Leserwertungen

Wir bieten den Besuchern unserer Seite die Möglichkeit, selbst die Spiele zu bewerten. Dies soll Spielefans und potenziellen Spielekäufern die Möglichkeit geben, sich ein umfassenderes Bild zu machen.

* Die Sternenfahrer von Catan

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.02.23 von sutrebuh - Catan plus vierfaches Glück! Konnte man beim ursprünglichen Catan auf die statistische Verteilung von zwei Würfeln setzen, ist das bei den Sternenfahrern nur noch eine Randnotiz und man muss sich dem Zufall hingeben. Erstens zieht man in der ersten Spielhälfte jede Runde eine zufällige Ressource, zweitens schüttelt man jede Runde die Rakete, um die Geschwindigkeit völlig zufällig zu bestimmen oder eine Begegnung zu erleben, die, drittens, wiederum völlig zufällig durch eine gezogene Karte bestimmt wird. Viertens sind schließlich die Zahlenplättchen auf den zu entdeckenden Planeten verdeckt und können auch Piraten oder Eis verbergen. Wem am Anfang das Glück hold ist, geht uneinholbar in Führung, wenn ihm das Glück später nicht allzu viele Streiche spielt. Die Aufmachung ist reißerisch, aber mangelhaft: Die Farben der Ressourcen sind für Leute mit Farbsehschwäche schwer bis gar nicht unterscheidbar und die Schachtel ist voll mit Plastik, wobei die Raketen leicht kaputt gehen. Anders als angegeben, dürfte das Spiel sicherlich auch 10-Jährigen keine Probleme bereiten.

* Dodelido

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.20 von sutrebuh - Kakerlakensalatvariante! Hier wurde die gleiche Spielidee Jahre später etwas anders umgesetzt. Weniger eingängig, weniger irre, dafür mit lustigem "Öh". Aber so nach dem 50sten davon kommt es dann auch nicht mehr so frisch über die Lippen.

* Dorfromantik: Das Brettspiel

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.12.23 von sutrebuh - Konsequent! Nach einem Wimmelbild-Krimi 2021 und eine Plättchenlege-Tüftelei 2022, bei denen es beide Male keinen nennenswerten Unterschied macht, wieviele und ob überhaupt jemand mitspielt, wurde 2023 jetzt die Kombi daraus Spiel des Jahres: Wir legen nun gemeinsam oder auch einsam Plättchen zu einem Landschaftswimmelbild aus. Konnte MicroMacro noch ein wenig Originalität für sich beanspruchen, wenn auch nicht zu viel verglichen mit \"Wo ist Walter?\", und Cascadia wenigstens ein wenig mechanische Eleganz, so kann Dorfromantik keine besonderen Ansprüche bedienen, auch wenn die Anleitung ganz unbescheiden von einer \"wunderschönen Landschaft\" spricht, was wohl nicht jeder Manns oder Frau Empfinden widergeben dürfte. Plättchen ziehen, anlegen, Auftrag erfüllen in Endlosschleife. Das ist so öde, dass nach wenigen Runden niemand mehr spielen wollte. Spannender ist da schon die Frage, ob die Jury ihrem Weg treu bleibt und nächstes Jahr konsequenterweise das gute alte \"Solitaire\" mit unverändertem Regelwerk, aber neuer Kennzeichnung als Mehrpersonenspiel zum Spiel des Jahres kürt.

* Elfengold Erw. Elfenland

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.11.21 von sutrebuh - Elfengold macht den Spielablauf deutlich aufwendiger, komplizierter und länger, wodurch Elfenland seinen Charakter als Familienspiel verliert. Zielgruppe und Leichtigkeit bleiben auf der Strecke, ohne dass der zusätzliche Aufwand durch zusätzlichen Spielwitz gedeckt wäre.

* Euphrat & Tigris - Das Kartenspiel

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.12.21 von sutrebuh - Unglückliche Reduktion! Das große Brettspiel "Euphrat & Tigris" lebt von seiner Variabilität und Vielschichtigkeit. Wenige Spiele lassen so viele Freiräume. Das zugehörige Kartenspiel "Wettstreit der Könige" beschreitet so ziemlich den entgegen gesetzten Weg und nimmt dem Spielgefühl somit seine Besonderheit. Das Resultat ist gleichförmig und zäh.

* Farmerama - Das Brettspiel

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.10.25 von sutrebuh - Wie sich die Zeiten ändern! Uwe Rosenberg kombiniert eine Variante des Ressourcenrads aus seinem Spiel Ora et Labora (aus dem Jahr 2011) mit einer Variante des Auswahlmechanismus von Race for the Galaxy (Thomas Lehmann, 2008), das sich ja wiederum bei San Juan (Andreas Seyfarth, 2004) bedient hat. Anwendung findet diese Collage in Rosenbergs Spezialgebiet: der Landwirtschaft. Wir sähen und ernten verschiedene Futterpflanzen und füttern damit schließlich Tiere, wofür wir, wenn sich das Ressourcenrad weiter dreht, Punkte bekommen. Das Ganze spielt sich knobelig, aber flott, ergeht sich allerdings in Gleichförmigkeit. 2012 hat eine solch weitgehend solitäre Angelegenheit offenbar noch abgeschreckt, 2020 schafft es Rosenberg mit dem interaktionsarmen und ebenfalls recht repetitiven Nova Luna dann auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres, 2022 schließlich gewinnt Cascadia (Randy Flynn) den begehrten Preis. Letzteres bezieht seinen Reiz sicherlich auch aus dem zweischichtigen Puzzle in der eigenen Auslage, ist in der Spielanlage aber ähnlich solitär und wiederholend. Insofern lässt sich an Farmerama schön ablesen, wie sich die Spielewelt verändert hat. Es spannt einen mechanischen Bogen von einem recht interktiven Spiel 2004 bis zum Siegeszug des Multispielersolitär 2022, der dann ein Jahr später, als das als Mehrpersonenspiel ausgewiesene Solospiel Dorfromantik (Michael Palm, Lukas Zach) zum Spiel des Jahres gekürt wurde, seinen Höhepunkt erreicht.

* Flip 7

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.26 von sutrebuh - Was soll das denn? 1997 erschafft Peter Neugebauer mit \"Kleine Fische\" ein Kinder- und Familienspiel, das das Push-Your-Luck-Prinzip wunderbar in ein Kartenspiel übersetzt und von Franz Vohwinkel grandios illustriert wurde. Der Kofferfisch ist bei uns bis heute legendär. 27 Jahre später ist sich der Kosmos-Verlag nicht zu schade auf eine Adaption der gleichen Spielidee, allerdings in müdem Design, aufzudrucken, es handele sich um das beste Kartenspiel aller Zeiten. Und was macht die Jury vom Spiel des Jahres, die sonst einen Bogen um Reimplementierungen alter Spielideen macht: Sie nominiert Flip 7! Und das, obwohl das Spiel mit seinen Sonderkarten zur völlig glücksabhängigen Belanglosigkeit herabgestuft wurde. Die Karte \"Second Chance\" etwa hebelt den zentralen Mechanismus einfach aus und nimmt so dem Nachziehen weiterer Karten jede Spannung. Reiner Knizia hat mit \"Abgestaubt\" übrigens eine deutlich elegantere Variante von Kleine Fische vorgelegt, die von Miguel Angel Galan sehr witzig illustriert wurde.

* Funkenschlag: Die Roboter

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.05.20 von sutrebuh - Die Roboter bringen's nicht! Sie arbeiten halt stupide ihr Programm ab. Das ist zwar auch nicht anders zu erwarten, fühlt sich aber doch an, wie wenn ein Idiot mit am Tisch sitzt, den man auch noch dauernd auf die Sprünge helfen muss. Das ist dann eher störend.

* Harmonies

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.08.26 von sutrebuh - Puzzle! Genauso solitär wie Cascadia, aber weniger elegant und glückslastiger, da es keine gemeinsamen Ziele gibt, die von Anfang an bekannt sind. Statt dessen kommen die Ziele nach und nach in die Auslage und man bedient sich für sich daraus. Manche Ziele, die auftauchen, passen perfekt, andere hingegen nicht. Manche Spieler erfreuen sich dadurch leicht verdienter Punkte andere nicht. Abgesehen davon kommen die Steine ohnehin wie sie wollen. Harmonies bedient einen Trend der Mehrspielersolitärspiele, der sich Richtung Puzzle bewegt: Wir sitzen zwar zusammen, aber jede Person tüftelt für sich herum. Anstelle der Stanzform gibt die Zielkarte vor, welche Teil wie zusammengefügt werden müssen.

* Hellas

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.04.20 von sutrebuh - Mögen die Götter mit dir sein! Das Spiel ist davon geprägt, dass nur 15 Griechen zur Verfügung stehen, um 10 Städte einzunehmen, während zugleich maximal 3 Griechen in einer Stadt stehen dürfen. Das zieht die Truppen so weit auseinander, dass am Ende das Kartenglück über Wohl und Wehe entscheidet. Die zufällig gezogenen Tempel, mit denen Vorteile verbunden sind, tun ein Übriges. Richtig Spannung will da nicht aufkommen, man gibt sich halt seinem Schicksal hin. Immerhin entsteht eine wunderschöne griechische Inselwelt.

* Kakerlakak

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.08.18 von sutrebuh - Ob man das mag oder nicht, dass das Spiel hektisch ist, kann man ihm schwer anlasten, denn das soll es wohl auch sein. Dass man es aber mehr noch als über die Drehungen des Bestecks darüber beeinflusst, wie schnell man würfelt und danach seine Aktion vornimmt, passt aus meiner Sicht nicht zu einem Hektikspiel und führt gerne mal zu Diskussionen. Die Kinder waren ohnehin mehr von der Kakerlake fasziniert und haben sie durch die ganze Wohnung flitzen lassen, was sie leider nicht gut überstanden hat.

* Kavango

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.26 von sutrebuh - Drei Runden lang draften wir zehn Karten in unser Reservat, das ein komplett funktionsloses Brett zur Kartenablage darstellt. In der ersten Runde legen wir Produzenten, welche die Voraussetzung bilden, um Tiere in den Runden zwei und drei legen zu können. Da wir aber nicht wissen, was kommt, geschieht das ins Blaue hinein. Entsprechend zufällig spielt sich das Ganze. Am Anfang jeder Runde werden dann noch zufällige Rundenziele, die dann zufällig zu den zufälligen Handkarten passen - oder eben nicht. Zufälligerweise dauerte der viele Zufall viel zu viel zufällige Zeit. Investitionen in die punkteträchtige Schutzstufe sind mehr ein interaktives Feigenblatt, denn ein Spielmechanismus, da obligatorisch, um punktemäßig nicht abgehängt zu werden. Auch das Drafting fällt nicht wirklich interaktiv aus, sondern dient nur der Milderung des Zufalls: Nehmen wir bei 7 Wonders manchmal auch Karten, um sie anderen vorzuenthalten, indem wir sie für Weltwunder oder Geld verwenden, lassen wir das bei Kavango lieber, denn wir müssen sie ins Reservat spielen, sodass sie schon nützlich für uns sein sollte.

* Kuh & Co

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.07.18 von sutrebuh - Würfelorgie! Man würfelt so lange, bis man alle der 3-5 auf der Karte abgebildeten Tiere erwürfelt hat. Wenn man es selbst, nach drei Würfen nicht geschafft hat, macht die/der Nächste da weiter, wo man aufgehört hat. Die Karten und Würfel sind ausgesprochen schön gestaltet, aber der Mechanismus lädt eher dazu ein, statt zu spielen, sich lieber der Illustrationen zu erfreuen.

* Kuhhandel Master

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.11.22 von sutrebuh - Oh, wie häßlich! Die neue Grafik von Kuhhandel Master ist einfach unansehnlich. Das tut schon weh, gerade im Vergleich zur charmanten Ravensburger-Auflage der normalen Version von 2005. Auch sonst hat die Master-Version nicht viel zu bieten. Die Prämienkarten bringen wenig Geld, weil sie sich stets jemand mit vielen 0-ern und 10-ern auf der Hand holt. Und die Ratten bleiben regelmäßig beim Versteigerer, garniert ebenfalls mit 0-ern und 10-ern. Die einzig gute neue Idee ist die Variante, dass das Geld am Schluss Punkte wert ist. Vielleicht schafft es Ravensburger ja, dem Original-Spiel noch jeweils eine Geldkarte beizulegen, sodass man das auch zu sechst spielen kann.

* Ligretto

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.06.18 von sutrebuh - Hektisches Kartensortieren und das gleich doppelt! Erst stapelt man um die Wette nach Ziffern und Farben. Will man sodann nochmal spielen, muss man je nach Rückseite so zurücksortieren, dass jeder Spieler wieder seinen Stapel hat. So geht das immer hin und her... Kinder können von der Geschwindigkeit her in der Regel nicht mithalten, sodass es erst für Jugendliche interessant wird.

* Lost Cities

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.07.19 von sutrebuh - Es ist eigentlich alles vorgegeben, da man nur aufsteigend ablegen darf. Man nimmt also die Karte mit der geringsten Wahrscheinlichkeit, dass man etwas nachzieht, das man dann nicht mehr unterkriegt. Dann zieht man eine Karte nach, wartet bis die Mitspielerin oder der Mitspieler das Gleiche gemacht hat und wiederholt den Vorgang. Verglichen damit herrscht bei Keltis Interaktion, weil man sich Steine wegschnappen kann, und Spannung, weil man nicht erst nach komplizierten Rechnungen den Sieger kennt.

* MicroMacro: Crime City

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.12.21 von sutrebuh - Bisschen wenig Spiel! Wir waren an einem Tag durch. Die Kinder fanden es nett, aber man kann es ja nicht nochmal spielen. Mehr als ein Wimmelbild im Stile von "Wo ist Walter" plus Kriminalfall ist es auch nicht.

* Mogel Motte

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.11.19 von sutrebuh - Mogeln kann man ja mal ganz lustig finden. Ob man aber gern Aufpasser sein will? Tatsächlich fallen die Karten nur so hinunter und die Spielidee nutzt sich entsprechend geschwind ab. Was bleibt ist vom Spielverlauf her ein schlichtes Mau Mau, ohne dass man auf die Nachziehkarte noch eine und noch eine drauf legen kann, was ja schon die Hälfte des Spaßes ausmacht. So klingt die Spielidee auf der Schachtel lustiger, als sie in der Praxis auf Dauer ist.

* Monopoly

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.11.18 von sutrebuh - Vielleicht sagt Monopoly mehr über das Naturell des Menschen aus als einem lieb sein kann. Lizzie Magie wollte angeblich mit dem Spiel verdeutlichen, wie ungerecht die Welt ist: Aus reinem Zufall fällt dem einen mehr Besitz zu als dem anderen. Das Schicksal zwingt dann die armen Leute dazu, an die großen Grundbesitzer Miete zu zahlen, die dadurch noch reicher werden, bis schließlich ein Monopol resultiert. Magie wollte auf Missstände aufmerksam machen, doch das Spiel verkauft sich millionenfach, obwohl es ein langweiliges Glücksspiel ist, das viel zu lange dauert. Vermutlich einfach deshalb, weil jeder mal Großkotz sein will...

* Nova Luna

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.06.25 von sutrebuh - Noch so ein Spiel! Wir nehmen aus der Auslage in der Mitte und basteln ungestört an unserem je eigenen Puzzle. Niemand nimmt anderen absichtlich etwas weg, weil der eigene Nachteil überwiegt und sich ohnehin die Spielsituation verändert hat, bis wir einmal rund um die Auslage sind. Das Puzzle selber ist ewig gleiche Kombinatorik aus vier Farben. Super einfach, aber auch super trocken. Offensichtlich an das großartige Patchwork angelehnt, lässt Nova Luna alles vermissen, was dort den Reiz ausmacht: das Zusammenflicken verschiedenster Formen, das Kalkül mit den Knopfwertungen, das Bangen um die richtigen Flicken, das Taktieren um die kleinen Flicken, das Rennen um die 7x7-Fläche, das Wirtschaften mit den Knöpfen, die raffinierte Schlussertung und nicht zuletzt den Charme des Themas. Klar, man könnte es mit bis zu vier Spielern spielen, nur macht das spielerisch keinen Unterschied zu einer Solo-Partie. Nova Luna quetscht qualvoll die Reste aus einstmals blühenden Ideen, die hier nur noch welk wirken.