zu dem häufig genannten Kritikpunkt des dünnen Spielmaterials?

Uwe: Wir haben unsere erste Auflage von 1.150 Spielen am Markt untergebracht. Leider ist es noch nicht in großem Stil im Handel, der reagiert unglaublich schwerfällig. Jetzt denken wir über andere Vertriebskanäle nach. Es ist uns bisher nicht ausreichend gelungen, den Spielerinnen und Spielern klarzumachen, warum die Kärtchen so dünn sind. Jetzt haben wir lange daran gearbeitet, sie dicker zu drucken. 
Das Ergebnis: Es wird nicht funktionieren. Wir sind nämlich bei kreuzweise auf einen absolut genauen Schnitt zwischen den Kanten angewiesen und wollen hier auf keinem Fall die Qualität reduzieren. Wenn man nicht sauber trennt kann man beim Anlegen schon erkennen, dass Kreuze nicht zusammenpassen. Und dickere Karten bekommt man nur, wenn man 2 Materialien aufeinander kaschiert. Dabei wird Klebstoff eingesetzt, der das Material leicht schrumpfen oder dehnen kann. Die Stanzbögen sind dann auf jeden Fall jedes mal unterschiedlich und es wird nicht mehr akkurat gestanzt. Es muss uns also gelingen, dem Endverbraucher klar zu machen, dass wir eigentlich eine Topqualität liefern, auch wenn es dazu führt, dass er sich umorientieren muss und von seinem gewohnten Memorymaterial Abstand nehmen muss. Wir arbeiten jetzt an einer Version von kreuzweise in Plexiglas. Das ist dann dick genug, wird natürlich als Edelversion auf den Markt kommen und erheblich mehr kosten. Der Kunde kann dann entscheiden, welche Version er will.

Welche Zielsetzung habt Ihr mit Good Ideas? Ist dieses Unternehmen ausschließlich auf Spiele fixiert, oder steckt noch mehr dahinter?

Uwe: Wir denken, dass wir eine wichtige gesellschaftliche Rolle übernehmen werden. Es geht darum, guten Ideen den Weg zum Markt zu bereiten, die sonst vielleicht nicht realisiert werden würden, weil Erfinder/-innen sich von den großen Firmen über den Tisch gezogen fühlen. Wir wollen in jedem Fall vermeiden, dass diese Personen sich zur Realisierung ihrer
Ideen mit aller Gewalt selbständig machen müssen, obwohl sie zur Chefin oder zum Chef nicht taugen, und hier spreche ich aus Erfahrung als Berater, auch wenn das etwas heftig ausgedrückt ist. Jeder sollte seine Kernkompetenz finden und hier tätig werden und wir möchten ein auf Partnerschaft orientiertes Zusammenspiel erzeugen. Außerdem denken wir in Netzwerken, d.h. wir versuchen zunächst die Personen zur Mitarbeit zu bewegen, die wir kennen oder eben im Zuge unserer Tätigkeit kennenlernen.
Es spielt also auch immer die persönliche Komponente eine große Rolle. Und nicht zuletzt geht es uns um Spaß, aber bitte nicht im Sinne von "Spaßgesellschaft" missverstehen, die hauptsächlich auf Konsum ausgerichtet ist. Wir brauchen Mitdenker/-innen und Mitarbeiter/-innen, die ihre Sache gut machen können und wollen. Können ist eine Frage des beruflichen Backgrounds, der Erfahrung, der Rahmenbedingungen und Hilfestellung bzw. Kommunikation, Wollen ist vor allem eine Frage der Motivation. Hier geht es um Anerkennung und Spaß. Wer seine Sache gerne macht, macht sie gut oder vielleicht noch besser. Mehr dazu wird in unserem Businessplan stehen. Aus heutiger Sicht werden wir uns in 10 Jahren vielleicht in 3 oder 4 Branchen tümmeln. Wir werden eine Kernmannschaft haben, die generalistisch ausgerichtet ist und die Branchenspezialisten jeweils von außen kommend in Projekten mit integrieren. Sollten Ideen an uns herangetragen werden, die nicht direkt in diese Branchen passen, können wir umfassende Konzepte zur Realisierung erstellen, einen Testmarkt beliefern und dann die getestete die an eine Firma verkaufen, wo sie gut hineinpasst. Gute Ideen sollen sich nicht nur auf die Produkte beziehen, sondern auch auf die Art, wie sie entstehen und umgesetzt werden. Das betrifft also auch Einkauf, Vertrieb, Marketing, Logistik, Controlling, Finanzierung, Partnerschaften etc.

Ich denke, in den Anfängen wird Euer Verlag/Unternehmen noch nicht genug abwerfen, um davon zu leben. Denkt Ihr zukünftig komplett von Good Ideas leben zu können?

Uwe: Wenn ich das nicht denken würde, hätte ich die Firma nicht gegründet. Ich bin ganz sicher, das wir Erfolg haben werden. Aber wir wollen bei allem, was wir tun, authentisch bleiben. Und das bedeutet, dass wir auch ungewöhnliche Wege gehen werden, die der Markt erst einmal anerkennen muss. Ohne Geduld und viel Kommunikation wird das nicht gehen. Dazu möchte ich irgendwann gut davon leben und so, dass alle Beteiligten (vom Hersteller bis zum Konsumenten) etwas davon haben. 

Aktuell: Das neue Spiel "Pferdemist"

Nun erschien "Pferdemist" ganz frisch im April. Erzählt kurz etwas darüber. Worum geht´s und was war der grundlegende Gedanke dieses Spiel zu entwickeln.

Uwe: Auf der Toilette eines meiner Auftraggeber gibt es kleine quadratische Fließen auf dem Fußboden. Im Geiste habe ich da den Pferdesprung ausgeübt und dachte, dass das der kreativste Zug im Schach ist, nämlich der einzige, der nicht geradlinig durchgeführt wird, man muss echt um die Ecke denken. Nun, beim "Mist machen", dachte ich weiter, dass man den Zug auch Kindern separat vom großen und komplexen Schach beibringen kann, wenn man die Wege verfolgt, die die Pferde gemacht haben. Also muss auf jedes Feld, von dem das Pferd wegspringt, ein Pferdeapfel. Daraus ist nun eine Solitärversion entstanden wo es darum geht, eine Wiese so weit wie möglich vollzumisten. Und in der ersten Spielstufe
gegeneinander geht es darum, dem anderen die Wege zu verbauen und selbst noch Zugmöglichkeiten zu haben. Im nächsten Schritt dachte ich, dass Pferdemist ein hervorragender Dünger ist. Also wurde der Bauer kreiert.
Dann kam der Hase, der Jäger, und das war´s. Es ist mir wichtig, dass schon Kinder an strategische Spiele herangeführt werden. Meine Tochter hat mit 8 Jahren Doppelkopf gelernt, ich denke, man sollte Kinder nicht unterfordern (wenn es allerdings keinen Spaß mehr macht, muss man auch aufhören!). Und wenn man wie bei Pferdemist die Spielfiguren nacheinander ins Spiel bringen kann, lernt man doch einiges. Für eine (nicht die oben erwähnte) Solitärversion wollen wir einen Preis ausloben! Wir hoffen damit, dass zumindest Kinder sich nach und nach an das Spiel herantasten und nicht gleich die Vollversion zu viert mit allen Figuren spielen, das könnte etwas frustrieren, denn das ist für erfahrene Kinder und für Erwachsene gedacht, denen Schach zu komplex und abgehoben ist und die gerne zu viert spielen wollen. Es ist auf jeden Fall auch ein pädagogisch wertvolles Spiel, wozu sich Ulrike Leonhardt, Dipl.-Sozialpädagogin, in einer
Pressemitteilung umfassend ausgelassen hat. 

Ein Blick in die Zukunft

Welche/wieviele Spiele habt Ihr im Hinterkopf?

Uwe: Ich selbst habe noch etwa 10 Spiele im Hinterkopf. Dazu kommen aber auch Kontakte zu anderen Spielerfindern, die gerne mit uns zusammenarbeiten würden. Leider hat das bis auf edro bei uns noch nicht geklappt, obwohl uns sehr gute Ideen vorliegen. Nur: Wir müssen die Firma langsam aufbauen, weil es nicht nur eine Frage von Geld oder Know-how ist, sondern auch eine der Beständigkeit. Wir müssen uns einen dauerhaften Namen in dem Sektor machen. Wenn wir jetzt alles auf eine Karte setzen, können wir schnell wieder weg sein, wie das doch manchem passiert. Außerdem nimmt der Markt, selbst wenn wir mit kreuzweise und Pferdemist erfolgreichen werden, was wir natürlich sehr hoffen, nur eine begrenzte Anzahl von Spielen von Kleinverlagen auf. Wenn wir in den nächsten Jahren jeweils 2 bis 4 neue Spiele vorstellen, ist das toll. Ich war letztes Jahr im Oktober beim Autorentreffen in München/Haar und habe dort viele nette, enthusiastische Erfinder kennen gelernt (wusste gar nicht, dass es von denen so viele gibt, dadurch relativiert sich wieder die eigene
Leistung ;-).
Jetzt bin ich nächste Woche zum ersten Mal in Göttingen und schon sehr neugierig, was mich dort erwartet.

Sind auch Spiele von anderen Autoren geplant oder ausschließlich von
Uwe? Gibt es diesbezüglich schon Anfragen von anderen Autoren?

Uwe: Ja, und es sind sehr interessante dabei. Nur (siehe oben), wir müssen erst noch richtig Fuß fassen und hoffen, dass die Personen, die bisher Anfragen zu einer Zusammenarbeit (und so sehen wir das) gestellt haben, nicht zu frustriert sind, wenn wir das verschieben müssen. Wichtig für uns ist, dass es sich um eine gute Idee handelt. Wir werden nicht "Wer wird Millionär die 25." auflegen. Erstens ist es nicht unser Ding, und zweitens wären wir damit viel zu spät im Markt, einen Verdrängungswettbewerb können und wollen wir uns nicht leisten. Wenn die Spiele möglichst wenig mit Glück zu tun haben und trotzdem Spaß machen, kann man bei mir Punkte sammeln, aber witzige und unterhaltsame Glücksspiele möchten wir nicht ausschließen. Es muss irgendwie neu sein oder bestehende Ideen konstruktiv weiterdenken.

Was sollten andere Autoren tun, um an Euch heranzutreten?


Auch diese Idee ist im Entwicklungsstadium

Uwe: Mailen, telefonieren, bei uns vorbei kommen, oder wo anders ein Treffen vereinbaren, eben ganz offen mit uns kommunizieren. Übrigens haben wir mittlerweile auch ganz gute Produktionskontakte. Sollten wir also nicht selbst verlegen wollen oder können, geben wir trotzdem gerne Information weiter, natürlich kostenlos (solange wir damit jetzt nicht hoffnungslos überfallen werden). Sollte aber etwas über unsere Vertriebsschiene laufen, möchten wir schon auch einen angemessenen Anteil. Eigentlich sind wir aber natürlich an einer kompletten Zusammenarbeit interessiert, aber das können zur Zeit halt noch nicht so
viele Spiele sein.

Was wird uns in Zukunft, speziell in Essen erwarten?

Uwe: Pferdemist wird sicher fertig sein (das dauert alles länger, als man von der ersten Idee angefangen annimmt). Kreuzweise wird vermutlich in einer Plexiglasvariante da sein und die bestehende Variante wird verbessert. Wir hoffen, eine fertige Lösung für edro (wie gesagt, hieß vorher zwei zum Quadrat) vorstellen zu können. Chefsache habe ich etwas zurückgestellt, hier muss ich das Regelwerk noch verbessern, vielleicht klappt es aber auch noch. Wir können uns vorstellen, noch 1 oder 2 Prototypen auszustellen um zu zeigen, wo Good ideas hingeht. Das muss es aber erst einmal gewesen sein. Man muss immer erst mal das zum Erfolg führen, was man hat.


Vielen Dank für das interessante Interview. Ihr habt Euch viel vorgenommen! Ich wünsche Euch dabei viel Erfolg und hoffe natürlich, dass die Spieleszene mit noch vielen "Good Ideas" beliefert wird!

Frank Gartner

 

Dies ist eine Reportage der
HALL 9000 - Spiele, Spaß und Freizeitgestaltung im Rhein-Neckar-Raum
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