Rezension/Kritik - Online seit 31.08.2001. Dieser Artikel wurde 8582 mal aufgerufen.

Flowerpower

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Autor: Angelika Fassauer
Peter Haluszka
Illustration: Grafik Studio Krüger
Verlag: KOSMOS
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2001
Bewertung: 4,6 4,6 H@LL9000
4,2 4,2 Leser
Ranking: Platz 1667
Flowerpower

Spielziel

Wer den Namen „Flowerpower“ hört denkt natürlich sofort an die wilden 68er Zeiten! Schrille Klamotten, Peace-Einstellung und sexuelle Freiheit! Lasst Blumen sprechen!

Im Spiel „Flowerpower“ beschränkt man sich allerdings auf die Blumen. Zwei Gärtner dürfen im Wettstreit Blumen anpflanzen was das Zeug hält. Wer es schafft, mit den 10 verschiedenen Blumensorten die größten, zusammenhängenden Beete anpflanzen, wird Sieger.

Ablauf

Das Blumenbeet unterteilt sich in 3 Bereiche, denn beide Spieler haben einen eigenen Bereich, in den nur sie Blumen anpflanzen dürfen und in der Mitte einen schmalen, neutralen Streifen, der von beiden Spielern bepflanzt werden darf.

Es gibt 100 Pflanzenkärtchen. Diese Kärtchen sind immer 2 Felder groß und zeigen meist zwei Unterschiedliche Blumensorten. Jede Blumensorte ist sollte 20 mal im Spiel vertreten. Dass es eine leichte Abweichung hierzu gibt, begründet sich durch einen Druckfehler, auf den wir später kurz eingehen.

Die 100 Kärtchen kommen in einen Beutel. Nun wird abwechselnd aus dem Beutel eine Karte gezogen und auf das Spielfeld gelegt.

Man darf...

...Kärtchen auf das eigene Blumenbeet legen.

...Kärtchen auf das neutrale Blumenbeet legen.

...Kärtchen halb auf das eigene und halb auf das neutrale Blumenbeet legen.

...drei mal während des Spiels ein Kärtchen beim Gegner platzieren, jedoch mit

der Rückseite nach oben, um die Wachstumsmöglichkeiten einiger Blumenfelder

einzuschränken.

Beide Spieler versuchen nun möglichst große zusammenhängende Blumenbeete zu legen. Blumen zählen erst dann als Blumenbeet, wenn mindestens drei Felder gleicher Blumensorte senkrecht oder waagrecht aneinander liegen.

Blumen auf den neutralen Feldern sind vorerst keinem Spieler zugeordnet. Erst wenn ein Spieler die Grenzen eines Blumenbeets über den neutralen Bereich hinaus in den eigenen Bereich hinein erweitert, wird dieses Beet dem Spieler zugeordnet. Erstreckt sich ein Beet über beide Grenzen in die Felder beider Spieler, so wird das Feld dem Spieler zugeordnet, auf dessen Seite sich dieses Beet über mehr Felder erstreckt.

Wer den Gegner in seiner Wachstumsplanung stören möchte, sollte die Möglichkeit nutzen 3 mal während des Spiels eine Rasenflächen in den gegnerischen Bereich zu pflanzen.

Sobald keiner der beiden Spieler mehr Kärtchen legen kann, werden die Punkte und damit der Sieger ermittelt.

Felder der Größe 3-5 bringen 1 Punkt,

Felder der Größe 6-9 bringen 2 Punkte und

Felder der Größe 10+ bringen 4 Punkte.

Blumensorte für Blumensorte werden die Beete der Spieler kontrolliert und der Wert ermittelt.

Wer nun die meisten Punkte hat ist Sieger. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit dem größten Feld.

Flowerpower ist auch als Solo-Spiel spielbar. Hierbei legt man die Plättchen über die gesamte Spielfläche. Gewertet wird hier etwas anders. Der Wert eines Blumenbeetes ermittelt sich aus dessen Größe im Quadrat. Die Summe aller Blumenbeete stellt das Spielergebnis dar, welches man in einem neuen Spiel versuchen soll zu überbieten.

Fazit

Ich möchte vorneweg einige Dinge bemerken:

Ich hasse Gartenarbeit und ich bin kein großer Freund von Legespielen. Da ich 1968 sicher noch nicht auf einem Selbstverwirklichungstripp war, weckt der Begriff „Flowepower“ sicher keine Erinnerungen und Sehnsüchte in mir. Dennoch machte ich mich ans Werk. Ein erstes Lesen der Regel sorgte eher für Stirnrunzeln, da die simplen Regeln nicht sonderlich zum Spielen aufforderten.

Die ersten Plättchen wurden gelegt und bestätigten vorerst meinen Eindruck. Doch so langsam füllte sich die Spielfläche und man geriet mehr und mehr ins grübeln, denn auf fast allen Plättchen sind zwei Blumensymbole zu finden. Da man in aller Regel an verschiedenen Stellen verschiedene Felder zum Wachsen bringen möchte, würde man so manche Karte gerne in zwei Teile schneiden und anlegen.

Während der nächsten Partien eröffnen sich einem dann die taktischen Möglichkeiten, wie man einem Gegner im neutralen Bereich die Suppe versalzen kann bzw. diesen Bereich gezielt nutzt um mehr Fläche für eigne Blumenfelder zu haben. Man fängt mehr und mehr an auch den Gegner zu beobachten und im richtigen Moment die Störkarten zu platzieren. Gelegentliches Durchzählen der bereits abgelegten Blumen einer Sorte hilft einem Spieler abzuschätzen, wie hoch die Erweiterungswahrscheinlichkeit einer Blumensorte ist.

Eines ist klar: Der Glücksfaktor ist nicht unmaßgeblich, da man nie planen kann, welche Kärtchen man aus dem Beutel zieht (wir bevorzugen die Kärtchen verdeckt neben dem Spielplan auszubreiten, da sich dies einfacher gestaltet als das ständige in den Beutel ziehen). Man muss auf die aktuell gezogene Karte reagieren. Mit etwas Übung kann man aber dennoch viele kleine taktische Möglichkeiten entdecken. So kann man schon einmal innerlich ins Schwitzen geraten, wenn man unbedingt noch eine bestimmte Blumensorte benötigt, diese aber partout nicht auf die Hand bekommen will.

In Spielerkreisen wurde der Wertungsmechanismus mehrfach kritisiert, denn wenn man ab 3 Plättchen 1 Punkt bekommt und ab 6 Plättchen 2 Punkte, motiviert das nicht unbedingt riesige Felder anzulegen. Ein Feld von 10 Plättchen ist nur sehr schwer zu bekommen und wird vom Gegner, soweit möglich verhindert. Also besteht die Tendenz eher mehrere kleine Felder zu bauen um an verschiedenen Stellen jeweils einen Punkt zu bekommen.

Eine mögliche Alternative hierzu wäre ein anderer Bewertungsmaßstab (z. B. 3-5 = 1 P / 6-9= 3 P / >10 = 6 P).

Man könnte, um „Flowerpower“ etwas taktischer zu spielen, den Spielern gestatten 3 Auswahlkarten offen vor sich abzulegen. Hierbei geht meines Erachtens jedoch ein sehr positiver Aspekt schnell verloren: Die Schnelligkeit des Spiels! Wenn ein Spieler bereits ein Kärtchen zieht, während der andere Spieler noch am überlegen ist, wie er seine Karte positionieren soll, kann dieser auch schon überlegen, wo die gezogene Karte eingesetzt werden kann. Dadurch sind beide Spieler permanent in das Spiel eingebunden. Deshalb und aufgrund seiner begrenzten Komplexität, spielt sich „Flowerpower“ sehr flott.

Es macht einfach Spaß den Beeten beim Wachsen zuzuschauen.

„Flowerpower“ ist ein sehr leicht verständliches, flüssiges und spannendes Taktik-Spiel mit einer gut abgestimmten Portion Glück. Drum kann ich es Gelegenheits- als auch Vielspielern empfehlen. Mit einer Spieldauer von 20-30 Minuten schiebt man am Abend gerne noch eine Partie ein. Wer Solospiele mag, hat auch sicher daran seinen Spaß.

Ich kann nur hoffen, dass der Name und das Layout dieses Spiel nicht zum Ladenhüter macht, denn das wäre schade!

Anmerkung: Eigentlich im Spiel jede Blumensorte mit 20 Blumen vertreten sein. Aufgrund eines Produktionsfehlers fehlt jedoch die Doppelnelke. Wen dies stört kann bei KOSMOS anfragen und sich die Doppelnelke anfordern.

Rezension Frank Gartner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Flowerpower: 4,6 4,6, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Conny Eisenstein 
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Monika Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Ulrich Fonrobert - Ein ungewöhnliches Spiel aus der KOSMOS- Zwei Personen Reihe, welches aber durchaus zu gefallen weiß. Vor allem, wenn man z.B. mit seiner nicht so spielefanatischen Frau/ Freundin einfach mal ein nettes Spiel machen will.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.02.07 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.08.07 von Monika Harke

Leserbewertungen

Leserwertung Flowerpower: 4,2 4.2, 11 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Barbara Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Günter Dömer - In einer Super-Serie (Kosmos-Spiele für zwei) eine herbe Enttäuschung!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Rolf Braun - So ein Druckfehler dürfte ja eigentlich nicht passieren! Abzug bei Aufmachung!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Xaverius - Ein sehr ruhiges,stimmiges Spiel - auch mit Kindern (ab 8) schön zu spielen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sarah Kestering - Gut das es auch eine Solitaervariante gibt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.07.05 von Frank-Philipp Wolfer - einfach und unterhaltsam !!! Ideal für den Feierabend
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.05.06 von Tim - Feines, leichtes Spiel, das garantiert auch Seltenspielern gefällt. Allerdings sollte man auf die Originalbewertung verzichten und größere Felder wie oben vorgeschlagen bewerten
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.12.07 von Niki Sarrazyn
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.12.07 von Tom Hilgert - Sehr langweiliges Spiel aus der Kosmos -Reihe. Ein richtiges "Schatz lass uns was spielen , aber tu mir nichts" -Spiel

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