Rezension/Kritik - Online seit 16.12.2003. Dieser Artikel wurde 7582 mal aufgerufen.

Flaschenteufel / The Bottle Imp

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Autor: Günter Cornett
Illustration: Carsten Fuhrmann
Tom Agnetti
Günter Cornett
Verlag: Bambus-Spieleverlag
Lautapelit.fi
Rezension: Roland Winner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2003, 2017
Bewertung: 4,9 4,9 H@LL9000
4,8 4,8 Leser
Ranking: Platz 320
Download: Kurzspielregel [PDF]
Flaschenteufel / The Bottle Imp
Flaschenteufel / The Bottle Imp

Spielziel

Durch geschicktes Ausspielen ihrer Handkarten versuchen die Spieler den Flaschenteufel zu nutzen, denn er ermöglicht einen Stich zu gewinnen, ohne dass man die höchste Karte wirft. Allerdings war alle Mühe umsonst, wenn man ihn zum Spielende noch besitzt.

Ablauf

Eine der von 1 bis 37 durchnummerierten Karten, nämlich die “19”, ist die Startpreis-Karte für den Flaschenteufel, den man auf dieser platziert. Die 36 übrigen Karten werden auf die Spieler verteilt und jeder drückt 1 Karte, d.h., er legt sie unter die “19”. Die gedrückten Karten sind der “Teufelsstich” und werden dem letzten Besitzer des Flaschenteufels als minus angerechnet, ohne dass seine gewonnenen Stiche gewertet werden. Die Spielkarten haben einen Stichwert (1-37) und einen Punktwert (1-6 Münzpunkte).

Nun muss noch jeder Spieler je 1 Karte zum direkten linken und rechten Mitspieler verdeckt abgeben. Diese Karten werden auf die Hand genommen.

Anschließend spielt der Startspieler eine Karte aus. Es besteht Bedienzwang, andernfalls darf abgeworfen werden.
Jeder Spieler gibt reihum 1 Karte in den Stich. Danach kommt es zur Stichauswertung.

Fall a) Alle Karten sind > als der aktuelle Preis des Flaschenteufels:
Der Stich fällt an den Spieler mit der höchsten Karte, egal ob bedient werden konnte oder nicht.

Fall b) Mind. 1 Karte ist < als der aktuelle Preis des Flaschenteufels:
Der Stich fällt an den Spieler, dessen Karte am nächsten unter dem Preis des Flaschenteufels liegt. Der Teufel in Form einer bauchigen Flasche gehört nun diesem und wird auf die Karte gestellt, die den Stich gewann. Damit ist der neue, nun niedrigere Preis des Flaschenteufels festgelegt.

Spielende:
...sobald alle Karten ausgespielt sind.
Man spielt eine vorher vereinbarte Anzahl von Runden (Runde = einmal alle Karten durchgespielt)

Wertung am Ende jeder Runde :
Die Spieler zählen die Münzpunkte ihrer Karten; der aktuelle Besitzer des Teufels erhält die Münzpunkte des Teufelsstichs als MINUS notiert.

Fazit

Aufgrund der ungleichmäßigen Verteilung der Farben über die Stichwerte der Karten ist es wichtig, im Spielablauf stets die Farbverteilungstabelle (3x vorhanden) im Auge zu behalten, da bei Flaschenteufel die 3 Kartenfarben recht unterschiedlich und mit Schwerpunkten über die Kartenwerte verteilt sind. So sind die roten Karten eher im oberen Bereich und die gelben eher im unteren Bereich angesiedelt. Wesentlich ist es, zur rechten Zeit das Anspiel zu erhalten um z.B. eine potentielle Verliererkarte (gelbe 1,2,3) aufspielen zu können, in der Hoffnung, diese durch Bedienen der Mitspieler los zu werden. Immer besteht auch bei hoch angespielten Karten die Gefahr, dass ein Mitspieler eine Karte unter dem aktuellen Teufelspreis abwirft und so einen punkteträchtigen Stich einkassiert. Die permanente Spannung beim Flaschenteufel besteht darin, dass sein aktueller Besitzer ein großes Risiko hat, den Flaschenteufel nicht mehr rechtzeitig abgeben zu können. Oft wendet sich gerade im letzten Stich noch das Blatt und der Flaschenteufel wechselt erneut den Besitzer.

Es ist unbestritten, dass Flaschenteufel einen beträchtlichen Glücksfaktor hat, doch das kann den Spielspaß nicht schmälern. Bei einer Beurteilung zu Flaschenteufel scheiden sich allerdings die Geister, da Nichtfans von Stichspielen eher zurückhaltend reagieren, während die Liebhaber vertrackter Kartenspiele durchweg begeistert sind. Die angebotenen 2-Personen-Varianten sind aber m.E. Geschmackssache, da sie bei einem Stichspiel eher aufgesetzt wirken.

Flaschenteufel ist ein ausnehmend schön aufgemachtes Kartenspiel, ergänzt um einen Flaschenteufel aus Holz und ein Büchlein mit der Novelle von R. L. Stevensons “Der Flaschenkobold”, welches die Basis für diese gelungene Neuauflage (alte Version: 1995) ist. Angesichts des Spielspaßes ist dann auch der relativ hohe Preis für dieses wirklich gute Kartenspiel in Ordnung.

Rezension Roland Winner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Flaschenteufel / The Bottle Imp: 4,9 4,9, 17 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.06.07 von Roland Winner - Juni 2007, Anmerkung: Selten konnte mich ein Spiel über Jahre hinweg so begeistern wie Flaschenteufel. Ganz große Klasse!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Alexander Kohls
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Angela Ziegler
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christiane Brecht
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Kathrin Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Kerstin Degen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Stefan Burmeyer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Stephan Gehres
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Thomas Wolter
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.05 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.03.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.12.05 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.06.07 von Barbara Winner

Leserbewertungen

Leserwertung Flaschenteufel / The Bottle Imp: 4,8 4.8, 12 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.09.04 von Roland Sciarra
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.12.04 von Arne Hoffmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.05 von Cornel - Schon clever wie hier ein Spannung erzeugender Mechanismus in der Novelle "The Bottle Imp" von R. L. Stevenson in ein spannendes kleines Stichspiel übertragen würde.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.02.07 von Rüdiger K.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.02.07 von Anne
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.08.08 von Dr. Andreas Günter - Erstmal ein raffiniertes Stichspiel. Dann aber auch faszinierend, weil der literarische Clou der berühmten Novelle "Flaschenteufel" von R.L. Stevenson, der auch "Die Schatzinsel" schrieb, genial umgesetzt wurde. Diese Spiel muss man kennen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.11.08 von Gliese581 - Gutes Spiel. Kommt immer mal wieder auf den Tisch. Neben Kahuna und Down Under schon das dritte Spiel von Günter Cornett das uns gefällt. Weiter so!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.09 von Dirk Grundmann - Grandios, wie die literarische Vorlage in ein ganz und gar ungewöhnliches Stichspiel umgewandelt wurde.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.09 von Gerd Soba - Originelle Spielidee
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.11 von RS
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.02.12 von Steffen Hilger - Mein Lieblingskartenspiel!!! Die Literaturvorlage wurde wirklich genial in eine Spielidee umgesetzt! Man braucht allerdings ein paar Runden, bis man alle Tricks und Kniffe beherrscht und die ganze Spieltiefe ergründet hat. 3 Spieler sind die Idealbesetzung. Bei 4 Spielern -und weniger Karten auf der Hand- steigt der Glücksanteil schon recht deutlich an. Bei den Einfluß-Punkten schwanke ich zwischen 4 und 5.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.03.13 von Oliver - Die Geschichte wurde fantastisch umgesetzt. Man braucht einige Partien bis es rund läuft, dann aber ist es ein Klassespiel. Wir spielen es mit der Hausregel, dass sofort 2 Karten anstatt eine verdeckt weggelegt werden. Da die Chance, dass die 1,2,oder 3 nun weg sind, größer ist, entsteht noch ein besseres Spielgefühl.

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