Rezension/Kritik - Online seit 16.01.2001. Dieser Artikel wurde 5739 mal aufgerufen.

Reibach & Co

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Autor: Alan R. Moon
Illustration: Doris Matthäus
Verlag: F.X. Schmid
Rezension: Christian Frank
Spieler: 2 - 5
Dauer: 60 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 1996
Bewertung: 4,4 4,4 H@LL9000
4,7 4,7 Leser
Ranking: Platz 1065
Reibach & Co

Spielziel

In 10 verschiedenen Bereichen versuchen die Spieler, den Rubel rollen zu lassen. Geld gibt es für den Spieler, der die meisten Karten in einem Bereich ausgespielt hat. Wer nach drei Wertungen die meiste Kohle besitzt, gewinnt.

Ablauf

Es gibt 90 Business-Karten (je 9 in den 10 Farben), 5 Joker, 5 Risiko-Karten und 10 Reibach-Karten. Bis auf die Reibach-Karten werden alle gemischt und je vier an die Spieler verdeckt verteilt. Drei Karten werden offen in die Tischmitte gelegt. In den Reststapel werden nun die 10 Reibach-Karten gemischt. Dieser Stapel wird verdeckt neben die 3 offenen Karten gelegt. Reihum hat jeder Spieler 3 Aktionspunkte (AP), die er alle verbrauchen muß (sparen ist nich). So kostet es 1 AP, um eine der drei offenen Karten auf die Hand zu nehmen (die Lücke wird sofort vom verdeckten Stapel aufgefüllt). Will man vom verdeckten Stapel ziehen, so sind 2 AP zu berappen. Es kostet 1 AP eine Karte verdeckt vor sich als Geschäftemacher auszulegen (aus der Hand). Das offene Auslegen einer Handkarte an einen Geschäftemacher oder bereits offen liegende Karten der gleichen Farbe kostet auch 1 AP. Welche Aktionen und in welcher Reihenfolge man sie ausführt, bleibt dem Spieler überlassen. Wichtig ist, daß alle 3 AP verbraucht werden müssen (auch wenn es ungünstig ist).

Wie kann man nun Geschäfte machen? Zuerst muß man eine Karte verdeckt als Geschäftemacher spielen (egal welche Karte, sie wird allen aber vorher gezeigt). An eine verdeckte Karte darf nun nur eine Farbe gelegt werden (diese Farbe muß nicht mit der des Geschäftemachers übereinstimmen). Ein Joker kann für jede Farbe eingesetzt werden, allerdings kann man nicht mit einem Joker eine Reihe beginnen. Auch ist es nicht erlaubt, zwei Reihen der gleichen Farbe zu beginnen. Eine Risikokarte darf an jede beliebige Reihe (mit mind. einer offenen Karte) gelegt werden. Allerdings darf man fortan keine Karte mehr an diese Reihe legen. Dafür wird der Wert dieser Reihe bei jeder folgenden Wertung verdoppelt.

Jede Reibach-Karte, die gezogen oder aufgedeckt wird, wird sofort aus dem Spiel entfernt (und durch eine neue Karte ersetzt). Bei der 4. und 7. Karte erfolgt eine Zwischenwertung, die 10. Karte beendet mit einer Schlußwertung das Spiel. Bei einer Wertung erhält jeder Spieler Punkte: 4 Punkte für jede Farbe, die man als einziger vor sich liegen hat (Monopol), 3 Punkte für die längste Reihe in einer Farbe, 1 Punkt für die zweitlängste Reihe in einer Farbe. Bei Gleichstand in einer Farbe werden die möglichen Punkte addiert und durch die Anzahl der Spieler geteilt (abgerundet). Eine Reihe mit Risikokarte erhält den doppelten Wert. Nur bei der Schlußwertung gibt es noch Minuspunkte: jede leere Geschäftemacherkarte gibt 2, jede Handkarte gibt 1 Minuspunkt. Wer nach der Schlußwertung die meisten Punkte hat, gewinnt.

Fazit

Ein spannendes Kartenspiel! Nie weiß man, wann die nächste Wertung kommt. Ständig muß man seine Pläne umschmeißen, da plötzlich eine neue Karte im Angebot liegt. Und dummerweise hat man nur 3 AP... Leider ist das Spiel in dieser Fassung m.E. zu glücksabhängig. Wer 2 Risikokarten bekommt, kann ziemlich viele Punkte machen. Wer gar keinen Joker hat, ist arm dran. Außerdem kann es passieren, daß die Wertungen ziemlich schnell hintereinander kommen. Deshalb gab es bei der Brettspiel-Meisterschaft folgende Änderungen, die ich für sehr sinnvoll halte: Jeder Spieler bekam zu Beginn 1 Risiko-Karte und einen Joker (die verbleibenden Karten wurden aussortiert). Zusätzlich gab es nur noch 3 statt 4 Handkarten am Anfang. Der Reststapel wurde in drei gleich große Teile unterteilt. In die ersten beiden Stapel kamen 3, in den letzten 4 Reibach-Karten (die dann aufeinandergesetzt wurden). Damit war gewährleistet, daß die erste Wertung erst nach einem Drittel der Karten kam.

PS.: Wem das Spiel bekannt vorkommt: Hierbei handelt es sich um eine Variante von Freight Train aus dem White Wind-Verlag.

Rezension Christian Frank

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Reibach & Co: 4,4 4,4, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz von Christian Frank
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.12.05 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.01.06 von Ralph Bruhn - Ist sozusagen "Union Pacific" light, also ohne Brett. Gefällt mir in dieser konzentrierten Form sogar besser.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.07.06 von Ulrich Fonrobert - Man merkt es kaum, aber ein Vorgänger von Union Pacific. Gutes Spiel, das mal wieder auf den Tisch kommen sollte...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.02.07 von Michael Andersch

Leserbewertungen

Leserwertung Reibach & Co: 4,7 4.7, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.04.04 von Rainer Hendel - In unserer Runde kommt dieses Kartenspiel immer wieder gern auf den Tisch. Alan R. Moon hat es mal wieder geschafft, mit einfachen Regeln ein rundrum stimmiges Spiel zu machen. Auf meiner Liste unter den TOP TEN (neben El Grande, Carcassonne, Ohne Furcht und Adel, Löwenherz Classic, RoboRally, Acquire, Medici, Tikal, Um Reifenbreite).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.01.05 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.03.05 von Sarah Kestering
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.10.05 von Fabian Schwabe - Gutes Spiel, mit einem kleinen Haken, wer die meisten Doppler-Karten ergattert, gewinnt zumeist.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.06.10 von Peter Fülleborn - Man legt eine Karte aus, das ist die Geschäftemacherkarte. Auf diese kommt eine Businesskarte. Müssen diese Karten identisch sein? Dies ist in der Regel nicht eindeutig zu erlesen. Sie muss nicht! Das weiß ich jetzt auch. Das Spiel selber ist ansonsten genial. Ein einfaches Kartenspiel das immer mal als Dessert zu jeden Spieleabend passt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.04.15 von Dencer - Ich fand es nett und der "Zockeranteil" macht es wiederspielenswert.

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