Rezension/Kritik - Online seit 13.07.2005. Dieser Artikel wurde 10218 mal aufgerufen.

Die Dolmengötter

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Autor: Thomas Odenhoven
Illustration: Steffi Krage
Verlag: eggertspiele
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 4,6 4,6 H@LL9000
4,7 4,7 Leser
Ranking: Platz 740
Download: Kurzspielregel [PDF]
Die Dolmengötter

Spielziel

Die Spieler wandern mit ihren Spielfiguren über den Spielplan, verteilen dort ihre Steine und versuchen dadurch Mehrheiten an verschiedenen Steinkreisen zu erlangen. Jede erzielte Mehrheit, aber auch jeder Gleichstand, berechtigt zum Platzieren der eigenen Dolmen, welche bei der Endauswertung die Punkte bringen.

Ablauf

Der Spielplan besteht aus verschieden großen Steinkreisen, die aus jeweils von 4 bis 8 Spielfeldern bestehen. Je mehr Spielfelder einen Steinkreis definieren, desto punkteträchtiger ist der Steinkreis bei der Endwertung. Die Spielfelder sind so positioniert, dass jeder von ihnen ein Bestandteil von 2-3 Steinkreisen ist.

Jeder Spieler verfügt über 3 Spielfiguren (+1 Spielfigur für die Zählleiste), sowie eine von der Spielerzahl abhängige Anzahl Steine und Dolmen. Die Dolmensteine haben einen Wert von 1 bis 4 und spielen bei der Endauswertung eine große Rolle.

In den ersten 3 Spielrunden platzieren die Spieler ihre Spielfiguren auf Spielfeldern, wobei pro Feld stets nur eine Figur stehen darf. Danach beginnt das eigentliche Spiel. Wer am Zug ist, zieht eine seiner Spielfiguren auf ein direkt angrenzendes Spielfeld und hinterlässt auf seinem Ausgangsfeld einen Stein in der eigenen Farbe. Das Überspringen anderer Spielfiguren ist hierbei erlaubt, nicht jedoch das Überspringen von Steinen. Wer keinen Stein setzen möchte, kann gegen Abgabe eines Siegpunkts auch darauf verzichten (davon wird in aller Regel nur selten Gebrauch gemacht).

Die Randbereiche des Spielplans bilden keine Grenze. Die Spieler gelangen vom jeweiligen Randbereich auf die gegenüberliegende Seite, über die Eckfelder kann man soger diagonal das Spielfeld überqueren. Alternativ zur Bewegung einer Spielfigur kann man diese auch hinlegen und damit symbolisieren, dass die Spielfigur eine Ruhepause einlegt. Damit ist man berechtigt, in einem späteren Spielzug diese Figur auf ein beliebiges unbesetztes Feld zu transferieren. Auf diese Weise kann man z.B. von Säulen eingekesselte Spielfiguren wieder frei bekommen.

Sobald an einem Platz (Spielfeld) mindestens 3 Steine stehen und dabei eine Mehrheit (d.h. 2 zu 1) entsteht, ist der Spieler, dessen Steine die Mehrheit ausmachen, berechtigt, einen seiner Dolmen auf den Platz zu legen. Der Spieler legt den Dolmen so, dass die Mitspieler nicht wissen, welchen Wert der Dolmen besitzt. Immer wenn ein Spieler nun eine Mehrheit auf diesen Platz ergattert, darf er einen Dolmen auf den Dolmenstapel legen. Gelingt einem Spieler ein Gleichstand, darf er seinen Dolmen unter den den Stapel legen. Dies ist natürlich von Nachteil, denn je höher ein Dolmen auf so einen Stapel steht, desto mehr Punkte kann dieser erzielen.

Sobald ein Platz komplett mit Säulen belegt ist wird gewertet. Der oberste Dolmen wird mit dem Wert des Platzes multipliziert. Der Wert des Platzes kann je nach Größe zwischen 3 und 5 Punkten variieren. Ein Spieler kann demnach maximal 20 Punkte (4er Dolmen x 5er Platz) erzielen. Alle weiteren Dolmen auf diesen Platz erhalten für den Multiplikator pro Ebene unterhalb des Top-Dolmen jeweils einen Punkt abgezogen. So kann ein 3er-Dolmen, der auf einem 5er Platz an vierter Position liegt nur noch 6 Punkte erzielen (3er Dolmen x (5-3=2) Platz = 6 ).

Das Spiel endet, sobald alle Spieler ihre Steine verbaut haben oder sobald ein Spieler seinen letzten Dolmen platziert hat - dann jedoch geht das Spiel noch eine Runde. Alle bislang noch nicht gewerteten Plätze werden nun ebenfalls gewertet und damit der Gewinner ermittelt.

Fazit

In Sachen Optik gibt es sicher noch ein Optimierungspotenzial im Hause Eggert-Spiele. Während das Cover noch atmosphärisch aussieht, wirkt ein Blick auf die Rückseite eher ernüchternd und könnte ggf. ein Interesse am Spiel zum Erlöschen bringen. Die Ursache liegt in dem darauf abgedruckten Blanko-Spielplan ohne jeden Spielstein. Aus der Frontalen betrachtet wirkt dieser eher abschreckend und kaum einladend. Hier würde ein Szenenfoto von der Seite aus betrachtet ein deutlich besseres Bild des späteren Spielaufbaus vermitteln.

Hier sei dem Verlag zu gute gehalten, dass das Spiel zum Großteil über das Internet oder auf Messen verkauft wird und weniger über Handelsketten. So wird sich der "Schaden" in Grenzen halten.

Optisch wesentlich ansprechender als der Spielplan ist das Holzmaterial, das in ausreichenden Mengen dem Spiel beiliegt und damit dem im Grunde abstrakten Spiel etwas Atmosphäre verleihen.

Die Spielregeln sind klar geschrieben, man sollte jedoch darauf hoffen, dass ein Errata-Zettel dem Spiel beiliegt, denn zwei Druckfehler (Die Spielsteine wurden mit den Druiden vertauscht) dürften zu einigen Verwirrungen unter den Spielern führen, wenn sie das Spiel nicht kennen.

Das Thema "Darf man einen weiteren Dolmen setzen, wenn man seine Führung ausbaut?" ist zwar in der Regel erklärt, ein noch deutlicherer Hinweis hätte jedoch Regelfragen in diversen Runden vermieden.

Spielerisch gestalten sich die Dolmengötter durchaus spannend. Auch während der Spielzüge der Mitspieler ist Aufmerksamkeit gefragt, denn so manch fremder Spielzug berechtigt andere Spieler zum Setzen von Dolmen.

Da jeder Spieler mit 3 Spielfiguren spielt, ist man stets an mehreren Fronten am Kampf um Mehrheiten beteiligt, kann jedoch pro Spielzug nur an einer Stelle nachrüsten. Ganz wichtig ist, die verbleibenden Dolmen der Mitspieler zu beobachten. Wer dies nicht berücksichtigt und versucht, seine Dolmen zu lange für noch punkteträchtigere Plätze aufzusparen, geht Gefahr, einige Dolmen nicht rechtzeitig vor Spielende verbauen zu können und verschenkt damit für den Spielsieg wichtige Punkte. Es ist durchaus eine mögliche Taktik - wenn auch nicht zwingend erfolgsversprechend - schnell seine Dolmen los zu werden, um den anderen Spielern nicht die Möglichkeit zu geben, alle Dolmen zu verbauen. Das kann klappen, muss es aber nicht...

Das Spiel funktioniert in allen Spielerzahlen einwandfrei. Während der Spielerfolg zu fünft noch stark von den Spielzügen der Mitspieler abhängig ist, gewinnt es mit reduzierter Spielerzahl an Spieltiefe und taktischen Möglichkeiten. Gerade zu zweit ist es ein reines Taktikspiel mit einem hohen Grübelfaktor. Dennoch bevorzuge ich das Spiel zu dritt oder zu viert.

In allen unseren Runden kam das Spiel trotz des sehr abstrakten Themas durchweg positiv an und führte teilweise dazu, dass die Spieler kurz danach das Spiel orderten. Es gewinnt durch seine recht kurze Spieldauer und seine einfachen Regeln, die trotzdem viel Spielraum für Grübeleien und Tüfteleien bietet.

Rezension Frank Gartner

Regelkorrektur

ERRATA DER SPIELREGEL:

Liebe/r Dolmengötter-Freund/in,

wir bedauern sehr, dass es in der beiliegenden Spielregel zu folgendem Druckfehler gekommen ist:

* S. 4: "2.1 Dolmen setzen: Sobald nach dem Setzen eines Druiden…" => Druiden muss durch Steins ersetzt werden.

* S. 4, rechte Spalte: "Min. 3 Druiden..." => Druiden muss durch Steine ersetzt werden.

Wir bitten um Verzeihung und wünschen viel Spaß beim Spielen!

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Die Dolmengötter: 4,6 4,6, 15 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.07.05 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.05.05 von Rolf Braun - Schönes eher abstraktes innovatives aber etwas trockenes Mehrheitenspiel. gibt 'ne glatte 4.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.05.05 von Steffen Stroh - Innovatives, abstraktes Spiel ohne Glücksfaktor (Ausnahme: Mitspielerzüge). Leider weckt die sehr öde Gestaltung des Spielplans keine Neugierde - das Spielkonzept hätte eine bessere grafische Umsetzung verdient.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.05.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.06.05 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.06.05 von Jochen Traub - Schade, dass die Spieleschachtel so wenig verspricht. Der Inhalt hält viel mehr.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.06.05 von Roland Winner - Zu zweit ist der Spielspaß deutlich geringer.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.07.05 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.07.05 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.07.05 von Kathrin Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.06 von Bernd Eisenstein - Hat mich wirklich positiv überrascht. Sehr trocken, aber da mich das wenig stört: sehr gut!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.07.06 von Jens Hillen
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.09.06 von Silke Hüsges
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.07 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.11.07 von Ralph Bruhn - Bis auf die allzu schlichte Grafik ein rundum empfehlenswertes Mehrheitenspiel

Leserbewertungen

Leserwertung Die Dolmengötter: 4,7 4.7, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.07.05 von Braz - Mir gefällt die Schachtel -> lediglich der Spielplan könnte ein klein wenig schöner aussehen, dennoch: Klasse Spiel !
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.06.07 von Kudde
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.06.07 von Beate Bindrim - Bitte, bitte nicht vom Design des Spielplanes abschrecken lassen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.05.08 von Babak Hadi - Ohne Zweifel ist es ist ein gutes Spiel. Warum habe wir es dann nur zweimal gespielt? Die Thematik ist wirklich langweilig und trocken und irgendwie ist das ganze Spiel einfach zu trocken.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.07.09 von Callisto (Alf Blaser) - Tolles, taktisches Spiel mit dem haesslichsten Spielfeld seit "Halma". ;)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.11.09 von Romain Halsdorf - Ich mag das Spiel, auch wenn die Grafik eher abschreckt. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen.

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