Rezension/Kritik - Online seit 25.05.2017. Dieser Artikel wurde 5009 mal aufgerufen.

Mein Traumhaus / Dream Home

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Autor: Klemens Kalicki
Illustration: Bartłomiej Kordowski
Verlag: Asmodee
Pegasus Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2016, 2017
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
4,8 4,8 Leser
Ranking: Platz 781
Mein Traumhaus / Dream Home
Mein Traumhaus / Dream Home

Spielziel

Der langersehnte Traum vom Eigenheim hat sich erfüllt – jetzt muss das schmucke Häuschen nur noch eingerichtet werden. Wer schon jemals gebaut oder renoviert hat, weiß jedoch: Selten läuft alles nach Plan und deshalb gilt hier wie im wahren Leben aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen!

Ablauf

Jeder Spieler wird mit einem Haustableau ausgestattet. Auf dem Spielplan in der Mitte werden fünf Raumkarten sowie vier Spezialkarten platziert. Wer an der Reihe ist, sucht sich eine der vorgegebenen Kombinationen aus Raum- und Spezialkarte aus. Oder er entscheidet sich dafür, in der nächsten Runde Startspieler zu werden - dann erhält er lediglich eine Raumkarte.

Raumkarten müssen sofort auf dem eigenen Haustableau abgelegt werden. Dabei darf man diese anfangs nur auf einem der drei Räume über dem gemauerten Sockelteil des Hauses platzieren. Oder man wählt eine Keller- bzw. Garagenkarte, die auf eine der dafür vorgesehenen Stellen neben dem gemauerten Sockel gelegt werden darf. Sobald eine Raumkarte liegt, darf darüber eine weitere platziert werden. Logischerweise kann man Räume nicht mehr verschieben.

Die Spezialkarten haben unterschiedliche Funktionen. Entweder handelt es sich um Helfer oder Werkzeuge, die während des Spiels oder am Ende einen Vorteil bringen. Oder um Dachkarten, die es in vier verschiedenen Farben gibt. Diese müssen verdeckt gesammelt werden und dürfen bis zum Spielende nicht mehr angesehen werden.

Außerdem gibt es die Dekorationskarten, für die man sich das zugehörige Plättchen aus dem Vorrat nehmen und auf einen passenden Raum legen darf. Hat man einen solchen Raum noch nicht, verfällt die Karte leider.

Kann man eine Raumkarte nicht legen, so muss man sie umdrehen. Ein solcher Raum befindet sich "in Arbeit", wird im Laufe des Spiels auch nicht durch eine andere Karte ersetzt und bringt am Ende keine Punkte. Die Karten reichen ganz genau aus, um so viele Runden zu spielen, dass am Ende alle leeren Räume des Hauses belegt sind. Wer danach die meisten Punkte hat - wobei es noch Boni für bestimmte Raumkombinationen sowie das Dach gibt - hat gewonnen.

Fazit

Neun Schlafzimmer, acht Bäder und sechs Wohnräume - laut Fernsehzeitung ist das das Luxushaus von George Clooney und seiner Frau! Damit kann unser Spieltraumhaus zwar definitiv nicht mithalten, trotzdem sehen die Häuser am Ende immer ganz schnuckelig aus. Das liegt vor allem an den liebevoll gestalteten Raumkarten, von denen keine einzige gleich ist wie die andere.

Gestaltet man einen Raum aus zwei oder beim Wohnzimmer sogar aus drei Karten, so haben die Räume trotz ihrer Unterschiedlichkeit auch immer etwas, dass sie zusammengehörig aussehen lässt (außer der Farbe natürlich) - bei Wohnzimmern sehen zum Beispiel alle Fenster gleich aus (sofern sie über ein solches verfügen).

Und wie es sich für einen vernünftigen Haushalt gehört, gibt es auch ein Spielezimmer. Leider nur eines, denn dieses ist der Hit in jeder Runde und alle wollen es natürlich immer in ihr Haus einbauen!

Betrachtet man das Cover von Mein Traumhaus, erwartet man eigentlich ein (Klein)mädchenspiel - die Illustration erinnert sehr an SIMS. Was man tatsächlich bekommt, ist keineswegs ein Mädchenspiel, sondern gelungene Unterhaltung für die ganze Familie. Hier passt nämlich alles: die Spieldauer, der Schwierigkeitsgrad, jeder werkelt produktiv an seinem Haus herum, und trotzdem gibt es auch ein paar kleine Gemeinheiten.

Im Spiel zu viert zwar eher nicht, aber zu zweit oder zu dritt. In dieser Besetzung werden nämlich genauso viele Karten ausgelegt wie im Spiel zu viert. Bevor der Startspieler allerdings seinen Zug macht, räumt er eine Spalte ab. Der Startspieler wird hier also ungleich mächtiger, denn er kann seinen Gegnern beim Wegnehmen dieser Karten sehr gezielt in die Suppe spucken.

Die meisten Regeln des Spiels sind einfach und eingängig. Nur warum ein Raum, der schon mit einem Sonderplättchen belegt ist, nicht mehr erweitert werden darf, will nicht so richtig einleuchten - mit Ausnahme vom wuchtigen Himmelbett oder den beiden Whirlpools, die wohl keiner freiwillig durch die Gegend schieben möchte.

DIE Gewinnstrategie gibt es übrigens nicht - dazu spielt das Glück dann doch ein bisschen zu sehr mit. Aber einfach so lässt sich das Spiel auch nicht gewinnen. Da ist zum einen der Bonus für ein komplett einfarbiges Dach. 8 oder 9 Punkte sind am Ende einiges wert. Dass man sich die gesammelten Dachkarten während des Spiels nicht mehr anschauen kann, sorgt dafür, dass Kinder einen leichten Vorteil haben. Sie merken sich nicht nur leichter, was sie selbst bisher gesammelt haben, sondern auch, auf welche Dächer die Mitspieler spekulieren. Stattet man sein Haus nur mit einfachen Räumen aus, die aus lediglich einer Karte bestehen, so hat man sicher auch keine Chance auf den Gewinn. Und die Boni für die Vorgabe, in seinem Haus mindestens ein Bad, ein Schlafzimmer sowie eine Küche bzw. auf jedem der beiden Stockwerke mindestens ein Bad zu haben, versucht man auch möglichst mitzunehmen.

Nicht zuletzt hängt aber auch viel davon ab, wie die Karten ins Spiel kommen. Sind in den ersten Runden wenig Keller- bzw. Garagenkarten dabei, gibt es um diese großes Gerangel und einige müssen sich damit zufrieden geben, eine Karte verdeckt ins Erdgeschoß zu legen, um überhaupt weiterbauen zu können.

Bei den meisten Spielen wird am Ende der Partie das ganze Material wieder schnell in die Schachtel gepackt. Hier verhält es sich anders: Oft schaut man sich die Häuser bzw. die detailverliebten Räume der Mitspieler noch an, begleitet von scherzhaften oder ätzenden Bemerkungen. Alles in allem also ein äußerst gelungenes Familienspiel, dessen Cover hoffentlich nicht zu viele Menschen davon abhält, es auszuprobieren!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Mein Traumhaus / Dream Home: 4,5 4,5, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.05.17 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.17 von Michael Kahrmann - Nettes kleines Spiel für zwischendurch, hübsch gestaltet. Es schreit förmlich nach Erweiterungen (z.B. ein Garten o.ä.)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.05.17 von Rene Puttin - Wunderschönes, schörkelloses Familienspiel in grandioser Optik!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.09.17 von Michael Timpe - Nicht abendfüllend, aber Amüsant und schön umgesetzt. Ein Muss für jeden Architekten

Leserbewertungen

Leserwertung Mein Traumhaus / Dream Home: 4,8 4.8, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.17 von Daniel Noé - Ein ganz schönes Opener und/oder Absackerspiel bei dem sich der kleine Hobbyarchitekt austoben kann - Genialst ist der Tiebreaker, sowas hat in meinen Augen auch mal einen (Innovatons-)Preis verdient - solide 4 Punkte
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.04.17 von Andreas Freye - Dicke fette 6 Punkte für dieses Spiel! Es sieht super aus, lässt sich (bei uns) mit Fünfjährigen prima spielen (wenn man die Spezialfähigkeiten erklärt, bzw. einfach weglässt) und alle haben Spass daran wie das eigene Haus schöner wird. Und Oma und Opa können auch noch problemlos mitspielen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.04.17 von Dencer - Schließe mich Daniel Noes Kommentar an. Für Familienspieler sicherlich auch 5-6 Punkte möglich, als Vielspieler gebe ich 4 Punkte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.04.17 von Spielbär - Tolles thematisches Familienlegespiel. Schnell erklärt mit einfachen Regeln. Hohes Aufforderungspotential und was in jeder Spieleranzahl auch gut funktioniert. Man kann die Mitspieler gerade in den 2er oder 3er Partien schon herrlich ärgern und es ist schnell gespielt. Bisher wollten alle Spielegruppen sofort eine zweite Partie spielen. Ich dachte es verliert schnell seinen Reiz, aber für mich ist es ein toller Absacker oder Opener für einen verspielten Abend.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.04.17 von Frank Bergner - Sehr schön gestaltetes Familienspiel, was aber leider Kenner- oder Vielspieler eher abschreckt. Leider hakt der Mechanismus an einigen Stellen, sog. Dekoplättchen machen in der ersten Runde wenig Sinn und müssen abgeworfen werden, einige Sonderkarten wirken etwas unklar der Memory-Effekt bei den Dächern wirkt etwas willkürlich. Dennoch Daumen hoch.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.05.17 von Tim Mertens - Alles gut und nett und deshalb durchgehend 4 Punkte von mir.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.05.17 von Oliver Müller - Sehr schön aufgemachtes Familienspiel, das seine Zielgruppe abzuholen weiß. Kann man nicht viel dran kritisieren - für die Zielgruppe sehr schön umgesetzt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.05.17 von Hans Huehnchen - Ein einfaches, aber feines und schnelles Spiel, optisch mit einer dicken Schicht Zuckerguss versehen.

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