Rezension/Kritik - Online seit 03.07.2026. Dieser Artikel wurde 6476 mal aufgerufen.

Marrakesh

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Autor: Stefan Feld
Verlag: Queen Games
Rezension: Nick Bornschein
Spieler: 2 - 4
Dauer: 120 Minuten
Alter: ab 14 Jahren
Jahr: 2022
Bewertung: 4,6 4,6 H@LL9000
5,5 5,5 Leser
Ranking: Platz 727
Download: Kurzspielregel [PDF]
Marrakesh
Auszeichnungen:2023, Nederlandse Spellenprijs Bestes Expertenspiel Nominierung

Spielziel

Als einflussreiche Persönlichkeiten im Marrakesch des 11. Jahrhunderts versuchen die Spieler, ihren Einfluss in den verschiedenen Bereichen der Stadt auszubauen. Durch geschickten Einsatz ihrer Assistenten, den Erwerb wertvoller Waren und das Erschließen neuer Möglichkeiten wollen sie ihre Stadtbezirke zur Blüte führen und nach drei Durchgängen die meisten Punkte erringen.

Ablauf

Marrakesh verläuft über drei Durchgänge, die jeweils aus vier Runden bestehen. Zu Beginn jeder Runde greifen alle hinter ihre Sichtschirme und wählen drei Keshis aus. Diese farbigen Holzsteine bestimmen zunächst, in welchen Stadtbezirken die eigenen Assistenten eingesetzt werden. Danach landen alle gewählten Keshis gemeinsam im Würfelturm. Dort bleibt immer wieder etwas hängen, sodass selten genau das herauskommt, was zuvor hineingeworfen wurde.

Aus den herausgefallenen Keshis wählen die Spieler reihum Farben aus und setzen die genommenen Keshis sofort in die entsprechenden Bezirke ihres persönlichen Tableaus ein. Diese Keshis verstärken die späteren Aktionen. Wer beispielsweise viele passende Keshis in einem Bezirk gesammelt hat, kann dort deutlich wirkungsvoller handeln. Einige Farben lösen zusätzlich sofortige Boni aus, etwa Punkte, Ressourcen oder das Aufdecken von Oasen. Zu Beginn einer Partie sind die einzelnen Bezirke noch kaum entwickelt, Ressourcen sind knapp und viele Entscheidungen drehen sich zunächst darum, eine tragfähige Infrastruktur aufzubauen.

Anschließend nutzen die Spieler ihre drei Assistenten. Bei jedem Assistenten steht man vor der Entscheidung, entweder einen weiteren Keshi in den entsprechenden Bezirk zu setzen oder die eigentliche Bezirksaktion auszuführen. Dadurch verschiebt sich der Fokus ständig zwischen Aufbau und Ertrag: Investiere ich noch in einen Bereich, um ihn später stärker zu machen, oder nutze ich ihn jetzt, weil ich die Ressourcen, Schritte oder Punkte dringend brauche? Die Stadtbezirke greifen dabei auf unterschiedliche Weise ineinander. Auf der Dattelplantage sammelt man Datteln, die unter anderem für Schriftrollen wichtig sind. Im Souk werden Waren-Keshis gegen Luxuswaren oder Ressourcen getauscht. In der Madrasa kauft man Schriftrollen, die einmalige, dauerhafte oder zu bestimmten Zeitpunkten aktivierte Vorteile bringen können. Auf dem großen Platz Djemaa el Fna sorgt eine rotierende Zuschauerscheibe dafür, dass bestimmte Boni mal stärker und mal schwächer ausfallen.

Weitere Entwicklungsmöglichkeiten liegen außerhalb des direkten Markttreibens. Auf der Moschee- und Palasttreppe rücken eigene Figuren Schritt für Schritt vor und schalten dabei Boni frei. In der Medina werden Stadttore gebaut, die wiederum neue Keshis ins eigene Tableau bringen können. In der Sahara erkunden die Spieler Oasen und aktivieren sie später mit passenden Ressourcen, damit sie am Spielende Punkte liefern. Auf dem Fluss Tensift bewegt sich der Fischer vorwärts und kann am Runden- und Durchgangsende zusätzliche Vorteile einbringen.

Im weiteren Verlauf beginnen die verschiedenen Bereiche immer stärker ineinanderzugreifen. Neue Keshis sorgen für effektivere Aktionen, Schriftrollen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten und die Fortschritte auf den verschiedenen Leisten liefern weitere Boni. Aus zunächst kleinen Erträgen entwickeln sich nach und nach größere Aktionsfolgen, sodass der eigene Stadtbezirk immer leistungsfähiger wird. Gleichzeitig konkurrieren mehrere Ziele miteinander. Während einige Spieler ihren Einfluss auf Moschee und Palast ausbauen, konzentrieren sich andere stärker auf den Fluss, die Sahara oder den Erwerb von Luxuswaren. Da die verfügbaren Keshis nie vollständig planbar sind und der Würfelturm immer wieder für Verschiebungen sorgt, müssen langfristige Pläne regelmäßig an die aktuelle Situation angepasst werden.

Nach jeder Runde erhalten die Spieler, deren Fischer weit genug auf dem Fluss vorangekommen ist, einen Flussbonus. Danach wechselt der Startspieler, und die nächste Runde beginnt wieder mit der Auswahl neuer Keshis. Nach vier Runden sind alle Keshis hinter den Sichtschirmen verbraucht, und der Durchgang wird gewertet. Gegen Ende eines Durchgangs verschiebt sich der Blick zunehmend auf die Versorgung der Bevölkerung. Die angesammelten Ressourcen werden nicht nur für neue Möglichkeiten benötigt, sondern müssen auch ausreichen, um die geforderten Abgaben leisten zu können.

Am Ende eines Durchgangs zählt zunächst die Position auf dem Fluss. Außerdem müssen die Spieler ihre offenen Versorgungsplättchen bedienen, also die Bevölkerung mit den geforderten Ressourcen versorgen. Wer nicht genug Datteln, Wasser oder Dinare besitzt, verliert Punkte. Danach wird ein weiteres Versorgungsplättchen aufgedeckt, sodass der Druck von Durchgang zu Durchgang steigt. Nach drei Durchgängen haben sich die anfangs noch überschaubaren Tableaus deutlich verändert. Oasen wurden erschlossen, Stadttore errichtet, Figuren auf Moschee und Palast vorangebracht und zahlreiche Schriftrollen gesammelt. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Spieler führen dabei häufig zu sehr verschiedenen Stadtentwicklungen.

Nach dem dritten Durchgang folgt schließlich die Schlusswertung. Punkte gibt es unter anderem für vollständig gefüllte Bezirke, aktivierte Oasen und übrige Ressourcen oder Waren-Keshis. Gewinnen wird, wer nach drei Durchgängen die meisten Punkte gesammelt und seine Stadtentwicklung, die Ressourcenversorgung und die verschiedenen Wertungsmöglichkeiten am besten miteinander verzahnt hat.

Fazit

Marrakesh ist ein beeindruckendes Ausstattungspaket mit einem Würfelturm als zentralem Bestandteil des Spiels. Dazu kommen zahlreiche Holzsteine, Ressourcen, Plättchen, Schriftrollen und persönliche Tableaus. Das alles wirkt wertig und vermittelt den Eindruck eines opulenten Eurogames, das sich nicht vor den großen Genrevertretern der letzten Jahre verstecken muss.

Umso unverständlicher erscheint allerdings die Produktpolitik rund um die verschiedenen Editionen, die ich hier direkt vorwegnehmen muss. Neben den umfangreicheren Deluxe- und Special-Versionen existiert mit der mir vorliegenden Essential Edition eine Ausgabe, deren Spielbrett deutlich verkleinert wurde. Das Problem dabei ist die Funktionalität.

Das ursprüngliche Layout sieht zahlreiche Ablageflächen direkt auf dem Spielplan vor und ordnet die verschiedenen Aktionsbereiche in Verbindung mit den Spielertableaus deutlich effizienter an. In der Essential Edition fehlt ein erheblicher Teil dieser Bereiche, sodass ein Großteil des ohnehin sehr umfangreichen Materials auf dem Tisch daneben sortiert und organisiert werden muss. Die Folge ist ein wesentlich unübersichtlicheres Gesamtbild, das weder dem Anspruch noch der Preisklasse des Spiels gerecht wird. Das fühlt sich an, als würde man beim Kauf eines Mittelklassewagens feststellen, dass Handschuhfach und Kofferraum nur gegen Aufpreis in den höheren Ausstattungslinien enthalten sind. Das Fahrzeug fährt zwar weiterhin, aber ein selbstverständlicher Bestandteil der Nutzung wurde beschnitten. Niemand würde ernsthaft behaupten, ein vernünftig nutzbarer Kofferraum sei ein Luxusmerkmal.

Genau diesen Eindruck hinterlässt die Essential Edition jedoch. Hier wurde nicht nur an Ausstattung gespart, sondern an einem funktionalen Bestandteil des Spiels. Dass dadurch Spielfluss und Übersicht leiden, wirkt besonders ärgerlich, weil bereits die Essential Edition keineswegs ein Billigprodukt ist. Der verlangte Preis rechtfertigt eine derartige Lösung aus meiner Sicht nicht. Das ist schade, denn das Spiel hätte eine solche Einschränkung überhaupt nicht nötig.

Hinzu kommt, dass aufgrund der Materialfülle und des Fehlens sinnvoller Sortiermöglichkeiten eine Unmenge an Markern, Keshis und Plättchen verstaut und während der Partie verwaltet werden muss. Schon der Aufbau nimmt dadurch unnötig viel Zeit in Anspruch. Während bei anderen Spielen zusätzliche Deluxe-Komponenten oder Miniaturen optionale Aufwertungen darstellen, betrifft die Entscheidung bei Marrakesh ausgerechnet einen Bereich, der unmittelbaren Einfluss auf Übersicht, Ergonomie und letztlich auch auf den Spielspaß besitzt.

Spielerisch betrachtet erscheint die Einstiegshürde von Marrakesh zunächst hoch. Allein die Materialfülle wirkt einschüchternd. Hinzu kommt eine Regel, die es leider ein wenig versäumt, zwischen den unterschiedlichen Keshis sprachlich sauber zu unterscheiden. Gerade in den ersten Partien führt dies gelegentlich zu Nachfragen, weil bestimmte Begriffe mehrfach verwendet werden und nicht immer sofort klar ist, welche Steine gerade gemeint sind. Hat man diese erste Hürde allerdings überwunden, offenbart sich ein erstaunlich eleganter Kern. Der eigentliche Rundablauf ist nämlich deutlich übersichtlicher, als es der Umfang des Spiels zunächst vermuten lässt. Die Vielzahl an Bezirken und deren Wechselwirkungen erschließt sich zwar erst nach und nach, doch die einzelnen Elemente greifen ausgesprochen logisch ineinander.

Gerade hierin liegt eine der größten Stärken von Marrakesh. Ressourcen führen zu Schriftrollen, Schriftrollen verbessern andere Aktionen, diese wiederum eröffnen neue Möglichkeiten auf den verschiedenen Leisten oder in der Sahara. Praktisch jeder Bereich des Spiels steht mit mehreren anderen Bereichen in Beziehung. Fast jede Aktion löst weitere Effekte aus oder bereitet zukünftige Züge vor. Dadurch entsteht ein permanentes Optimieren, bei dem sich immer wieder neue Wege ergeben. Häufig reichen kleine Verbesserungen an einer Stelle aus, um an anderer Stelle plötzlich ganz neue Möglichkeiten zu eröffnen. Genau dieses Gefühl stetig wachsender Effizienz macht einen erheblichen Teil des Reizes aus.

Besonders reizvoll ist dabei der Würfelturm. Die Idee, dass ausgewählte Keshis nicht zwingend sofort wieder erscheinen und stattdessen manchmal erst mehrere Runden später aus dem Turm fallen, sorgt für einen angenehmen Unsicherheitsfaktor. Gleichzeitig bleibt genügend Planbarkeit erhalten, sodass sich das Spiel nie zufällig anfühlt. Allerdings relativiert sich dieser Effekt ein wenig. Dafür fallen dann doch zu viele Keshis selbst bei der Variante mit dem weniger durchlässigen Turm direkt hindurch. Das schmälert den Spielspaß nicht, sorgt aber dafür, dass der Würfelturm weniger spektakulär ausfällt, als es das zentrale Marketingelement vermuten lässt.

Spielerisch müssen die Spieler flexibel auf die verfügbare Auslage reagieren. Langfristige Planungen sind wichtig, gleichzeitig darf man sich aber nicht zu sehr auf einen einzigen Weg versteifen. Gerade diese Mischung aus strategischer Planung und taktischer Anpassungsfähigkeit sorgt dafür, dass sich die Partien angenehm abwechslungsreich anfühlen. Hinzu kommt, dass sich viele kleine Entscheidungen im Laufe der Partie zu größeren Strategien verdichten. Dabei gibt es nicht den einen offensichtlichen Weg zum Sieg. Mal stehen Schriftrollen im Vordergrund, mal der Fluss, die Oasen oder der Ausbau einzelner Bezirke. Wer früh erkennt, welche Möglichkeiten sich aus der aktuellen Spielsituation ergeben, kann ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Das sorgt für hohen Wiederspielreiz und macht jede Partie ein wenig anders.

Gleichzeitig verlangt Marrakesh seinen Spielern einiges ab. Die Vielzahl an Optionen kann gerade in Vollbesetzung zu längeren Grübelphasen führen, und nicht jede Entscheidung ist sofort offensichtlich. Das Spiel zu zweit würde ich daher als angenehm bezeichnen, zu dritt entfaltet es seine volle Größe und zu viert wird es einfach zu lang für das, was am Ende geboten wird.

Unterm Strich ist Marrakesh ein hervorragendes Kennerspiel mit enormer strategischer Tiefe und einem bemerkenswerten Mechanismus rund um den Würfelturm. Das eigentliche Spielsystem gehört ohne Zweifel zu den großen Stärken von Stefan Felds City Collection. Umso bedauerlicher ist es, dass die Essential Edition durch ihre fragwürdige Materialökonomie den ansonsten hervorragenden Eindruck unnötig schmälert. Das Spiel selbst braucht sich hinter den großen Eurogames der letzten Jahre keineswegs zu verstecken. Die Editionenpolitik hingegen wirft Fragen auf, die schwer nachvollziehbar bleiben. Denn wenn ausgerechnet Übersicht, Komfort und Ergonomie zu Merkmalen höherpreisiger Editionen werden, hinterlässt das einen unangenehmen Beigeschmack. Schade – denn Marrakesh hätte es überhaupt nicht nötig, seine Qualitäten auf diese Weise zu staffeln.

Rezension Nick Bornschein

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Marrakesh: 4,6 4,6, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.06.26 von Nick Bornschein - Die absichtliche Reduzierung relevanter Spielelemente (Brett und Tableaus) halte ich definitiv für den falschen Schritt und ist für mich ein klarer Mangel. Daher bei Aufmachung auch nur eine 3 statt 5.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.22 von Silke Hüsges
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.22 von Jürgen Henrich
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.11.22 von Michael Andersch - Puh. Auf ziemlich komische Weise verschachteltes und damit nicht wirklich intuitives Spiel. Irgendwie wurde da alles mögliche reingepackt... Würfelturm, Aktionen die man stärken kann, ein bisschen der Fluss aus Rajas of the Ganges, etc... was in Summe aber leider nicht wirklich überzeugen konnte. Auch die Ikonografie könnte durchaus besser sein, bzw. das eine oder andere hätte man durchaus noch auf Hauptplan oder den Spielertableaus als Erinnerungsstütze aufdrucken können. Sehr mechanisches und seelenloses Gesamtkonstrukt, das gemessen an der „Voluminösität" des Werkes auch noch einen recht großen Glücksanteil hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.02.23 von Mahmut Dural - Stefan Feld\\\'s Kenner- oder Expertenspiele finde ich alle sehr gut. Seine Spiele trafen immer meinen Geschmack. Jedoch war Burgund für mich persönlich sein Überspiel, wo die anderen Spiele nicht rankamen. Marrakesh ist endlich wieder ein Spiel, welches für mich persönlich wieder umwerfend ist. Mikroaktionen, runder spannender Ablauf. Hiermit könnte er endlich den langverdienten Kennerspiel des Jahres abräumen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.02.23 von Frank Lehmann - Die möglichen Aktionen werden über die aus dem Turm fallenden Steine gesteuert. Bevor man sie dort hinein wirft, werden sie von den Spielern geheim gewählt. Dabei sollte man die Interessen seiner Mitspieler sowie die Reihenfolge des Nehmens berücksichtigen. Dieser Mechanismus sowie die verschiedenen Aktionsmöglichkeiten der einzelnen Orte haben mir sehr gut gefallen. Den Glücksfaktor des Würfelturms fand ich ok. Sehr gestört hat mich dagegen der viel zu hohe Glücksfaktor bei den zufällig verteilten Oasen (=Endwertungsplättchen)! Diese kann man erst im Laufe des Spiels nach & nach aufdecken. Sie geben dann vor, wie man hätte spielen sollen. In unserer Partie konnten sie teilweise nebenbei und kombiniert erfüllt werden (erreichte Bonus-Treppenstufe) und teilweise waren sie völlig unkombinierbar (mehrere Wertungsplättchen mit jeweils unterschiedlichen Torfarben). Abzug auch beim Material: In der Classic-Variante (immerhin um 100 EUR) hat es nur für Stadttore aus Pappe gereicht, die nicht richtig auf die Werkstattfelder passen. Mein Fazit: Ein sehr komplexes Spiel mit einem unnötig hohen Glücksfaktor. Eigentlich schade um die ansonsten sehr schönen Mechanismen. Das nächste Mal deshalb bitte ohne mich!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.04.23 von Renate Gerling-Halbach - Wir haben das Spiel in verschiedenen Besetzungen gespielt und zu dritt oder viert macht es noch mehr Spaß als zu zweit. Auch wenn es durch den Würfelturm einen schönen Glücksaspekt hat, kann man sehr strategisch vorgehen. Klar muss man sich erst einen Überblick verschaffen, welche Gelehrtenkarten ausliegen, oder welche Flussboni. Das Beste ist, dass jedes Spiel durch die verschiedenen Auslagen anders ist. Wenn man die Kleinteile in einen Sortierkasten vom Baumarkt verstaut, ist es auch schnell aufgebaut. Immer wieder gerne.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.06.23 von Roland Winner - Ganz klar ein Topspiel. Aufgrund der vielen zu beachtenden Auswirkungen von Schriftrollen und Oasenplättchen ist es nicht leicht, ein Gefühl über die verborgenen Punkte der Mitspieler zu haben. Spannend bis zum Schluß.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.24 von Andreas Faul - Ein auch in der Essential Edition opulent ausgestattetes Spiel mit einem akzeptablen Glücksanteil. Für meinen Geschmack wirkt es allerdings etwas zu überladen.

Leserbewertungen

Leserwertung Marrakesh: 5,5 5.5, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.12.22 von Dieter Schmitz - Ein sehr gutes Spiel. Ich würde 6 Punkte geben, wenn mich nicht einige Dinge stören würden. Queen Games hat eine seltsame Verkaufs- und Preispolitik. Man kann das Spiel nur manchmal über amazon/mogli erhalten. Die Tore beim Spiel sind sehr klein und unhandlich. Sie können leicht verloren gehen. Man soll irgendwann ein Upgrade-Pack kaufen können, wo unter anderem diese Tore in handlicher Holzausführung beiliegen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.23 von Waltersche - Sehr, sehr gutes Spiel, das uns von Partie zu Partie besser gefällt, da sich von Mal zu Mal die Zusammenhänge besser erschließen (und irgendwie hängt alles mit allem zusammen, ohne dabei aber irgendwie aufgesetzt zu wirken, man kann die Zusammenhänge meiner Ansicht nach thematisch sehr gut erklären. Bisher nur zu zweit gespielt, da funktioniert es hervorragend. Der Mechanismus mit dem Auswählen der Keshis (und damit verbundenen Entscheidung, an welchen Orten man Aktionen ausführen kann), verknüpft mit den Unwägbarkeiten des Würfelturmes (und der Entscheidungen der Mitspieler), ist meines Erachtens genial und etwas, das ich in der Form noch nicht kannte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.02.23 von Gülsüm Dural - Vorab für mich persönlich ist das Spiel materialtechnisch seine 90€ wert. Da es spielerisch wieder ein extrem guter \"Feld\" ist, beruen wir den Kauf auch nicht. Worauf ein Jeder nur gefasst sein muß ist, das der Auf- und Abbau wirklich sehr lange dauert. Das ist jetzt kein Meckern, sondern ein Hinweis an die späteren Käufer. Wir haben um die 1200 Spiele besessen und kein Auf- und Abbau war mir so mühselig wie bei Marrakesh. :-) Spielerisch macht es ABER wieder unheimlich viel Spaß! Wer Feldspiele mag, der wird den Kauf nicht bereuen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.08.23 von Hans Huehnchen - Das Material der Essential Edition ist im Vergleich zur völlig überteuerten Deluxe-Edition absolut ausreichend. Allerdings ist es ärgerlich, dass der Würfelturm nicht mehr aufgebaut in die Schachtel passt. Zum Spiel selbst: Es gibt viel zu erklären, aber trotz vieler Bereiche, die alle nach ihren eigenen Regeln funktionieren, spielt sich Marrakesh erstaunlich fluffig. Aufgrund des Wahlmechanismus ist der Glücksanteil bei Marrakesh nicht unbedingt klein, was es manchmal schwierig macht, gezielt zu spielen. Aber darin liegt auch eine interessante Herausforderung.

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