Rezension/Kritik - Online seit 14.04.2002. Dieser Artikel wurde 4897 mal aufgerufen.

Die Gnümies

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Autor: David Parlett
Illustration: Barbara Spelger
Axel Mergard
Verlag: AMIGO
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2001
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
3,6 3,6 Leser
Ranking: Platz 4178
Die Gnümies

Spielziel

Die Gnümies geben eine Party und da eine Party ohne Gäste langweilig ist, werden alle Freunde vom Planet Gnüm eingeladen. Doch nicht jeder Gast bringt gleichviel Stimmung mit. Nur wenn man es schafft, mehrere Partygäste mit gleichem Wert bei seiner Fete zu begrüßen, steigt die Chance erheblich, die beste Party auf dem ganzen Planet veranstaltet zu haben.

Ablauf

Ressourcen

Jeder Spieler erhält 11 Gnümiekarten. Sie bestehen aus Karten mit den Werten von 10 bis 100 (in Zehnerschritten) und einem Knalli.

In der Mitte des Tisches wird der Stoß mit Partykarten gemischt abgelegt. Er enthält Partygäste mit einem Wertebereich von 1 - 15, wobei die Zahlen von 1-10 viermal und 11-15 einmal vertreten sind. Darunter sind desweiteren 7 Wullewauki-Karten (der Partymiesmacher, den keiner haben will) sowie einmal der Partylöwe Evolutser, der als Joker verwendet werden kann und aus diesem Grund überall gerne gesehen ist.

Spielablauf

Die oberste Partykarte wird aufgedeckt und alle Spieler wählen aus ihren Gnümiekarten eine Karten aus, mit der sie um den Gast bieten.

Gleichzeit decken alle ihre Gnümiekarten auf und der Spieler mit dem höchsten Gebot erhält die Gästekarten, legt sie offen vor sich ab und nimmt dafür seine gebotene Gnümiekarte aus dem Spiel. Alle anderen gebotenen Karten dürfen wieder zurück auf die Hand genommen werden.

Kommt es beim Bieten zu einem Gleichstand, entscheiden die auf den Gnümiekarten abgebildeten ein bis fünf "wahnsinnigen Glückspartikel".

Der Knalli

Hat einer der Spieler einen Knalli gelegt, so interessiert er sich nicht für die angebotene Gästekarten und zieht stattdessen die oberste Karte vom verdeckten Gästestapel. Will er diese Karte behalten, so legt er sie offen vor sich ab und der Knalli kommt aus dem Spiel. Andernfalls kann er auch die Gästekarte einem Mitspieler schenken (der muss sie annehmen - warum auch nicht...) und darf dafür auch seinen Knalli behalten. Ist die gezogene Karte jedoch ein Wullewauki, muss er diesen selbst behalten, behält aber auch seinen Knalli.

Wird in einer Runde mehr als ein Knalli gespielt, heben diese sich auf und kein Spieler darf eine Karte ziehen.

Der Wullewauki

Auch hier erhält der Spieler mit dem höchsten Gebot den Wullewauki. Da diese Karte allerdings eine "Niete" ist, darf dieser Spieler seine gebotene Karte behalten und alle anderen Spieler müssen dafür ihre eingesetzten Gnümiekarten abgeben.

Der Evolutser

Dieser seltene Geselle kommt auf die Party des Spielers, der die niedrigste Karte bietet (kommt es hier zum Gleichstand, entscheiden wiederum die meisten Glückspartikel über den Zuschlag).

Das Spiel endet, sobald nur noch ein Spieler Gnümiekarten auf der Hand hat. Für jede Karte zieht er eine Karte vom Gästestapel nach.

Wertung

Normalerweise ist jede Gästekarte die aufgedruckte Zahl wert. Besitzt man jedoch zwei Karten mit gleichem Wert, sind die Zahlen unrelevant und die beiden Karten repräsentieren einen Wert von 20. Drei gleiche Karten haben einen Wert von 50, vier von 100 und bei fünf (mit Hilfe des Evolutsers) sogar 150. Der Evolutser darf als Joker eine beliebige Zahl annehmen.

Negativ wirken sich jetzt noch die Wullewaukis aus:

  • Wer einen Wullewauki besitzt, muss eine Gästekarte mit der niedrigsten Nummer abgeben - selbst wenn er davon mehrere hat.

  • Bei zwei Wullewaukis muss die Karten mit dem höchsten Wert abgegeben werden.

  • Wer drei oder mehr Wulleaukis besitzt, muss pro Wullewauki eine beliebige Gästekarten abgeben.

Es versteht sich von selbst, dass der Spieler mit dem größten Partywert das Spiel gewinnt.

Fazit

Die Zahlenwerte der Karten sind deutlich und die Bilder der Gnünies in Comic-Art gestaltet. Comic-Art ist nicht jedermanns Sache - ich finde sie gelungen. Die Atmosphäre verdient einen weiteren Pluspunkt, denn es gibt sogar eine kleine Hintergrundgeschichte zum Planeten Gnüm und jeder Bewohner hat einen Namen bekommen. Wichtig für das Spiel ist es allerdings nicht. Zu der guten Aufmachung kommt die gewohnte kleine Schachtel, in der der Platz restlos ausgefüllt wird.

Der Spielregel fällt es leicht, das einfache Spielgeschehen klar zu machen und bringt, wie gesagt, etwas Atmosphäre mit ein. So spielt sich Die Gnümies recht entspannt und fast reibungslos.

Eine einzige unglückliche Situation erlebten wir mit folgender Konstellation:

Zwei Spieler waren noch übrig. Spieler 1 hatte nur noch den Knalli, Spieler 2 einen Knalli und noch diverse andere Handkarten. Zuerst legten beide den Knalli, mussten die Karte gemäß den Regeln wieder auf die Hand nehmen, dann darf sich Spieler 2 als einziger Spieler aussuchen, mit welcher Karte er die offen ausliegende Partykarte kassieren möchte. Spieler 1 ist hier zum Zuschauen verurteilt. Die Knallis müssen gemäß Regel erst dann abgegeben werden, wenn mehrere Spieler nur noch einen Knalli ausspielen können.

Durch seinen Charakter eines Versteigerungsspiels ist ein gewisses Maß an Interaktion gegeben. Diese Interaktion geht mit einer guten Portion Glück einher. Das soll jedoch nicht heißen, man könnte das Spiel nicht beeinflussen. Es macht durchaus Sinn, bei jeder Gästekarte im Auge zu behalten, wer bereits welche Gäste vor sich liegen hat, um zu überlegen, in welcher Höhe man sein Gebot abgeben soll. Doch bei aller Überlegung ist zum Realisieren seiner Vorhaben meist wieder Glück erforderlich. Allein schon durch die unterschiedliche Verteilung der Glückspartikel auf den Gnümiekarten. Ein wenig Abhilfe könnte es schaffen, wenn man sich alle bereits aus dem Spiel befindlichen Karten merkt, um vielleicht ein oder zweimal im Spiel mit Sicherheit eine bestimmte Karte zu bekommen. Das finde ich allerdings etwas viel Aufwand für ein Spiel, das vor allem Spaß machen soll. Und das tut es am meisten, wenn es recht locker gespielt wird. Lange Denkphasen wären da tödlich.

Genau diesen Anspruch eines lockeren Versteigerungsspieles kann die Die Gnümies in jedem Fall bieten und eignet sich auch dank seiner kurzen Dauer zum Aufwärmen oder Ausklingen einer Spielerunde. Dazu wird es auch sicher immer mal wieder hervorgeholt werden. In diesem Sinne wird es auch ein breites Spielerpublikum ansprechen. Zudem ist es auch sehr familientauglich, denn auch Kinder, die noch nicht volle 8 Jahre alt sind, fällt diese Spiel leicht und macht Spaß (und diese schlagen dann oft die Erwachsenen am Spieltisch...).

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Die Gnümies: 3,6 3,6, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernhard Kreitner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Conny Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Tillwick
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Anna Lohmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.07 von Michael Andersch

Leserbewertungen

Leserwertung Die Gnümies: 3,6 3.6, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Zanow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Pia Lemberger - Die sind halt einfach supersüß! *G*
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.08.04 von Sarah Kestering
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.09.04 von Roland Sciarra - ein super spiel zum aufwärmen,wird bei uns immer wieder gerne gespielt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.11 von RS

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