Rezension/Kritik - Online seit 01.01.2016. Dieser Artikel wurde 7519 mal aufgerufen.

Qwinto

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Autor: Bernhard Lach
Uwe Rapp
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: Nürnberger Spielkartenverlag
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 5,4 5,4 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 211
Qwinto

Spielziel

Jeder Spieler versucht, auf seinem Zettel möglichst viele gewürfelte Zahlen in drei Farbreihen einzutragen. Außerdem gibt es Bonuspunkte, wenn man es schafft, in alle drei Felder einer senkrechten 3er-Spalte Zahlen einzutragen.

Ablauf

Jeder Spieler erhält Zettel und Stift. Ist man an der Reihe, entscheidet man sich, ob man einen, zwei oder drei der Farbwürfel benutzt. Ist man mit dem ersten Würfelergebnis nicht zufrieden, hat man mit denselben Würfeln noch einen zweiten Versuch. Anschließend wird das Ergebnis den Mitspielern mitgeteilt. Jeder darf nun die Zahl in ein beliebiges Feld einer Reihe eintragen. Dabei gibt es allerdings ein paar Regeln zu beachten:

  • Der Würfel, der zu der gewählten Farbreihe passt, muss auch am Ergebnis beteiligt gewesen sein.
  • Innerhalb einer Farbreihe müssen die Zahlen von links nach rechts immer größer werden und doppelte Zahlen sind nicht erlaubt.
  • Auch innerhalb einer Spalte darf keine Zahl doppelt vorkommen, allerdings müssen die Zahlen hier nicht aufsteigend eingetragen werden.

Wenn der aktive Spieler seine gewürfelte Zahl nicht eintragen kann oder will, muss er auf seinem Zettel einen Fehlwurf ankreuzen, welcher am Ende fünf Minuspunkte bringt.

Der aktive Spieler wechselt jede Runde reihum. Sobald ein Spieler zwei Farbreihen komplett ausgefüllt oder das vierte Fehlwurf-Feld angekreuzt hat, endet das Spiel. Für vollständig ausgefüllte Farbreihen bekommt man die Zahl gutgeschrieben, die ganz rechts steht, für unvollständige Farbreihen erhält man für jedes beschriftete Feld einen Punkt. Für komplett gefüllte 3er-Spalten bekommt man die Zahl, die in dem sechseckigen Bonusfeld der Spalte notiert wurde. Vom Ergebnis zieht man die Minuspunkte für die Fehlwürfe ab, und wer danach die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Fazit

Den Vergleich mit Qwixx muss sich dieses Spiel zweifellos gefallen lassen – betreibt doch der Verlag selbst Werbung mit dem erfolgreichen Vorgänger. Und tatsächlich liegt auch hier wieder ein kleines Würfelspiel mit einfachen Regeln, die einen schnellen Spieleinstieg ermöglichen, vor.

Man hat bei Qwinto allerdings mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Als aktiver Spieler muss ich mich entscheiden, mit wie vielen Würfeln und – wenn weniger als drei – mit welchen ich würfeln möchte. In den ersten Spielrunden benutzen die Spieler immer drei Würfel – da wird zuerst einmal mit den großen Zahlen begonnen und abgewogen, in welche Felder man sie am besten einträgt. Ab diesem Zeitpunkt ist jedermanns Aufmerksamkeit gefragt, denn man muss hier schon ziemlich aufpassen, dass man sich seine Spalten nicht verbaut. Lässt man nämlich ungünstige Lücken frei, kann es passieren, dass man eine Spalte gar nicht mehr voll bekommt, weil ja sowohl in der Spalte als auch in der Reihe niemals doppelte Zahlen vorkommen dürfen. Manchmal kann es deshalb auch sinnvoll sein, auf das Eintragen einer Zahl (auch einer hohen) zu verzichten.

Irgendwann im Laufe des Spiels beginnen die Spieler dann, nur mehr einen oder zwei Würfel zu benutzen. Das ist dann immer für jene Spieler ärgerlich, die noch viele Felder bei den hohen Zahlen frei haben, denn ab sofort sorgen nicht mehr alle Mitspieler dafür, hierfür passende Ergebnisse zu würfeln. Es zahlt sich daher nicht immer aus, nur auf hohe Ergebnisse zu hoffen und dafür allzu viele Felder in den Reihen frei zu lassen. Weniger ist hier tatsächlich oft mehr.

Am wichtigsten ist es eigentlich, darauf zu achten, dass man seine fünf 3er-Spalten voll bekommt und möglichst auch eine Farbreihe komplett füllt – es ist schließlich schon ein Unterschied, ob man für eine Reihe 8 (bzw. weniger) oder eine Punktzahl erhält, die meistens bei 12 aufwärts liegt.

Qwinto spielt sich nicht ganz so einfach wie Qwixx – wenn man nicht aufpasst, kann man sich hier leicht selbst aus dem Rennen schießen. Und das passiert selbst dann noch ab und zu, wenn man nach einigen Partien eigentlich schon Erfahrungen gesammelt hat. Aber gerade das gefällt mir an dem Spiel, denn damit wird es nicht langweilig und erfordert immer wieder Wachsamkeit. Unser Block war jedenfalls ziemlich schnell leer gespielt und wir waren froh, dass es im Handel schon bald nach der Messe die Zusatzblöcke zu kaufen gab.

Qwinto funktioniert übrigens in allen Besetzungen gleich gut. Nur die Empfehlung ab 8 Jahren halte ich für ein bisschen gewagt. Meine Testrunde mit einem 8-Jährigen scheiterte jedenfalls, und das Spiel mit einem 9-Jährigen zeigte ebenfalls, dass dieser die Zusammenhänge noch nicht so richtig verstand. Ansonsten finde ich es sehr schön, dass immer alle Spieler in jedermanns Zug involviert sind und somit für niemanden Langeweile aufkommt. Somit kann man das Spiel bedenkenlos allen empfehlen, die Spaß an kleinen, schnellen Würfelspielen haben, bei denen nicht alleine das Würfelglück im Vordergrund steht, sondern auch die grauen Zellen ein wenig gefordert sind.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Qwinto: 5,4 5,4, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.11.15 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.10.15 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.12.15 von Andreas Odendahl - Ähnlich wie Qwixx haben wir hier ein Würfelspiel in "Klassikergewand". Kniffel/Yatzee ist in meinen Augen immer das Würfelspiel, mit dem man sich messen muss um in Familien gespielt zu werden. Auch Qwinto nimmt diese Hürde spielerisch. Leicht zu erlernen und zu spielen und doch trickreich. Die Familien der Republik, die gerne solche Würfelspiele spielen, sollten Kniffel mal in die Ecke stellen und sich Spiele wie Qwinto vornehmen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.12.15 von Frank Solnitzky - Ein würdiger, inoffizieller Qwixx-Nachfolger.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.16 von Michael Kahrmann - Gefällt mir sogar einen Tick besser als Qwixx.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.03.16 von André Beautemps
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.03.16 von Rolf Braun - Vieles wurde schon geschrieben: Es ist anspruchsvoller als Qwixx und damit auch der Einfluss höher - besonders zu zweit! Knapp zücke ich die Höchstnote.

Leserbewertungen

Leserwertung Qwinto: 5,0 5.0, 10 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.11.15 von DaLi - guter Nachfolger von Quixxx. Die Aufmachung ist mir persönlich zu dröge. Die Auswahl der Würfel ist der Pfiff im Spiel. So kann man schon vor dem Würfeln Mitspieler vom Eintragen der Summe ausschliessen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.11.15 von Schulze,Ingo - Schnell gespielt. Besser als Quixx ? Mein Eindruck mindestens so gut wie Quixx. Eine kurze Partie geht immer.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.12.15 von Hans Huehnchen - Anscheinend werden die Leute mittlerweile für unfähig gehalten, von allein auf die Idee zu kommen, sich einen Stift zu teilen. Anders kann ich mir den einen Regelabschnitt nicht erklären. Und auch wenn der Gemeine Spieler für doof gehalten wird - Qwinto ist es sicher nicht. Schöne Würfelei für zwischendurch mit Suchtpotential
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.12.15 von Timo Onken - Qwinto ist das bessere Qwixx. Die Launen der Würfel können hier etwas abgefedert werden, da man nicht gezwungen ist, von links nach rechts zu spielen. Daneben kann man selbst wählen, ob man riskant auf hohe Punkte spielt, oder lieber sicher die Reihen spielt. Durch das Verbot der doppelten Zahlen und Bonuspunkte in den Spalten erhält das ganze noch den besonderen Dreh.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.16 von nora - Qwinto zu sechst -- uns hat es gut gefallen. Es hat aber nicht ganz das Suchtpotential wie Qwixx
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.16 von Susanne - Der erste Block ist weggespielt. Das sagt eigentlich alles. Tendenz zur Note 6.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.01.16 von Martin - Anspruchsvoller als Qwixx, trotzdem braucht man viel Glück. Wie die Würfelergebnisse in der Hall@9000-Rezension entstanden sind, ist mir ein Rätsel. So viele Punkte hatte bei uns noch keiner.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.01.16 von Jenny - Qwinto ist ein tolles Würfelspiel mit gar nicht mal so hohem Glücksfaktor. Es braucht ein, zwei Runden um den Dreh mit den Würfeln - und deren Einsatz - heraus zu bekommen, aber dann ist der Spielspaß garantiert! Die ersten zwei Runden waren bei uns recht lahm, davon also nicht abschrecken lassen. Qwinto kommt bei uns ständig auf den Tisch, im Moment sogar häufiger als Qwixx: vor dem Essen, vor dem Schlafengehen, im Restaurant... Es lässt sich problemlos einpacken und Wartezeiten verfliegen im Nu! Tolles Spiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.16 von Marco Meißner - Für ein "kleines" Würfelspiel wirklich gut gelungen. Spielt sich flott, obwohl man im Endspurt gut abwägen muss. Haben es ohne Probleme auch mit einem 9-Jährigen gespielt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.05.16 von Tim Mertens - Was soll ich sagen, meine bessere Hälfte und ich sielen es regelmäßig und auch sonst kommt es überall gut bis sehr gut an. Wir haben das sogar schon mit 8 Leuten gespielt. Toll. Das bessere Quixx.

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