Rezension/Kritik - Online seit 01.12.2003. Dieser Artikel wurde 9340 mal aufgerufen.
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Was hat man im Spielebereich nicht alles schon für Wettbewerbe gesehen. Seit den Spieltagen in Essen ist nun noch ein neuer Wettbewerb hinzugekommen: Über wackelige Holzplanken muß ein Flussdelta überwunden werden, in dem ein gefürchteter Drache lauern soll. Bis zu sechs tapfere Helden streiten nun über die Ehre, dieses Unterfangen am schnellsten zu erledigen, denn dem Sieger hat der König einen goldenen Drachen als Belohnung versprochen. Das bei solch einem Lohn auch das Fairplay gelegentlich außer acht bleibt, dürfte klar sein.
Der Spielplan zeigt das bereits erwähnte Flussdelta, in dem sich 27 kleine Inseln befinden. An den Ufern sind die sechs Heimatdörfer der Spieler zu erkennen. Zu Spielbeginn erhält jeder Held sechs unterschiedlich lange Holzplanken (aus Karton) sowie einen Kartensatz, bestehend aus dreizehn Karten. Daraus müssen nun die Drachen der Farben aussortiert werden, die sich nicht am Spiel beteiligen. 27 Inseln (aus Holz) kommen als gemeinsamer Vorrat neben den Plan.
Pro Spielrunde hat jeder Teilnehmer fünf Aktionen, die mittels Karten ausgeführt werden. Folgende Aktionskarten stehen zur Verfügung: Einen Stein auf eine Insel setzen. Diese sind die Unterlagen für die später zu legenden Stege. Die so gelegten Steine können von allen Spielern benutzt werden, doch trägt jeder der Steine im weiteren Spielverlauf maximal drei Stege. Die gleiche Karte gibt es noch zum Setzen von zwei Steinen. Des weiteren gibt es Karten zum Legen von einem bzw. zwei Stegen. Die Stege können beliebig gesetzt werden, allerdings darf hierzu kein Stein auch nur ein kleines Stück verschoben werden, und es darf auch nicht im Vorfeld probiert werden, ob der Steg überhaupt passt. Durch eine Aktionskarte kann ein Steg oder eine Insel auch wieder entfernt werden. Ein so entfernter Steg darf zum eigenen Vorrat hinzugefügt werden, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Ein Spieler darf maximal Stege von zwei verschiedenen Farben besitzen und außerdem ist es nicht gestattet, mehrere Stege der gleichen Länge z besitzen. Außerdem sind Stege tabu, auf denen sich andere Spielfiguren befinden. Diese bisher erwähnten Karten dienen nur dem Aufbau eines Stegnetzes, um an das andere Ufer zu gelangen, doch auch die Figuren werden mit Hilfe von Karten bewegt. Hier gibt es zunächst die Möglichkeit, sich um einen oder zwei Stege vorwärts zu bewegen. Die Zugrichtung ist frei wählbar und auch die Farbe des Steges ist unerheblich, allerdings darf auf jedem Steg nur eine Figur stehen. Ist eine Bewegung nicht ordnungsgemäß durchführbar, fällt die Figur ins Wasser und muß schwimmend zu ihrem Heimatdorf (wieso aber eigentlich nicht zum Ziel?) zurück, um dort neu zu starten. Wenn jetzt der geneigte Leser darauf wartet, daß der Drache endlich nach dem Sturz ins Wasser erscheint, so muß er enttäuscht werden, denn dieser erscheint nur in Form von Karten. Bei den Bewegungskarten gibt es allerdings noch eine, mit der andere Figuren übersprungen werden dürfen. Allerdings gilt hier das gleiche: Kann der Sprung nicht ausgeübt werden – ab ins Wasser und nach Hause. So, doch nun endlich zum Drachen: Jeder Spieler hat je eine Drachenkarte in der Farbe der beteiligten Spieler. Wird eine solche gespielt, muß der betroffene Spieler diesen Zug aussetzen. Wird zum Beispiel der rote Drache gespielt, darf rot keine Aktion in diesem Zug durchführen.
Das ganze kann doch gar nicht so schwer sein, sollte man meinen. Der Haken an der Sache ist aber folgender: Die fünf Karten, die in dieser Runde eingesetzt werden sollen, müssen vor Rundenbeginn in einer festgelegten Reihenfolge verdeckt ausgelegt werden. Erst wenn dies alle Spieler getan haben, deckt jeder seine erste Karte auf und versucht die entsprechende Aktion durchzuführen. Erst wenn alle aufgedeckten Karten abgehandelt wurden, wird die zweite aufgedeckt, u.s.w. Auf diese Weise werden alle fünf Karten abgehandelt und anschließend beginnt das ganze wieder von vorne.
Das Prinzip kommt bekannt vor? Robo Rally lässt grüßen! Natürlich ist bei Drachendelta nicht alles planbar, aber das soll es auch gar nicht sein, denn das Spiel macht so viel mehr Spass. Oftmals gewinnt auch jemand, mit dem man gar nicht gerechnet hat, weil der oder die Führenden durch Drachenkarten zur Tatenlosigkeit verdammt wurden.
Die Spieleranzahl ist zwar mit zwei bis sechs angegeben, aber es sollte gesagt werden, daß es mit zwei und auch teilweise noch mit drei Leuten relativ wenig Spass macht, obwohl es auch hier funktioniert. Die ideale Anzahl liegt meines Erachtens bei vier oder fünf. Dann macht Drachendelta aber Riesenspass.
Zur Spielfreude trägt sicherlich auch die gelungene Regel bei, die nicht nur sehr übersichtlich ist, sondern auch sehr viele Beispiele hat, so daß eigentlich keine Fragen offen bleiben.
In Kooperation mit der Spielezeitschrift
H@LL9000 Wertung Drachendelta:
4,1, 14 Bewertung(en)
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Volker Sitzler |
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01.04.04 von Barbara Winner |
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01.04.04 von Bernd Eisenstein |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Christiane Brecht |
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01.04.04 von Conny Eisenstein |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Frank Gartner |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Michael Andersch |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Peter Nos |
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01.04.04 von Roland Winner |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Tommy Braun |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Roman Pelek |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Sandra Lemberger |
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09.02.07 von Jochen Traub |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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22.05.07 von Kathrin Nos - Mag ich auch nach Jahren immer mal wieder spielen! |
Leserwertung Drachendelta:
4.4, 9 Bewertung(en)
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Gerhard Passler - Nettes Spiel für die ganze Familie; schnell erklärt und leicht und locker zu spielen; gut verständliche Spielregeln, was bei Eurogames nicht immer so selbstverständlich ist; ansprechendes Thema und ansehnliche Aufmachung, trotzdem zu teuer; absolut kein Spiel für Strategen und Tüftler, da kaum planbar; empfehlenswert erst ab vier Spielern; |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Jörn Frenzel |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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01.04.04 von Sarah Kestering |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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15.12.04 von Hilko Drude - Nettes Spiel - meiner Meinung nach ist die Spielregel allerdings miserabel (insbesondere die Beispielbilder zeigen nur Banales, nie die Zweifelsfälle). Drachendelta ist sowas wie "Roborally Light" und somit auch in einer "normalen" Spielrunde einsetzbar. |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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19.02.05 von Andreas* |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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26.08.05 von Roland Scioarra - um so mehr leute mitspiele umso lustiger wird es. |
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02.11.09 von Arnt Kolesza - Auch nach Jahren immer wieder lustig. Einfach erklärt und schnell gespielt. Besonders für Leute geeignet, die eigentlich keine Brettspiele mögen! |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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02.02.11 von Rs |
Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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11.03.20 von Waltersche - Sollte man definitiv mit einer geraden Anzahl von Mitspielern spielen - und dann wird's unterhaltsamer, je mehr Spieler es sind. Und wenn man sich nicht hauptsächlich darauf konzentriert, die Planungen der lieben Mitspieler zunichte zu machen, hat man vermutlich auch eine gute Chance, selbst einmal zu gewinnen... |