DIE H@LL9000 - REPORTAGE:
Good Ideas trat auf der Spielemesse in Essen zum ersten Mal mit dem Spiel KREUZWEISE so richtig in den Vordergrund. Sie stammen aus dem Raum Darmstadt und haben nicht nur im Bereich Spiele einiges geplant! Wir haben uns ein wenig mit ihnen unterhalten und einige interessante Dinge dabei erfahren:
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Technische Daten Name: Uwe Himmelreich |
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Technische Daten Name: Manfred SchachnerJahrgang: 28.09.1963 Ausbildung: staatl. gepr. Betriebswirt, Diplom-Informationswirt Ausgeübter Beruf: Selbständiger Unternehmensberater und Trainer im Bereich IT / Knowledge-Management-Systemen; Geschäftsführender Gesellschafter der Good ideas OHG - Entwicklung und Vermarktung guter Ideen - Wohnhaft in: 64287 Darmstadt (ich bin ein überzeugter Heiner!) Familienstand: geschieden, Sohn (5) Hobbys: Lesen (aktuell: Mark Twain: Die Abenteuer des Huckleberry Finn), Musik (aktuell: Nokia Night of the Proms 2001), Skifahren, Inline-Skaten, Fotographieren ------------------------------------- |
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Uwe und Manfred die Spieler
Seid ihr beide begeisterte Spieler? Ich denke Uwe wird als Autor der begeisterte Spieler sein.
Uwe: Ich spiele sehr gerne
Doppelkopf und ganz gerne Siedler von Catan. Ich bin immer neugierig auf andere
Spiele, vor allem wenn es sich um neue oder bekannte, aber interessant zusammengesetzte
Mechanismen handelt. Ich freue mich immer über Kreativität. Eigentlich aber nicht
"begeistert" im engeren Sinn.
Ich denke vor allem, dass Spielen einen enormen Kommunikationswert hat und sehr
zum Lernen beiträgt. Hier geht es um den sozialen Aspekt der Integration in
eine Gruppe, wann ist Teamarbeit angesagt und wann muss ich meine Ellenbogen
einsetzen? Wie gehe ich mit "Gewinnen" und "Verlieren" um,
wie meine Mitspielerinnen und Mitspieler? Was heißt Taktik, was Strategie? Wie
flexibel kann ich mich neuen Situationen anpassen? Was sagt mein
Adrenalinspiegel dazu? Es bereitet die Menschen für "das harte Leben da
draußen" vor, vor allem, wenn man sich dabei noch "in die Augen
schauen" kann. Und es entspannt, lenkt ab und gibt einem ein starkes
Gefühl von Selbstwert und Zugehörigkeit.
Manfred: Ich habe früher wahnsinnig gerne Monopoly, Canasta und "Nobody is perfect" gespielt. "Nobody is perfect" dient wunderbar dazu, seine Phantasie spielen zu lassen und andere von seinen Vorstellungen überzeugen zu können. Heute sind es eher Spiele, die für Kleinkinder gedacht sind (der 5-jährige Sohn), aber auch das macht Spaß. Es ist einfach wahnsinnig schön, wenn das Kind sich freut, weil es mal wieder den Papa ausgestochen hat. Oder mit der Partnerin zusammen einige Runden Backgammon, weil es so schön entspannend ist.
Welche Art von Spielen mögt ihr am meisten?
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Uwe: Spiele mit möglichst
wenig Glückskomponenten.
Manfred: Wie man an der
genannten Spieleauswahl erkennen kann, sind es die unterschiedlichsten Spiele.
UNO in einer Runde kann genauso witzig sein wie ein Brettspiel. Ein "am
meisten mögen" kommt auf die Stimmung an, ob jetzt gerade ein Karten-,
Würfel-, oder ein Brettspiel ausgewählt wird.
Welche Spiele gehören zu Euren Lieblingsspielen?
Uwe: Doppelkopf, Siedler,
Master Mind
Manfred: Backgammon
Gibt es einen Favoriten aus dem Jahrgang 01/02?
Uwe: nein, hatte bisher
keine Zeit, andere Spiel zu spielen
Manfred: Ich habe gar kein
aktuelles Spiel - im Gegenteil, ich habe mir gerade "Hase und Igel",
das Spiel des Jahres 1979 (Kritikerpreis) besorgt.
Welches Spiel ist Eure letzte Anschaffung?
Uwe: In Essen habe ich mir
das Spiel "Öl-Magnat" gekauft, das es schon lange nicht mehr gibt und das ich
früher gerne gespielt habe. Ansonsten natürlich "Carcassonne" und Anlegespiele
wie "Take it easy" bzw. "Triomino" und "eckolo", um Infos für "kreuzweise"
zu bekommen.
Manfred: siehe Favoriten
aus dem Jahrgang 01/02
Vom Spieler zum Erfinder
Uwe ist der Spieleentwickler bei "Good Ideas". Wann kam Dir zum ersten Mal die Idee ein eigenes Spiel zu entwickeln?
Uwe: Während meines Studiums, ungefähr vor 15 Jahren. Mein Bruder und ich wollten ein Brettfußballspiel machen. Dazu haben wir ein rechteckiges Brett genommen und mit der Bohrmaschine jede Menge Löcher reingebohrt, in die wir dann Holzdübel setzen wollten. Da wir das per Hand gemacht hatten, standen die Dübel natürlich reichlich schief. Nachher haben wir uns über die Regeln kräftig gestritten. Als uns das bewusst wurde haben wir gelacht wie sonst noch nicht zuvor und auch nicht mehr danach.
Die Entstehungsgeschichte von Kreuzweise
Wie entstand Kreuzweise. Was war die Grundidee?
Uwe: Ich wollte (und will)
ein Spiel über Wissensnetze machen, dazu kann ich aber jetzt nicht mehr
erzählen. Jedenfalls war ich nicht damit zufrieden, dass man bisher nur mit
Dreiecken, Vierecken und Sechsecken durch Anlegen volle Flächen erzielen kann.
Nach langen Nachdenken (oder fließen lassen) auf der Kreuzwiese in Jugenheim
bin ich auf das Kreuz gestoßen. Nun noch Farben an die Kanten (das ist eine
Extrageschichte, die ich erzähle, wenn es gewünscht wird) und ein neuartiges
Puzzle war geboren (normale Puzzles haben jeweils unterschiedliche Konturen und
dazu relativ unterschiedliche Aufdrucke, Ravensburger hat in der Think-Reihe nur
noch unterschiedliche Konturen, finde ich übrigens toll, und ich hatte nun
immer die gleiche
Kontur aber unterschiedliche Bedruckung).
Wie entwickelte sich Kreuzweise weiter, von der Idee zum fertigen Spiel?
Uwe: Ich hatte von der
Spielbranche keine Ahnung. Dachte, die klauen bestimmt deine Idee oder sagen,
das wäre ein alter Hut. Also habe ich mich erst mal mit der Möglichkeit der
Patentierung, hier: Geschmacksmuster, beschäftigt. Sehr überrascht war ich,
dass tatsächlich 3-, 4-, 5- und 6-Ecke geschützt waren, und das in allen
möglichen Varianten, aber keine Kreuze. Jetzt habe ich ein Geschmacksmuster.
Dann habe ich noch viele andere Ideen, nicht nur Spiele, im Kopf, und die
rutschen mir jeden Tag rein. Also dachte ich, man müsse eine eigene Firma
gründen, zumal ich auch eine völlig andere Firmenkultur anstrebe, aber auch
das ist eine andere Geschichte. Glücklicherweise konnte ich Manfred letztes
Jahr davon überzeugen, dass Good ideas eine gute Idee ist, und so werden wir
also jetzt seit August 2001 die Firma langsam aber stetig vorantreiben. Die
Firma ist nicht zur Vermarktung meiner Ideen gedacht, zumal sie nicht nur den
Spielbereich beackern soll. Ein erstes Spiel von einem anderen Autor wird "edro"
sein (in Nürnberg hieß das noch "Zwei zum Quadrat"). Wir hoffen, es
in Essen fertig produziert vorstellen bzw. verkaufen zu können. Aber wenn man
neu ist und dazu noch unkonventionelle Artikel hat, ist es gar nicht einfach,
die geeigneten und bezahlbaren Produktionsquellen aufzuspüren.
Die Entstehung Idee von
der guten Idee: Good Ideas
Uwe hatte also den Grundstein für Good Ideas gelegt. Auf welchem Weg stieß Manfred dazu?
Manfred: Im Grunde bin ich
dazu gestoßen, weil es für mich eine interessante Alternative zu einer (neuen)
Festanstellung war. Ich hatte gerade einige Monate keinen Job, weil das
Unternehmen, in dem ich beschäftigt war, Personal abgebaut hat. Nun, da war ich
dabei und überlegte mir, was ich denn neues machen wollte, ohne in die gleiche
Misere wieder zu kommen. Da lief mir Uwe mit seiner Idee von kreuzweise und dem
eigenen Unternehmen über den Weg...
Wie verkauft sich Kreuzeweise auf dem Spielemarkt und wie steht Ihr zu dem
häufig genannten Kritikpunkt des dünnen Spielmaterials?
Uwe: Wir haben unsere
erste Auflage von 1.150 Spielen am Markt untergebracht. Leider ist es noch nicht
in großem Stil im Handel, der reagiert unglaublich schwerfällig. Jetzt denken
wir über andere Vertriebskanäle nach. Es ist uns bisher nicht ausreichend
gelungen, den Spielerinnen und Spielern klarzumachen, warum die Kärtchen so
dünn sind. Jetzt haben wir lange daran gearbeitet, sie dicker zu drucken.
Das Ergebnis: Es wird nicht funktionieren. Wir sind nämlich bei kreuzweise auf
einen absolut genauen Schnitt zwischen den Kanten angewiesen und wollen hier auf
keinem Fall die Qualität reduzieren. Wenn man nicht sauber trennt kann man beim
Anlegen schon erkennen, dass Kreuze nicht zusammenpassen. Und dickere Karten
bekommt man nur, wenn man 2 Materialien aufeinander kaschiert. Dabei wird
Klebstoff eingesetzt, der das Material leicht schrumpfen oder dehnen kann. Die
Stanzbögen sind dann auf jeden Fall jedes mal unterschiedlich und es wird nicht
mehr akkurat gestanzt. Es muss uns also gelingen, dem Endverbraucher klar zu
machen, dass wir eigentlich eine Topqualität liefern, auch wenn es dazu führt,
dass er sich umorientieren muss und von seinem gewohnten Memorymaterial Abstand
nehmen muss. Wir arbeiten jetzt an einer Version von kreuzweise in Plexiglas.
Das ist dann dick genug, wird natürlich als Edelversion auf den Markt kommen
und erheblich mehr kosten. Der Kunde kann dann entscheiden, welche Version er
will.
Welche Zielsetzung habt Ihr
mit Good Ideas? Ist dieses Unternehmen ausschließlich auf Spiele fixiert, oder
steckt noch mehr dahinter?
Uwe: Wir denken, dass wir
eine wichtige gesellschaftliche Rolle übernehmen werden. Es geht darum, guten
Ideen den Weg zum Markt zu bereiten, die sonst vielleicht nicht realisiert
werden würden, weil Erfinder/-innen sich von den großen Firmen über den Tisch
gezogen fühlen. Wir wollen in jedem Fall vermeiden, dass diese Personen sich
zur Realisierung ihrer
Ideen mit aller Gewalt selbständig machen müssen, obwohl sie zur Chefin oder
zum Chef nicht taugen, und hier spreche ich aus Erfahrung als Berater, auch wenn
das etwas heftig ausgedrückt ist. Jeder sollte seine Kernkompetenz finden und
hier tätig werden und wir möchten ein auf Partnerschaft orientiertes
Zusammenspiel erzeugen. Außerdem denken wir in Netzwerken, d.h. wir versuchen zunächst die Personen zur Mitarbeit zu
bewegen, die wir kennen oder eben im Zuge unserer Tätigkeit kennenlernen.
Es
spielt also auch immer die persönliche Komponente eine große Rolle. Und nicht
zuletzt geht es uns um Spaß, aber bitte nicht im Sinne von
"Spaßgesellschaft" missverstehen, die hauptsächlich auf Konsum
ausgerichtet ist. Wir brauchen Mitdenker/-innen und Mitarbeiter/-innen, die ihre
Sache gut machen können und wollen. Können ist eine Frage des beruflichen
Backgrounds, der Erfahrung, der Rahmenbedingungen und Hilfestellung bzw.
Kommunikation, Wollen ist vor allem eine Frage der Motivation. Hier geht es um
Anerkennung und Spaß. Wer seine Sache gerne macht, macht sie gut oder
vielleicht noch besser. Mehr dazu wird in unserem Businessplan stehen. Aus
heutiger Sicht werden wir uns in 10 Jahren vielleicht in 3 oder 4 Branchen
tümmeln. Wir werden eine Kernmannschaft haben, die generalistisch ausgerichtet
ist und die Branchenspezialisten jeweils von außen kommend in Projekten mit
integrieren. Sollten Ideen an uns herangetragen werden, die nicht direkt in
diese Branchen passen, können wir umfassende Konzepte zur Realisierung
erstellen, einen Testmarkt beliefern und dann die getestete die an eine Firma
verkaufen, wo sie gut hineinpasst. Gute Ideen sollen sich nicht nur auf die
Produkte beziehen, sondern auch auf die Art, wie sie entstehen und umgesetzt
werden. Das betrifft also auch Einkauf, Vertrieb, Marketing, Logistik,
Controlling, Finanzierung, Partnerschaften etc.
Ich denke, in den Anfängen wird Euer Verlag/Unternehmen noch nicht genug abwerfen, um davon zu leben. Denkt Ihr zukünftig komplett von Good Ideas leben zu können?
Uwe: Wenn ich das nicht denken würde, hätte ich die Firma nicht gegründet. Ich bin ganz sicher, das wir Erfolg haben werden. Aber wir wollen bei allem, was wir tun, authentisch bleiben. Und das bedeutet, dass wir auch ungewöhnliche Wege gehen werden, die der Markt erst einmal anerkennen muss. Ohne Geduld und viel Kommunikation wird das nicht gehen. Dazu möchte ich irgendwann gut davon leben und so, dass alle Beteiligten (vom Hersteller bis zum Konsumenten) etwas davon haben.
Aktuell: Das neue Spiel "Pferdemist"
Nun erschien "Pferdemist" ganz frisch im April. Erzählt kurz etwas darüber. Worum geht´s und was war der grundlegende Gedanke dieses Spiel zu entwickeln.
Uwe: Auf der Toilette
eines meiner Auftraggeber gibt es kleine quadratische Fließen auf dem
Fußboden. Im Geiste habe ich da den Pferdesprung ausgeübt und dachte, dass das
der kreativste Zug im Schach ist, nämlich der einzige, der nicht geradlinig
durchgeführt wird, man muss echt um die Ecke denken. Nun, beim "Mist
machen", dachte ich weiter, dass man den Zug auch Kindern separat vom
großen und komplexen Schach beibringen kann, wenn man die Wege verfolgt, die
die Pferde gemacht haben. Also muss auf jedes Feld, von dem das Pferd
wegspringt, ein Pferdeapfel. Daraus ist nun eine Solitärversion entstanden wo
es darum geht, eine Wiese so weit wie möglich vollzumisten. Und in der ersten
Spielstufe
gegeneinander geht es darum, dem anderen die Wege zu verbauen und selbst noch
Zugmöglichkeiten zu haben. Im nächsten Schritt dachte ich, dass Pferdemist ein
hervorragender Dünger ist. Also wurde der Bauer kreiert.
Dann kam der Hase, der Jäger, und das war´s. Es ist mir wichtig, dass schon
Kinder an strategische Spiele herangeführt werden. Meine Tochter hat mit 8
Jahren Doppelkopf gelernt, ich denke, man sollte Kinder nicht unterfordern (wenn
es allerdings keinen Spaß mehr macht, muss man auch aufhören!). Und wenn man
wie bei Pferdemist die Spielfiguren nacheinander ins Spiel bringen kann, lernt
man doch einiges. Für eine (nicht die oben erwähnte) Solitärversion wollen
wir einen Preis ausloben! Wir hoffen damit, dass zumindest Kinder sich nach und
nach an das Spiel herantasten und nicht gleich die Vollversion zu viert mit
allen Figuren spielen, das könnte etwas frustrieren, denn das ist für
erfahrene Kinder und für Erwachsene gedacht, denen Schach zu komplex und
abgehoben ist und die gerne zu viert spielen wollen. Es ist auf jeden Fall auch
ein pädagogisch wertvolles Spiel, wozu sich Ulrike Leonhardt,
Dipl.-Sozialpädagogin, in einer Pressemitteilung umfassend ausgelassen hat.
Ein Blick in die Zukunft
Welche/wieviele Spiele habt Ihr im Hinterkopf?
Uwe: Ich selbst habe noch
etwa 10 Spiele im Hinterkopf. Dazu kommen aber auch Kontakte zu anderen
Spielerfindern, die gerne mit uns zusammenarbeiten würden. Leider hat das bis
auf edro bei uns noch nicht geklappt, obwohl uns sehr gute Ideen vorliegen. Nur:
Wir müssen die Firma langsam aufbauen, weil es nicht nur eine Frage von Geld
oder Know-how ist, sondern auch eine der Beständigkeit. Wir müssen uns einen
dauerhaften Namen in dem Sektor machen. Wenn wir jetzt alles auf eine Karte
setzen, können wir schnell wieder weg sein, wie das doch manchem passiert.
Außerdem nimmt der Markt, selbst wenn wir mit kreuzweise und Pferdemist
erfolgreichen werden, was wir natürlich sehr hoffen, nur eine begrenzte Anzahl
von Spielen von Kleinverlagen auf. Wenn wir in den nächsten Jahren jeweils 2
bis 4 neue Spiele vorstellen, ist das toll. Ich war letztes Jahr im Oktober beim
Autorentreffen in München/Haar und habe dort viele nette, enthusiastische
Erfinder kennen gelernt (wusste gar nicht, dass es von denen so viele gibt,
dadurch relativiert sich wieder die eigene
Leistung ;-).
Jetzt bin ich nächste Woche zum ersten Mal in Göttingen und schon sehr
neugierig, was mich dort erwartet.
Sind auch Spiele von anderen
Autoren geplant oder ausschließlich von
Uwe? Gibt es diesbezüglich schon Anfragen von anderen Autoren?
Uwe: Ja, und es sind sehr interessante dabei. Nur (siehe oben), wir müssen erst noch richtig Fuß fassen und hoffen, dass die Personen, die bisher Anfragen zu einer Zusammenarbeit (und so sehen wir das) gestellt haben, nicht zu frustriert sind, wenn wir das verschieben müssen. Wichtig für uns ist, dass es sich um eine gute Idee handelt. Wir werden nicht "Wer wird Millionär die 25." auflegen. Erstens ist es nicht unser Ding, und zweitens wären wir damit viel zu spät im Markt, einen Verdrängungswettbewerb können und wollen wir uns nicht leisten. Wenn die Spiele möglichst wenig mit Glück zu tun haben und trotzdem Spaß machen, kann man bei mir Punkte sammeln, aber witzige und unterhaltsame Glücksspiele möchten wir nicht ausschließen. Es muss irgendwie neu sein oder bestehende Ideen konstruktiv weiterdenken.
Was sollten andere Autoren tun, um an Euch heranzutreten?
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Uwe: Mailen, telefonieren,
bei uns vorbei kommen, oder wo anders ein Treffen vereinbaren, eben ganz offen
mit uns kommunizieren. Übrigens haben wir mittlerweile auch ganz gute
Produktionskontakte. Sollten wir also nicht selbst verlegen wollen oder können,
geben wir trotzdem gerne Information weiter, natürlich kostenlos (solange wir
damit jetzt nicht hoffnungslos überfallen werden). Sollte aber etwas über
unsere Vertriebsschiene laufen, möchten wir schon auch einen angemessenen
Anteil. Eigentlich sind wir aber natürlich an einer kompletten Zusammenarbeit
interessiert, aber das können zur Zeit halt noch nicht so
viele Spiele sein.
Was wird uns in Zukunft, speziell in Essen erwarten?
Uwe: Pferdemist wird sicher fertig sein (das dauert alles länger, als man von der ersten Idee angefangen annimmt). Kreuzweise wird vermutlich in einer Plexiglasvariante da sein und die bestehende Variante wird verbessert. Wir hoffen, eine fertige Lösung für edro (wie gesagt, hieß vorher zwei zum Quadrat) vorstellen zu können. Chefsache habe ich etwas zurückgestellt, hier muss ich das Regelwerk noch verbessern, vielleicht klappt es aber auch noch. Wir können uns vorstellen, noch 1 oder 2 Prototypen auszustellen um zu zeigen, wo Good ideas hingeht. Das muss es aber erst einmal gewesen sein. Man muss immer erst mal das zum Erfolg führen, was man hat.
Vielen Dank für das interessante Interview. Ihr habt Euch viel vorgenommen! Ich wünsche Euch dabei viel Erfolg und hoffe natürlich, dass die Spieleszene mit noch vielen "Good Ideas" beliefert wird!
Frank Gartner
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