Rezension/Kritik - Online seit 09.12.2003. Dieser Artikel wurde 9428 mal aufgerufen.

Maka Bana

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Autor: Francois Haffner
Illustration: David Cochard
Johann Aumaitre
Verlag: Tilsit
Rezension: Michael Andersch
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
4,8 4,8 Leser
Ranking: Platz 512
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Maka Bana

Spielziel

Auf der Insel “Maka Bana” versuchen 2-5 Mitspieler möglichst schnell 10 Hütten zu errichten und zwar so, dass man diese möglichst gut gruppiert und an den 4 Stränden der Insel möglichst gut vertreten ist.

Ablauf

Der Spielplan zeigt die Insel “Maka Bana”, welche in 4 Strände (A-D) unterteilt ist, welche jeweils ca. 10 Bauplätze aufweisen.

Jeder Bauplatz ist dabei durch eine einzigartige Kombination dreier Merkmale (Strandname, Untergrund, Farbmuster) eindeutig definiert.

Jeder Spieler erhält 13 Karten (A-D, je einmal jede Untergrundart, je einmal jedes Farbmuster, 2 Farbeimer) und ein „Tiki“ (Totem).

Ein Spieler wird Startspieler, die entsprechende Karte wechselt jede Runde im Uhrzeigersinn.

Der Ablauf einer Runde ist nun so, dass jeder Spieler vor sich eine Kombination aus drei seiner Handkarten ablegt (Strandname, Untergrund, Farbmuster), wodurch ein Bauplatz exakt definiert wird.

Anschliessend decken alle Spieler gleichzeitig eine beliebige dieser 3 Karten auf, wodurch die Mitspieler einen Hinweis erhalten, wo denn die anderen Mitspieler möglicherweise bauen werden.

Zu Anfang ist dieser Hinweis eher wenig wert, im Laufe des Spiels allerdings bisweilen sehr aussagekräftig, da man stets versucht, eigene Hütten aneinander zu gruppieren und auch Mehrheiten an einzelnen Stränden zu erreichen.

Nun folgt eine „Verhinderungsphase“, in der alle Spieler ihr Tiki (wegen seiner rundlichen Formen gemeinhin auch „der Dicke“ genannt) auf einen Bauplatz postieren, von dem sie denken, dass dort ein Mitspieler baut.

Anschliessend decken alle Spieler ihre Dreierkombinationen komplett auf und bauen jeweils eine eigene Hütte an den angegebenen Platz, es sei denn, dieser ist durch einen „Dicken“ besetzt oder dort steht bereits eine Hütte (was passieren kann wenn man sich verkuckt hat oder wenn in der gleichen Runde ein Spieler der früher bauen durfte den gleichen Bauplatz gewählt hat).

Nun wechselt der Startspieler und eine neue Runde beginnt.

Noch nicht erwähnt habe ich bisher die Farbeimerkarten. Diese kann man zu seiner Dreierkombination dazulegen (offen!) und zeigt somit an, dass man nicht eine neue Hütte bauen, sondern eine bereits bestehende gegnerische Hütte umlackieren (=durch eine eigene ersetzen) möchte. Ein Mitspieler, der um seine Hütten fürchtet kann dann seinen Dicken auch zu einer eigenen Hütte stellen und diese Unfug zu verhindern versuchen – wenn er die Bauabsichten des anderen richtig erraten hat.

Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler alle 10 eigenen Hütten gebaut hat.

Es endet auch, sobald ein Strand voll ist, wobei auch die in einer Runde platzierten Tikis berücksichtigt werden. In diesem Fall wird allerdings noch eine weitere Runde gespielt.

Anschliessend erfolgt eine Punktvergabe: Hat man die Hüttenmehrheit an einzelnen Stränden, so erhält man dafür 4 Punkte (oder 2+2 bei Gleichstand). Für jede eigene Hütte gibt es einen Punkt, für Hütten in Gruppen sogar mehr, je nach Größe der gebildeten Gruppen bis zu 3 Punkte pro Hütte.

Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten.

Weiterhin gibt es eine Expertenregel, welche sich in zwei Punkten vom Grundspiel unterscheidet.

Zunächst kann man eine beliebige Anzahl von Karten zur Anzeige des Bauplatzes verwenden, was man allerdings nicht zu offensichtlich tun sollte. Im Extremfall können dies alle Karten sein, wobei man sich in der Bauphase dann einfach die passenden Karten aussucht. Hat man genügend Karten ausgelegt ist es sogar erlaubt, zwei anstatt nur einer Hütte zu bauen!

Allerdings ist es jetzt einmal pro Runde möglich, dass ein Spieler des Betruges verdächtigt wird. Wer möchte kann eine Anklage gegen einen anderen Spieler aussprechen. Anschließend wird verglichen, welcher der beiden Spieler bezüglich der Zahl seiner ausgelegten Handkarten weiter weg von der korrekten 3 ist. Dieser Spieler verliert seinen Zug.

Es gibt auch noch einige Sonderregeln, welche die genaue Vorgehensweise für den Fall regeln, dass einer der beiden Spieler auch Farbeimer dabei hatte – diese gebe ich hier allerdings nicht wieder.

Fazit

Fangen wir mit den „technischen Randbedingungen“. Das Material ist funktional und lässt das richtige Inselflair aufkommen. Die Hütten sind zwar aus etwas billig wirkendem Plastik, aber dem sehr guten Gesamteindruck tut dies keinen Abbruch. Sowohl die Schachtel- als auch die Spielplangrafik halte ich für sehr gelungen und für eine willkommene Abwechslung zu den im Spielebereich vorherrschenden Mittelalterthemen, und das relaxte Thema passt sehr gut zum lockeren Spielablauf.

Zu Beginn ihrer ersten Partien hatten einige Mitspieler gelegentlich Probleme damit, die Trennlinien zwischen den einzelnen Stränden sowie die Geländeart einzelner Bauplätze zu erkennen. Da sich dies aber im Laufe des Spiels gelegt hat denke ich kann man zugunsten der stimmungsvollen Grafik noch einmal ein Auge zu drücken.

Die Spielregel ist gut gegliedert und konnte in unseren Runden alle Fragen beantworten (Zitat aus der Regel: „ Nehmen Sie sich Zeit, die Spielregel genau zu lesen. Jedes Wort ist wichtig und trägt zum besseren Verständnis der Regeln bei“).

Das Spiel selbst kam dann auch in allen Runden gut an. Die gelungene Mischung aus Taktik, Bluff und einer Prise Deduktion kombiniert mit einem lockeren Spielgeschehen, in das alle Mitspieler stets eingebunden sind sorgte stets für Heiterkeit, wenn der „Dicke“ mal wieder ein Bauvorhaben eines Mitspielers blockieren konnte, oder wenn man durch einen überzeugenden Bluff die „Dicken“ der Mitspieler zu völlig falschen Plätzen locken konnte.

Allerdings nimmt der Spielreiz mit sinkender Spielerzahl etwas ab. Zu zweit mag ich “Maka Bana” eigentlich nicht empfehlen. Es funktioniert zwar technisch einwandfrei (jeder Spieler übernimmt 2 Spielfarben), allerdings war meine einzige Partie ein wenig spannungsarm, und ich bezweifle, dass ich eine weitere Partie zu zweit folgen lassen werde.

Ab 3 Spielern kann ich “Maka Bana” dagegen in jeder Besetzung uneingeschränkt empfehlen!

Uneinheitlich kam in unseren Runden die Expertenvariante an. Die erste Runde in der ich sie erklärt habe wollte nach der Erklärung lieber wieder das Grundspiel spielen, da der Anschein erweckt wurde, dem sehr guten und witzigen Grundspiel werde dadurch etwas die Leichtigkeit genommen und ein unnötiger Mechanismus „augepfropft“.

In einer anderen Runde haben wir uns dann doch noch herangewagt, waren hinterher allerdings etwas zwiespältig in unseren Meinungen: Einerseits hat man etwas mehr Möglichkeiten (man kann ja pro Runde bis zu 2 Hütten errichten), andererseits wird die gute Balance aus Bluff und Planbarkeit, die das Grundspiel auszeichnet ein wenig ausgehebelt und das Spiel wird deutlich chaotischer.

Zusammenfassend möchte ich aber dennoch eine klare Kaufempfehlung für “Maka Bana” aussprechen. Und da Tilsit mit “Maka Bana” offenbar eine neue Reihe beginnt (Die Schachtelseite weist die Nummer 1 auf, und mit Kanaloa von Günter Cornett gibt es auch schon einen weiteren Titel) kann sich die Spielergemeinde hoffentlich auf noch mehr Spiele gleicher Güte freuen!

Rezension Michael Andersch

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Maka Bana: 4,5 4,5, 10 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.04.15 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Claudia Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Gerd Stocker
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Rolf Braun
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.10.06 von Udo Kalker - Einfach mal kurz und knackig das Vorhaben der Mitspieler abschätzen. Thematisch gut umgesetzt macht Maka Bana Spaß.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.02.07 von Uta Weinkauf

Leserbewertungen

Leserwertung Maka Bana: 4,8 4.8, 20 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Steffen Stroh - Nettes Spiel, zog sich bei uns allerdings etwas, sobald die Baupräferenzen sich klar herauskristallisierten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Superfred - Vorweg: Wir haben und das Spiel in Essen 15 min vor Toreschluss erklären lassen. Und obwohl die Erklärerin am Tilsit-Stand schon am Ende ihre Stimme war, hat sie uns das Spiel freundlich und kompetent erklärt. Dieses war aber nicht der einzige Grund warum wir das Spiel sofort mitgenommen haben :-) Nach nun mehreren Runden macht das Spiel immer noch so viel Spass wie am Anfang. Das Basisspiel ist sowohl für regelmäßige Spieler, als auch für Spieler geeignet die möglicherweise eher selten spielen. Die Regeln sind schnell erklärt und die Runden laufen zügig. Die Profivariante gefällt uns auch sehr gut, hier sollten aber alle Spieler, das Basisspiel schon öfter gespielt haben. Das einzig negative, ist der doch recht hohe Preis, dennoch, das Spiel macht Spass und wird noch häufiger bei uns gespielt werden.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jörn Frenzel
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Markus Hofmann - Ganz interessant, doch - zumindest gegen Ende - relativ vorhersehbar.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Barbara Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Udo Möller - Ganz wichtig: "Jeder Satz ist wichtig" - auch der, dass das Spiel nur noch eine letzte Runde läuft, sobald an einem Strand alle Bauplätze besetzt sind (das schließt auch das Besetzen durch tikis ein)! Wenn man daran denkt, gibt es auch keine langen Endphasen mehr, stattdessen kann man bewusst das Ende durch Setzen des Tikis herbeiführen. Klarer Essen-Favorit
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.07.04 von Marvin Schulz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.09.04 von Philipp W. - Ein wunderschönes Spiel, das viel Interaktivität bietet! Die Idee, seine Mitspieler mit Tikis zu ärgern, ist einfach und genial! Leicht und schnell erklärt, also auch für Nichtspieler und Ungeduldige gut geeignet. Am besten zu dritt spielbar.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.09.04 von Sarah Kestering - Wir haben so gefiebert, soviel Spannung, soviel Spass. Besser als so manches aus diesem Jahrgang hochgelobtes Spiel. Die Tikis und Strohhuetten sehen toll aus, nur die Karten sind etwas duenn.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.05.05 von Thomas Potthoff
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.12.05 von Andreas preis
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.11.06 von Sarah Kestering - Nach anfaenglicher Begeisterung ist es nur noch ein Spiel, das zwar ganz nett ist aber mich auch nicht gerade umhaut.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.01.07 von Gabriele Petry
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.07 von Matty - War vom lapprigen und billig wirkenden Material für DEN Preis bitter enttäuscht und bin auch mit dem Spiel selbst nicht wirklich warm geworden.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.04.07 von Markus Beer - Stimme meinem Vorschreiber voll und ganz zu. Habe das Spiel bei Ebay allerdings zu einem tollen Preis versteigert.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.04.07 von joost klein haneveld
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.05.07 von BlueYeti - Zweimal gespielt und dann war es langweilig. Idee ist zwar gut, doch es bleibt zu wenig zur langen Begeisterung. Zu wenig Material für den Preis!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.05.08 von Stef - Das schönste taktiklose Spiel, das ich kenne. Enormer Ärgerfaktor und immer wieder überraschend. Besonders reizvoll mit guten Freunden, die man einschätzen zu meinen glaubt. :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.11 von RS

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