Rezension/Kritik - Online seit 26.10.2021. Dieser Artikel wurde 7920 mal aufgerufen.

Praga Caput Regni

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Autor: Vladimír Suchý
Verlag: Rio Grande Games
Delicious Games
Rezension: Michael Timpe
Spieler: 1 - 4
Dauer: 30 - 120 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2020
Bewertung: 5,1 5,1 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 221
Download: Kurzspielregel [PDF]
Praga Caput Regni

Spielziel

Als ich Praga das erste Mal in den Händen hielt und das modulare Aktionsrad sah, war ich sofort neugierig. Nach Tzolk´in endlich mal wieder ein Vielspielerspiel mit Rad? Das klingt doch sehr vielversprechend. Entsprechend hab ich nicht lange mit dem Kauf gezögert und ihn auch nicht bereut.

Ablauf

Tragendes Element bei Praga ist das Aktionsrad mit 11 „Slots“, das zu Beginn zufällig mit 6 Aktionsplättchen befüllt wird.

5 Slots bleiben frei. Jedes dieser Aktionsplättchen bietet zwei unterschiedliche Aktionen an, wobei es immer zwei identische Plättchen gibt, in Summe stehen also 6 verschiedene Aktionen zur Auswahl. Zusätzlich bietet jeder Slot noch 1 Bonus unabhängig von der Aktion, so dass es zwar gleiche Aktionen, aber - je nach Position - mit unterschiedlichen Boni gibt.

Am Zug sucht man sich ein Aktionsplättchen aus und darf davon dann eine der beiden Aktionen ausführen sowie den Bonus des gewählten Slots einstreichen. Nach seiner Aktion dreht man das Aktionsrad eine Position weiter und platziert sein gewähltes Plättchen wieder im hintersten freien Slot.

Aktionen die länger nicht gewählt wurden wandern mit dem Rad in den Bonusbereich, wo dann noch eine Punktebelohnung winkt. Umgekehrt kosten die hintersten 4, also die vier zuletzt gewählten Aktionen 2 bzw 1 Geld, wenn man diese erneut auswählen will. Kostenlose Aktionsplättchen hat man also normal nur 2 bi 3 zur Auswahl.

Was macht man nun für Aktionen? Ohne zu detailliert in die Regeln einzusteigen gibt es grob drei Richtungen: Da ist zum einen die eigene Produktion. Jeder Spieler hat eine Stein- und eine Goldmine, die man ausbauen oder produzieren lassen kann. Also entweder den Ertrag für die Zukunft steigern oder den aktuellen Ertrag in Stein bzw. Gold erhalten.

Dann gibt es den Baumodus: Entweder mit mehrheitlich Geld oder mit mehrheitlich Stein kann man Gebäude in der Stadt erreichten oder an der Stadtmauer bauen. Beides ist grob gesehen ähnlich, bringt neben Punkten noch weitere Boni und Verbesserungen auf verschiedenen Ebenen.

Drittens kann man dann noch die Aktionen an sich verbessern, dadurch geben dann die Aktionen neben dem normalen Ertrag noch einen kleinen Bonus.

Daneben gibt es dann noch eine Straße durch Prag zur Karlsbrücke, die neben – sie ahnen es schon: Boni – noch Siegpunkte sowie am Schluss auf der Brücke noch einen Spielende-Bonus einbringt. Und natürlich nicht zu vergessen: die Hungermauer und der Dom, auf dem jeder Spieler mit einem Spielstein vertreten ist, die wertvolle Punkte für die Schlusswertung liefern.

Und für all die vielen Optionen hat man nur genau 16 Züge Zeit, was eine extrem gute Planung bedingt, will man das Spiel erfolgreich beenden. Die Sätze am Ende:" ich wollt aber noch …" und "wenn ich das noch geschafft hätte, dann …" sind programmiert.

Fazit

Bereut hab ich den Kauf von Praga nicht, aber bis ich zum ersten Spiel bereit war, hat es etwas gedauert. Es gibt doch einiges an Regeln zu lesen, und die vielen Abhängigkeiten und Verzahnungen machen das Verständnis nicht ganz einfach. Und obwohl die Regel nicht schlecht ist, bleiben ein paar Unklarheiten nach dem ersten Lesen zurück. Entsprechend musste meine Spielrunde recht viel Geduld aufbringen für die erste Partie und ganz fehlerfrei haben wir es leider trotzdem nicht geschafft. Doch der Aufwand hat sich in meinen Augen absolut gelohnt.

Denn obwohl Praga „das Rad nicht neu erfindet“, gefällt es mir extrem gut, was es mit dem Rad anstellt. Was das Spiel in meinen Augen auszeichnet, ist die extreme Verzahnung der verschiedenen Aktionen. Wo man sonst in vielen Spielen sich auf „eine“ Strategie konzentrieren kann, sind hier die Abhängigkeiten so gekonnt ineinander verwoben, dass man auf angenehme Art „gezwungen“ ist, in allen Bereichen mehr oder weniger mitzuspielen.

So baut man z.B. mit Steinen aus seinem Steinbruch an der Stadtmauer, was einerseits Schritte an der Hungermauer bringen kann, als Bonus gibt es aber häufig einen Ausbau der Goldmine oder Bonusplättchen für den Dom. Also will man möglichst auch noch Schritte beim Dom machen, wozu man wieder Gold braucht, um Häuser zu bauen. Und für Häuser bekommt man dann zusätzlich noch Plättchen, deren Wert von der eigenen Position an der Hungermauer abhängt, womit sich der Kreis schließt.

Dazu kommt die Limitierung auf nur 16 Aktionen, was angesichts der vielen Möglichkeiten sehr wenig erscheint. Jeder einzelne Zug ist wertvoll und muss gut überlegt sein (zumindest wenn man wie ich auf viele Siegpunkte spielt). Durch diese Limitierung ist gewährleistet, das z.B. das Ausbauen der eigenen Gold- und Steinproduktion am Anfang nicht per se ein guter Zug ist. Weil wiederum durch die vielen kleinen Boni, die man überall noch ergänzend einsammeln kann, man schlussendlich nur sehr wenige Züge zum Produzieren von Rohstoffen aufwenden muss. Ob sich die zeitintensive Steigerung am Anfang also wirklich lohnt, ist nicht so eindeutig. Und doch … wer seine Produktion genügend steigert, erhält dann auch bei der Produktion zusätzlich noch Boni in Form von Punkten, Wissen oder sogar Eiern.

Eier? Ein Punkt, um den man in dieser Spielbeschreibung neben der extrem schönen dreidimensionalen Ausstattung natürlich nicht herumkommt. Der Legende nach wurden für den Bau der Brücke Tausende Eier aus dem ganzen Land nach Prag gebracht und in den Mörtel gemischt. Entsprechend sind Eier eine wertvolle Ressource im Spiel. man braucht man diese für den Weg der eigenen Spielfigur vom Spielfeldrand zur Karlsbrücke, wo man am Ende des Weges noch ein lukratives Plättchen mit Spielende-Siegpunkten erhalten kann.

Ja, und jetzt noch zum Spielmaterial: Neben dem schon erwähnten Rad ist auch die Karlsbrücke sowie die Hungermauer und der St. Veits-Dom als dreidimensionaler Karton gestaltet. Fürs Spiel ist das zwar nicht entscheidend, aber optisch macht es natürlich was her und unterstützt im Spiel die Wichtigkeit dieser drei Orte.

Also Spieldauer muss man mit rund 30 Minuten pro Spieler rechnen, in den ersten Runden auch mehr, wenn man noch öfter Symbole und Details in den Regeln nachschauen muss.

Alles in allem also ein extrem starkes Spiel, das mit gut verwobenen Mechaniken und ansprechender Optik viel Spielspaß für Freunde komplexer Spiele bringt.

Inzwischen kann man das Spiel auch online auf Yucata.de spielen. Zum Kennenlernen finde ich das einigermaßen schwierig, da die Übersicht natürlich nicht so gut ist wie am Brett, dafür kommt man schneller mal dazu, eine Partie zu spielen.

Rezension Michael Timpe

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Praga Caput Regni: 5,1 5,1, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.07.21 von Michael Timpe - Sehr kurz und in dieser Kürze spannend und interaktiv. Steckt mehr drinn als man zunächst vermutet. Knappe 5 Punkte
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.11.20 von Michael Dombrowski - Spielplan wirkt auf den ersten Blick durch die grafische Gestaltung unübersichtlich. Prinzip: ich mache diese Aktion und bekomme diese Bonus , um dann die Aktion mit dem Bonus zu machen, um einen Bonus zu bekommen. Trotz der vielen Verzahnungen bleibt es erstaunlicherweise beherrschbar mit gutem Spielfluss. Regeln sind gut geschrieben und für so ein Spiel erfreulich übersichtlich. Material vorbildlich.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.04.21 von Michael Kahrmann - An allen Ecken gibt es Punkte zu holen. Man muss nur schauen was am besten ist und wo es sich am meisten lohnt. Es schreit förmlich danach immer und immer neu gespielt und entdeckt zu werden. Richtig großes Brettspiel Kino. 6 Spielreiz Punkte von mir, völlig verdient.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.09.21 von Roland Winner - Tolle Ausstattung, wobei man natürlich auch ohne die 3D-Bauten spielen kann (sehr fummeliges Zusammenbauen). Praga bietet viele Details, die der Erklärbär stets für alle gut im Auge haben sollte. Kompliziert ist es m.E. aber nicht, man ist schnell drin im Spielablauf. Auf yucata.de kann man es übrigens sehr gut spielen und die Regeln üben. UPDATE am 22.09.21 w/Kommentar von Dietrich: Ich werde weiterhin KSRs in unterschiedlichem Umfang erstellen, immer abhängig vom Erklärbedarf. Im übrigen biete ich nur einen ehrenamtlichen Service, den man auch Spielhilfe nennen kann.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.10.21 von Michael Andersch - Die pure Mechanik - Flair kommt hier nicht wirklich auf. Die Mechanik funktioniert gut, aber das Ding ist total steril, und auch die Aufmachung ist irgendwie ziemlich "technisch". Interaktion ist leider auch weitgehend Fehlanzeige, was die anderen so tun interessiert mich eher weniger - es sei denn dahingehend, wann sie endlich fertig sind und ich wieder dran bin. Für trockene Optimierer eine gute Wahl, aus meiner Sicht dagegen deutlich überhyped.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.10.21 von Bernd Eisenstein - Nach mittlerweile sehr vielen Partien macht das Spiel immer noch unbändige Lust. Man muss zuweilen nur aufpassen, dass man sich nicht in den vielen Boni verstrickt!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.10.21 von Andreas Odendahl - Für Optimierfreunde wie mich ein Fest! Einfache Spielregeln steuern ein komplexes Strategiespiel. Dazu noch eine tolle Aufmachung und schöne Illustrationen. Bei der Spielbarkeit hab ich abgezogen, dass das Verständnis der Radmechanik schwer ist und das der darunter liegenden Tabelle eher hinderlich als wirklich hilfreich. Das tolle Spielgefühl durch ständiges Ausschütten von Boni ist klasse!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.11.21 von Nick Bornschein - Klingt anfangs recht thematisch, nach dem Lesen der Regel und vor allem nach dem Spielen wirkt es dann aber leider doch recht mathematisch verkopft. Graphisch finde ich es nicht mal schlecht und auch der Mechanismus ist an sich spannend, doch irgendwie fesselt das leider nicht über die gesamte Spielzeit.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.11.21 von Barbara Winner

Leserbewertungen

Leserwertung Praga Caput Regni: 5,0 5.0, 17 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.20 von FrankHH - Bewertung für eine erste Zweierpartie - Spielregel nur in englischer Sprache: Die Regel scheint sehr gut strukturiert zu sein - zumindest hat der Eigentümer des Spiels den Spielablauf problemlos vermitteln können. Das Material und die Gestaltung finde ich grandios -und das bei einem für ein solches Spiel verhältnismäßig niedrigen Preis. Die Karlsbrücke in einem 3 D- Pappmodel ist schon cool, aber diese sollte besser geklebt werden, denn bei ungeschicktem Anheben (ja, ich hätte die Finger davon lassen sollen :-) ) fallen die Einzelteile auseinander. Die Verzahnung der einzelnen Spielelemente sind super. Es ist u.a. durch das Platzieren der Gebäude auch interaktiv und nicht nur eine langweilige solitäre Punktesammlung. Für mich hat es einen hohen Wiederspielreiz und ich habe lange kein so schönes spannendes Spiel gespielt. Ich bin mal auf weitere Rezensionen zu diesem Spiel und vor allem weitere Partien gespannt. Für mich das Highlight der Neuerscheinungen 2020 - leider nicht mein Eigen :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.12.20 von Hans Huehnchen - Komplexes und verzahntes Expertenspiel. Ein tolles Spiel, das zudem noch zu einem sehr fairen Preis verkauft wird.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.01.21 von Arp - Tolles und innovatives Spielmaterial, besonders das bewegliche Rad auf dem Spielplan, von dem man sich zu Beginn jeder Runde seine Aktion auswählen kann. Spielerisch ein absolutes Highlight und für alle zu empfehlen, die gerne anspruchsvolle und komplexe Spiele mögen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.21 von Dieter Schmitz - Ein Spiel mit vielen habtischen Elementen. Es macht Spaß und ist abwechlungsreich. Die Elemente sind sehr gut verzahnt und ausgewogen. Man kann mit unterschiedlichen Strategien gewinnen. Am Ende gewinnt man bei gleich guten Spielern recht eng. Das gefällt uns.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.21 von Maja
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.04.21 von Dennis L. - Punkte und Bonus Sammelei die mir richtig Spaß macht. Am liebsten würde ich sofort noch eine Partie spielen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.04.21 von Stefan H. - Ich fühle mich durch die Kommentare von Michael Andersch und Dietrich ganz gut vertreten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.05.21 von Martin Schipper - Eines der besten Spiele der letzten Jahre. Optimierfans kommen hier auf ihre Kosten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.06.21 von Waltersche - So viele Möglichkeiten - und irgendwie so wenige Runden. Man will alles machen, hat aber bei weitem nicht die Möglichkeit, auch alles im Laufe eines Spiels machen zu können. Von daher wohl noch Futter für viele weitere Partien - Spaß haben sie bisher alle gemacht. Und die Aufmachung selbst ist einfach grandios!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.07.21 von Tom Hilgert - Wo ist die spielerische Leichtigkeit von Suchy hin? Eine Optimier-Orgie in Reinkultur. Spass iNullkommanull , es ist reines mechanisches Abarbeiten des besten Zuges. Ich bin eigentlich ein grosser Suchy-Fan, aber dieses Spiel ist nichts fpr mich.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.09.21 von vanM - Entgegen manch anderer Meinung hier finde ich, dass die letzten Spiele von Vladimir Suchý richtig gut sind. Nach dem großartigen Underwater Cities ist auch Praga Caput Regni wieder ein Leckerbissen für Euro - Fans. Viele Wege führen zum Sieg. Die Aktionsauswahl gefällt mir richtig gut, bietet sie doch ein immer wieder spannendes Dilemma zwischen langfristiger Strategie und kurzfristigem taktischen Vorteil.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.09.21 von Everest - Suchy zelebriert das Brettspiel als belohnungsfreudige Selbstbeschäftigung. Spielmechanisch und den Ablauf betreffend, funktioniert Praga Caput Regni hervorragend; zu ergatternde Ressourcen hier, angenehme Zwänge dort. Hatten die Vorgängerspiele des Autors aber noch einen Funken Interaktion (und mehr braucht diese Art Spiel m.E. nicht), glimmt jene hier, wegen der Vielzahl an Optionen und Belohnungen, nur noch zufällig, fast ungewollt. Man spielt nicht nur buchstäblich nebeneinanderher.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.10.21 von Daniel Noé - Da ist sie wieder (scheinbar auch hier wieder für einige): Die ewig wiederkehrende Frage - Was ist Interaktion? - Alleine am Aktionsrad findet mehr (indirekte) Interaktion statt als bei vielen anderen Spielen und auch auf dem Brett ist es alles andere als unwichtig was ich wann tue, weil meine Mitspieler Felder belegen (könnten) - auch das ist Interaktion und zwar Spielentscheidende. Natürlich ist PCR ein klar mechanisches Spiel. Die Verzahnung ist herausragend und der eigentliche Clou ist ja dass man ganz klar nicht alles machen kann im SPiel, heisst man muss frühzeitig Strategien entwickeln, welche der Aktionen man uU vernachlässigt. Ein weiterer toller Suchy - Höchstwertung
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.10.21 von Dietrich - Siehe Bewertung von Michael Andersch: So gut und spielbar die ersten Spiele von Vladimir Suchý waren, so unübersichtlich und seelenlos sind seine letzten. Kann es sein, dass seine ersten, guten Spiele (Shipyard, Last Will, 20th Century, League of Six) denjenigen, die seine neueren Spiele favorisieren und „hypen“, gar nicht bekannt sind? So dass sie gar nicht bemerken, dass immer mehr Stellschrauben für eine Siegpunkt-Generierung keine Verbesserungen bringen, sondern das Spiel nur solitär (!) aufblähen? Mich jedenfalls interessieren die Spielzüge der Mitspieler überhaupt nicht, da ich auf sie weder positiv noch negativ einen Einfluss habe, aber ich nur lange warten muss, bis ich wieder an der Reihe bin, da meine Spielschritte schon vorgeplant, ja vorgegeben sind. Wieso sollte es eine INTER-AKTION (!) sein, wenn ein Mitspieler ein von mir eventuell angestrebtes Feld besetzt? Es ihm selbst womöglich gar nichts nützt? Eine Interaktion dagegen wäre es, wenn um das Besetzen des Feldes ein Kampf mit Karten oder Würfeln oder eine Auktion mit Geld oder Einfluss stattfände (siehe Beispiel "Carson City" - aber wer kennt es schon?)! Das ledigliche Besetzen eines Feldes bei dieser Art Spielen als "Interaktion" zu bezeichnen, empfinde ich als "gewagt" - da hat das Besetzen eines mit einer fremden Figur besetzten Feldes bei "Mädn" weitaus mehr Interaktion! Besonders deutlich wird die Überfrachtung durch die hier erschienene Kurzspielregel, die ganze 4 Seiten umfasst! Dabei sollte eine KURZspielregel nur 1 Seite, höchstens 2 Seiten haben. @Roland, das war keine Kritik an Dir, sondern an der Notwendigkeit, die durch das Spiel erzwungen wird - eben!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.11.21 von Christo - Technisch gut - und leider extrem kalt - durchkonstruiert. Thema völlig aufgesetzt. Punkte können an jeder Ecke abgeholt werden. Alfred Andersch‘s Kommentar trifft’s dann gut …
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.11.21 von Christoph Schmid - Ja, es ist durchkonstruiert ! Ja, man bekommt für alles irgendwas ! Nein, das Thema, kommt nur bedingt durch. Aber wenn interessiert das, wenn mechanisch alles super zusammenpasst und man immer den ertragreichsten Spielzug sucht ?? Mich nicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.11.21 von zwinkmann - Ein gut konzipiertes und somit mechanisch gut funktionierendes Spiel, keine Frage. Spielt sich aber, besonders auf Grund des überbordend "wuseligen" und somit extrem unübersichtlichen Designs unnötig anstrengend und nervig. Mußte bei uns leider wieder ausziehen.

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