Rezension/Kritik - Online seit 15.08.2022. Dieser Artikel wurde 9991 mal aufgerufen.

Mille Fiori

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Autor: Reiner Knizia
Verlag: Schmidt Spiele
Rezension: Lotte Schler
Spieler: 2 - 4
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2021
Bewertung: 4,9 4,9 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 294
Download: Kurzspielregel [PDF]
Mille Fiori

Spielerei-Rezension

Bunt leuchten die Glaskunstwerke, die geschickte Meister seit Jahrhunderten in Venedig fertigen.

Bekannt sind die Meisterwerke von der Insel Murano. Daneben gibt es die seit der Antike bekannte Form der Glasware, Millefiori (Tausend Blumen – danke an Wikipedia).

Diese aufwändige Kunst ist fast in Vergessenheit geraten. Vielleicht trägt Mille Fiori dazu bei, die Kunst der tausend Blumen wieder zu beleben. Ob das Spiel des Mathematik-Professors Reiner Knizia es schafft, sie vor dem Vergessen zu bewahren, wage ich an dieser Stelle nicht zu vorauszusagen. Auf jeden Fall sieht es toll aus, wenn der Spielplan der Lagunenstadt mit sechs farbig unterschiedlichen Bereichen auf dem Tisch liegt. Und noch toller sieht es aus, wenn die Spielenden die durchsichtigen Rauten – aus Kunststoff, nicht aus Glas – auf die Felder des Plans gelegt haben. Mindestens einen Siegpunkt gibt es für den aktiv Spielenden immer. Die Frage ist allerdings, wie viele mehr. Das hängt vom Geschick und in gelegentlich hohem Maße auch vom Glück ab.

Wie oft bei diesem Autor sind die Spielregeln relativ einfach. Hier gibt jede Karte vor, in welchem der sechs farbigen Bereiche und auf welchem der dort gezeigten Felder die eigene Raute abgelegt wird. Diese Bereiche sind zwar den verschiedenen Stationen der Glaskunst Venedigs zugeordnet, das könnte aber auch jedes andere Thema sein. Egal, wir wollen schließlich nicht wirklich bunte Gläser herstellen, sondern Punkte kassieren. Die gibt es separat in jedem Bereich und meist zwischen einem und zehn.

Das ist nicht viel, wird man im Laufe der Partie feststellen, denn es gibt weit mehr zu holen. Sobald ein Spielender alle Symbole eines Bereiches für sich abgedeckt hat, gibt es 20 Punkte für den ersten und 5 Punkte für den letzten. Im Bereich der Glasproduktion sind das vier Zutaten der Glasherstellung, vom Feuer über die Pigmente bis zum Quarzsand. Oder es können vier verschiedene Gegenstände sein, die dieser Spielende aufs Schiff geliefert hat – Vase oder andere dekorative Gegenstände.

Und dann ist da noch die Geschichte mit den Bonuszügen. Es liegen fast immer offene Karten neben dem Spielplan, von denen man eine nehmen und sofort ausspielen darf, wenn die besonderen Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Blick in die Werkstatt der Glasproduktion zeigt, hier muss die dritte Raute gelegt werden, die einen Stern einschließt – egal von wem.

Und jetzt kann es durchaus passieren, dass beim Bonuszug wieder ein Bonuszug ausgelöst wird. Wenn dabei auch noch Bonuspunkte eingefahren werden, dann kann der Punktezähl-Stein schon mal 40 und mehr Punkte nach vorne schießen und entsetzte Mitspieler am Tisch zurück lassen.

Solche Kettenzüge machen den Reiz des Spiels auf und erfordern eventuell auch gründliches Nachdenken.

Besonders groß wird das Entsetzen, wenn jemand solche Möglichkeiten gerade entdeckt hat, gerade über die passende Karte verfügt, heimlich schon die Hände reibt und fassungslos zusehen muss, wie sich dieser Punktesegen über einen Konkurrierenden ergießt.

Am Ende noch ein paar spieltechnische Details: Zu Beginn jeder Runde erhält jeder fünf Handkarten, legt eine verdeckt vor sich ab und gibt dann die übrigen an den linken Nachbarn weiter. Es wird gleichzeitig aufgedeckt, die Karten werden abgearbeitet und danach neu ausgesucht. Von den fünf Karten (drei bei nur zwei Spielenden) wird die letzte Karte in die offene Auslage gelegt. Taktischer wird es, wenn nacheinander jeder eine Karte auswählt, gegebenenfalls auf den Zug des Vorgängers reagieren kann und dann erst die Karten weitergibt. Die Leser mögen gerne darüber diskutieren, ob Drafting den Glücksanteil senkt oder erhöht. Ich glaube, wenn zu Beginn jeder Runde jeder weiß, welche Karten er spielen kann, senkt das den Glücksanteil. Und die Frage nach den Karten der anderen, auf die man selbst reagieren muss, die ist eher zu vernachlässigen, da man immer dem nachfolgenden Spieler Karten zuschiebt. Klar kann man zumindest versuchen, lukrative Kettenzüge zu verhindern, wenn die Karten es hergeben. Es kann auch passieren, dass einer dringend darauf hofft, der übernächste möge eine bestimmte, weitergegebene Karte nicht erhalten. Oh, wie gerne würde man das dem Empfänger der gerade gedrafteten Karten zurufen. Doch nein, der sieht nicht, welchen Siegpunktsegen er damit einem Konkurrenten ermöglicht.

Ärgerpotential hat auch der Bereich der Schiffe. Wer hier mitmischen will, muss mindestens eines der drei Schiffsfelder belegt haben. Punkte gibt es allerdings nur dann, wenn alle drei Felder belegt sind und mindestens eine Ware geladen ist. Dafür lassen sich hier schon mal 30 Punkte einfahren, wenn die anderen das zulassen und die Karten passen. Wer sich an der Schifffahrt beteiligt, der rückt sein Privat-Schiff auf der Handelsroute vor und kassiert fast immer ein bis zehn Punkte (Glück) oder einen Bonuszug. Alle anderen Karten haben die Alternative: statt Raute legen kann auch nur das Schiff bewegt werden. Das kann sinnvoll sein, wenn entweder alle Handkarten gerade nicht passen oder man dem nachfolgenden Spieler keinen lukrativen Kettenzug vorbereiten will. Das hat allerdings einen Nachteil für diejenigen, die zu früh diese Alternative nutzen und am Ende der Route angekommen sind. Dann gibt es bei der Schifffahrt gar nichts mehr und nicht regelkonform legbare Karten verfallen.

Das Fazit lautet – hier zitiere ich einen anderen Spieler: Mille Fiori funktioniert gut, ist aber seelenlos. Letzteres sehe ich nicht ganz so drastisch, nachdem die Emotionen doch schon mal hochgekocht sind, nachdem ein Mitspielender die eigenen Chancen gnadenlos zerbröselt hat. Es ist ein belohnendes Spiel, denn wenigstens einen Punkt gibt es immer. Da ähnelt es dem ebenfalls neu vom Autor entwickelten Witchstone, das aber mit etwas komplexerer Spielregel bei Spielerfahrenen punktet. Die Spieldauer ist übersichtlich, die Regeln sind es auch, und nachdem in den ersten Runden manch einer lustlos seine Plättchen für je einen Punkt platziert hat, steigt auch der Spannungsbogen. Solides Familienspiel mit älteren Kindern und reinen Erwachsenen-Runden, aber ohne Geschichte und ohne Flair – wenn man mal von dem schön gestalteten Spielplan absieht.

Rezension Lotte Schler

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Mille Fiori: 4,9 4,9, 10 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.08.22 von Lotte Schler
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.12.21 von Michael Kahrmann - Ein richtiges feel good Spiel, mit stetig steigendem Spannungsbogen vor allem in voller Besetzung wirklich grandios.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.01.22 von Frank Gartner - Auch wenn man nicht immer die richtigen Karten auf die Hand bekommt, andere manchmal schneller sind als man selbst und sich im stndigen Dilemma befindet, das Richtige zu tun, man wird dennoch permanent mit Punkten belohnt und das ergibt ein positives Spielgefhl. Eine berschaubare Spiel-Komplexitt gepaart mit dennoch einer Vielzahl an Mglichkeiten macht Lust auf weitere Partien.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.22 von Roland Winner - Vielseitiges Spielvergngen zu dritt und viert, schne Aufmachung. Unbefriedigend zu zweit, da zu wenige Rauten ins Spiel kommen. Die offene Auslage wird m.E. zudem zu zweit mit zu vielen Karten geflutet. Sehr unausgegoren in dieser Konstellation. ___ACHTUNG___: Die Spielregel enthlt je nach Version einen gravierenden FEHLER. Korrekt (neue Regel auf der Homepage von Schmidt) ist, dass der Startspieler zu Rundenbeginn nur an jeden Spieler 5 Karten verteilt, jedoch KEINE weitere Karte je Spieler in die Auslage neben den Spielplan legt. Das Aufbaubeispiel fr 4 Personen ist auch falsch, denn es mssen 9 statt 4 Karten in der Auslage liegen. - Update am 14.1.22: Spielreiz auf 5 erhht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.01.22 von Michael Andersch - Feel-Good-Spiel: Ja, positives Spielgefhl: Auch ja (es hagelt frmlich Siegpunkte). Kurze Wartezeiten, angenehme Interaktion. Fr ein gehobenes Familienspiel recht gut, finde ich - aber den Jubelrufenden, die 6 Punkte vergeben, kann ich nicht beipflichten. Dazu regnet es zu viele Punkte und wirkt auf mich schon fast zu beliebig.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.02.22 von Michael Fuchs - Das Spiel der verpassten Chancen. Erst einmal strt es, dass der Verlag so kurz nach Verffentlichung des Spiels gleich zweimal seine Spielanleitung korrigieren musste und die aktuelle Anleitung jetzt auf der Internetseite des Verlages herunter geladen werden kann. So als wenn nie zuvor Testspiele gemacht worden wren. Dann wird ein Spielbrett geliefert, dass an die alten Mensch-rger-Nicht Spiele erinnert - billiger Pappkarton, der sich verbiegt. Noch nicht einmal ein zustzlicher Counter hat es ins Spiel geschafft, wenn die 100 Punkte Leiste berschritten wird. Die Farbgebung im Personenbereich der Nobili und Populi ist auch nicht gelungen. Hier htten sich die Farben besser unterscheiden mssen - auch wenn mir die Grafik an sich gut gefllt. Eine zustzliche, verbesserte 2-Spieler-Regel htte dem Spiel ebenfalls gut getan. Das Spiel spielt sich groartig, macht Spa und ist durchweg spannend, hat einen hohen Wiederspielreiz. Wie schade, dass der Verlag sich bei der Verffentlichung nicht ein wenig mehr angestrengt hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.22 von Bernd Eisenstein - Fr eine hhere Wertung fehlen mir Anpassungen beim Zweierspiel. Mit nur einem Mitspieler kommen einige Bereiche fast gar nicht zur Geltung, deshalb meine Empfehlung: auf jeden Fall mindestens zu dritt spielen, dann wrde ich auch die "5" zcken.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.22 von Michael Dombrowski - In der Grundvariante wei man nicht was der Spieler vor einem macht, da spielt der Zufall eine groe Rolle. Natrlich kann man vermuten, was er/ sie vorhat, aber ob man dann die richtige Karte auf der Hand hlt? Trotzdem macht es Spa in einer Familienrunde. Taktischer wird es, wenn man seine Karte erst auswhlt, wenn der Vorgnger seinen Zug gemacht hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.08.22 von Michael Timpe - Spielt sich angenehm, bleibt aber nicht speziell in Erinnerung
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.09.22 von Mahmut Dural - Mille Fiori ist ein schnes Brettspiel, wo selbst Gelenheitsspieler ihren Spass haben. Es ist leicht zu erlernen, sieht gut aus und weiss zu unterhalten. Der Hauptmechanismus ist das Draften von Karten, wo jeder Spieler sich eine von den fnf Handkarten aussucht, es ausspielt und die restlichen Karten seinem linken Nachbarn weiterreicht. Kennt jeder, sptestens seit 7 Wonders. Mit der ausgespielten Karte versuchen wir in den 6 Bereichen auf dem Spielbrett Punkte zu generieren, indem wir Glassteine auf das Spielbrett legen. Je weiter das Spiel fortschreitet, desto mehr Punkte bringen uns die Steine, weil schon Mehrere dort liegen. Das Spiel ist also sehr belohnend und macht sowohl Gelegenheitsspielern, als auch Vielspielern dadurch Spass. Allerdings skaliert das Spiel nicht gut! Ich persnlich, wrde es am liebsten nur zu viert spielen und zu zweit gar nicht! Denn je weniger Spieler mitmachen, desto mehr Platz herrscht auf dem Brett. Dadurch kommt das Glck mit den Karten nochmehr zum Tragen. Ungewollt wird man anderen Spielern Vorlagen machen, durch die sie viele Punkte generieren werden. Selbst bei Dreierpartien wird ein Spieler in den letzten 3 bis 4 Runden vor dem Spielende uneinholbar davonziehen. Am besten zu viert spielen! Wer gerne Draftspiele spielt, anspruchsvolle Familienspiele spielt oder leichte Kennerspiele, der dazu noch mit diesen Macken leben kann und gerne zu viert spielt, der sollte sich Mille Fiori mal anschauen. 7 von 10 Punkten

Leserbewertungen

Leserwertung Mille Fiori: 5,0 5.0, 18 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.10.21 von Andreas K. - Klasse Worker-Placement-Spiel! Durch Karteneinsatz kann man Glassteine legen die Punkte und ggf. Aktionen auslsen. Durch geschicktes Legen knnen so mehrere Aktionen mglich sein. Zudem viel Interaktion da man sich oft gegenseitig Punkte stiehlt oder auch zusammen bekommt. Schnes Artwork, tolles Spielprinzip und die Regeln sind anfangs viel aber direkt verstndlich und nicht komplex. Volle Punktzahl!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.12.21 von Rebhagemann - Ein sehr schnes Spiel auf gehobenem Familien- bzw. niedrigem Kennerspielniveau. Schnell aufgebaut, schnell erklrt, schnell gespielt, so dass gleich weitere Partien folgen knnen. Natrlich gibt es einen Glcksanteil beim Ziehen der Karten - trotz Drafting. Die Spielanleitung lsst zudem die Entscheidung offen, ob die zu spielende Karte von allen gleichzeitig ausgewhlt wird oder nacheinander. Bei gleichzeitiger Auswahl ist der Glcksfaktor hher, dafr geht es schneller. Es gibt hufig Kettenzge, die aber recht schnell abgehandelt sind. Irritierend finde ich, dass mehrere Versionen der Spielregel kursieren. Mir gefllt die aktuelle Version auf der Homepage des Verlags besser, nach der weniger Karten in die Auslage kommen. Dadurch erbrigt sich nach meiner bisherigen Erfahrung jedoch die 2. Spielende-Bedingung (leerer Nachziehstapel). Anscheinend gibt es auch unterschiedliche Angaben dazu, wie viele Plttchen zu Beginn beiseite gelegt werden.Wegen dieser Unklarheiten der Abzug bei der Spielbarkeit. Wenn man sich geeinigt hat, welche Regel gilt, luft aber alles glatt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.01.22 von Maja - Kennerspiel des Jahres 2022. Richtig gut.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.01.22 von Dennis L.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.22 von Wombel_13 - Mein Tipp fr das Kennerspiel des Jahres 2022 ...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.22 von Dieter Schmitz - Ein sehr schnes, kurzweiliges Familienspiel. Macht in jeder Besetzung Spa. Als Spielreiz eine wohlwollende 6.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.22 von Mike Camen - Einfach ein richtig gutes Spiel von Herrn Knizia. Kann mich den Vorrednern nur anschlieen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.01.22 von Der Fisch - So, jetzt habe ich es auch gespielt und kann besttigen: das Ding ist ein guter Kandidat fr das (Kenner-)Spiel des Jahres. Welchen Preis von beiden es bekommt, darber bin ich mir persnlich nicht im klaren. Mille Fiori startet mit einer klaren Spielanleitung, die die wenigen Grundregeln verstndlich erklrt. Auch die Wertungen der eingesetzten Plttchen im Spielplan sind fr mich noch auf Familienspiel-Niveau. Erst die Zusatzpunkte und Regeln wie "Hier erhalten auch die anderen in deinem Zug Punkte" erhhen fr mich die Komplexitt. Als Spieler heit das fr mich: Mille Fiori ist ein knackig gespieltes Spiel, dass das Zeug zum Klassiker hat. Die Mechaniken sind elegant und sehr schnell verinnerlicht. Auf meinem Wunschzettel: Eine Erweiterung fr 5 Personen sowie 1-2 Module mit denen man die Schiff-Mechanik noch etwas komplexer macht. Fr die Einschtzung als Familienspiel (fr alt und jung, sowie fr erfahrene und unerfahrene SpielerInnen) knnten manche Farben und Symbole nicht klar genug erkennbar sein. Ich persnlich finde die Ikonografie aber gelungen. Fr mich das erste Knizia-Spiel, dass sich nicht so mathematisch anfhlt, sondern den Fokus auf den Spielspa legt!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.01.22 von edru - Reiner Kinza von seiner besten Seite. Da stimmt einfach alles. Ein Kandidat fr Auszeichnungen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.22 von Heike - Tolles Spiel, skaliert nur leider zu zweit nicht gut. Hier ist unbedingt die inoffizielle Duell Variante zu empfehlen, daher nur eine 5
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.02.22 von fohlenwolle - Den Hype um dieses Spiel kann ich berhaupt nicht nachvollziehen. Bevor ich zur Spielbarkeit komme, kurz ein paar Worte zum Material. Die Qualitt der Karten ist wirklich billig, die Anleitung ist selbst in der 3. aktualisierten Fassung nicht ausreichend - besonders fr 2 Spieler wurden immer noch keine Anpassungen vorgenommen. Im Spiel selbst werden einen viele Entscheidungen von den Mitspielern abgenommen. Selten habe ich ein Spiel erlebt in dem man selbst anderen so zahlreiche Vorlagen zum Punkten macht bzw. von den Mitspielern bekommt. "Gespielt werden" wird hier wirklich ganz gro geschrieben. Wenn man dann liest das sich Verlag und Autor nicht einig waren erklrt das vieles. Redaktionell wurde hier, aus meiner Sicht, leider richtig viel vergeigt. Schade drum, aber das nchste Mal ohne mich.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.02.22 von Gabiebi - Zum Kommentar von fohlenwolle: Dem kann ich nur zustimmen! Ich verstehe nicht die Nachsicht mit der man einer so lumpigen Produktion begegnet. Unverstndlich dass sich ein Knizia fr so etwas hergibt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.05.22 von Peter Steinert - Es ist ein bisschen bitter, aber nachdem ich dieses Hype-Spiel nun viele Male in unterschiedlicher Besetzung rauf- und runtergezockt habe, wirken die Bestnoten auf mich doch ziemlich wohlwollend, sorry. Ja, das Spiel fhlt sich zu viert (und mit leichten Abzgen auch zu dritt) gut an und hat eine angenehme Tischprsenz. Beachtlich sind allerdings auch seine teils krasse Dysbalance, ein deprimierendes Spielgefhl zu zweit und das redaktionell bemerkenswert verpatzte Regelheft. Letzteres stand trotz mehrfacher berarbeitung eine gefhlte Ewigkeit nicht gnzlich fehlerfrei als Download zur Verfgung - geschweige denn im Handel, wo es samt unbeabsichtigter Vermischung von Autoren- und Verlagspassagen immer neue Kufer findet... Geeks haben das natrlich lngst gecheckt, sortieren an ihren ber 100 Karten herum und zcken Drucker und Cutter fr neue Spielregeln und Abdecktafeln - Familien und Gelegenheitsspieler ohne Foren-Affinitt aber eben nicht! Der omniprsente Glcksfaktor strt da eher wenig, doch der Rest sollte schon in eine Bewertung einflieen. Eine ungewhnliche Funote jedenfalls deutet an, dass man sich whrend der Entwicklung von Mille Fiori wahrscheinlich nicht ganz einig wurde, wie das denn nun genau laufen soll mit der Menge an offenen Karten fr Bonuszge, dem Kartennachschub, der Gre des Rautenvorrats und den oft spektakulren Punktedifferenzen. Die komplette Abwesenheit von sinnvollen Skalierungen mit Planrckseite und Kartenmenge fr 2 Spieler wirkt kurzsichtig und mit heier Nadel gestrickt. Ein Icon fr Letzteres existiert brigens sogar, und zwar in Form eines "Doppelpppels" auf den Karten fr partizipierende Bereiche. Eine zu zweit trotz korrigierter Regel noch immer viel zu dominante Kartenauslage schiebt die Spieler brutal in Richtung "Sieg durch Extrazge", denn gibt es hier keinen Mangel, bilden sich auch keine anderen Interessen. Bei den Handelsflotten und auch anderswo herrscht Flaute, whrend man sich gegenseitig lukrative Werksttten oder Wohnhausketten um die Ohren haut. Selbst wenn es anders wre, kmen pro Runde mit nur je 3 Spielzgen (warum das?) einfach zu wenig Rauten auf die viel zu zahlreichen Felder, und satte 100 Nachziehkarten braucht in dieser Besetzung eh kein Mensch. Auch definiert das Spiel nicht sauber, was es denn sein will: Auf Kennerniveau bewegt sich vor allem die ewige Rechnerei, whrend der Rest in einer Familienrunde problemlos zu bewltigen ist. Das alles und mehr erstaunt nicht zuletzt wegen des Autors selbst, dem ich das Spiel in der vorliegenden Form eher nicht zutraue. Wenn ich es richtig herleite, sah der Entwurf unter anderem vor, beim Spielaufbau gar keine offene Startauslage zu bilden, beim Verteilen der Karten zu Rundenbeginn aber je Spieler 1 Karte offen zu platzieren. Und genau das wre ein schlssiger Ansatz zu Gunsten der Spielbalance. Whrend ich irgendwie mit leichten Schmerzen an "Carpe Diem" und die Jury SdJ denken muss, vergebe ich zu viert und zu dritt beim Spielreiz gerade noch 4 Punkte. Zu zweit ist das Ding ohne Hausregeln nur theoretisch brauchbar. Macht unterm Strich eine (wohlwollende) 3.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.08.22 von wolf107 - Schnes Spiel, auch wenn es leicht kontruiert daherkommt und das Thema vllig im Wertungswahn untergeht. Was mir allgemein nicht gefllt, wenn der Startspieler das Spiel auch beendet, wie in unseren Partien. Sonst supi!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.08.22 von Kichererbse - Mille Fiori (Schmidt Spiele) ist ein kompetitives Familienspiel fr 2-4 Spieler ab 10 Jahren, das 60-90 Minuten dauert. Worum geht es? Die Glasherstellung ist seit jeher eines wohlgehtetsten Geheimnisse der Lagune. Ursprnglich wurden die Glasfen nur aus Brandschutzgrnden auf eine benachbarte Insel ausgelagert. Doch schon kurze Zeit spter wurde aus der, bis dahin relativ bedeutungslosen Insel, eines der berhmtesten Zentren fr Glasherstellung und Glaskunst. Den Handwerkern war es - unter Androhung der Todesstrafe verboten die Geheimnisse ihres Handwerks preis zu geben. Eines dieser Geheimnisse ist die Herstellung des MILLE FIORI Glases. In der Rolle von Glasherstellern und -hndlern werdet ihr Teil dieser Geschichte. Fertigt Glaswaren, betreibt Handel und sichert euch die Untersttzung der Bewohner der Lagune. Euer Geheimnis wird es sein, mit einer gelungenen Mischung aus Strategie und Taktik, den besten Weg zu einer erfolgreichen Glas-Dynastie zu finden. Mit dem gut funktionierenden Karten-Drafting-Mechanismus spielen die Spieler gegeneinander. Mille Fiori ist ein wunderschnes Plttchenlegespiel, da die Spieler bestimmte Brettspiel-Bereiche mit den eigenen rautenfrmigen Glasplttchen versuchen zu besetzen. Jedes gelegte Glasplttchen bringt Siegpunkte. Und wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt. Das Thema wirkt etwas aufgesetzt bzw. austauschbar. Die Spielkarten und das Spielbrett sind m.E. zu dnn. Dennoch: Der Spielablauf ist einfach und flssig. Besonders viel Freude entsteht bei den Kettenzgen. Die gute Mischung aus Strategie, Glck, einfachen Regeln und schner Optik ergeben 5,5 Punkte fr Mille Fiori. Klare Empfehlung fr Familien- und Kennerspieler! Daumen hoch!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.09.22 von Glsm Dural - Mille Fiori ist ein schnes Spiel, keine Frage, allerdings gibts von mir wegen der fehlenden Skalierung nur 4 Punkte. Manche Breiche schtten nmlich mehr Punkte aus, sind strker und durch die fehlende Skalierung, fhlen sich die Partien dann fr mich persnlich repetetiv an, weil ich ber diese Bereiche viel punkten kann.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.11.22 von rennmuli - Am besten spielt sich Mille Fiori zu viert, denn da wird das Spielfeld richtig voll und man schnappt sich gegenseitig die guten Pltze weg. Mit den durchsichtigen Plttchen sieht es dann auch wirklich toll aus! Ich hatte den Verlag angeschrieben und sie haben mir eine korrigierte Spielanleitung zugeschickt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.23 von Claus Jagoda - Vielleicht ist das Thema des Spieles (Glasherstellung in Venedig) etwas arg an den Haaren herbeigezogen und alles ein klein wenig steril/abstrakt geraten, aber damit hab ich auch schon die negativen Punkte abgehakt. Selten ein Spiel gehabt, dass so flott gespielt werden konnte wie dieses - und egal wie das mit dem Glcksfaktor so luft, bis zum spannenden Finale kann sich auch alles wieder ausgleichen. Wirklich schn: man kann auf allen mglichen Arten gewinnen (am Besten berall mit dabei sein).

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