Rezension/Kritik - Online seit 10.01.2021. Dieser Artikel wurde 3294 mal aufgerufen.

Sebastian Fitzek Killercruise

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Autor: Marco Teubner
Sebastian Fitzek
Verlag: moses. Verlag GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2020
Bewertung: 4,7 4,7 H@LL9000
5,3 5,3 Leser
Ranking: Platz 702
Sebastian Fitzek Killercruise

Spielziel

Die Spieler befinden sich als Passagiere auf einer Kreuzfahrt, auf der es um Leben und Tod geht, denn ein gefährlicher Psychopath treibt an Board sein Unwesen.

Ablauf

Zuerst wird das Schiff aufgebaut. Dazu werden nach Auswahl eines bestimmten Rätsels alle dazugehörigen Hinweiskarten verdeckt auf dem Unterdeck ausgelegt. Auf diesen Karten werden dann die Schiffsteile des Mitteldecks und zum Schluss jene des Oberdecks platziert. Sämtliche Decks zeigen unterschiedliche Räume, auf jene im Oberdeck werden nun nach Belieben drei der vier unverletzten Spielfiguren sowie der Killer gestellt. Außerdem werden vier Passagierkarten in die jeweils angegebenen Räume gelegt.

Alle Spieler erhalten Figurenkarten. Mit diesen können sie, wenn sie am Zug sind, eine Aktion ausführen. Zur Auswahl stehen:

Bewegen: Die auf der Karte angegebene Figur darf sich entweder in einen benachbarten Raum bewegen oder auf jenen Raum, dessen Farbe die Personenkarte zeigt. Befindet sich die Person sogar schon im farblich passenden Raum, wird die Karte zum Joker, und die Person darf in einen beliebigen Raum ziehen. Beim Bewegen der Figuren kann es vorkommen, dass ausliegende Passagiere gerettet und/oder mitgenommen werden können, um sie wenigstens vorläufig vor dem Killer zu schützen.

Schiffsraum aufschließen: Jeder Raum zeigt zwei Schlüsselfarben. Um in einen Raum des darunter liegenden Decks zu gelangen, muss sich eine Figur in dem oberen Raum befinden (nicht jedoch der Killer) und ein Spieler zwei Personenkarten mit den passenden Schlüsselfarben ausspielen. Anschließend wird sofort das Deckteil entfernt, so dass das darunter liegende zum Vorschein kommt (bzw. im Unterdeck auch die Hinweiskarte, die sofort gelesen werden darf).

Schlüssel im Sammelbereich ablegen: Beliebig viele Personenkarten können in den Schlüssel-Sammelbereich gespielt werden. Dort stehen sie jedem zur freien Verfügung, der die Aktion "Schiffsraum aufschließen" ausführen möchte.

Außer bei der dritten Aktionsmöglichkeit werden ausgespielte Karten immer auf den Ablagestapel gelegt. Anschließend wird immer so nachgezogen, dass man genauso viele Handkarten besitzt wie zu Spielbeginn. Wird beim Nachziehen eine Killerkarte aufgedeckt, so bewegt sich der Killer entsprechend viele Räume vorwärts. Trifft er dabei Crew-Mitglieder, so verletzt er diese, und die Figur wird ausgetauscht. War das Crew-Mitglied schon verletzt, scheidet es aus und wird vom Schiff genommen. Trifft der Killer auf Passagiere, so tötet/verschleppt er diese. Hat er das mit fünf Passagieren gemacht, hat die Crew sofort verloren. Mit jeder Bewegung des Killers kommt wieder ein neuer Passagier ins Spiel.

Die Spieler verlieren auch dann zusammen, wenn alle Crew-Mitglieder getötet oder der Passagierkartenstapel aufgebraucht ist. Gewinnen können sie, indem sie das Versteck des Killers finden. Dazu müssen sie sich zu den Hinweiskarten im Unterdeck vorarbeiten, die richtige Lösung herausfinden und mit einer Figur in den entsprechenden Raum ziehen. Auf ihrem Weg dorthin besteht auch noch die Möglichkeit, das vermisste vierte Crew-Mitglieder zu finden, dass in diesem Fall ab sofort tatkräftig bei der Suche nach dem Killer mithilft.

Fazit

Ein Spiel, das in aufgebautem Zustand wahrlich jeden Blick auf sich zieht! Das Schiff ist sage und schreibe 85 cm lang und macht nicht nur aufgrund seiner Länge etwas her, sondern auch, weil es nicht flach auf dem Tisch aufliegt, sondern 7 cm hoch ist. Zu dem tollen 3D-Aufbau gesellen sich noch die schönen Spielfiguren, die mit ca. 8 cm ebenfalls eine stattliche Größe aufweisen. Zu bemerken ist außerdem, dass der aufwändig aussehende Schiffsbau recht flott auf- und auch wieder abzubauen ist.

Das Spielprinzip ist nicht schwer und lässt sich auch von Gelegenheitsspielern gut bewältigen, sofern sie das Spiel erklärt bekommen. Denn wie bereits beim Vorgängerspiel Safehouse schaffen es ungeübte Spielregelleser nicht, sich durch die doch einige Seiten lange Anleitung durchzukämpfen und alles Gelesene entsprechend umzusetzen. Im Spiel mit einem geübten Mitspieler fällt das nicht sonderlich schwer, denn bei Fehlern kann dieser immer gleich auf die korrekte Spielweise hinweisen.

Killercruise erfordert viele Absprachen unter den Mitspielern, um eine Partie zu gewinnen. Möglich sind drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, von denen mir die einfachste immer ausreichte. 24 mögliche Ausgangsszenarien sind möglich, es ist allerdings nicht so, dass man nach dem Durchspielen derselben das Spiel weggeben muss, sondern man kann – sofern man über kein fotografisches Supergedächtnis verfügt - danach wieder von vorne anfangen. Ich konnte mich jedenfalls in der fünften Partie schon nicht mehr daran erinnern, wo sich der Psychopath im ersten Spiel versteckt hatte.

Sieg oder Niederlage hängen jedoch nicht nur vom Spielgeschick und der guten Kommunikation der Teilnehmer ab, sondern das Glück mischt auch ordentlich mit. Da sind zum einen die Killerkarten, von denen mit einigem Pech einige in direkter Abfolge auftauchen können. Und da der Ablagestapel nicht gemischt, sondern einfach nur umgedreht wird, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist, ist die Gruppe derselben Misere evtl. noch ein weiteres Mal ausgeliefert. Auch die Passagierkarten kommen zufällig ins Spiel. Dabei kann es passieren, dass sie in einem Raum landen, in den sich der Killer in Kürze bewegen wird, wodurch eine Rettung ziemlich ausgeschlossen werden kann. Und zu guter Letzt sind da noch die Hinweise auf den Aufenthaltsort des Bösewichts. Auch hier ist es reine Glückssache, an welcher Stelle des Schiffes mit der Suche begonnen wird und wie hilfreich der Hinweis bzw. alle weiteren Tipps sind. Denn auch hier kann es passieren, dass weitere Hinweise wenig bis gar keine brauchbaren Informationen bieten, womit das Team wertvolle Zeit für das Öffnen des Raumes verschwendet hat.

Trotz dieser Stolpersteine macht Killercruise Spaß. Die Spannung, die zweifellos herrscht, das relativ einfache Spielprinzip und die kurze Spieldauer (ca. 30 Minuten) sowie das ständige Diskutieren über die bestmögliche Vorgehensweise machen es zu einem gelungenen Vertreter der nicht abendfüllenden Koop-Spiele.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Sebastian Fitzek Killercruise: 4,7 4,7, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.20 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.10.20 von Michael Kahrmann - Der Spielplan ist ein echter Hinkucker. Das Spiel macht Spaß, wenn man mit einer diskussionsfreudigen Runde spielt und wenn man das nötige Quentchen Glück beim Ziehen der Karten hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.10.20 von Michael Fuchs - Was für eine Optik! Großartige Aufmachung - spannender Spielverlauf. Aber auch sehr vom Glück abhängig, ob ein Rätsel geschafft werden kann. Im Spiel entsteht das Gefühl, mit guten Entscheidungen zum Erfolg kommen zu können. Aber wenn die Karten ungünstig kommen, hilft auch die größte Denkarbeit nichts. Trotzdem macht das Spiel Spaß und es ist eine Herausforderung, die 24 Rätsel zu lösen - zumal es auch noch drei Schwierigkeitsstufen gibt. Somit bleibt der Wiederspielreiz auch länger erhalten.

Leserbewertungen

Leserwertung Sebastian Fitzek Killercruise: 5,3 5.3, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.09.20 von Kichererbse - Für mich bereits jetzt ein Kandidat für das Spiel des Jahres 2021! Sieht Klasse aus und ist spannend! Es fehlt nur spannende Hintergrundmusik wie bei Safehouse!😉
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.10.20 von Christiansen - Funtioniert in jeder vorgegebenen Spielerzahl prima. Spitzenmaterial und tolle Machanik. Bin begeistert!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.10.20 von Peter Steinert - Optik Huiii, Spiel Pf.... Nee Quatsch, KillerCruise geht schon in Ordnung, auch wenn es sicherlich keins der kommenden Nominierten wird ;-) Optische Präsentation und Materialqualität bewegen sich - zu Gunsten der Atmosphäre - auf hohem, fast dekadent produziertem Niveau. Aber natürlich ist das Schiff als Spielplan dann auch mega unpraktisch. Das Spiel selbst bietet ordentlich Freiraum für kooperative Diskussionen, auch wenn Fortuna ständig mit im Boot (haha...) sitzt. Der einzige Schnitzer sind für mich die beiden Rätselkarten, welche unbedingt mit farbkodiertem Text und einem Streifen Filterfolie hätten umgesetzt werden müssen. Dafür hätte man auch gerne auf den Einladungsbrief verzichten dürfen, auch wenn er exemplarisch zeigt, mit wie viel Liebe zum Detail das Entwicklerteam hier gearbeitet hat. Wir freuen uns auf weitere Partien...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.12.20 von Heike - Optisch toll gemacht, wobei ich immer puzzlen muss, wie ich das wieder in den Karton bekomme :-) Interessant gemachtes Koop, aber auch recht schwer. Beim letztem Spiel fehlte uns ein Zug! Gefällt um Klassen besser als Safehouse. Da hat mich der Zeitdruck arg gestört. Kommt gern wieder auf den Tisch.

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